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Sarkozy schloss Kampagne mit heftigen Attacken ab

06.05.2012 | 09:18 |   (DiePresse.com)

Präsident Sarkozy bezeichnet sich als Opfer einer Form von "Rassismus und Intoleranz". Konkurrent Hollande führt nach wie vor in den Umfragen. In den Überseegebieten hat die Wahl bereits am Samstag begonnen.

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In Frankreich hat am Sonntag die zweite und entscheidende Runde der Präsidentschaftswahl begonnen. 44,5 Millionen Wähler sind aufgerufen, sich zwischen dem Sozialisten Francois Hollande und dem konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy zu entscheiden. Hollande ist klarer Favorit: Die Umfragen sehen ihn mit bis zu 53,5 Prozent vor Sarkozy mit bis zu 47,5 Prozent. Um eine Niederlage dennoch abzuwenden, wagte Sarkozy (UMP) vor dem Urnengang einen heftigen Rundumschlag. Der 57-Jährige attackierte das "politisch-mediale System", erklärte sich als Opfer einer gewissen Form von "Rassismus und Intoleranz" und zitierte sogar Papst Johannes Paul II.

In einem abschließenden Wahlkampfauftritt in Les Sables-d'Olonne in Westfrankreich rief Sarkozy seine Sympathisanten zur "Freiheit" auf, sie sollten "das Diktat des einheitlichen Denkens nicht akzeptieren", zeigte sich der UMP-Politiker kämpferisch. Er bedauerte die "Beschimpfungen" und "Beleidigungen", mit denen er "überschüttet" worden sei. Er warf den Sozialisten und deren Präsidentschaftskandidaten Francois Hollande (PS) vor, einen "stalinistischen Prozess" gegen ihn zu führen.

Freundlichkeit ist eine Frage der Erziehung

In Les Sables-d'Olonne am Freitagabend startete Sarkozy einen verbalen Angriff gegen einen Reporter des führenden französischen Fernsehsenders TF1 (Gruppe Bouygues), weil dieser ihm während einer Direktübertragung in der TF1-Nachrichtensendung den Rücken drehte. "Wenn unser Frend, der eine Direktübertragung macht, indem er mir den Rücken kehrt, sofort aufhören könnte, würde er mir einen Gefallen tun", sagte Sarkozy erzürnt und löste damit die Buhrufe und Pfiffe der anwesenden Sympathisanten gegen den Journalisten aus. "Keine Sorge, die Freundlichkeit ist bloß eine Frage der guten Erziehung. Wenn sie fehlt, werden wir dem Abhilfe verschaffen", fügte der Präsident hinzu.

Bei der abschließenden Wahlkampfveranstaltung sprach sich Sarkozy auch gegen die Euthanasie aus. Er kritisierte die Lebensbedingungen der Christen in einigen orientalischen Ländern und zitierte Papst Johannes Paul II. "Ein großer Papst hat gesagt: 'Habt keine Angst'. So habt Vertrauen in euch, wenn ihr euch mobilisiert, wenn ihr daran glaubt, wird der 6. Mai euer Sieg sein und nicht meiner, es wird der Sieg Frankreichs sein." Mit Blickrichtung auf die knapp 18 Prozent Wähler des rechtsextremen "Front national" (FN) von Merine Le Pen stellte Sarkozy erneut das Schengen-Abkommen in Frage und sprach sich für eine Kontrolle der nationalen Grenzen aus.

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Am Sonntag ist alles möglich

"Sarkozy hat mich unterschätzt", kommentierte Hollande am Samstagvormittag in einem Radiointerview lakonisch die jüngsten Entwicklungen im Wahlkampf. Der Sozialist liegt in Umfragen nach wie vor in Führung, eine jüngste IFOP-Umfrage sagte ihm allerdings nur noch 52 Prozent der Stimmen voraus, gegen 54 bis 56 in den vorangegangenen Erhebungen. Hollande betonte auch, dass es "kein Abkommen" mit dem zentrumsbürgerlichen Chef des "Mouvement démocrate" (MoDem), Francois Bayrou, gegeben habe, der am Donnerstag angekündigt hatte, für den Sozialisten zu stimmen. Die konservative Tageszeitung "Le Figaro" berichtete dagegen am Sonntag, dass Bayrou der Vorsitz der Nationalversammlung versprochen worden sei, die im Juni neu gewählt wird.

