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Faschisten: "Griechenland den Griechen"

07.05.2012 | 11:29 |   (DiePresse.com)

Die rechtsextremistische Partei "Goldene Morgenröte" tritt für die Ausweisung aller Migranten aus Griechenland ein. Im Wahlkampf sorgten sie mit dem Zeigen des Hitlergrußes für Schlagzeilen.

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Der Protest gegen die griechische Sparpolitik spült auch eine rechtsextremistische Partei ins neue Parlament, die "Goldene Morgenröte" (Chrysi Avgi). Nach Angaben des griechischen Innenministeriums zieht die Gruppierung, die sich gegen die "Vermischung der Rassen" ausspricht, mit 21 Abgeordneten (6,9 Prozent) in die 300 Sitze zählende Nationalversammlung ein.

Ihre politische Ausrichtung wird von der internationalen Presse als klar faschistisch eingestuft. Die "Goldene Morgenröte" sorgte im Wahlkampf unter anderem damit für Schlagzeilen, dass ihre Funktionäre den in Griechenland nicht verbotenen Hitlergruß zeigten. Darauf angesprochen, erklärte der Parteichef Nikos Mihaloliakos, es handle sich um einen antiken hellenischen Gruß, um die Morgenröte und den Gott Apollon zu ehren. Das Parteisymbol der Goldenen Morgenröte erinnert Kommentatoren von Zeitungen an ein Hakenkreuz.

Anhänger der Partei zeigten klar Sympathien für nationalsozialistische Ideen und sehen die Herrschaft von Militärdiktator General Ioannis Metaxas in den 1930er Jahren als politisches Vorbild. Unter Metaxas wurde der italienische Überfall heldenhaft abgewehrt und durch eine griechische Gegenoffensive auf albanisches Gebiet zurückgeworfen.

Forderung: Ausweisung aller Migranten

Die neofaschistische Partei fordert die Ausweisung aller Migranten aus Griechenland. An den Grenzen wollen sie Sprengfallen errichten und dem Militär einen Schießbefehl übertragen, sobald Migranten die Grenzen überschreiten. Auf Flugzetteln der Partei sind ausländerfeindliche Slogans zu lesen, etwa: "Nicht ein arbeitsloser Grieche, nicht ein einziger illegaler Einwanderer in Griechenland", oder "Griechenland den Griechen".

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Mit ihrem Aufstieg fürchten viele Griechen eine Rückkehr der Gewalt in die Politik. Bei Aufmärschen der "Goldenen Morgenröte" kam es immer wieder zu Ausschreitungen, und Augenzeugen berichten davon, dass Anhänger in Gruppen durch die Straßen ziehen, und Einwanderer attackierten.

"Eure Pornokanäle haben mich verleumdet"

Im Wahlkampf machten sich die Spitzenfunktionäre der Goldenen Morgenröte rar. Viele griechische Medien hatten in den vergangenen Wochen äußerst kritisch über die Partei berichtet. Am Wahlabend beschimpfte Parteichef Mihaloliakos die Journalisten mehrerer Fernsehsender mit den Worten: "Eure Pornokanäle haben mich verleumdet, aber ich habe gewonnen."

---> Überblick: Rechte in der EU

Mit ihrer Propaganda haben die Rechtsextremen auch bei den etablierten Parteien in Griechenland ihre Wirkung entfaltet. So wetterte der Wahlsieger und Parteiführer der konservativen Neuen Demokratie (ND) Antonis Samaras kurz vor dem Urnengang gegen die "Invasion" an illegalen Einwanderern. Auch bereits im Land befindliche Migranten sollten das Land am besten freiwillig verlassen. In den Kanon der scharfzüngigen Einwanderungsrhetorik stimmten auch die Sozialisten (Pasok) mit ein, die die Errichtung von Anhaltelagern forderten, mit der die Bewegungsfreiheit von Asylwerbern eingeschränkt werden soll. Ein erstes solches Lager wurde bereits eröffnet.

''Fürchtet euch, wir kommen'': Radikale Parteien jubeln

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(Ag./Red.)

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14 Kommentare
Gast: Und noch ein Ouzo auf eure Rechnung!
01.09.2012 20:14
0 0

Bitte bitte!

Griechenland den Griechen und unser Geld uns!
Vollkommen einverstanden!

