Einer ersten Umfrage zufolge führt die Präsidentenpartei bei der Parlamentswahl in Armenien. Die Republikanische Partei von Präsident Sersch Sargsjan galt schon im Vorfeld als Favorit.
Zu dem Urnengang in Armenien waren insgesamt acht Parteien und ein Parteienblock zugelassen. Hunderte Beobachter waren im Einsatz. Die Opposition war mit dem Armenischen National-Kongress des früheren Präsidenten Lewon Ter-Petrosjan im Rennen. Aus den Reihen der Opposition gab es vereinzelte Fälschungsvorwürfe. Die Behörden kündigten eine Prüfung an. Rund 2,5 Millionen Wahlberechtigte waren am Sonntag aufgerufen, die 131 Abgeordneten der Nationalversammlung zu bestimmen.
SPÖ-Bundesrat Stefan Schennach war am Sonntag als offizieller Beobachter für den Europarat bei der Wahl in Armenien. "Die Wahl hat vor allem auch dadurch eine enorme Bedeutung, da sie gemeinsam mit den folgenden Wahlen in Georgien, Aserbaidschan und der Präsidentenwahl in Armenien mitentscheidend sein wird, welche demokratischen Standards im Südkaukasus künftig vorherrschen," so Schennach in einer Aussendung. Durchschnittlich 305 Personen würden demnach Armenien pro Tag verlassen. "Zum einen gibt es die starke Vorherrschaft der Regierungspartei, zum anderen absurde Wahlgeschenke, wie etwa 500 Traktoren durch einen Oligarchen, die überall im Land herumstehen", berichtete Schennach.
(Ag.)
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