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Frankreich: Neue sozialistische Regierung steht

16.05.2012 | 20:06 |   (DiePresse.com)

Jean-Marc Ayrault hat den Posten als Premierminister übernommen, der frühere Premier Laurent Fabius wurde zum Außenminister ernannt.

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Einen Tag nach seiner Amtseinführung hat der französische Präsident François Hollande seine neue Regierung vorgestellt. Zu den politischen Schwergewichten im Kabinett von Premierminister Jean-Marc Ayrault gehört unter anderem der frühere Premierminister Laurent Fabius, der neuer Außenminister wird.

Hollandes früherer Wahlkampfleiter Pierre Moscovici übernimmt das Wirtschafts- und Finanzressort. Industrieminister in der am Mittwoch vorgestellten Regierung wird Arnaud Montebourg. Die bisherige Grüne-Chefin Cécile Duflout wird Wohnungsministerin. Innenminister wird Manuel Valls, Arbeitsminister Michel Sapin.

Ayrault war bereits am Dienstag ernannt worden und ist seit Mittwoch offiziell als Premierminister im Amt. Der bisherige Fraktionschef der Sozialisten in der Nationalversammlung und langjährige Vertraute Hollandes wurde feierlich am Regierungssitz, dem Pariser Hôtel Matignon, empfangen.

Unklar ist, wie lange die neue Regierung im Amt bleiben wird. Ein konservativer Wahlsieg im Juni bei der Wahl zur Nationalversammlung könnte eine Neubildung notwendig machen.

Mit Hollande kommen damit zahlreiche Absolventen der Kaderschmiede ENA ("Ecole Nationale de l'Administration") an die Macht. Hollande selbst absolvierte die Hochschule für Verwaltung. Zum selben Jahrgang zählen auch Sapin, Pierre-René Lemas, den Hollande zum Generalsekretär des Elysée-Palastes ernannt hat, sowie Sylvie Hubac, die Kabinettchefin des Präsidenten. Auch der konservative Altpremier und Erzfeind von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy, Dominique de Villepin, gehörte dem Jahrgang 1980 an.

Aubry: Verärgert und verdrängt

Wie am Mittwoch bekannt wurde, wird die Parteichefin der französischen Sozialisten, Martine Aubry, der neuen Regierung nicht angehören. Die Bürgermeisterin der nördlichen Industriemetropole Lille und ehemalige Arbeits- und Sozialministerin, die in den Vorwahlen zur Nominierung des linken Präsidentschaftskandidaten Ex-Parteichef Hollande unterlegen war, soll selbst Anspruch auf das Amt des Premierministers erhoben haben.

Wirkliche Chancen, den Posten zu ergattern, hatte Aubry aber nicht. Denn schon vor der offiziellen Ernennung Ayraults war dieser als Favorit festgestanden. Aubry zeigte sich verärgert und erinnerte daran, dass Ayrault als Bürgermeister von Nantes 1997 gerichtlich verurteilt worden war, weil er eine den Sozialisten nahestehende Firma bei einer Auftragsvergabe begünstigt hatte.

Hollande hatte im Präsidentschaftswahlkampf versprochen, er werde keine Minister in die Regierung aufnehmen, die strafrechtlich verurteilt worden waren.
Aubrys Anhänger hatten auch darauf hingewiesen, dass die Tochter des ehemaligen EU-Kommissionspräsidenten Jacques Delors als Arbeits-und Sozialministerin der Linksregierung unter Premierminister Lionel Jospin (1997-2002) Regierungserfahrung sammeln konnte, während Ayrault noch nie Kabinettsmitglied gewesen war.

(Ag./Red.)

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11 Kommentare
Gast: Hihihi die Presse
17.05.2012 00:46
0 0

Typische Kommentar einer neoliberalen Zeitung, welche die Interessen

der Superreichen vertritt, genannt "Die Presse".
Wer französische Zeitung liest, erfährt es ein bisschen anders, wie das wirklich gelaufen ist.

Das Problem der Sozialisten ist, das Ihnen das Geld der anderen ausgeht !


oder: "Sozialismus ist Anmassung", A.F. von Hayek. (Der Weg zur Knechtschaft)

Sozialismus endet, historisch belegt, immer in Moskau, Peking oder Pjoengjang.

