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"Unabhängige Griechen" zu Regierungsbeteiligung bereit

13.05.2012 | 20:47 |   (DiePresse.com)

Präsident Papoulias hat sich am Sonntag mit Konservativen, Linksradikalen und Sozialisten getroffen - vorerst ohne Ergebnis. Am Abend signalisierte die Rechtspartei "Unabhängige Griechen" grundsätzliche Bereitschaft für eine Mehr-Parteien-Regierung.

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Die griechische Rechtspartei Unabhängige Griechen (AE) hat sich grundsätzlich bereiterklärt, in eine Mehr-Parteien-Regierung einzutreten oder diese zu unterstützen. Dies erklärte am Sonntagabend Parteichef Panos Kammenos nach einem Treffen mit Staatspräsident Karolos Papoulias in Athen. Er ließ allerdings offen, welche Parteien sich an einer solchen Koalitionsregierung beteiligen sollen. Papoulias will seine Bemühungen zur Bildung einer Regierung nun am Montag fortsetzen, wie das Staatsfernsehen (NET) berichtete.

Kammenos nannte als Grundvoraussetzung für eine Regierungsbeteiligung, dass der Sparpakt nicht in die Tat umgesetzt werde. Er forderte darüber hinaus, dass Deutschland Reparationen für den Zweiten Weltkrieg zahlt. "Der Präsident sagte mir, er werde diese unsere Thesen den anderen Parteien bekanntmachen", sagte Kammenos.

Diese Partei hat 33 Abgeordnete im neuen griechischen Parlament und könnte theoretisch zusammen mit den Konservativen (108 Sitze) und den Sozialisten (41 Sitze) eine Mehrheit im 300 Mitglieder starken n Parlament haben. Unklar ist, ob Konservative und Sozialisten zu einer Kooperation mit den Unabhängigen Griechen bereit sind.

 "Die Konsultationen gehen weiter"

Im Drama um die Regierungsbildung standen die Zeichen am Sonntag weiter auf Sturm. Ein erstes Krisentreffen mit den Chefs von Konservativen, Linksradikalen und Sozialisten unter Leitung von Staatspräsident Papoulias ging nach nur eineinhalb Stunden ohne konkretes Ergebnis zu Ende.

 "Die Konsultationen gehen weiter", sagte Nea-Dimokratia-Chef Antonis Samaras nach dem Treffen. Die Gespräche können über mehrere Tage laufen. Sollten sie scheitern, stehen Griechenland im Juni Neuwahlen bevor.

Berichte über angebliche Einigung

Eine Schlüsselrolle hat der Chef der linksradikalen SYRIZA, Alexis Tsipras, der die Bildung einer breiten Koalition erneut energisch ablehnte. Konservative, Sozialisten und die Demokratische Linke hätten zusammen 168 Abgeordnete im 300 Sitze umfassenden Parlament und könnten auch ohne seine Partei problemlos regieren, sagte Tsipras nach dem Treffen mit Papoulias. Ihre Forderung an sein Bündnis, unbedingt an dieser Regierung teilzunehmen, sei absurd und "unlogisch". Das Sparprogramm, zu dem EU und andere internationale Geldgeber Griechenland gezwungen hätten, sei "barbarisch".

Nur Sozialisten mit "kleiner Hoffnung"

Syriza war aus der Parlamentswahl am vergangenen Sonntag als zweitstärkste Kraft hinter den Konservativen und vor den Sozialisten hervorgegangen. Schon in der vergangenen Woche waren alle Sondierungsbemühungen am erbitterten Widerstand von Tsipras gescheitert.

Auch im Umfeld der konservativen Nea Dimokratia war nach dem Treffen im Amtssitz des Staatspräsidenten von einer Sackgasse die Rede. Er habe noch "eine kleine Hoffnung", sagte hingegen Sozialistenchef Evangelos Venizelos.