Wahlbeginn in den Überseegebieten

Seit Samstag 12 Uhr MESZ können bereits über 5000 Wahlberechtigte auf den Inseln Saint-Pierre und Miquelon vor der kanadischen Atlantikküste ihre Stimmzettel abgeben. Im Laufe des Tages werden in weiteren Überseegebieten wie den Karibikinseln Guadeloupe und Martinique die Wahllokale öffnen. Ursache des vorzeitigen Wahlbeginns in Überseegebieten ist die große Zeitdifferenz zu Europa.

Die erste Runde am 22. April hatte Hollande mit weniger als zwei Prozentpunkten Vorsprung gewonnen. Bei einem Wahlsieg wäre er der erste sozialistische Präsident seit Francois Mitterrand, der von 1981 bis 1995 französischer Staatschef war. Die Amtszeit Sarkozys endet am 15. Mai um Mitternacht. Hollande hatte für den Fall eines Erfolgs eine Amtsübernahme an diesem Tag angekündigt. Dann will der Sozialist auch bekanntgeben, wer neuer Regierungschef wird.

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(Ag./Red.)

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31 Kommentare
 
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Wie gross war eigentlich Napoleon ?????


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Re: Wie gross war eigentlich Napoleon ?????

politisch, sozial & militärisch enorm.

Einen Staatenlenker wählt man nicht nach Kriterien eines Unterhosenmodells für Victoria Secrets - da sind Sie in der falschen Veranstaltung.

Was würde wohl passierern,...

..wenn den Franzosen klar wäre, dass Hollande nur wegen der Stimmen der Neufranzosen gewinnt (ähnlich wie Häupl in Wien oder seinerzeit Schröder).

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Re: Was würde wohl passierern,...

was beim Ziehen der Clospülung passiert - ab mit allen in die Muschel

"Wenn unser Frend, der eine Direktübertragung macht, indem er mir den Rücken kehrt, sofort aufhören könnte, würde er mir einen Gefallen tun"

was will uns der Künstler damit sagen?

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Re: "Wenn unser Frend, der eine Direktübertragung macht, indem er mir den Rücken kehrt, sofort aufhören könnte, würde er mir einen Gefallen tun"

narf

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Die Wahl zwischen schwarzer Pest & roter Colera bedeutet


das bei der Wahl Hollandes die Achse Paris/Wien Geschichte, der Merkels Stabilitätspakt ein Papierflieger ist, der Goldpreis senkrecht durch die Decke - wie der € in die Grube gehen wird und die EU binnen Wochen den finalen Weg in den dunklen Krümmer der Geschichte unter der Clomuschel nimmt.
Griechenland ist (so die Sozis es machen, was wahrscheinlich ist) ab Montag aus der EU draußen und Deutschland ab Herbst. Sarkophagus auf der Bruni und im Elysee weiter zu ertragen würde ein dahinsiechendes Weiterwursteln bedeuten.
Was besser gewesen wäre, wird man nie feststellen können -
Festhalten. Jetzt wird es holprig!

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Paris/Berlin...


Gast: Kärcher
05.05.2012 21:09
1 0

"Rassismus und Intoleranz"

Halb Roma und dazu noch Neurotiker, kein Wunder das der sich in Frankreich verfolgt fühlt.

2 1

Gott, ist dieser Typ

fürchterlich. Er, der Oberzündler der letzten Wochen ist Opfer von Rassismus. Na klar! Die Franzosen haben diesmal echt nur Qual statt Wahl. Nur gut, dass nationale Politik längst ausgedient hat und rein zur Show fürs Volk verkommen ist. Schlecht ist allerdings, dass "die entscheidenden Orange der EU" noch immer nicht demokratisch gewählt werden können.

