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Keine Aussicht auf militärisches Eingreifen in Syrien

30.05.2012 | 17:47 |   (DiePresse.com)

Peking und Moskau erteilen Hollandes Überlegungen ein Abfuhr. Auch die USA winken ab. Syrien findet die Ausweisung der Botschafter "hysterisch".

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Russland und China haben ihr Nein zu einer internationalen militärischen Intervention in Syrien neuerlich bekräftigt. Aber auch die USA halten den Zeitpunkt für ein Eingreifen noch nicht für gekommen. "Wir glauben, es würde zu größerem Chaos, zu größerem Gemetzel führen", sagte der Sprecher von US-Präsident Barack Obama, Jay Carney. Diesbezügliche Überlegungen des französischen Staatspräsidenten Francois Hollande nannte der russische Vize-Außenminister Gennadi Gatilow verfrüht.

Das chinesische Außenministerium sprach sich kategorisch gegen jede gewaltsame Absetzung ausländischer Regierungen aus. Ungeachtet diplomatischer Zwangsmaßnahmen wie der massenhaften Ausweisung syrischer Botschafter werden unterdessen in Syrien weiter Menschen ermordet; Aktivisten berichteten am Mittwoch von einem Massaker in der Provinz Deir Ezzor. Sie veröffentlichten ein Video, das die Leichen von 13 Männern zeigt. Ihre Hände waren hinter dem Rücken zusammengebunden.

UN-Sondersitzung zu Massaker in Houla

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat wegen des Massakers in Houla eine weitere Sondersitzung zur Lage in Syrien anberaumt. Sie soll auf Antrag der Türkei und Katars sowie der USA und der Europäischen Union am Freitag in Genf stattfinden. Dem Gremium liegen Erkenntnisse vor, wonach die meisten der mehr als 100 Opfer des Massakers vom Freitag vergangener Woche aus nächster Nähe erschossen worden sind. Unter den Opfern befinden sich zahlreiche Kinder.

Nach Aussagen von Überlebenden wurden ganze Familien in ihren Häusern ermordet. Einwohner machten für das Massaker die regimetreuen Shabiha-Milizen verantwortlich. Nach Bekanntwerden des Blutbads haben zahlreiche Länder die syrischen Botschafter ausgewiesen.

Der syrische Botschafter in Wien, Bassam Sabbagh, kann laut Außenministerium von Österreich nicht ausgewiesen werden, weil er in Personalunion als Botschafter am Wiener Sitz der Vereinten Nationen fungiert. Er wurde aber am Mittwoch ins Außenministerium zitiert.

Staatsmedien: "Hysterische Ausweisungen""

Die syrischen Staatsmedien haben sich unbeeindruckt von den jüngsten diplomatischen Strafmaßnahmen gezeigt. Die "hysterischen" Ausweisungen der syrischen Botschafter würden allen Bemühungen des internationalen Vermittlers Kofi Annan einen Schlag versetzen, schrieb das Parteiorgan "Al-Baath". Die westlichen Mächte wollten den Schein erwecken, als wäre eine militärische Konfrontation unumgänglich.

Scharf attackierte "Al-Baath" den französischen Präsidenten Hollande, der unter dem Einfluss finanzieller Zuwendungen aus den arabischen Golf-Monarchien "die Sprache des Krieges" spreche. Aber "Syrien wird nicht erzittern, wie sie es sich einbilden mögen, sondern am Dialog festhalten", hieß es in dem Kommentar. Die Zeitung "Al-Watan" warf den UN-Militärbeobachtern vor, einen ausländischen Spion, über dessen Identität sie keine Angaben machte, aus Homs herausgeschmuggelt und in Sicherheit gebracht zu haben.

(Ag.)

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13 Kommentare
Gast: advo
31.05.2012 10:32
0 1

Aufstand

Es ist bisher in allen Berichten offen geblieben auf die Ursachen des Aufstands hinzuweisen. Bekannt ist ohnehin, dass das Assadregime alawitisch ist.
Handelt es sich um einen Religionskrieg oder sind weitere Gründe gegeben, die einen Sturz des Regimes, vor dieser Auseinandersetzung mit zahlreichen Menschenrechtsverletzungen, rechtfertigen würde?
Die alleinige Begründung auf die beiden islam. Glaubensrichtungen zu stützen erscheint zu einfach zu sein!

