Nach nur zwei Wochen im Amt gab Richard Grenell, der außenpolitische Sprecher des designierten republikanischen US-Präsidentschaftkandidaten Mitt Romney, seinen Rücktritt bekannt. Wie die "Washington Post" am Mittwoch berichtete, habe Grenell angedeutet, dass er seinen Posten geräumt habe, weil konservative Parteikollegen seine Homosexualität und sein Eintreten für die Homo-Ehe kritisiert hatten. Es habe eine "aufgedrehte und voreingenommene Debatte" über seine persönlichen Angelegenheiten gegeben, die ihn bei seiner Tätigkeit beeinträchtigt hätten, so Grenell.
In dem Bericht bedankte sich Grenell bei Romney dafür, dass dieser an ihn geglaubt habe und dass "offenes Schwulsein für ihn und sein Team kein Thema war".
Homo-Ehe als Zankapfel
"Wir sind enttäuscht, dass Richard sich aus persönlichen Gründen zum Rücktritt entschieden hat", erklärte Matt Rhoades, Kampagnenmanager von Romney. "Wir wollten, dass er bleibt", Grenell habe für den Job "hervorragende Qualifikationen" mitgebracht. Dennoch hatten Grenells Ansichten bei den konservativen Parteigenossen für Furore gesorgt: Während er für die Homo-Ehe plädierte, stemmt sich Romney gegen diese.
Weiters hatte der Ex-Sprecher vor seinem Jobantritt im Romney-Team mehrere provokative Tweets veröffentlicht. Wie "Spiegel Online" am Mittwoch berichtete, hatte er gemeint, dass US-Außenministerin Hillary Clinton immer mehr wie die frühere Außenministerin Madeleine Albright aussehe.
(Red.)
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