0 0

Re: Gott, ist dieser Typ

Ja, sehr gut, dass die nationale Politik ausgedient hat und wir jetzt von nicht gewählten Leuten regiert werden. Wie nennt man sowas?

Antworten Gast: schaaaddee
05.05.2012 22:00
0 0

Re: Gott, ist dieser Typ

schade wirklich, dass sie nicht wirklich demokratisch gewählt werden.

Typisches Verhalten für einen Kriegstreiber!


Gast: Gerard Deppertöl
05.05.2012 20:19
3 1

Leid tun mir seine Frau und ihr Kind....

.....ab morgen werden die Komplexe in seinen Körper zurückkehren, er wird sich als Nichtmehr-Präsident wieder wertlos vorkommen....das kommt davon, wenn man Präsident ist und sich so hineinsteigert, dass man glaubt, dass man das wirklich ist, KRANKE MENSCHEN glauben durch das ewige "Bejubeltwerden" dass sie das jetzt wirklich sind und vergessen, das es sich um eine "Schauspielrolle" handelt, für SEINESGLEICHEN wird es schwierig werden, aber noch schwieriger wird es sein persönliches Umfeld haben......

Antworten Gast: pauvrecarla
05.05.2012 22:01
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Re: Leid tun mir seine Frau und ihr Kind....

ja, genauso ist es. er hat wahnvorstellungen. die arme carla.

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Re: Re: Leid tun mir seine Frau und ihr Kind....

Mir tut sie nicht leid. Schließlich hat sie doch gesehen, was sie da heiratet.

Gast: Aber so
05.05.2012 19:51
6 1

Hätte er gekärchert

wie versprochen, würden ihm die Herzen der Franzosen jetzt zufliegen und er dürfte bleiben.

Gast: harakiri
05.05.2012 19:45
5 2

die konservative Welt

wird untergehen, die Schweizer haben schon die Konten geöffnet, damit die franz. Milliarden ungehindert anrollen können, die Börsen werden zusammenkrachen, kurz, die Franzosen werden schon sehen, was sie davon haben.

Gast: biersauer
05.05.2012 18:55
1 3

Diieser Abgang war vorhersehbar.

Er hat nicht das Beste aus der Situation Frankreichs gemacht, jetzt hat er das Resultat.
Aber es kommt sicherlich nichts Besseres nach.

Gast: jemeursderire
05.05.2012 18:35
3 0

sehr witzig m. sarkozy

'Der Präsident bezeichnet sich als Opfer einer Form von "Rassismus und Intoleranz".' hahaha, kommentar des tages!

Re: sehr witzig m. sarkozy

Sie beherrschen die Rechtschreibung nicht. Hat Ihnen das schon einmal jemand gesagt?

... mit heftigen Attacken?

Letztes wahrnehmbares Erben des, nicht nur, körperlichen Zweg's!

Gast: b754
05.05.2012 16:59
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der abgang eines narzissten

würdelos wie zu erwarten

Antworten Gast: Pensador
05.05.2012 19:56
1 3

Re: der abgang eines narzissten

Nun, heruntergerissene und beschmierte Plakate und sonstige Behinderung der Wahlwerbung des Gegners ist doch eher jener Stil, den man auch von österreichischen Linken kennt.
Aber Rote haben eben eine andere Vorstellung von Würde.
Und obs wirklich ein "Abgang" wird, wird sich erst morgen herausstellen. Nur die Linken wissen immer schon im vorhinein, wer nicht mehr zu schlagen ist und hoffen, dass dem dann alle nachrennen werden.

Antworten Antworten Gast: belustigter
05.05.2012 22:03
1 0

Re: Re: der abgang eines narzissten

du belustigst uns immer wieder, pensador de nada

Die Plakate etc sind vielleicht aber nur der Beweis wie satt ihn das Volk hat!!!


 
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