Mehrheit für Lösung und Euro-Verbleib

72 Prozent der Griechen fordern in einer repräsentativen Umfrage, dass die Parteien alles unternehmen sollten, damit eine tragfähige Regierung gebildet werden kann. Noch mehr, nämlich 78 Prozent, sprechen sich für einen Verbleib im Euroland aus. Die Umfrage wurde am Sonntag in der Athener Zeitung "To Vima" veröffentlicht.

(Ag. )

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23 Kommentare
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Zeit gewinnen

Das wird seit zwei Jahren versucht. Schäuble träumt vom Euro für alle, es ist ganz neben der Schüssel. Die Hilflosigkeit ist überall sichtbar.
Die Bevölkerung wird sich das nicht mehr lange gefallen lassen.

Gast: machmuss verschiebnix
13.05.2012 19:04
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Wer ist so abgehoben, sich in so einer Situation von Wahlen etwas zu versprechen ?



Gab's jetzt schon niemanden (niemand anderen als zuvor), dem ein
derartiger Herkules-Akt zuzutrauen wäre, wie kann jemand auch nur
im entferntesten hoffen, daß es bei der nächsten Wahl anders sein
würde ?

Außerdem, die Griechen wählen nicht jene, die sie gerne hätten, denn
sie wissen - die gibt' nicht, sie wählen jene, welche sie am wenigsten
verachten (NAZIS !@?).
Das allein sollte jede weitere Debatte überflüssig machen (!!).

Wenn der EU wirklich was an Griechenland und am Wohl der Griechen gelegen
ist, dann sollte rasch eine NOTREGIERUNG installiert werden. Aber eine,
die beinhart alle Querschüsse ignoriert und ein Sanierungs-Programm durch
zieht.

Die Herrschaften auf ihren Yachten müssen Steuern nachzahlen, Auslandskonten
werden nachversteuert, Mafia wird eingelocht ... und dann bin ich aufgewacht.
Die Mafia ist nämlich so ziemlich die einzige Organisation, welche in GR
noch funktioniert.

Wer hier glaubt, mit Demokratie und Wahlen einen Stich machen zu können,
dem ist wahrscheinlich nur mehr mit einem einwöchigen "Sonder-Urlaub" im
berühmten bolivianischen Freiluft-Gefängnis zu helfen, damit er behirnt
wie hoch die emotionale u. charakterliche Reife eines Volkes sein muß,
bevor man ihm Demokratie "auf's Aug' drücken" kann.


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Re: Wer ist so abgehoben, sich in so einer Situation von Wahlen etwas zu versprechen ?

Rechter Träumer

Gast: EFF EFF
13.05.2012 17:58
2 0

unglaubwürdig

Es entzieht sich meiner Vorstellungskraft, dass 72% der Griechen eine Regierung mit Beteiligung der ND oder der Pasok akzeptieren würden.

In der griechischen Eskalation kann man für ein paar Euro den Himmel bunt kariert sein lassen, zumindest in den öffentlichen Medien. Bei Umfragen ist weniger das Ergebnis als der Auftraggeber interessant. Möglicherweise wurden EU-Mittel veruntreut.

Gast: b754
13.05.2012 17:44
3 4

allen voran schüssel hat sich wehement für einen eu beitritt greichenlands stark gemacht

man sollte ihn aufs existenzminimum pfänden

Antworten Gast: DI
13.05.2012 19:08
3 0

Re: allen voran schüssel hat sich wehement für einen eu beitritt greichenlands stark gemacht

Trotz der roten Striche gebe ich Ihnen Recht. Nur da wären in Europa noch weitere Politiker, welche zur Verantwortung gezogen gehören.

