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Oslo: Zehntausende singen gegen Breivik

26.04.2012 | 14:48 |   (DiePresse.com)

Der norwegische Attentäter hat vor Gericht das Lied "Kinder des Regenbogens" als "Gehirnwäsche" kritisiert. Nun stimmten es 40.000 Menschen auf einem Platz nahe des Gerichtsgebäudes an.

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Aus Protest gegen den norwegischen Attentäter Anders Behring Breivik haben sich in Oslo zehntausende Menschen versammelt und ein Lied gesungen, das dem Rechtsextremisten verhasst ist. Nach Schätzung der Polizei stimmten rund 40.000 Menschen das Lied "Kinder des Regenbogens" von Lillebjoern Nilsen an. Die Aktion fand auf einem Platz nahe des Gerichtsgebäudes statt, in dem sich Breivik verantworten muss.

Viele der Menschen trugen Rosen und norwegische Flaggen. Breivik hatte am Freitag vor Gericht Nilsen als "sehr gutes Beispiel eines Marxisten" bezeichnet, der die Kulturszene infiltriert habe. Mit seinen Liedern würden norwegische Schüler einer "Gehirnwäsche" unterzogen.

Aktion, um Lied "zurückzuerobern"

Zwei Norweger starteten daraufhin auf Facebook eine Kampagne, um das Lied wieder "zurückzuerobern". "Ich hatte das Gefühl, dass er auf einem Lied herumtrampelte, mit dem ich aufgewachsen war, und das ich meinem Kind vorsinge", sagte eine der Initiatoren, Lill Hjoennevaag, dem Fernsehsender NRK.

Das Lied, das eine Adaptation des Lieds "My Rainbow Race" des US-Folksängers Pete Seegers ist, ist sehr beliebt in Norwegen. Der Refrain lautet: "Zusammen werden wir, Brüder und Schwestern, als kleine Kinder des Regenbogens und der grünen Erde leben." Nilsen, der die Aktion am Donnerstag selbst anführte, sagte, das Lied handele nicht in erster Linie von Menschen, sondern vom Schutz der Umwelt.

Breivik muss sich derzeit vor Gericht wegen der Anschläge am 22. Juli 2011 mit insgesamt 77 Toten verantworten. Am Donnerstag sagten bei der Verhandlung mehrere Überlebende aus.

(Ag.)

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22 Kommentare
Gast: Pensador
28.04.2012 10:39
0 2

überflüssige Kitschaction

Na, diese blöde und überflüssige Kitschaction wird den Massenmörder aber beeindrucken!
Der fühlt sich dadurch doch nur in seinen irren Ideen bestätigt (wenn er's überhaupt mitkriegt).

Gast: Narrenspiegel
27.04.2012 22:50
1 2

Peinlich

Ein Ständchen für einen Massenmörder.
Grotesk.

Gast: mik
27.04.2012 14:15
4 1

Naja

Obs nun naiv ist oder nicht tut für mich nichts zur Sache, ich denke, es ist eher eine Art Trauerbewältigung und um Zusammenhalt zu zeigen oder ihn sich fühlbar machen weil sicher noch viele Menschen Angst haben etc.

Würde bei uns sowas passieren stünden auch Tausende am Stephansplatz um zu singen, damit sie das Gefühl haben es ist vorbei und es passiert nichts Schlimmes mehr.

Gast: beschwerer
27.04.2012 08:54
1 4

sorry, aber

dieses naive pazifistel-liedchen ist wirklich shit.

Gast: Imperialist
27.04.2012 00:19
1 5

Plagiat

Also, die leicht präparierte Variante von:

Ein bisschen Frieden, ein bißsschen Sonne
für diese Erde, auf der wir wohnen.
Ein bisschen Frieden, ein bisschen Freude,
ein bisschen Wärme, das wünsch ich mir.

Solche naiv-simple Liedchen sind im Musikunterricht an den Grundschulen durchaus geeignet. Aber mehr als 40 000 infantile "Erwachsene"? Es stimmt was nicht im norwegischen Sandkasten.

DAS ist widerstand!

bis österreich an norwegen in den belangen toleranz, sozialem denken, zivilcourage und solidarität anknüpfen kann, wird noch viel zeit vergehen...

Gast: Fatalist
26.04.2012 17:43
2 1

Massenmörder ziehen die Gesellschaft in ihren Bann

Hätte Breivik 77 Menschen das Leben gerettet, dann wäre er sicher nicht so präsent in den Medien und keiner würde für ihn ein Lied singen, aber Massenmörder bewegt die Gesellschaft und die Medien!
Die besten Beweise sind Hitler, Stalin und auch die großen Feldherren von der Antike bis jetzt werden in den Medien überproportional präsentiert, aber was ist mit den Menschen die ihr Leben opferten für die Freiheit?!

Antworten Gast: badeschwamm
26.04.2012 20:07
4 0

Re: Massenmörder ziehen die Gesellschaft in ihren Bann

FÜR Breivik hat überhaupt niemand gesungen!

