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Umfrage: SYRIZA würde Neuwahlen gewinnen

10.05.2012 | 20:27 |   (DiePresse.com)

Bringt keine der stärksten Parteien eine Regierungskoalition zustande, kommt es zu Neuwahlen. Die Radikalen Linken dürften diese gewinnen.

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Sollten die Sondierungsgespräche der stärksten Parteien scheitern, würden in Griechenland Neuwahlen stattfinden. In diesem Fall dürfte das Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) mit 23,8 Prozent Stimmenanteil klar stärkste Partei werden. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Marc, deren Ergebnis der griechische Fernsehsender Alpha am Donnerstagabend ausstrahlte. Die stärkste Partei erhält nach dem griechischen Wahlgesetz zusätzlich 50 Mandate im 300 Sitze umfassenden Parlament. Aus der Wahl vom 6. Mai war die konservative Neue Demokratie (ND) vor SYRIZA und der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (PASOK) als stimmenstärkste Kraft hervorgegangen.

Der Umfrage nach käme SYRIZA auf 23,8 Prozent (6. Mai: 16,8 Prozent). Die ND verlöre leicht von 18,85 auf 17,4 Prozent. Die PASOK fiele auf 10,8 Prozent (13,18) und die Unabhängigen Griechen auf 8,7 Prozent (10,6). Die Kommunisten (KKE) bekämen 6,0 Prozent (8,48 Prozent), die faschistische "Goldene Morgenröte" 4,9 statt 7 Prozent und die moderate Demokratische Linke (DIMAR) 4,2 Prozent (6,11).

SYRIZA-Chef Alexis Tsipras hat für den Fall einer Regierungsübernahme ein "Rückzahlungsmoratorium" für griechische Schulden angekündigt. Internationale Kontrollore sollten prüfen, wie hoch genau die Schulden Griechenlands seien - und ob sie rechtmäßig seien. Außerdem müssten auch alle "arbeiterfeindlichen" Gesetze zurückgenommen werden. Tsipras warnte am Donnerstag in einem Brief an die Spitzen der Europäischen Union vor einer humanitären Katastrophe in Griechenland. Das Sparpakt könne nicht so bleiben. "Die Abstimmung des griechischen Volkes vom 6. Mai nimmt dem Memorandum (Sparpakt) die rechtliche Grundlage", heißt es in dem Brief. "Mehr als 3,5 Millionen Wähler haben dagegen gestimmt."

(Ag.)

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11 Kommentare
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Noch lieber, daß es kracht

Dieses "so tun als ob" der EU ist unerträglich, jeder muß wissen das Athen nie und nimmer Schulden zahlen kann, auch nicht wenn das ganze Land mit Solarzellen tapeziert ist.

nur ein Sprichwort

fällt mir dazu ein (und das modifiziert)..spare in der Not, denn da hast du Zeit....ich denke, niemand hat im Moment einen Plan, wie es da weitergehen soll.....

SYRIZA - der erste Eisbrecher

Das angestrebte "Rückzahlungsmoratorium", von SYRIZA-Chef Alexis Tsipras hat für die bedrängten Griechen die Wirkung eines ersten Eisbrechers im Mittelmeer.

Gelingt das waghalsige Unternehmen, wird es in dieser an sich eisfreien Zone bald weitere geben.
Die dann noch wesentlich größeren Ausgaben werden die Routen Rom, Barcelona und Lissabon eisfrei halten.

Alexis Tsipras wirkt damit wie ein Piratenkapitän und könnte in die Geschichte eingehen. Ein sehr gefährliches Unternehmen, den es ist vielen starken Mächten daran gelegen, seinen Untergang herbeizuführen. Zu groß wäre die Wirkung seiner Triumphfahrt.


Re: SYRIZA - der erste Eisbrecher

Ein gefinkelter Bursche dieser Alexis Tsipras, der die Schwächen der Eu bzw. der Euro-Gruppe erkannt hat. Es war ja zu erkennen, dass die ständigen Geldverschiebungen nach Griechenland und von dort wieder umgehend zurück, zu keiner wirtschaftlichen Gesundung des Landes führen kann. Sowohl Herr Schäuble als auch Herr Juncker haben zuletzt zu erkennen gegeben, dass sie den Forderungen Tsipras näherkommem wollen. Denn die Folgen einer totalen Pleite Griechenlands kann derzeit noch niemand voraussagen. Wenn man die Meinungen von 10 Experten darüber liest, kommt man zu den unterschiedlichsten sich widersprechenden Ansichten.

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Der Einzige der die Wahrheit sagt!

Die EU wäre gut beraten, sich zu überlegen wie sie dieses Land aus der Eurozone bekommen oder den Euro für immer vergessen.

Antworten Gast: Generalmajor Lafaffel
11.05.2012 08:45
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Re: SYRIZA - der erste Eisbrecher

Zuviel Fussl in der Birne? Eisfreie Fahrten? Geht ihnen ein Achterl in die Hose wenn die Internationale gespielt wird?

Re: Re: SYRIZA - der erste Eisbrecher

Berechtigte Fragen;-)
Was sich allerdings nicht leugnen lässt: Hat die Linke in GR Erfolg - und stellt sich heraus, dass sich die Lage (kurzfristig, aber eine andere Perspektive hat die Masse der Wähler nicht) nicht wirklich verschlimmert, ist das ein Signal an jene Länder, die jetzt gezwungenermassen einen deftigen Sparkurs fahren.

Da hat Ihr Vorposter inhaltlich schon nicht ganz Unrecht - auch wenn Sie die Anzahl von Arbeitslosen in den genannten Ländern betrachten. Was wollen Sie denen noch wegnehmen?

Antworten Antworten Antworten Gast: Generalmajor Lafaffel
11.05.2012 11:26
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Warum sind Linke ökonomische Vollpfosten?

WENN die Linke Zahlungen einstellt, DANN zahlt (angeblich) die EU nicht mehr, DANN müssen sie von der eigenen Wirtschaft leben, also von NICHTS. WENN sie sich den Sparbedingungen unterwerfen, DANN wird es in der Summe genauso schlimm, nur geht die Krise nicht so tief, sondern dauert nur länger. Die einzige Chance die die Griechen haben, ist herum eiern und blärren, damit der österreichische und deutsche Steuerzahler ihnen die Rechnungen zahlt. Also Steuerdruck bei uns, Konsum in Griechenland. Ham ses jetzt?

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Re: Warum sind Linke ökonomische Vollpfosten?

Sie werden sich was einfallen lassen.
Schade daß es schon sehr spät ist. Wenigstens haben sie ein Paar Beamte weniger. Die Textilindustrie ist im Eimer.

Re: Warum sind Linke ökonomische Vollpfosten?

Aus demselben Grund, warum das für alle gilt, die lieber glauben statt wissen.

Lesen Sie doch mal den Nachsatz weiter unten.

Re: Re: Re: SYRIZA - der erste Eisbrecher

Nachsatz: Die Frage ist nicht, ob Ihnen oder mir das gefällt, oder ob das irgendwem ideologisch ins Bild passt.
Die Frage ist, ob eine solche Entwicklung absehbar ist.