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Reaktionen: ''Um Himmels willen, marschieren wir in Richtung von etwas Besserem''


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EU-Regionalkommissar Johannes Hahn sieht in den Neuwahlen in Griechenland Mitte Juni eine Abstimmung über den Verbleib des Landes in der Eurozone. "Ich mache kein Hehl daraus, dass die EU-Kommission es sehr begrüßen würde, wenn Griechenland in der Eurozone bleibt, auch weil das ein erster wichtiger Beweis wäre, dass wir in einer schwierigen Situation in einem Land handeln können". Doch wenn die Griechen "nicht zu ihren Vereinbarungen" gegenüber der EU stehen, "muss man die Dinge neu bewerten".

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9 Kommentare
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Der wahre Grund warum das lendenlahme Griechenland nicht aus dem € aussteigen darf ist...


das die gleichen Banken (in Tateinheit mit der Politik) die Griechenland mit unserem Steuergeld Kredite gewährte sich selbst per CDS (technisch gesehen Wettscheine) und anderer Versicherungen gegen einen Totalverlust absicherten - aber auch für den Fall einer Uneinbringlichkeit der Forderungen solche in völlig unbekannter Höhe an weitere Finanzinstitutionen verkauft hat.
An Institutionen die überhaupt nicht im Kreditgeschäft tätig sind sondern nur spekulieren- was in einem unregulierten Markt nicht ungesetzlich ist. Die Banken haben an dem bislang gut verdient, weil sie für die Versicherungspolizzen kassierten ohne zu zahlen. Diese eventuellen Forderungen / Kreditausfallversicherungen, einem Wechsel nicht unähnlich, wurden auch oft gebündelt und als weitere "kreative" Instrumente umgepackt, weiterverkauft. Die Höhe der tatsächlich ausgegebenen CDS und weiterer ähnlicher "kreativen Finanzinstrumente" kennt niemand auf diesem Planeten.
Ausgelöst wird der Kreditfall allerdings ("the table is rigged") durch die Erklärungen eines Konsortiums, dem ISDA (das ISDA welches - Sie haben richtig vermutet - aus Banken besteht) das ein 100%er Default eingetreten ist.
Bis jetzt haben sich die Banken über formale Tricks durchschummeln können und behaupten, der Kreditfall sein technisch aus diesem oder jenem Grund noch nicht eingetreten und ihre Kreditnehmer (die sie in vielen Fällen selbst wären) die

0 1

...

...die mit den Polizzen in der Hand kassieren wollten beschummeln.
Beim Ausscheiden Griechenlands kann man sich um diese Tatsache nicht mehr hinwegschwindeln und dann geht das muntere Kasino mit seinen ganzen Spielern in die Luft.

Nicht wegen der paar hundert Milliarden Schulden und Haftungen die Griechenland, ein mittelloser und einkommensloser Schuldner, was jedermann wusste, eh nie zurückzahlen hätte könnte - kriegen wir bald eine Riesenproblem mit dem €.
Die paar Milliarden Schulden und Haftungen wären verkraftbar - gewesen aber so... BUMM!

Gast: Wasserfisch
15.05.2012 19:58
0 0


Gast: FUP
15.05.2012 16:56
1 2

Sieht so aus, als wäre den Parteien Griechenland wurscht

Total überschuldet, wird es wohl ein Austritt aus der Europäischen Union werden.
Wie die Griechen dann auf eigenen Beinen stehend ihre Schuldenberge bewältigen wollen, das ist ein großes Rätsel. Statt auf beiden Beinen stehend werden sie wohl mehr ihrem Namen gerecht werden, weil der totale Staatsbankrott und Zusammenbruch die Folge des Austritts sein wird.

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Re: Sieht so aus, als wäre den Parteien Griechenland wurscht

Das werden sie sicher nicht tun, sonst könnten sie dabei bleiben, dann zahlen wir nämlich wir.

Antworten Gast: Gehbitte
15.05.2012 20:04
1 0

Re: Sieht so aus, als wäre den Parteien Griechenland wurscht

Die Griechen waren in der Geschichte schon öfters pleite, sie werden es auch diesmal irgendwie überleben. Und wenns wirklich drauf ankommt, wird man doch weiter an GR zahlen, so und so werden einige Garantien schlagend in so einem Fall, dh, es wird in jedem Fall sehr sehr teuer. Diejenigen, die diese Misere in Griechenland verschuldet haben, werden natürlich nicht zur Rechenschaft gezogen, so sie denn noch leben. Was solls, eh scho wurscht....