Antworten Antworten Gast: gertrudenora
14.05.2012 06:10
1 0

Re: Re: allen voran schüssel hat sich wehement für einen eu beitritt greichenlands stark gemacht

In der EU hat man von Beginn an die Probleme Griechenlands gekannt und jährlich die Verschlechterung verfolgt. Reagiert hat man nicht. Ebenso wie man seit 2009 nicht auf die immer höheren Kosten der "Rettungsmaßnahmen" reagieriert.
Wann wird dieses Kapitel aufgearbeitet werden? Bis jetzt gibt es nur Verschleierungen, wer weiß z.B. in Österreich, dass unsere Haftungsvolumina bei über 80 Mrd. liegen, dass ein Austritt Griechenlands weit über 8 Mrd, kosten wird (ca. 1/10 des Anteil Griechenlands, dazu kommen noch z.B. Versicherungen auf griechische Staatsschulden bei der Kommunalkredit (Ministerin Schmid lebe hoch)!
Es wird keine Aufarbeitung geben, natürlich nicht, das ist nur geschwätziges Wunschdenken. Wir werden einfach bezahlen, in Österreich die Sparer und die "Besitzer" von Fremdwährunkgskrediten, welche die weitere Abwertung des Euro noch sehr sehr viel kosten wird!

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Re: Re: Re: allen voran schüssel hat sich wehement für einen eu beitritt greichenlands stark gemacht

Um zu sagen das etwas teuer wird müßte es jemanden geben der das zahlen kann. Vergessen Sie nicht Spanien. Auf das schwächste Glied wir weiter spekuliert. Transaktionsseuer jetzt, Griechenland aus dem Euro sowie Spanien und Portugal. Sie alle müssen egal was passiert abwerten können. Das wird Merkel aber nie sagen. Ihr Mentor Kohl hängt noch an dem ganzen.
Die Kommission und die gut bezahlten Brüsseler Beamten haben zu viel Mist gebaut.

Die Zeit der Tabus wird ein Ende nehmen

Es wird zusammenkommen, was zusammen gehört.
Und es wird zerbrechen, was nicht zusammen passt.

Nichts ist diesbezüglich unumkehrbar, nichts darf so gestaltet sein, auch wenn die Reaktionen mancher Leute aus Brüssel und Berlin darauf schließen lassen.
Der Euro mit der gegenwärtigen Konstruktion der Finanzoligarchie erwürgt die Südländer und zieht die bedrängten Nordländer langsam in deren Schicksalsbahn. Es wäre an der Zeit, das Tabu der angeblich alternativlosen Rettung der "Einheitswährung" zu hinterfragen.

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!

Gast: freund?
13.05.2012 16:26
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KASPERLTHEATER



für uns zwangszahler !

Gast: Kreta Garbo
13.05.2012 15:58
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Schäuble: Wenn die Griechen eine Idee haben ......

Den Griechen fehlt zuerst einmal der Wille, eine Idee zu haben. Es ist ihnen doch bis jetzt ganz gut gegangen. Die EU überweist eine Milliarde nach der anderen und die Griechen können gut davon leben. Warum regt siche die EU auf? Warum will die EU jetzt auf einmal etwas ändern? Es war doch gut so.

Griechenland kommt mir vor wie ein pubertierender Teenager der an den (fehlenden) Pflichten des Kleinkindalters festhalten will, aber die Rechte der Erwachsenen für sich einfordert.

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Re: Schäuble: Wenn die Griechen eine Idee haben ......

Welche Griechen? Die Politiker? Die Kommunikation zwischen Deutschen und den Ländern wie Spanien und Griechenland wird nie klappen. Sie nehmen das was sie nehmen können. Rette sich wer kann. Ironischerweise wurde alles (Bankenrettung, Euro) damit begründet, das wir die Krisen in den 1930 er Jahren vermeinden und wir haben das gleiche jetzt. Das Jobwunder in D wird nicht mehr lange anhalten und dann sit alles aus.

