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Zahlreiche Staaten weisen syrische Botschafter aus

29.05.2012 | 17:04 |   (DiePresse.com)

Die UNO spricht von "Sammelhinrichtungen" in Houla. Staaten wie die USA, Deutschland und Frankreich weisen aus Protest gegen das Massaker syrische Diplomaten aus.

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Der Großteil der Opfer des Massakers im syrischen Houla ist nach UN-Angaben hingerichtet worden. Weniger als 20 der 108 Toten von Houla seien durch Artillerie- oder Panzerbeschuss ums Leben gekommen, sagte der Sprecher des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, Rupert Colville, am Dienstag. "Der Großteil der Opfer" sei in "Sammelhinrichtungen" getötet worden, die laut Einwohnern von der regierungstreuen Shabiha-Miliz begangen worden seien.

Nach UN-Angaben waren unter den am Freitag in Hula getöteten Menschen 49 Kinder. Etwa 300 Menschen seien verletzt worden. Die Opfer wurden durch Granatsplitter oder Schüsse aus nächster Nähe getötet, gab der Leiter der UN-Beobachtermission in Syrien, General Robert Mood, an. Es gebe Spuren von Panzer- und Mörserfeuer.

Die internationale Gemeinschaft verurteilte die Bluttat scharf und wies der Regierung von Präsident Bashar al-Assad eine Mitverantwortung zu. Die Führung in Damaskus machte hingegen "terroristischen Banden" dafür verantwortlich.

Syrische Botschafter werden ausgewiesen

Mehrere Staaten haben als Reaktion auf das Ereignis syrische Botschafter ausgewiesen. Der Geschäftsträger der syrischen Botschaft in Washington, Suheir Jabbur, müsse binnen 72 Stunden das Land verlassen, teilte das US-Außenministerium am Dienstag mit. Grund sei das Massaker von Houla. "Wir nehmen die syrische Regierung für dieses Niedermetzeln von Unschuldigen in Verantwortung", sagte Sprecherin Victoria Nuland.

Zuvor hatten bereits Australien, Kanada, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und weitere Länder die bei ihnen akkreditierten syrischen Top-Diplomaten angewiesen, in ihre Heimat zurückzureisen.

Österreich kann sich dieser Protestmaßnahme nicht anschließen. Da Bassam Sabbagh in Personalunion auch als Botschafter bei den UN-Einrichtungen in Wien fungiere, dürfe er nicht bilateral zur Ausreise verpflichtet werden. Das Außenministerium habe aber seinen "schärfsten Protest" deponiert und ihn ins Außenamt zitiert, sagte Sprecher Nikolaus Lutterotti.

Frankreich schließt Bodenoffensive aus

Einige EU-Länder haben auf diplomatischer Ebene bereits zuvor gehandelt. So wurde der syrische Botschafter in London schon vor einigen Monaten ausgewiesen. Der britische Botschafter hat Syrien verlassen. Viele Botschaften von EU-Staaten sind derzeit wegen der gefährlichen Lage im Land geschlossen. Österreichs Vertretung in Damaskus ist laut Homepage weiterhin geöffnet, nimmt allerdings keine Visaanträge mehr an. Chronologie des Aufstandes in Syrien

 Chronologie des Aufstandes in Syrien

Offenbar wird im Hintergrund auch über ein militärisches Vorgehen gegen das Assad-Regime beraten. Frankreich hat eine Bodenoffensive in Syrien allerdings ausgeschlossen. Das Risiko, dass sich der Konflikt dann in der ganzen Region ausweite, sei zu groß, sagte der französische Außenminister Laurent Fabius in einem Gespräch mit der Zeitung "Le Monde". "Die syrische Armee ist schlagkräftig. Kein Staat ist bereit, eine Bodenoffensive zum jetzigen Zeitpunkt zu erwägen."

Annan spricht mit Assad

Der UN-Sondergesandte für Syrien, Kofi Annan, traf am Dienstag mit Staatschef Assad in Damaskus zusammen. "Präsident Assad hat den UN-Gesandten Kofi Annan empfangen", berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Annan soll Assad darauf hingewiesen haben, dass es nun "mutiger Schritte" bedürfe, damit der Friedensplan ein Erfolg werden könne. Während seines Aufenthalts will Annan auch Vertreter von Opposition und Zivilgesellschaft treffen.

Annan hatte sich bei seiner Ankunft in Damaskus am Montag "persönlich schockiert und entsetzt" über das Massaker in der syrischen Ortschaft Houla mit mehr als hundert Toten geäußert. Die Verantwortlichen für das Massaker müssten zur Rechenschaft gezogen werden, forderte er.

