Der neue deutsche Bundespräsident Joachim Gauck hat vor seiner ersten Auslandsreise, die nach Polen führt, seine Bewunderung für den Freiheitswillen der Polen bekundet. Am Montagabend wurde Gauck zu einem ersten Treffen mit seinem polnischen Amtskollegen Bronislaw Komorowski in Warschau erwartet.
Der linksliberalen Zeitung "Gazeta Wyborcza" (Montagausgabe) sagte er: "Ich bewundere die Entschlossenheit und den Mut, mit dem die Menschen in Danzig, Nowa Huta und im ganzen Land für Freiheit und Bürgerrechte kämpften. Die friedliche Revolution in der DDR hatte Erfolg, weil die polnischen Nachbarn schon gezeigt hatten, dass sich Freiheit erkämpfen lässt."
Auch wenn es noch immer kontroverse Fragen zwischen Polen und Deutschland oder unterschiedliche Meinungen in der EU gebe, herrsche heute im deutsch-polnischen Verhältnis gegenseitige Wertschätzung, betonte Gauck. "Die Ressentiments der Vergangenheit treten immer mehr in den Schatten."
Mit Blick auf die politische Entwicklung in den osteuropäischen Staaten, vor allem in Weißrussland, betonte Gauck, nach dem Ende der Teilung Europas müsse auf dem gesamten Kontinent Platz für Freiheit, Sicherheit, Recht und Wohlstand geschaffen werden. "Daran wollen wir auch im Rahmen der Ostpartnerschaft der EU arbeiten", sagte er.
(Ag./Red.)
Joachim Gauck: ''Ich bin kein Supermann''




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