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Frankreich: Nur die Sozialistenchefin schmollt

17.05.2012 | 17:57 |  Von unserem Korrespondenten Rudolf Balmer (Die Presse)

Die neue französische Linksregierung besteht exakt zur Hälfte aus Frauen. Demonstrativ ließ Präsident François Hollande als Erstes die Gehälter des Präsidenten und aller Regierungsmitglieder um 30 Prozent senken.

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Paris. Frankreichs neue Regierung hat keine Zeit, sich auf etwaigen Vorschusslorbeeren auszuruhen. Trotz Feiertag trat das Kabinett unter Leitung von Staatspräsident François Hollande gestern Nachmittag erstmals zusammen. Dabei ging es nicht bloß darum, für das obligate Gruppenfoto zu posieren, auch erste Entscheidungen wurden getroffen.

Vor allem wurden den neuen Regierenden die „Spielregeln“ nochmals erklärt. Die Staatsführung müsse in jeder Hinsicht exemplarisch sein, schärfte ihnen Hollande ein. Und Regierungschef Jean-Marc Ayrault hat klargemacht, wer von den Ministern bei der Parlamentswahl Mitte Juni kandidiert und durchfällt, müsse zurücktreten. Außerdem sollen alle ihr Ministeramt als Vollzeitjob wahrnehmen. Mit der bisher in Frankreich üblichen Ämterkumulation von Ministerposten und kommunalen Verantwortungen als Bürgermeister soll Schluss sein.

Von der gestrigen Premiere der neuen Regierung wird der erste Beschluss in die Geschichte eingehen: Die Gehälter des Präsidenten und aller Regierungsmitglieder werden um 30 Prozent gesenkt. Dadurch sollen die Bürger verstehen, was Hollande mit der angesagten Bescheidenheit meinte. Das Sparen soll an der Staatsspitze beginnen. Nach dem innenpolitischen Auftakt wartet ab heute, Freitag, nun mit dem G8-Treffen, dem Nato-Gipfel und einer EU-Tagung eine Reihe internationaler Termine auf Hollande, bei denen er sich nach dem ersten Rendezvous mit Angela Merkel auch seinen anderen Partnern in der Welt vorstellen kann.

Viele neue Gesichter

Viele neue Gesichter prangten auf den Titelseiten der französischen Zeitungen, die das neue Ministerkabinett von Regierungschef Ayrault vorstellten. Auch von den insgesamt 34 Namen sind längst nicht alle den Leuten geläufig. Ob diese Minister und Vizeminister, je 17 Frauen und 17 Männer, die großen Hoffnungen erfüllen, die mit den Erwartungen bei einem Machtwechsel an sie gestellt werden, müssen sie jetzt beweisen. Hollande hat immerhin sein Wahlversprechen gehalten und eine Regierung gebildet, in der erstmals Geschlechtergleichheit gilt und auch zahlreiche Nachwuchskräfte und Vertreter der ethnischen Vielfalt der französischen Republik berücksichtigt wurden.

Bloße Alibifiguren sollen sie dieses Mal nicht sein. Vor allem die aus Französisch-Guayana stammende, als temperamentvoll geltende Justizministerin Christiane Taubira hat keineswegs die Absicht, nur der formellen Erfüllung von Quoten zu dienen. Sie wolle sich für die Unabhängigkeit der Rechtsprechung und für die Respektierung der Minderheiten einsetzen. Sie sei aber nicht „unkontrollierbar, denn sie werde allein von ihrem Gewissen geleitet“, meinte sie. Kommunisten und Linkspartei sind nicht in der Regierung, dafür zwei Grüne, die sich aber mit anderen Aufgaben als dem begehrten Umweltministerium bewähren müssen.

Rückkehr des „Elefanten“

Auf andere Schlüsselposten hat Hollande enge Vertraute berufen. Sein Kampagnenleiter Pierre Moscovici ist Wirtschafts- und Finanzminister, sein Kommunikationschef Manuel Valls Innenminister. Besondere Beachtung fand in vielen Kommentaren die Rückkehr eines „Elefanten“ der Parti Socialiste: Das Außenministerium wurde dem früheren Premier und mehrfachen Minister Laurent Fabius anvertraut. Er zählt mit 65 Jahren nicht nur zu den „Dienstältesten“ in der relativ jugendlichen Regierung, er verkörpert gleichsam die Kontinuität zur Ära der sozialistischen Präsidentschaft von François Mitterrand. Parteichefin Martine Aubry dagegen schmollt angeblich, sie wollte Premierministerin werden und sonst gar nichts, und da dieser Posten an Ayrault ging, mochte sie sich nicht mit einem Trostpreis abfinden.

