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"Schlächter von Srebrenica" zeigt keine Reue vor Gericht

16.05.2012 | 17:45 |   (DiePresse.com)

Der frühere serbische General Ratko Mladic muss sich wegen Völkermordes vor einem UN-Tribunal verantworten. Mit erhobenen Daumen betrat er das Gericht. Während den Ausführungen des Klägers fing er immer wieder an zu klatschen.

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Vor dem UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im früheren Jugoslawien (ICTY) hat am Mittwoch der jahrelang erwartete Prozess gegen den ehemaligen Militärchef der bosnischen Serben, Ratko Mladic, begonnen. Die „Finger Mladics" seien in allen Verbrechen sichtbar, die seine Truppen an der Bevölkerung in Bosnien verübt hätten, hielt der Ankläger Dermot Groome zum Auftakt fest. Traurige Berühmheit erlangte das Massaker in Srebrenica. 7000 bosniakische Männer wurden dort vor den Augen von UN-Blauhelmen aussortiert und ermordet. Die Verlesung der Anklageschrift war eigentlich mit sechs Stunden anberaumt gewesen, konnte aber schon nach vier Stunden beendet werden.

Laut Groome sei mit den verübten Verbrechen der Plan verfolgt worden, Bosnien zu zerschlagen und auf dessen Gebiet einen serbischen Staat zu errichten. Die Pläne des früheren Präsidenten Radovan Karadzic vom Mai 1992 hatten zum Ziel, die serbische Bevölkerung von der nichtserbischen - Bosniaken (Muslime) und Kroaten - zu trennen. Mladic habe von Anfang an gewusst, dass es um die „Deportation und die ethnische Säuberung de Gebietes" ging, so Groome. „Die Führer der bosnischen Serben haben mit Angriffen auf ihre Mitbürger in Bosnien begonnen, nur weil sie anderer Religion oder Volksgruppe waren", erläuterte der Ankläger.

--> Auszüge aus der Anklageschrift

Weiters schilderte Groome die 44-monatige Beschießung der bosnischen Hauptstadt Sarajevo sowie die Aktivitäten der Scharfschützen. Sie verfolgten das Ziel, die Zivilbevölkerung einzuschüchtern und zu terrorisieren, sagte Groome. Als Beispiel führte er den Tod eines siebenjährigen Buben an. Er war von einem Scharfschützen getötet worden, als er an der Seite seiner Mutter eine Straße überquerte.

Schwerste Kriegsverbrechen seit II. Weltkrieg

Die Anklage belastet Mladic in elf Punkten unter anderem für das Massaker in Srebrenica, wo von bosnisch-serbischen Truppen im Juli 1994 mehr als 7000 bosniakische Männer vor Augen der Blauhelmen aussortiert und später ermordet wurden. Es geht um das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Weiters wird dem Ex-General Genozid in sieben weiteren Gemeinden angelastet. Andere Anklagepunkte betreffen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verstöße gegen die Kriegsgepflogenheiten.

Mladić: ''Massaker-General'' und Volksheld

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Am Mittwoch erschien der Angeklagte im Gerichtssaal im dunkelgrauem Anzug, hellem Hemd mit dunkler gemusterter Krawate. Bevor er sich setzte, hob Mladic die Daumen und klatschte in die Hände - ebenso bei einigen Ausführungen des Anklägers. Mittels Zeichensprache kommunizierte er offenbar auch mit dem Publikum, wo sich auch Familienangehörige der Opfer befanden. Der Angeklagte und das Publikum wurden nach einer der Verhandlungspausen vom Senatsvorsitzenden Alphons Orie „wegen unanständiger Kommunikation" gemahnt.

 Kriegsverbrecher-Prozess gegen Ratko Mladic

 Kriegsverbrecher-Prozess gegen Ratko Mladic

Fehler der Ankläger?

Richter Orie kündigte auch die Möglichkeit an, die Zeugenanhörung wegen eines Fehlers der Ankläger zu verschieben. Die Anklage hatte der Verteidigung wichtige Beweisunterlagen erst mit großer Verspätung zugestellt. Laut dem ursprünglichen Plan soll ein erster Zeuge, Elvedin Pasic, der zum Kriegsbeginn gerade 14 Jahre alt war, am 29. Mai aussagen. Die Ankläger wollen ihre Beweise mit Hilfe von 413 Zeugen vorführen. Vorgeladen werden eigentlich nur 148, andere haben bereits schriftliche Aussagen gemacht. Für die Beweisvorführung sind rund 200 Stunden vorgesehen.

In Bosnien-Herzegowina wurde der Prozessbeginn in beiden Landesteilen von mehreren TV-Sendern direkt übertragen. In Serbien hingegen war das Interesse am Prozess sehr überschaubar. Dort gilt der Armeeführer gar als "wichtige historische Persönlichkeit".

(APA/Red.)

