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Griechenland: Sparparteien am Vormarsch

18.05.2012 | 18:33 |   (Die Presse)

Bei der Neuwahl am 17. Juni können Traditionsparteien auf gemeinsame Mehrheit hoffen. Zuletzt war das radikale Linksbündnis Syriza vorne gelegen.

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Athen/Brüssel/Ag. Die Unterstützer des umstrittenen Sparpakets in Griechenland können sich Umfragen zufolge überraschend Hoffnungen auf einen Sieg bei der Neuwahl am 17. Juni machen. In einer ersten öffentlichen Erhebung seit dem Scheitern der Regierungsgespräche kamen die konservative Nea Demokratia (ND) und die sozialistische Pasok gemeinsam auf genügend Mandate, um eine Regierung bilden zu können. Zuletzt war das radikale Linksbündnis Syriza, das den von den Geldgebern geforderten Sparkurs ablehnt, vorne gelegen. Experten gehen davon aus, dass sich die Griechen nun aber doch Sorgen wegen eines Abschieds aus der Eurozone machen.

Und das wohl zu Recht: Handelskommissar Karel De Gucht sagte der belgischen Zeitung „De Standaard“, dass EU-Kommission und EZB bereits gemeinsam an Notfallszenarien für den Fall arbeiten würden, dass Griechenland aus der Währungsunion austreten sollte. Die EU-Kommission dementierte dies jedoch umgehend. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel machte am Freitag in einem Telefongespräch mit dem griechischen Staatspräsidenten Karolos Papoulias deutlich, dass nach der Neuwahl raschestmöglich eine handlungsfähige Regierung gebildet werden müsse.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.05.2012)

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7 Kommentare

Handlungsfähige Regierung füllt Tintenpatronen

Liebe Griechen, fürchtet Euch vor dieser handlungsfähigen Regierung!
Sie wird mit einigen Unterschriften den Schaden aus Milliarden-Korruptionen an das einfache Volk verteilen und sich als Retter Griechenlands und der EU feiern lassen!

Gast: Callisto
19.05.2012 08:15
3 0

Solange wählen bis das Ergebnis paßt! Demokratie nach EU Art.

Mitunter auch deshalb gehören EU und Euro weg.

Man kann nicht Gelder annehmen, Verträge abschließen und dann deren Einhaltung schuldig bleiben

Die Griechen werden sich entscheiden müssen entweder die vereinbarten Verträge einzuhalten oder aus der Eurozone auszuscheiden. Wenn die maroden Staaten glauben, dass die Geberländer für sie sich Hals über Kopf verschulden ohne Einfluss auf deren Geschäfte zu haben, werden sie belehrt werden. Mich würde es nicht wundern, wenn Deutschland, sollte seine Bedingungen nicht erfüllt werden zur Not auch eine eigene Währung einführen würde bevor es von den maroden Staaten mit in den Abgrund gezogen wird. So wie es jetzt läuft ist die EU nicht finanzierbar.

http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/455425_Der-groesste-Betrug-bzw.-Selbstbetrug-in-der-Geschichte-der-2.-Republik.htm

Re: Man kann nicht Gelder annehmen, Verträge abschließen und dann deren Einhaltung schuldig bleiben

Wenn wir einmal die noch vorhandenen Schulden und Zinszahlung kurz aus der Kalkulation entfernen, so wäre für GR ohne sofortige, neue Kreditaufnahmen nicht einmal der derzeitige Sparkurs selbst finanzierbar. Wann, und ob überhaupt, eventuelle Reformen greifen steht in den Sternen.

D.h. aber, dass die abgeschlossenen Verträge gar nicht haltbar sind. Was beiden Vertragspartnern (GR + Rest-EU), hätten sie nur halbwegs mit der "Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes" gehandelt, bereits bei Vertragsabschluß bekannt war.

Man sollte sich also die Frage nach dem Sinn, und wer könnte wie von einer solchen "Vertragsverlängerung" profitieren, bei der Forderung nach Einhaltung solcher, bereits von Anfang mangels Möglichkeiten zum Scheitern verurteilter Verträge stellen.

Wieder eine EU Umfrage - Lüge um zu beeinflussen?

Die Griechen sind doch g'scheiter als die EU!

Jeder Grieche ...

... soll von der EU monatlich 750 EUR bekommen. Es würde etwa 100 Milliarden pro Jahr kosten. Das schaffen wir locker, und das Thema Griechenland ist gegessen. Es ist eh schon etwas langweilig.

Re: Jeder Grieche ...


Die 750 Euro bekommen doch schon die Türken in Österreich und selbst das können wir uns nicht leisten!