4 2

Entweder Griechenland wird unter Kuratel Deutschland gestellt

was wenig wahrscheinlich ist da man damit einen Bürgerkrieg auslösen würde, oder es scheidet aus dem € aus. Mehr Alternativen als ein Ausscheiden sehe ich nicht - nicht einmal ein Militärputsch könnte diese Doppelmühle lösen.
Das ist das heute schon absehbare Ergebnis. Darüberhinaus ist absehbar das trotz Ausscheidens die Gelder weiter Richtung Athen fliesen werden - den Eu Schanzen wird schon ein Motiv einfallen wie man das uns Tölpeln verkaufen kann

Gast: 112233
13.05.2012 14:30
2 0

Bei einem Scheitern drohen Neuwahlen im Juni.

Füe wen sind Wahlen eine Bedrohung?

Re: Für wen sind Wahlen eine Bedrohung?

Für jene Polit-Bürokraten, welche diesen Zustand verursacht haben (Bruch Masstricht-Verträge), in danach unter den Teppich kehren (Rettungsschirme) und den Teppich danach am Boden festnageln wollten (ESM mit Übernahme von Finanzhoheit der EUR-Staaten = unlimitierte Schulden).

Gast: Zweiuchstabenzone
13.05.2012 14:19
1 0

Hier wird uns doch wohl wieder mal

eine xxl Posse vorgegaukelt. Die Verklappung von hunderten Milliarden zu ungunsten der Menschen in Europa geht munter weiter.

Freunde Europas Ihr irrt Euch, allen Bemuehungen der Merkozys und der Banken zum trotz, werden spaet aber doch die Griechen in wenigen Tagen, mag sein 4 Wochen aus dem Euro und in ihrer 2000 Jahre alten guten Drachme sein.

Die Realitaeten setzen sich am End durch, liebe europ. und griechische Traeumer.

Antworten Gast: spag hetti monster
13.05.2012 14:59
2 0

Re: Freunde Europas Ihr irrt Euch, allen Bemuehungen der Merkozys und der Banken zum trotz, werden spaet aber doch die Griechen in wenigen Tagen, mag sein 4 Wochen aus dem Euro und in ihrer 2000 Jahre alten guten Drachme sein.

Das wäre zu schön, um wahr zu ein. Ist es nicht so, daß man GR um keinen Preis der Welt aus dieser Eurokäfigzange entläßt? Und irgendwann sind wir alle Griechen:-/

Gast: freund?
13.05.2012 11:29
4 4

JAJA BLABLA und dann werden sie wieder




mit unseren milliarden eingedeckt, drei monate später erneute ''krise'', und wieder unser geld futsch....

ich hasse griechenland !

1 0

Re: JAJA BLABLA und dann ..

Du DU schlimmer .. da hast das Geld.
Sie begreifen nicht: neue Schulden ersetzen Alte Schulden - Wachstum (der Schulden)
lässt grüßen.

Re: und wieder unser geld futsch ...:

Sie sollten dem Märchen, dass "den Griechen" geholfen wurde, nicht anheim fallen: Die sogenannte "Griechenland-Rettung" war die Sicherung gesamteuropäischen Kapitals, im Zuge dessen auch gleich das Staatsvermögen der Hellenen mit vereinnahmt wurde.

Nach der wirtschaftlichen Rasur durch die EU bleibt diesem Land kein Haar mehr, nur europas Banken haben ihre Risken auf die Steuerzahler "umgemünzt"!

Antworten Antworten Gast: freund?
13.05.2012 13:26
3 2

Re: Re: und wieder unser geld futsch ...:



LANGSAM !

das geld wurde griechenland ja ursprünglich als darlehen zugezählt, nicht?

und 2010 war klar, daß es dieses geld nicht zurückzahlen kann, oder?

daß der STEUERZAHLER den ausfall zahlt, ist eine riesensauerei, da stimme ich ihnen zu.

aber der AUSFALL ist griechisch, nicht wahr !

Re: JAJA BLABLA und dann werden sie wieder

hassen sie nicht Griechenland, sondern die EU und alle die dafür gestimmt haben!