Auf einen Blick
Die Schlüsselpositionen seiner Regierung hat Hollande mit Vertrauten besetzt. Sein Kampagnenleiter Pierre Moscovici ist neuer Wirtschafts- und Finanzminister, sein Kommunikationschef Manuel Valls Innenminister. Ex-Premier Laurent Fabius leitet das Außenamt.

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64 Kommentare
 
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Puh!

Welch‘ bescheidener Schritt! Anstatt 19000 Eusn bekommen die HerrInnen nur noch 13300. Da wird‘s knapp, um es bis zum Monatsende zu packen. Oag! - Witzfiguren. Der normale Mann, vom Arbeiter, über den Lehrer bis hin zum Doktor, der eigentlich das Volk darstellt, kommt sich trotzden g‘frotzelt vor. ... dasselbe ist doch auch hier! Da hocken diese Taugenichtse in der Hittn am Ring, machen seit Jahrzehnten nur Dreck, und verdienen sich dumm und dämlich.
Traurig, daß das gemeine Volk vergessen hat, welche Macht es grundsätzlich hätte ...

... und zum Thema zurück: Quotenfrauen- und Mohre. Fein. Wo ist der Franzose mit Gauloisses im Mundwinkel und Baguette unter‘m Arm hin?!

auch frankreich

"schafft sich nun ab"
diese sozialisten mit ihren quotenfrauen werden das jetzt sogar noch schneller bewerkstelligen !

Antworten Gast: abe
18.05.2012 09:47
4 6

Re: auch frankreich

typisch..nur rechts ist gut

sozialstaat, wer braucht sowas schon
nachhaltig, was ist das?

nörgeln, nörgeln, immer nur nörgeln

Antworten Gast: Saiffenstayn
18.05.2012 09:27
2 7

Re: auch frankreich

Weil ja die Zumpferl-Minister alle so Gescheit und stark und sowieso überlegen sind,...

und alle frauen Quotentramperl ...

deswegen hast Du nrecht ....

SOLLTEST Du aber nicht RECHT HABEN
dann halte STILL .....
weil das eitle Macho-Geschwaffel bringt auch nichts weiter !

Antworten Antworten Gast: freund?
18.05.2012 09:56
5 1

Re: Re: auch frankreich



NAAA, seifensteinderl, zuhause befehl zum femi-posting bekommen ?!

Gast: Experten
18.05.2012 08:58
7 0

Kuerzung um 50% in Oesterreich waere angemessen

Den oesterreichischen Ministern sollte der Gehalt um 50% gekuerzt werden;da waeren sie noch immer ueberbezahlt,wenn man sich ihre Ergebnisse ansieht

Re: Kuerzung um 50% in Oesterreich waere angemessen

nur 50 %?

Antworten Gast: expert
18.05.2012 09:48
1 0

Re: Kuerzung um 50% in Oesterreich waere angemessen

wieviel würden sie dann verdienen? oder wissen Sie das nicht?

.

Ist das jetzt Linkspopulismus?

Gast: freund?
18.05.2012 08:17
4 1

gestern hat sich hier wieder



der standard erbrochen, und alles links gestricherlt, und unsinn gepostet.

Antworten Gast: aloisi
18.05.2012 09:49
1 3

Re: gestern hat sich hier wieder

zum glück gibt es in diesem forum gleichgesinnte, gell?

Antworten Antworten Gast: freund?
18.05.2012 10:17
3 1

Re: Re: gestern hat sich hier wieder



normale, intelligente, gesunde MENSCHEN, ''aloisi'' !

Antworten Antworten Antworten Gast: aloisi
18.05.2012 10:46
1 0

Re: Re: Re: gestern hat sich hier wieder

und beim standard: ungesunde, dumme und komische menschen?

achso, dafür gibt es in diesem forum eine zusammenfassung: linkslinke gutmenschen

Gast: sid
18.05.2012 07:47
2 0

..schön, einfach nur schön..

da gibts nix einzuwenden, das ist auch keine mediale Propaganda oder irgendein mysteriöser Trick der Sozn.

