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Europäer am G-8-Gipfel unter Rechtfertigungsdruck

19.05.2012 | 10:13 |   (DiePresse.com)

Griechenland trägt zwar nur etwa zwei Prozent zur Wirtschaftsleistung der Eurozone bei, sorgt aber weltweit für Unsicherheit.

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Eigentlich sollte es ganz anders laufen: Die Europäer wollten in Camp David stolz verkünden, dass sich ihre Schutzwälle gegen die gefährliche Finanzkrise stärken und ihre Schuldenberge abtragen. Die Banken werden reguliert und müssen neue Kapitalpuffer aufbauen. Und für das Wirtschaftswachstum soll nun auf Druck des neu gewählten französischen Präsidenten Francois Hollande auch etwas getan werden.

Doch Griechenland macht - wieder einmal - einen Strich durch die Rechnung. Die Europäer müssen sich beim G-8-Gipfel in den USA dafür rechtfertigen, dass ein Land, das nur etwa zwei Prozent zur Wirtschaftsleistung der Eurozone beiträgt, das gemeinsame Währungsgebiet nachhaltig erschüttert und weltweit für Unsicherheit sorgt.

Und das kann Gipfelgastgeber und US-Präsident Barack Obama gar nicht gebrauchen. Denn der Herr des Weißen Hauses will im November für eine zweite Amtszeit wiedergewählt werden. Und dabei zählt eben vor allem die Wirtschaft. Schon beim G-20-Gipfel in Cannes vor einem halben Jahr hatte Obama den wenig souverän auftretenden Europäern in deutlichen Worten die Leviten gelesen.

Plan A: Griechenland bleibt in der Eurozone

Vor rustikalen Holzhütten auf dem Landsitz des Staatschefs im US-Staat Maryland mussten die EU-Größen an die Parteichefs in Griechenland appellieren, die Abmachungen mit den internationalen Geldgebern einzuhalten. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso stellte fest: "Wir arbeiten für Plan A - Plan A bedeutet, dass Griechenland in der Eurozone bleibt und Griechenland seine Verpflichtungen einhält."

Barrosos Kommissar für Handelsangelegenheiten, der schärfzüngige Belgier Karel De Gucht, hatte zuvor für Irritationen gesorgt, als er von Szenarien in der EU-Behörde für einen Griechenland-Austritt berichtet hatte.

Obama auf Seite Hollandes

Die europäischen "Chefs" sprachen sich vor dem Gipfel per Videokonferenz ab - doch für eine gemeinsame Sprache reichte das nicht. Das gilt auch beim Thema Wachstum. Nach seinem ersten Treffen mit dem US-Präsidenten bilanzierte Hollande, es gebe weitgehende Übereinstimmung in dieser Frage. Rasch war der Begriff "Obamallande" geboren. Richtig freuen kann sich die auf Budgetdisziplin pochende deutsche Kanzlerin Angela Merkel darüber nicht. Denn Obama prangert seit langem die Sparsamkeit der Europäer an.

Die Europäer versuchen ungeachtet aller Schwierigkeiten, Obama nicht zu verärgern. Politische Beobachter meinen, dass Merkel, Hollande und Co. mit einem konservativen Staatschef im Weißen Haus schlechter fahren würden.

Vielleicht zeigt sich Barroso auch deshalb offen für den gewagten Washingtoner Vorstoß, hohen Ölpreisen notfalls mit der Freigabe von Ölreserven zu begegnen. In internen Papieren für den Gipfel wird auf Expertenmeinungen hingewiesen, wonach sich den US-Wahlen "an der Tankstelle" entscheiden werden. Und dafür muss vorgesorgt werden.

(Ag. )

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13 Kommentare

Gast: LegendIn
19.05.2012 18:10
2 1

Beim Schuldenmachen ist Obama natürlich auf der Seite seines Sozialistenfreunder Hollande!

Das würde dem Kryptosozialisten Obama so passen: Europa dreht ein letztes Mal den Geldhahn auf, damit die USA davon mit profitieren können und das Scheitern Obamas nicht so offensichtlich wird.

Der daraufhin unvermeidliche Chrash in Europa ist Obama ("gewählt ist gewählt") egal. Hauptsache Präsident.

