Iran: US-Sanktionen "weisen in die falsche Richtung"

24.04.2012 | 13:09 |   (DiePresse.com)

Teheran kritisiert das Vorgehen der USA: Die neuen Strafmaßnahmen hätten "keine Effekt". Stattdessen würden sie die für Ende Mai verabredeten Atomgespräche "belasten".

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Die iranische Regierung hat vor einer Belastung der internationalen Verhandlungen über ihr Atomprogramm durch neue Sanktionsbeschlüsse gewarnt. Wenige Stunden nach der Bekanntgabe neuer Strafmaßnahmen durch US-Präsident Barack Obama sagte der iranische Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast am Dienstag, "jede Art von Sanktionen" weise "in die falsche Richtung". Die Atmosphäre der für Ende Mai verabredeten Verhandlungen könne dadurch "belastet" werden.

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Die US-Regierung müsse sich bewusst sein, dass Sanktionen "keinen Effekt auf die Entschlossenheit unserer Nation" haben und "diese nur verstärken können", sagte Mehmanparast.

Obama hatte am Montag Strafmaßnahmen gegen Unternehmen und Einzelpersonen enthüllt, die Syrien und dem Iran bei der Unterdrückung der Bevölkerung mit technologischem Know-how, Computern oder anderem Gerät helfen. Beide Länder würden Oppositionelle über das Internet aufspüren und überwachen, sagte Obama. Unterstützer dieser "bösartigen Verwendung von Technologie" müssten mit dem Einfrieren von Vermögenswerten und Einreiseverboten in die USA rechnen.

Iran will "alle Unklarheiten beseitigen"

Mehmanparast betonte, die Regierung in Teheran sei zu einer engeren Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bereit. "Wir wollen alle Unklarheiten über unser friedliches Atomprogramm beseitigen", sagte er am Dienstag. So sei der Iran gewillt, IAEO-Inspektoren Zugang zu der umstrittenen Militäranlage Parchin südöstlich von Teheran zu gewähren.

Die internationalen Verhandlungen zu dem Programm lagen mehr als ein Jahr auf Eis. Mitte April gab es in Istanbul dann wieder ein Treffen von Vertretern Deutschlands und der fünf ständigen UNO-Sicherheitsratsmitglieder USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien (5+1-Gruppe) mit einer iranischen Delegation. Dabei wurde ein weiteres Treffen für den 23. Mai in der irakischen Hauptstadt Bagdad verabredet.

Der Iran betreibt ein Atomprogramm mit Anreicherung von Uran, das nach Teheraner Angaben ausschließlich der zivilen Nutzung dient. Mehrere westliche Regierungen verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung den Bau von Atomwaffen anzustreben.

(Ag.)

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5 Kommentare

All dieses Bestemm daß die Sanktionen keinen Effekt hätten

ist ein Effekt der Sanktionen!

Naja wenn der Westen

allen voran die EU-Politiker 3-4 € pro Liter Benzin verantworten können dann macht nur weiter.

Wiso ist eigentlich immer +1 Deutschland mit von der Partie? Könnte man nicht auch mal eine andere große Nation eine Verhandlungsposition gewähren? Brasilien, Indien oder Kanada oder so hätte bestimmt auch eine Meinung. Das ganze ist doch eine ungerechtigkeit sondergleichen. Ich bin kein Verschwörungsdrehbuchautor aber es scheint fast so als sei der Krieg bereits ausgemacht. Man wartet nur noch auf den besten Zeitpunkt.

Wie auch immer es ist nicht klug diese Situation wieder eskalieren zu lassen. Zu welchem Preis? Ein Volk welches eine Geschichte aufweist von der eine USA nur träumen kann sollte man nicht leichtfertig angreifen und die Kulturgüter wieder plündern oder zerstören.

+1 Deutschland

ist einfach noch eine Marionette, welche den Standpunkt der USA unterstützt

Re: +1 Deutschland

Diesbezüglich ist es ein jammer das Gerhard Schröder nicht mehr Bundeskanzler ist. Der hätte eine klare eigene Meinung Deutschlands vertreten.

Merkel hingegen hat sich ja damals in der Opposition schon am lautesten für eine beteiligung am Irakfeldzug ausgesprochen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Schluss mit der österreichischen Kriegshetze!
24.04.2012 15:46
3 0

... und Spindelegger macht natürlich gleich mit!

... dann Darabos seine Söldner gebrauchen.

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