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Waffenruhe zwischen Hamas und Israel hält

14.03.2012 | 16:23 |   (DiePresse.com)

Die Gewalt zwischen Israelis und militanten Palästinensern im Gazastreifen ist vorerst beendet. Ein Junge erlag seinen Verletzungen. Netanyahu: Israel könne jederzeit auf Angriffe reagieren.

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Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist die Waffenruhe zwischen militanten Palästinensern und Israel am Mittwoch weitgehend eingehalten worden. Es war der zweite Tag der von Ägypten vermittelten Waffenruhe im Gazastreifen. Noch bis in die Nacht zum Mittwoch waren aus dem Gebiet am Mittelmeer insgesamt acht Raketen und Mörsergranaten Richtung Israel abgefeuert worden.

Eine der Raketen schlug auf einem Parkplatz zwischen Wohnhäusern in der israelischen Stadt Netivot ein und verletzte einen Mann. Im Gazastreifen erlag ein Siebenjähriger seinen am Montag erlittenen Verletzungen. Die Zahl der seit vergangenem Freitag getöteten Palästinenser erhöhte sich damit auf 26.

Der Bub sei bei einer Beerdigung für getötete palästinensische Kämpfer von einer verirrten Kugel getroffen worden, sagte der Sprecher des medizinischen Notdienstes, Adham Abu Selmeja. Er korrigierte damit frühere Angaben, der Bub sei bei einem israelischen Raketenangriff verletzt worden. Traditionell schießen Kameraden getöteter Kämpfer während des Trauerzuges mit scharfer Munition in die Luft.

Normalisierung der Lage in Israel

Im Süden Israels begann sich das Leben unterdessen zu normalisieren. Nach dreitägiger Unterbrechung öffneten Schulen und Kindergärten wieder. Allerdings zog es etwa die Hälfte der Schüler vor, noch zu Hause zu bleiben, berichteten israelische Medien.

Auslöser der schwersten Kämpfe seit vergangenem August war die Tötung des Chefs der radikalen Palästinenserorganisation Volkswiderstandskomitee, Zuher al Kesi, und eines seiner Helfer am Freitag. Er habe einen schweren Terroranschlag gegen Israel vom Sinai aus geplant, lautete die Begründung Israels. Mitglieder militanter Gruppen feuerten daraufhin in den folgenden Tagen nach Angaben des israelischen Militärs mehr als 300 Raketen und Mörsergranaten auf israelische Städte ab. Elf Menschen in Israel erlitten Verletzungen. Die israelische Luftwaffe antwortete mit Angriffen gegen die Abschussanlagen und Waffenlager.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu warnte, Israel werde jederzeit wieder angreifen, wenn es erneut beschossen werde. Ruhe werde es nur geben, wenn auch die andere Seite Ruhe halte.

(APA)

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