Gast: Platon
08.05.2012 20:55
0 0

Gleich vorweg, ich stimme der Presse zu, aber:

Ihre politische Ausrichtung wird von der internationalen Presse als klar faschistisch eingestuft.

Jetzt diktiert uns die i. Presse was wahr oderfalsch ist, oder wie soll man das verstehen?

Gast: pour le mérite
08.05.2012 13:43
0 0

""Nicht ein arbeitsloser Grieche, nicht ein einziger illegaler Einwanderer in Griechenland"

Gemäß der politisch korrekten Kaste sollte es wohl heissen:

"Je mehr arbeitslose Griechen und illegale Einwanderung , desto besser"

Gast: Alles Verschwörung
07.05.2012 22:47
1 2

"Griechenland den Griechen"

Angeblich steckt eine Splittergruppe der Bilderberger dahinter.

Gast: Gruftmaus
07.05.2012 17:16
3 0

Na so was.

Die goldene Morgenröte *lach*
Da haben ein paar Leute wohl zu exzessiv Oblivion gezockt. :D

Gast: bluewine
07.05.2012 16:26
2 2

Ist nichts Neues

Die Hürriyet („Freiheit“) ist eine türkischsprachige Tageszeitung mit Redaktionssitz in Istanbul.
Sie führt schon lange im Titel links unter der türkischen Flagge den Text:
DIE TÜRKEI DEN TÜRKEN.
Warum also nicht Griechenland den Griechen?
Sind ja schließlich Nachbarn!

Antworten Gast: Gesichtschirurg
07.05.2012 18:08
3 1

Re: Ist nichts Neues

Wobei die Türkische Zeitung nicht Unrecht hat mit ihrem Motto. Die Griechen haben mit Eintritt in die EU einen bedingungslose Kapitulation akzeptiert. Als industriell unentwickeltes Land, welches den Anspruch erhob Standards wie Zentraleuropa zu installieren, war die Verschuldung voraus zu sehen.

Die Nationalisten in Griechenland kommen zu spät und in der Türkei sehen liberale, konservative und Sozialisten es eigentlich schon immer so: Das Land gehört den Bewohnern.

Antworten Antworten Gast: mal sehen
07.05.2012 22:09
1 0

also die trk. Zeitung hat recht,

die griechischen Ungustln von der rechten Seite unrecht?
Ich finde beides unappetitlich!
Und warum verwenden sie den Begriff "bedingungslose Kapitulation"? Gab es denn Krieg zwischen Griechenland und der EU?


Gast: freund?
07.05.2012 16:18
0 1

IMMER schon meine rede, liebe 'faschisten' !



die presse nennt euch halt so.

die griechischen schulden den GRIECHEN, unser geld UNS !!!

fakilaki, oder so !

Deutschland hat Griechenland pratisch besetzt!

Wenn die Goldene Morgenröte dies noch dulden, werden sie als Angsthasen gesehen!

Antworten Gast: barney stinson
07.05.2012 14:11
2 0

Re: Deutschland hat Griechenland pratisch besetzt!

nehmen's ihr vicoden, dann gehts ihnen gleich besser.

Selbst schuld, wenn man solch einen Irren und seine Hasspartei wählt.


Ein Volk wehrt sich gegen Schicksalsbestimmungen

Unglaublich, welch katastrophale wirtschaftliche aber vor allem gesellschaftliche Auswirkungen das Diktat der Troika hervorrief.
Die zuerst zögerlichen bis hinhaltenden Reaktionen aus Brüssel und Berlin fordern nun einen hohen Preis. Und die strenge Vorführung der Regierung in Athen seitens der Troika hat - unter maßgeblicher Beihilfe des Deutschen Finanzministers - das Fass der griechischen Erträglichkeit zum Überlaufen gebracht. Brüssel, Berlin und viele politische Akteure müssen lernen, dass das Schicksal von Menschen nicht wie bei Renditetabellen beliebig veränderbar ist.

1 0

Re: Ein Volk wehrt sich gegen Schicksalsbestimmungen

Den neoliberalen und Rentiers gehört der A.aufgerißen.Den diese A.sind zahlenmäßig nicht groß ,wie die der Wertschöpfer,sprich :Arbeiter.Lehrer,Ingineure Wissenschaftler usw.