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Hollande will bei Wahlsieg sofort Merkel anrufen

06.05.2012 | 16:32 |   (DiePresse.com)

Die Zusammenarbeit mit der deutschen Bundeskanzlerin sei essenziell, meint der Sprecher der Sozialisten in der Nationalversammlung, Jean-Marc Ayrault.

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Sollte der Sozialist Francois Hollande heute zum französischen Präsidenten gewählt werden, wird er noch am Abend die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel kontaktieren. Das sagte der ihm nahestehende PS-Fraktionssprecher in der Nationalversammlung, Jean-Marc Ayrault, am Sonntag.

"Wenn er zum Präsidenten der Republik gewählt wird, so denke ich, dass er bereits heute Abend ein Gespräch mit der deutschen Bundeskanzlkerin führen wird, denn dort liegt der Schlüssel der Sanierung Europas, der Neuorientierung Europas in Richtung Wachstum im Sinne der Konkurrenzfähigkeit, der Protektion", sagte Ayrault gegenüber Journalisten und fügte hinzu: "In dieser Thematik habe ich mich stark engagiert, denn ich denke, dass ein Teil der Probleme Frankreichs und Europas von diesen sehr bedeutenden Entscheidungen abhängen werden."Der Sozialist Ayrault wird im Fall eines Wahlsieges Hollandes und eines Sieges der Sozialisten bei den Parlamentswahlen im Juni als möglicher Premierminister gehandelt.

Angela Merkel hat im Wahlkampf den amtierenden konservativen Präsidenten Nicolas Sarkozy (UMP) unterstützt und sich geweigert, Hollande zu treffen. Der Sozialist hatte sich im Wahlkampf für eine Neuverhandlung des EU-Fiskalpaktes ausgesprochen, um auch Kriterien zur Konjunkturankurbelung darin aufzunehmen. Insbesondere fordert Hollande europäische Investitionen in große Industrie- und Umweltprojekte.

(Ag.)

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4 Kommentare
Gast: Jose Mario Branca
06.05.2012 18:17
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Gute Nacht Europa

Ein Sozialistischer Wahlsieg bedeutet das Ende Europas wie wir es kennen. Also bringt sofort Euer Geld in Sicherheit, jetzt wird die Enteignung ganz, ganz schnell eintreten unsere Sozis lauern schon drauf.

Antworten Gast: EU-Fan
06.05.2012 18:35
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Re: Gute Nacht Europa

So ein Quatsch. Sie schreiben wohl auch immer, was Sie gerne hätten, aber nicht was Sache ist.
Der erste Sozialist, der in Frankreich zum Präsidenten gewählt wurde, Mitterand, war ein glühender Verfechter Europas, wie jeder französische Präsident und hat sich sehr gut mit dem konservativen deutschen Kanzler Kohl verstanden.
Die deutsch-französischen Beziehungen sind nun mal Einzigartig, Frankreich ist für Deutschland der wichtigste Verbündete in Europa und umgekehrt gilt dasselbe.
Da werden sich Ewiggestrige, die das bis jetzt immer noch nicht behirnt haben, dran gewöhnen müssen.

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Vielleicht wäre es klüger,

auf einen Anruf von Frau Merkel zu warten.

Ist es nicht Usus, dass Regierende aller Herrenländer anrufen (bzw. sich melden), um so Ihre Glückwünsche (Anerkennung) zum Ausdruck bringen. Der Hollande dürfte es noch eiliger haben als Sarkozy.

Wir dürfen gespannt sei, wie die beiden miteinander fuhrwerken. Wenn sie es so hinkriegen, wie in jüngster Zeit Spindelegger und Faymann, dann ist es zwar noch immer eine spannende Rallye, aber das Gespann kommt zumindest in Fahrt.


Antworten Gast: EU-Fan
06.05.2012 18:31
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Re: Vielleicht wäre es klüger,

An Ihrem Kommentar erkennt man, dass Sie Jahrzehnte in der Neutralität eingelullt waren und überhaupt nichts mitbekommen zu haben scheinen von den besonderen deutsch-französischen Beziehungen. Aber vielleicht begreifen Sie dies noch im Laufe der Zeit. Und die Besonderheit der Beziehungen dieser beiden Länder und deren führender Persönlichkeiten mit hiesigen Politikern und Umständen vergleichen zu wollen, lässt schon auf eine gewisse Einfachheit schließen.