Wie die Griechen dann auf eigenen Beinen stehend ihre Schuldenberge bewältigen wollen, das ist ein großes Rätsel

Natürlich. Deshalb könnte die Reihenfolge auch nur umgekehrt sein: Zuerst Bankrott, dann Austritt.
Und damit ist auch das politische Problem erklärt, das eine Lösung so schwierig macht: Die EU kann GR nicht "fallenlassen" und dem Rest weitere Erhaltungsmassnahmen verkaufen.

Jetzt nicht mehr. Dazu hätte es *vor* der gemeinsamen Währung ein Gefühl der Zusammengehörigkeit bedurft, die sich aber nunmal erst nach Jahrzehnten einstellt. Jetzt lässt sich eine (offizielle) Transferunion nicht mehr argumentieren - und ohne die kann eine Währungsunion so unterschiedlicher Volkswirtschaften gar nicht funktionieren. Und das GR-Beispiel ist ein schlechtes Signal in Bezug aus Spanien/Italien.

Wenn da jetzt noch jemand eine Lösung findet, die die schwächeren Länder ausreichend stützt und in den stärkeren mehrheitsfähig ist - mein Respekt ist ihm/ihr sicher.
Wir reden hier nicht von Geld. Sondern relativem sozialem Frieden.

Re: Wie die Griechen dann auf eigenen Beinen stehend ihre Schuldenberge bewältigen wollen, das ist ein großes Rätsel

Danke, gut geschrieben. Dass nicht überall alle Menschen in allen Ländern gleich produktiv sein können liegt auf der Hand. Und dass Friede ein hohes Ziel ist ebenso. Leider sind die Griechen momentan offensichtlich so mit sich selbst beschäftigt, dass sie gar nicht mehr sehen wo sie wirklich stehen. Egal ob Bankrott oder nicht, Griechenland wirft sich gerade selbst um Jahrzehnte zurück. Die Parteien spielen ihre Machtspielchen und wollen das Fell des Bären verteilen, aber der Bär ist gar nicht mehr im Land. Das Land wird gerade in eine wirtschaftliche Situation manövriert aus der es so einfach nicht selbst wieder rauskommen wird. Alle die nur halbwegs was am Kasten haben werden auswandern. Übrig blieben wird ein totes Skelett aus Menschen die nicht gehen können oder wollen. Griechenland wird der Sozialfall Europas werden. Das ist nicht annähernd mit Italien/Spanien/Portugal zu vergleichen, die selbst nach wie vor produktiv sind, aber unter den gleichen Geldblasen leiden wie die anderen Länder, nur ein wenig mehr als die anderen. Griechenland selbst hatte nie eine funktionierende Wirtschaft, noch eine Wirtschaftspolitik noch eine echte gesellschaftliche Entwicklung. Griechenland war immer die Bananenrepubilk Europas, so weh das auch tut, und Griechenland wird das leider bleiben. Der fast unvermeidliche Austritt aus der EU (eher ein Rauswurf) wird dem Land vorerst den Rest geben. Mal sehen was dann folgt.

Re: Re: Wie die Griechen dann auf eigenen Beinen stehend ihre Schuldenberge bewältigen wollen, das ist ein großes Rätsel

Ohne dass das jetzt gegenüber GR zynisch sein soll:

Ich wäre froh, wenn es tatsächlich so ist, wie Sie meinen: GR ist ein Einzelfall.
Ich sehe das (noch) so, dass Spanien/Italien ein durchaus vergleichbares "Problem" sind.
"Problem" insoweit, als dass ein Dauertransfer (zumindest ein langfristiger) dorthin unumgänglich ist. Und dass das aufgrund der dort ungleich höheren Summen diese Währung zerreisst.

Aber nochmal: Das Zahlenproblem ist das Geringere. Je mehr Leute immer weniger zu verlieren haben, desto radikaler wird die politische Landschaft. Das können wir nicht wollen.