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Teheran: Keine Einigung über Kontrolle von Parchin

27.05.2012 | 12:33 |   (DiePresse.com)

Der Iran verweigert den internationalen Kontrolloren den Zugang zur Atomanlage von Parchin.

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Im Atomstreit mit dem Iran untersagt Teheran internationalen Kontrolloren weiter den Zugang zur umstrittenen Anlage Parchin. Es habe bisher keine Einigung mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO bzw. IAEA) gegeben, sagte der Direktor des iranischen Atomprogramms, Fereydoun Abbasi-Davani, am Sonntag der Nachrichtenagentur ISNA.

"Die IAEO wird von einigen Ländern dazu gedrängt, die Anlage Parchin zu kontrollieren, aber wir haben uns noch nicht darauf verständigt." Die "nötigen Dokumente", die eine Kontrolle rechtfertigten, habe Teheran noch nicht erhalten.

Die IAEO befürchtet, dass der Iran verdächtige Spuren eines möglichen Atomwaffenprogramms in der Forschungsanlage Parchin beseitigen könnte. In Parchin seien lange keine besonderen Aktivitäten beobachtet worden, aber jetzt gebe es rund um die verdächtigen Gebäude so viel Betrieb, dass der Verdacht bestehe, eine wirksame Überprüfung solle verhindert werden.

Abgesehen vom Zugang zu der militärischen Anlage nahe Teheran fordert die IAEO vom Iran, die umstrittene Urananreicherung auf 20 Prozent zu stoppen. Sie gilt als wichtiger Schritt in Richtung einer höheren Anreicherung, mit der auch waffenfähiges Uran hergestellt werden könnte. Abbasi-Davani spielte herunter, dass die IAEO auf 27 Prozent angereichertes Uran in der unterirdischen iranischen Atomanlage Fordo (Fordow) entdeckt hatte. Er machte technische Fehler dafür verantwortlich.

Die Atomgespräche zwischen Repräsentanten der internationalen Staatengemeinschaft und des Iran sollen am 18. und 19. Juni in Moskau fortgesetzt werden.

 

(APA)

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