Antworten Gast: GegenKrieg
31.05.2012 21:38
0 1

Re: Aufstand

Advo,

ich befürchte, daß hier die Antwort auf so manche Frage begründet liegen könnte:

http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=27994

Es geht, wie immer, wenns wo kracht, auf dem Planeten, um die Pfründe der Supoerreichen, die den Kragen einfach niemals voll bekommen können.

Irgendwelche Völker dafür verantwortlich zu machen halte ich übrigens für grundverkehrt, da gehts um was ganz anderes, was weder mit Relkigion noch mit der Zugehörigkeit zu einer Ethnie zu tun hat, denn die Geldsäcke sitzen überall und denken nur an sich.

no comment

"Der französische Intellektuelle Bernard-Henri Lévy forderte Hollande auf, nach dem Vorbild des Libyen-Einsatzes in Syrien "die Initiative zu ergreifen".

euer Bericht .. Jungs .. keine Angst .. braucht ihr nicht weg-zensurieren ...

Unter Berufung auf Geheimdienstquellen berichteten US-Medien im Februar von Versuchen des Terrornetzwerkes al-Qaida, den syrischen Widerstand zu unterwandern. Machthaber Bashar al-Assad und ein Teil seiner Führungsclique gehören der religiösen Minderheit der Alawiten an, der Großteil der Syrer sind Sunniten. Aus Sicht von al-Qaida und anderen jihadistischen Gruppen ist der Aufstand in Syrien deshalb auch ein Kampf „rechtgläubiger“ Sunniten gegen einen „ungläubigen“ Unterdrücker.

Re: euer Bericht .. Jungs .. keine Angst .. braucht ihr nicht weg-zensurieren ...

wau , das nenne ich Mut und Stolz und Rückgrat zeigen ... der Chefredakteur sollte ein Auge auf dich werfen ... natürlich im positiven Sinn...

Re: Re: euer Bericht .. Jungs .. keine Angst .. braucht ihr nicht weg-zensurieren ...

mach dich nicht wichtiger als du bist...

hey ? warum habt ihr denn Zitate eures eigenen Berichtes zensiert ?????


Gast: vor Stalingrad
30.05.2012 19:39
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stache mit Koffer bei den Diktaturen

Es ist unverstandlich , warum man sich in Osterreich gegenuber Nato so wichtig machen.Das kann nicht humaniteren Grunden sondern minderwertigkeitkomplexe sein.

Antworten Gast: Rütteldieschüttel
30.05.2012 22:27
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Re: stache mit Koffer bei den Diktaturen

Ha, ha, ha - du bist ja ein witziges Kerlchen. Österreich ist EU-Mitglied und hat dadurch Verpflichtungen im Sicherheitsbereich übernommen. Capito?

sie tauchen die Fratzen aus und nichts ändert sich ...

Dieser Hollande macht wohl dort weiter, wo Sarkotzi aufgehört hat ... im Annehmen von Saudi - Millionen

Gast: Die letzte Sicherung
30.05.2012 18:57
7 2

Bzgl. Österreich: Neutralität ist der beste Schutz

gegen die eigene Dummheit! Keiner in unserer Regierung könnte dem NATO Druck und dem andauernden Kriegsgeheule standhalten.

Du glückliches Österreich bist neutral!

Re: Bzgl. Österreich: Neutralität ist der beste Schutz

"du feiges Österreich hast in der Welt nichts zu sagen"

schön, dass wir uns auch im 21 jdht noch hinter unseren popeligen grenzen und dem brett vorm hirn verstecken können...

Antworten Antworten Gast: Guckst du
30.05.2012 22:31
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Re: Re: Bzgl. Österreich: Neutralität ist der beste Schutz

Folgendes habe ich mal irgendwo gelesen und da ist was dran: „...Jahrzehntelange Gehirnwäsche bewirkte den Bekenntniszwang zur ‚immer währenden‘ Neutralität...“