Ein schönes Zeichen der Regierung, weiter so, vielleicht färbts auf Unsere ab...bruhaha!

ob es ein gutes zeichen ist,

eine legislaturperiode mit einem billigen gag zu beginnen?

denn als nichts anderes betrachte ich diese gehaltskürzung für regierungsmitglieder:
ein gag für die doofen

0 0

Re: ob es ein gutes zeichen ist,

Jedenfalls für die Regierungsmitglieder ist das nicht billig. Ich halte das für ein passendes Signal in der derzeit angespannteren Lage.

Antworten Gast: Saiffenstayn
18.05.2012 09:29
1 0

Re: ob es ein gutes zeichen ist,

ein gag ...

oder es ist eine Haltung,

ach so das erwartet man nicht,
und will es auch nicht glauben ....

wenn jetzt nur keiner verhungert von den Ministern,
und keiner darunter leidet wenn es weniger grund für NEID gibt ?

Re: ob es ein gutes zeichen ist,

ach was sind wir nicht alle schlau ;) wenn sie in einer Firma die personalkosten um 30 Prozent senken können ohne dass sich jemand beschwert nennt das sicher keiner Gag für die dummen :p

Antworten Antworten Gast: nicholasblarney
18.05.2012 08:37
2 1

Re: Re: ob es ein gutes zeichen ist,

Die Firma heißt hier "Staat". Und wenn die paar Hanseln (und Gretln, um die Damen nicht zu vergessen) hier auf ein bissl Geld verzichten, das sie sich woanders gut dazu verdienen, beeindruckt mich gar nicht.

Antworten Antworten Antworten Gast: Sowieso
18.05.2012 11:40
1 0

Re: Re: Re: ob es ein gutes zeichen ist,

Im Artikel steht, wenn ich es korrekt verstehe, daß sie eben nicht woanders dazuverdienen dürfen.

0 0

Re: Re: Re: ob es ein gutes zeichen ist,

Ich bin kein Sozialist und ich finde das sehr anerkennenswert. Erstens der Verzicht auf 30% und die Verpflichtung sich nur mit dieser Aufgabe zu beschäftigen ohne Nebengeschäfte. Wenn nun auch die Frauen in der Regierung tüchtig sind und nicht nur Quote sind, dann ist das doch ein perfekter Start.

Von den schönen Sprüchen haben die Leute schon überall die Nase voll. Die zeigen, dass sie das anpacken und auch ernst nehmen.

Ich finde das lobenswert und sehe keine Notwendigkeit da gleich wieder herumzusudern.

Antworten Gast: freund?
18.05.2012 08:13
1 0

Re: ob es ein gutes zeichen ist,



sind das SCHON sie?

daß ich mit ihnen einmal einig wäre in der bewertung von sozis , hätt' ich auch nicht gedacht .

Re: ob es ein gutes zeichen ist,

Wenn die konservativen gewonnen hätten, hätte es am Anfang wohl eine 30%ige GehaltsERHÖHUNG geben!
Ich glaube, man sollte es nicht als Gag sehen, sondern eher als ein Zeichen für eine Art "Neuanfang".


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Re: Re: ob es ein gutes zeichen ist,

seh ich auch so!

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Der kleine Unterschied

Österreichische Politiker sind doch meistens grosse Experten. Darum ist ihr Verdienst auch höher als in anderen Ländern wie Deutschland, Frankreich, USA usw. Aussderem muss man sich das Ausmass unseres riesigen Staates einmal besser vor Augen halten, dann wird man erkennen, dass die Anzahl dieser (un) fähigen Politiker durchaus gerechtfertigt ist.

So lange die Wähler sich immer wieder an diesen Politikern festhalten oder der Wahl fernbleiben, darf man sich auch nichts anderes erwarten. Jedes Volk bekommt seine Regierung, denn die Regierung ist der Spiegel des Volkes!

Wann kommen bei uns

endlich MASSIVE Gehaltskürzungen für Politiker,

nur mehr 5 Wochen Urlaub und 40 Stunden Anwesenheit im Parlament bzw. Landtagen mit verpflichtenden Sprechstunden für die Bevölkerung?

 
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