Schweden ist sozial, Oesterreich sozialistisch !!

Somit wird das Kinder-Auspluenderungsprogramm bis "Griechenland" fortgesetzt...


Re: Das Problem der Sozialisten ist, das Ihnen das Geld der anderen ausgeht !

sozial und sozialdemokratisch sind Gegensätze!
Sozialdemokratisch ist weder sozial noch demokratisch! Sozialdemokratisch ist bevormundend und menschenverachtend.

Antworten Gast: Die Wahrheit aber ist
17.05.2012 00:42
0 0

hayek ist der Weg in die Ausbeutung und Sklaverei

Das haben wir in den vergangenen Jahren gesehen. Dieser Kleinaristokrat hat die die Freiheit der Superreichen als Freiheit gepredigt und seine Theorien haben die Weltwirtschaftskrise in der wir jetzt sind, hervorgerufen. Zusammen mit noch ein paar anderen Neoliberalen und jenen Politikern, beginnend von M. Thatcher über den Tyrannen A. Pinochet und Ronald Reagan bis hin zu George Bush.

Nach dem Motto: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern ...

"Hollande hatte im Präsidentschaftswahlkampf versprochen, er werde keine Minister in die Regierung aufnehmen, die strafrechtlich verurteilt worden waren."

So sind sie nun mal, die Politiker dieses Erdballs...

Antworten Gast: Vogel Strauss
16.05.2012 15:47
6 1

Re: Nach dem Motto: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern ...

Trotzdem werden sie gewählt, hofiert und nicht mit dem nassen Fetzen verjagt ... ich versteh das Stimmvieh ohnehin nicht mehr!

Antworten Antworten Gast: Senf-Geber
16.05.2012 22:18
0 0

Re: Re: Nach dem Motto: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern ...

WAR DIE ALTERNATIVE BESSER ????

Gast: 1. Parteiloser
16.05.2012 13:23
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Sind nur noch Amtsmissbraucher, Korrupte und Vorbestrafte zu hohen Posterln befähigt?

Ich dachte schon, dass die Vorbestraften im Österreichischen Parlament, also bei der Gesetzgebung, eine Spezialität ist. Die dürften ja nicht einmal einen Würschtlstand führen, die Gesetze für alle Österreicher dürfen diese aber mitbestimmen. Dass an der Spitze von Ö heute ein korrupter Inseratenkanzler steht und der vom einem amtsmissbrauchenden Vizkanzler unterstützt wird, das passt herrlich in das Totalversagen der Parteien.

Dass aber in Frankreich sogar Menschen, welche als Amtsträger verurteilt wurden, weil bei der Auftragsvergabe Begünstigungen erteilt wurden (Korruption zum Schaden der Bürger), dann Premierminister werden können, das schlägt doch dem Fass den Boden aus.

Frankreich ist ja schon weitgehend abgewirtschaftet. Was werden diese Typen nun mit Frankreich alles anstellen?

Re: Sind nur noch Amtsmissbraucher, Korrupte und Vorbestrafte zu hohen Posterln befähigt?

Das ist die Grundvoraussetzung! Wie würden Sie den regieren können, wenn Sie alles "ehrliche, mit Handschlagqualitäten ausgestattete Politiker" hätten! Das wäre der Untergang jeglichen politischen Systems, welches nur darauf aufgebaut ist: "Alles zu versprechen aber nichts zu halten und die eigenen Taschen solange und sooft zu füllen bis man halt abgewählt oder erwischt wird!"
Sich für seine Entscheidungen verantwortlich zu fühlen ist einem Politiker nicht zuzumuten, weil gesetzlich sind diese Eliten leider IMMUN.

Antworten Antworten Gast: Vogel Strauss
16.05.2012 15:49
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Re: Re: Sind nur noch Amtsmissbraucher, Korrupte und Vorbestrafte zu hohen Posterln befähigt?

ELITEN? Bitte nennen Sie nicht Politiker und Eliten in einem Atemzug - das ist ein Widerspruch in sich!

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Re: Re: Re: Sind nur noch Amtsmissbraucher, Korrupte und Vorbestrafte zu hohen Posterln befähigt?

Das Wort Ironie, dürfte für Sie ein Fremdwort sein?