Russland steht zu seinem Verbündeten

Der UN-Sicherheitsrat hatte das Blutbad am Sonntag einstimmig verurteilt und damit zum ersten Mal seit Monaten deutliche Worte gefunden. Eine Verurteilung des Regimes erfolgte allerdings nicht. Russland hatte seine Verbündeten in Syrien weiterhin verteidigt. Es sei nicht auszuschließen, dass das Blutbad in Houla eine „Provokation" der Rebellen sei. Außenminister Sergej Lawrow machte sowohl die syrische Regierung als auch „Extremisten" für das Massaker verantwortlich. Die Führung in Damaskus sieht die Verantwortung bei "terroristischen Banden".

(Ag.)

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90 Kommentare
 
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Und Österreich?

Mehrere EU Staaten haben die syrischen Botschafter schon ausgewiesen: Deutschland, Frankreich, Italien, Grossbritannien, Spanien, die Niederlande und Bulgarien; andere werden folgen.
Und wo bleibt Österreich? Eine lahmlackerte Ausrede, daß der Botschafter auch bei den in Wien ansässigen UN-Organisationen sein Land vertreten muß.
Schlappschwänze…

Gast: Basileus
29.05.2012 23:48
0 2

Noch eine UNRWA wäscherei.

Георги Димитров. Der Reichstagsbrandprozess.

Георгиева Ирина Бокова Generaldirektorin der UNESCO.

Кристалина Иванова EU-Kommissarin

die reichen erdölstaaten helfen gerne.


Lieber Gott die Teufel kriechen aus den tiefsten Höllen ...

... bitte stehe uns bei ...

Re: Lieber Gott die Teufel kriechen aus den tiefsten Höllen ...

seht .. der erste Satan hat schon sein Minus-"Zeichen" gesetzt ... !!!

Re: Re: Lieber Gott die Teufel kriechen aus den tiefsten Höllen ...

Schade, dass Sie aufgrund Ihrer Erkrankung nicht mitbekommen wie witzig Sie und Ihre Kollegen sind. Wirklich äußerst bedauerlich.

Re: Re: Re: Lieber Gott die Teufel kriechen aus den tiefsten Höllen ...

ich glaube eher das an der Ermordung unschuldiger Kinder gar nichts witzig ist ...

Re: Re: Re: Re: Lieber Gott die Teufel kriechen aus den tiefsten Höllen ...

Also wenn es Ihnen um den Mord an unschuldigen Kindern geht, sollten Sie sich an Assad wenden. Der ist nämlich dafür verantwortlich.

P.S.: Bei Ihren hysterischen Kommentaren dürfen Sie sich über eine sarkastische Replik nicht wundern.

Gast: Imperialist
29.05.2012 21:24
1 6

pawlowsche Reflexe

laute Assad-Claqeure. Ach ja, der ist ja auch ein Sozialist, wie Saddam und Gaddafi. Diese Solidarität unter antiimperialistischen Genossen ist einfach rührend.

Re: pawlowsche Reflexe

Warte ab.. die Verbrechen, die deine Freunde heute in Syrien zulassen ... werden morgen hier geschehen ....

Antworten Antworten Gast: Imperialist
29.05.2012 22:59
0 1

Re: Re: pawlowsche Reflexe

Wozu warten? deine dschihadistischen Freunde verüben schon heute Verbrechen, nicht nur in Israel, Libanon, Gaza, Iran, Somalia, Afganistan, Pakistan, Indien, Argentinien, sondern auch hier: in London, Brüssel, Marseille, Paris, Toulouse, Malmö...

Die totalitäre Gesinnung verbindet, eure Heuchelei macht sie nur noch offensichtlicher.

Warum ist die Lage in Syrien so verzweifelt....

1) Weil Saudi-Arabien, Khatar und wohl noch andere fundamentalistische Staaten Milliarden zur Destabilisierung Syriens ausgeben.
2) Weil die sogenannten "Freunde Syriens", darunter auch Österreichs Spindelegger, die USA und die Türken, eine gewaltige Propagandamaschine in Bewegung gesetzt haben, mit dem Ziel, letztlich eine Intervention von Außen zu rechtfertigen.

Re: Warum ist die Lage in Syrien so verzweifelt....

hier scheinen lauter reaktionäre Kriegstreiber aktiv zu sein ... ein Minus zu setzen bei Kommentaren, die Frieden wollen, bedeutet , diesen Typen fließt bereits das Blut aus ihren teuflischen Mäulern ...

Gast: Bärenfalle...
29.05.2012 20:57
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Jawohl Frau Georgiewa

Sturmgewehr und Uniform leihen wir ihnen und ihren Freunden gratis, hat unser Bundesheer eh unnütz rumliegen.

Für ihre Reisekosten nach Syrien müssen sie selber aufkommen und bitte erwarten sie keine finanzielle Unterstützung für ein weiteres kleines Abenteuer im Süden.