Oberpharisäer Obama könnte sich ja jederzeit am "Wachstum" in Europa beteiligen, in dem er mehr Geld für den IWF zu Verfügung stellt.

Tatsächlich aber kürzen die USA ihre IWF-Beiträge!

EIne erbärmliche Doppelbödigkeit!

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EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso stellte fest: "Wir arbeiten für Plan A - Plan A bedeutet, dass Griechenland in der Eurozone bleibt und Griechenland seine Verpflichtungen einhält."

wer oder was wäre Barosso ohne diesem Amt ?

Würd den da wie dort eigentlich jemand kennen oder gar grüssen wollen, wüssten die Seher dieser Person wer er ist und was er uns so alles eingebrockt hat allein nur um ein Spitzengehalt zu bekommen ??

darüber, und ob jemand sich noch dies alles antun lassen möchte, würde ich mir eine Volksbefragung wünschen ;)

Antworten Gast: Vogel Strauss
19.05.2012 18:10
2 1

Re: EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso stellte fest: "Wir arbeiten für Plan A - Plan A bedeutet, dass Griechenland in der Eurozone bleibt und Griechenland seine Verpflichtungen einhält."

War der nicht mal Ministerpräsident von Portugal? Ist das nicht eines der PIIGS??? Und irgendwann war er mal Maoist ... eine typische europäische Politikerkarriere halt.

Gast: Guckst du
19.05.2012 14:15
0 0

Apropos EUROPA

Hier ein ganz doller Link, der die Entwicklungen über Jahrhunderte hinweg in Europa zeigt.
Einmalig!
Unbedingt anschauen und an Freunde und Bekannte weiter leiten!

http://www.wimp.com/presentday/

Gast: eubadbankerpolitic
19.05.2012 12:30
4 0

es ging und geht nicht um den wirtschaftszwerg GR; es geht nur um die verflechtungen und die abzockerbörsengeschäfte der Hochfinanz und badbanken- und um deren profite will man weiter am euro festhalten. auch wenn der soziale wohlstand europa wieder ruiniert wird.


Die EU demontiert sich selbst

denn in Wirklichkeit ist der Nationalismus und kleinliches hinterwäldlerisches Denken in den Staaten immer noch präsent.
In den USA gibt es genauso Staaten, die wirtschaftlich besser oder schlechter dastehen, aber keiner denkt dran sie aus der "Dollarzone" rauszuschmeissen. Und es gibt eben eine gemeinsame Fiskalpolitik für alle und es gibt eine Zentralbank, die weitaus mehr Handlungsspielraum hat als die EZB.

In der EU hat man sich nie getraut, den Gedanken einer EU und eines Währungsraums zu Ende zu denken ... wohl auch weil man weiß, wie leicht hier die rückständigen dumpf-nationalistischen Gefühle der Bürger von rechten Demagogen aufzustacheln sind.

Letztlich freut das jene international agierenden Spekulierer die gegen die EU wetten: teile und herrsche war schon immer die beste Strategie.

Soll die Lokomotive ausgebremst werden?

Die Wachstumsimpulse müssten finanziert werden, wobei die Hauptlast Deutschland zu tragen hätte, wobei sich die Märkte fragen, wann die Last für Deutschland zu groß wird.

http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/455425_Der-groesste-Betrug-bzw.-Selbstbetrug-in-der-Geschichte-der-2.-Republik.html

Gast: freund?
19.05.2012 11:19
1 3

griechenland ist die krebszelle



der ÄÄUU .

Obama auf Seite Hollandes

Welch trautes Paar! ... 2 Symbolfiguren der Schuldenpolitik...

Ölreserven müssen freigegeben werden

um die Marionette weiter im weissen Haus zu halten...

Re: Bitte, Namen der Marionetten!

Obama ist keine Marionette, soviel zu Marionetten.

Antworten Antworten Gast: Lachsack
19.05.2012 11:26
4 1

Re: Re: Bitte, Namen der Marionetten!

JAJA.. B.H. Obama ist selbstverständlich keine Marionette! Er tut zwar was ihm Andere auftragen und tanzt nach deren Pfeife aber an ihm hängen keine Fäden deswegen kann er gar keine Marionette sein ^^

Schlaf einfach weiter!