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43 Kommentare
 
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Der arme alte kranke Mann

Die Rolle spielt er jetzt der Feigling. Nur hat er sich einmal zu einer eindeutigen Geste hinreissen lassen, als eine Zeugin befragt wurde-er fuhr sich Blickkontakt haltend mit dem Zeigefinger über den Hals-laut gestrigen Nachrichten.
Da weiß man schon was los ist mit dem armen alten kranken Mann. Am besten, man legt ihm einen Strick dort hin, wo sein Zeigefinger war.

Gast: obelix miracolix
18.05.2012 00:14
1 0

Würde gerne die Vorgeschichte kennen!

Die Entstehung von soviel Hass ist sicher nicht unbegründet,und ist auch nicht von heute auf Morgen entstanden!

Da wird so getan als ob die Moslems lauter Engel gewesen wären!


Gast: nina blum
17.05.2012 15:47
0 0

Philip Corwen, a senior member of the UN in Bosnia:

"The French forces (the main UN armed force in Sarajevo) were continually harassed, shot at, blocked at, and threatened by Bosnian government forces . . . it was the French who pointed out that the Bosnian government was placing weapons systems next to UN facilities in order to draw fire from Serb artillery onto civilian and UN targets and thus provoke international outrage against the Serbs . ..

Jooo, aber egal. Fest die Augen verschliessen, Fakten zählen nicht.

Gast: H.M.Kamps
17.05.2012 14:25
0 1

Eine Farce aus meiner Sicht.

Wer zeitweise in die Verfahren und in die Urteile geblickt hat und den damit verbundenen Vollzug kann nur in Tränen ausbrechen. Völkermord soll so bestraft werden?

In jeder Verurteilung war (ist) bereits der Vollzug und die bedingte Strafnachsicht nach Verbüßung von 2/3 der Strafe enthalten. D.h. bei einer Strafe von 18 Jahren wusste der Häftling bereits, dass er nach Verbüßung von 12 Jahren entlassen wird. Wunschgemäß dürfen die Verurteilten nach einer maximalen Anhaltung pro Land entscheiden wo sie ihre Haft verbüßen können.

Das diese *Häftlinge* bevorzugt behandelt werden wird zwar von den jeweiligen Ländern bestritten, aber diese Häftlinge erhalten die maximalen Vollzugslockerungen.

Sicher ist das jetzt angehende Volksmörder jetzt Bescheid wissen.

Warten wir auf das Urteil. Und dann betrachten wir den Vollzug.

Fehler

Danke, Fehler wurde korrigiert!

Gast: user
17.05.2012 13:25
0 0

duden

wiedermal...

"Nach der Verlesung der Anklageschrift wurde die Sitzung abgeschlossen worden."

Eigentlich sind die Blauhelme und damit die UNO mit schuldig

und gehören vor ein Gericht. Ist ja fast vergleichbar mit dem Nichtsprengen der Eisenbahnschienen nach Auschwitz. Alle wussten es, aber keiner tat etwas dagegen.
(ist hier jetzt was political incorrect ? hoffe nicht !)

Gast: dasgast
17.05.2012 00:39
4 2

das Massaker in Srebrenica

das Massaker in Srebrenica war eine gezielte Inszenierung

"Während den Ausführungen des Klägers fing er immer wieder an zu klatschen"
Was anders bleibt Mladic ob des Siegergerichts übrig ?

Diese Version des Siegergerichts wird sogar
von UNO Vertretern ,die vor Ort waren ,als nicht nachvollziehbar genannt

lustige ansicht :-)

die wohl nur noch in den wirtshaeuser in pale existiert.

Antworten Gast: dddddd
17.05.2012 11:03
2 3

Re: das Massaker in Srebrenica

Inszenierung????

dann war der ganze Krieg inszeniert.

denn nicht nur in Srebrenica sind Massen umgebracht worden, sondern auch in Kljuc, Foca, Prijedor, Sanski Most,.....

und für all diese Städte war Herr Mladic verantwortlich.....

Gast: strelnikov
16.05.2012 20:09
7 5

Wenn schon

müsste George W. Bush schon lange vor einem Tribunal stehen. Den Alkohol kann man ja heimlich in Limoflaschen füllen.

Gast: Steirer
16.05.2012 19:05
8 12

Nachdem die Bosniaken (Muslime) nach den Krieg nicht heimgegangen sind und uns mittlerweilen micht nur mit ihrer Daueranwesenheit sondern auch mit ihrer Großmoschee in Graz zwangsbeglücken habe ich meine Meinung zu den Serben grundlegend revidiert.

Die Nato hätte in Jugoslawien nie eingreifen sollen und es sich die Herrschaften untereinander ausmachen lassen.

Re: Nachdem die Bosniaken (Muslime) nach den Krieg nicht heimgegangen sind und uns mittlerweilen micht nur mit ihrer Daueranwesenheit sondern auch mit ihrer Großmoschee in Graz zwangsbeglücken habe ich meine Meinung zu den Serben grundlegend revidiert.