Viel Spaß !

Und bitte unten bleiben.


Gast: gasti
29.05.2012 20:27
5 1

Die Lage in Syrien ist verzweifelt

ist sie in vielen eu ländern auch, nur scherts die eu nicht sonderlich

Gast: UKW
29.05.2012 20:08
4 1

Von unserem Korrespondenten OLIVER GRIMM

Einem Urenkel der Gebrüder Grimm.

NA GEH FRAU KOMMISSARIN, KÖNNT MA NIT EIN BISSERL MILITÄRISCH EINGREIFEN?

JA WARUM DENN NICHT?

GLAUBEN SIE, DASS SIE SO AUF EINEN GRÜNEN ZWEIG KOMMEN, FRAU KOMMISSARIN?

VIELLEICHT EIN KLEINES FLUGVERBOTSZONERL? MAN KANN JA TROTZDEM NEUTRAL BLEIBEN.

Gast: Waffenproduzent
29.05.2012 19:42
4 1

„Die Lage in Syrien ist verzweifelt“

''Aber auch ein gutes Geschäft''

Gast: sepplmair
29.05.2012 19:20
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photofälschung

Hab grade gelesen dass ein Bild mit hunderten Leichensäcken gezeigt wurde. Problem nur:
Der Fotograf Marco die Lauro hat dieses Bild 2003 im Irak aufgenommen.
Der Fotograf Marco die Lauro sagte “er wäre beinahe vom Stuhl gefallen”, als er sah das sein Foto benutzt wurde und er war erstaunt, dass diese Firma die Quellen nicht prüft.
Die Beschriftung sagte aus, das Foto sei von einem Aktivisten gemacht worden und könne nicht unabhängig bestätigt werden aber man nimmt an, dass es Kinderleichen sind, welche in Houla auf die Beerdigung warten.

Alles Lug und Bertug!! Die Kriegmaschinerie läuft auf hochtouren. Aber für uns Europäer ist es wichtiger wer Dancingstar oder Supertalent wird.

Re: photofälschung - und trotzdem bleibt es ein Massaker

Dieses missbräuchlich verwendete Foto soll jetzt das Massaker widerlegen?

Neben diesem Foto gibt es schließlich noch zahlreiche andere Beweise die auch von der UN-Beobachtermission in Syrien selbst bestätigt werden. Der stärkste Beweis ist aber ohnehin, dass selbst Russland und China im UN-Sicherheitsrat einer scharfen Verurteilung des Massakers in Houla zugestimmt haben.

Antworten Gast: netter gast
29.05.2012 21:34
0 2

Re: photofälschung

Und dieses Foto
hat die einst seriöse BBC
verwendet

und was kommt nach assad?

etwas besseres vielleicht?

Gast: reality
29.05.2012 19:14
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Einseitige Berichterstattung

eines neutralen Landes nicht würdig.

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Aha jetzt wird die Propaganda forciert

a) Ein Massaker wird nicht genau untersucht, sondern einfach behauptet, es seien Beweise für die syrische Täterschaft.

b) Plötzlich wird von "Sammelhinrichtungen" gesprochen.

c) Es wird suggeriert, dass Moskau nur gegen Interventionen ist, weil Syrien ein "Verbündeter" sei.

Die Armee schiesst nur aus nächster Nähe, wenn kein Widerstand zu erwarten ist. Da dort jedoch schon längst ein kleiner Bürgerkrieg ausgebrochen ist, würde man höchstens aus sicherer Entfernung angreifen.

Das stützt die Aussage von Assad, der vom Anfang an gesagt hat, dass das Massaker die Handschrift von moslemischen Kämpfern trägt.

Ich möchte nicht sagen, dass Assad keinen Dreck am Stecken hat. Aber hier stinkt dennoch etwas gewaltig, alleine schon, dass die Presse zugibt, alle Informationen von einem Ein-Mann-Büro in London zu haben, und dennoch unreflektiert berichtet.

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Re: Aha jetzt wird die Propaganda forciert

Ja, die Syrer brauchen Hilfe. Sie wollen unbedingt bombardiert werden.

Gast: gasti
29.05.2012 17:53
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http://derstandard.at/1336698160784/Medien-Faux-Pas-Foto-aus-dem-Irak-fuer-syrisches-Massaker-verwendet


Re: http://derstandard.at/1336698160784/Medien-Faux-Pas-Foto-aus-dem-Irak-fuer-syrisches-Massaker-verwendet

Hier hat doch wirklich ein Dödel auf den Minusbalken gedrückt. Warum ? Weil der Forist einen aufklärenden link gezeigt hat ? Das zeigt wieder einmal, dass Menschen unter uns sind mit enem völlig verqueren Wertesystem.

 
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