Antworten Gast: Analyst 829
26.04.2012 18:47
0 5

Re: Massenmörder ziehen die Gesellschaft in ihren Bann

Also über einen gesissen Jesus Christus haben mindestens 25 Evangelisten geschrieben, von denen die katholische Kirche allerdings nur 4 anerkennt.

Es gibt Evangelien, wo Jesus, der sich als Erlöser geopfert hat, nur scheintod war (spricht im Prinzip auch bei den anerkannten Evangelisten etwas dafür so wie sie beschreiben, dass das Blut herausschoss beim Lanzenstich; das tut es aber nur, wenn der Mann noch gelebt hat beim Stich) und nach Indien (zu faul jetzt zum zu googeln wohin genau) floh, wo es auch ein Jesusgrab gibt. Demnach sei er in hohem Alter verstorben.

Wie auch immer, es gibt also schon Menschen, die Gutes tun und über die berichtet wird.

Die Frage ist aber, was ist gut und was ist böse. Manche Strafe wird ja von den Menschen als gerecht und gut betrachtet.

Um für Ordnung zu sorgen, wird oft hart und für Individuen gesehen ungerecht, durchgegriffen.

2 3

Re: Massenmörder ziehen die Gesellschaft in ihren Bann

Unglaublich starkes Posting . Stimmt. Wie waers mit : Kranke ziehen Kranke an ? ......

Demokratie bis zur Anarchie?

"Sie wollten gemeinsam in Frieden leben
Jeder auf die Art, die er für richtig hält."

Dieser Satz scheint mir die Essenz dieses Liedes zu sein. Gerade Breivik hat bewiesen, dass dies nicht möglich ist. Keine Demokratie ohne gute Gesetze! Auch Hausbesetzung ist in den meisten Fällen Gesetzesbruch.

Auch wenn man Lieder singt, sollte man nachdenken, was sie bedeuten.

Antworten Gast: nfgnn
26.04.2012 18:30
5 2

Re: Demokratie bis zur Anarchie?

Ihre Trollversuche haben sie schon im Standard versucht,und dort funktionieren sie auch nicht.

nein doch

nicht....hab mir den text angesehen...ist zwar schwa chsinnig....aber warum das ein "gehirnwäsche" lied sein soll ist mir net klar !?

Re: nein doch

"Gehirnwäsche" ist es ja bloß in der kranken Fantasie Breiviks und jener die ihn im Geiste unterstützen.
Für alle anderen ist es einfach ein Kinderlied.

Was ich schon

eigenartig finde ist dass momentan stets genau die jenigen "Lynchjustiz" mit Breivik betreiben wollen die sich sonst immer am lautesten darüber beklagen wie Meschenrechtsunwürdig die Justiz mit diversen Verbrechern, Extremisten aller art usw.. vorgeht.

Sie werden es noch schaffen dass sich ungwöhnlich viele Menschen aus Mitleit auf die Seite Breiviks stellen werden.
Ein Rechtsstaat ist ein Rechtsstaat er steht einem Rechtsradikalen genauso zu wie einem Linksradikalen oder Liberalen oder sonst irgend welchen Ideologien. 77 Tote sind schlimm für die Familien muss es die Hölle sein.
Aber wenn man so liest was manchen so einfallen würde was sie mit Breivik gerne anstellen würden oder wenn Massen auf die Straße ziehen und die Justiz so sehr unter Druck setzen dass macht einem genauso Angst.

Damit kommt zu Tage was in manchen ach so friedlichen und um rechtsstaatlicher Korrektheit besorgter Menschen in wirklichkeit vorgeht. Wobei sich dann die Frage aufdrängt:
Um wieviel besser wären manche
Menschen als Breivik tatsächlich?
Offensichtlich steckt in vielen Menschen zumindest ein ganz kleiner "Breivik".

Darüber sollte man einmal nachdenken.

Antworten Gast: L.W.
26.04.2012 16:02
5 1

zumindest ein ganz kleiner "Breivik".

Nicht nur ein kleiner. Gehen Sie ei Wirtshaus IhrerWahl und lauschen Sie...

Re: zumindest ein ganz kleiner "Breivik".

zB. ins Cafe Rosa.

Antworten Antworten Gast: L.W.
26.04.2012 19:11
2 0

Sorry für die typos,

... war etwas in Eile.

8 5

Wäre schön wenn sich so manche...

...in diesem Forum ein Beispiel an derartigen Vorgehen nehmen. Aber leider ist es hierzulande offensichtlich gängig massiv xenophob unterwegs zu sein...schade.

Gast: Salcher
26.04.2012 15:03
11 6

Alle auf den Leim gegangen

Breivik ruft und bewegt die Massen. Genau, was er erreichen wollte. Ich hätte die Norweger für intelligenter gehalten.

Re: Alle auf den Leim gegangen

Pfeif auf ihn. Die Leute sollen das machen, was ihnen in dieser Lage gut tut und nicht daran denken, ob ER sich darüber ärgert oder freut.

Antworten Antworten Gast: Walander
26.04.2012 17:28
0 3

Re: Re: Alle auf den Leim gegangen

Eine dumme Aktion.

Im Fadenkreuz der Terroristen