Hätte Clinton damals nicht so beherzt eingegriffen, wären wir heute Teil des großserbischen Reichs.
Ich bin zuversichtlich, daß wir 2013 eine Regierung bekommen, die das Problem endlich anpackt.


2 0

Re: Nachdem die Bosniaken (Muslime) nach den Krieg nicht heimgegangen sind und uns mittlerweilen micht nur mit ihrer Daueranwesenheit sondern auch mit ihrer Großmoschee in Graz zwangsbeglücken habe ich meine Meinung zu den Serben grundlegend revidiert.

Das werden wir in Mitteleuropa noch früh genug herausfinden, dass es mit Muslimen ab einem gewissen Bevölkerungsanteil keinen Frieden geben kann!!

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Re: Nachdem die Bosniaken (Muslime) nach den Krieg nicht heimgegangen sind und uns mittlerweilen micht nur mit ihrer Daueranwesenheit sondern auch mit ihrer Großmoschee in Graz zwangsbeglücken habe ich meine Meinung zu den Serben grundlegend revidiert.

gschaerder Dummbeutel

Antworten Antworten Gast: Steirer
17.05.2012 09:27
0 2

Re: Re: Nachdem die Bosniaken (Muslime) nach den Krieg nicht heimgegangen sind und uns mittlerweilen micht nur mit ihrer Daueranwesenheit sondern auch mit ihrer Großmoschee in Graz zwangsbeglücken habe ich meine Meinung zu den Serben grundlegend revidiert.

Darfst halt nicht in den Spiegel schauen.

Antworten Gast: Ösi
16.05.2012 21:19
2 0

Hmm!? Warum wohl heisst die Steiermark "Steiermark"? Weidl alles in die Mur rinnt und durch Marburg?

Tja, alles steirische rinnt durch Steyr.
Und was nicht durch Steyr rinnt, ist auch nicht "Steyr"mark.
Also, lieber Balkanese, mach dir deine Feindschaften ohne uns Steyrer aus, die ja auch den Mannlicher gebaut haben und nicht den "Krayner".

Tschüssi!

Re: Nachdem die Bosniaken (Muslime) nach den Krieg nicht heimgegangen sind und uns mittlerweilen micht nur mit ihrer Daueranwesenheit sondern auch mit ihrer Großmoschee in Graz zwangsbeglücken habe ich meine Meinung zu den Serben grundlegend revidiert.

Haben Sie schon einmal mit Menschen gesprochen, die in Srebenica waren? Ich glaube, dann würden Sie Ihr Posting noch einmal überdenken.

Antworten Gast: unfassbar
16.05.2012 19:31
7 2

Re: Nachdem die Bosniaken (Muslime) nach den Krieg nicht heimgegangen sind und uns mittlerweilen micht nur mit ihrer Daueranwesenheit sondern auch mit ihrer Großmoschee in Graz zwangsbeglücken habe ich meine Meinung zu den Serben grundlegend revidiert.

sie sind also prinzipiell mal FÜR völkermord? versteh ich das richtig?

ein wahrer menschenfreund wie ich sehe

Re: Re: Nachdem die Bosniaken (Muslime) nach den Krieg nicht heimgegangen sind und uns mittlerweilen micht nur mit ihrer Daueranwesenheit sondern auch mit ihrer Großmoschee in Graz zwangsbeglücken habe ich meine Meinung zu den Serben grundlegend revidiert.

"ein wahrer menschenfreund wie ich sehe" ein, dass ich nicht Deutsch kann.

Wollten Sie das schreiben?

Gast: ZARA
16.05.2012 17:48
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In Wien werden die EsEsler auch noch öffentlich verehrt

Verbrecher haben eben keinen Charakter und auch kein Schuldgefühl.
Schauts einfach eure 85jährigen Nachbarn an!

Re: In Wien werden die EsEsler auch noch öffentlich verehrt

Der Postingname kommt wahrscheinlich nicht von ungefähr.
Jeder 85-jährige war also bei der SS? Das ist krankhafter Verfolgungswahn in Reinkultur.

Antworten Gast: schreker
16.05.2012 19:50
4 4

Re: In Wien werden die EsEsler auch noch öffentlich verehrt

Und sind Sie sich auch wirklich sicher, daß Sie damals nicht zur SS gegangen wären?

Antworten Antworten Gast: aaaaaaaabbbbbbbbbcccccccc
17.05.2012 05:50
0 1

Re: Re: In Wien werden die EsEsler auch noch öffentlich verehrt

Die Einstellung klingt nach Gestapo oder Stasi. Eher nach ersterem.

im Nürnberger Prozess wurden die Hauptverbrecher gehenkt !

Man hätte das mit Mladic auch machen können- wenn man ihn vor ein Militärtribunal gestellt hätte

Re: im Nürnberger Prozess wurden die Hauptverbrecher gehenkt !

oder nach kärnten gebracht, damit er seine gesunde watschen abholen kann;)

 
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