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Atomstreit: Iran gibt keinen Zoll nach

08.06.2012 | 20:30 |   (DiePresse.com)

Ein weiteres Treffen der Internationalen Atomenergiebehörde und dem Iran bleibt ohne Ergebnis. Für die IAEA waren die Gespräche "enttäuschend".

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Der Iran gibt im Tauziehen um sein umstrittenes Atomprogramm keinen Zoll nach: Ein weiteres Treffen von Vertretern der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA und dem Iran über Untersuchungen zum umstrittenen iranischen Atomprogramm am Freitag in Wien ist ergebnislos geblieben. "Es hat keinen Fortschritt gegeben", sagte IAEA-Chefinspekteur Herman Nackaerts am Abend vor Journalisten: "Das ist enttäuschend." Der iranische Botschafter bei der IAEA, Ali Asghar Soltanieh, sagte, es handle sich um eine sehr heikle Materie. Man benötige mehr Zeit, um Differenzen auszuräumen. Die Gespräche sollen fortgesetzt werden, ein Termin steht allerdings noch nicht fest.

Bei dem Treffen wurde über eine Vereinbarung verhandelt, die die Modalitäten künftiger Inspektionen regeln soll. Dabei geht es um Zugang zu Anlagen, Dokumenten und Experten. Bei einem Besuch in Teheran am 21. Mai hatte sich IAEA-Chef Yukiya Amano mit dem iranischen Atom-Chefunterhändler Said Jalili darauf verständigt, dass die bestehenden Meinungsunterschiede darüber einer Einigung nicht im Wege stünden.

Nach Informationen von Diplomaten in Wien beharrt der Iran darauf, dass Themen, zu denen Teheran der Behörde bereits einmal Auskunft gegeben hat, nicht wieder geöffnet werden dürfen. Der Iran will außerdem grundsätzlich keine Auskunft zu ausländischen Bezugsquellen für Nukleartechnologie geben.

Iran will mehr Zeit für "prinzipielle Themen"

Beide Seiten betonten nun, man sei in "konstruktivem Geist" in das Gespräch gegangen. Chefinspekteur Nackaerts erklärte, die IAEA habe einen neuen Entwurf der Vereinbarung vorgelegt, der frühere Einwände des Irans berücksichtigt habe. Die Vertreter Teherans hätten jedoch bereits behandelte Themen wieder in Frage gestellt und neue Fragen aufgeworfen.

Der iranische Botschafter Soltanieh sagte, es gehe um ein sehr heikles Thema. "Wir müssen ruhig und professionell arbeiten, ohne Politisierung und Nebengeräusche, die unsere Arbeit beeinflussen," sagte er. Bei den am Freitag vom Iran aufgeworfenen Fragen gehe es um "prinzipielle Themen". Man benötige mehr Zeit. Je mehr Zeit in die Vereinbarung gesteckt werde, desto reibungsloser könne die Umsetzung verlaufen.

Anlage in Parchinsorgt für "Hinernisse"

Das Thema Parchin werfe Hindernisse auf, gab Soltanieh zu. Die IAEA verlangt vom Iran raschen Zugang zu der verdächtigen Anlage. Sie vermutet, dass dort vorbereitende Tests mit nuklearem Material durchgeführt wurden und nun Aufräumungsarbeiten im Gange sind, um Spuren zu verwischen.

Viele Länder verdächtigen das islamische Land, an einem geheimen Atomwaffenprogramm zu arbeiten. Vertreter Teherans haben dies stets bestritten. Der iranische Botschafter erklärte am Freitag erneut, das Atomprogramm des Irans verfolge ausschließlich zivile Ziele.

(APA)

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2 Kommentare
Gast: Jochend Rind
11.06.2012 17:04
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"Der Iran gibt im Tauziehen um sein umstrittenes Atomprogramm keinen Zoll nach"

Warum sollte er auch?

Iran hat - durch Unterzeichnen des Atomwaffensperrvertrages - das dezitierte Recht auf friedliche Nutzung der Atomenergie.

Bei den Kontrollen der Atomanlagen - die IAEO hat uneingeschränkten Zugang zu ALLEN Atomanlagen, welche Teil des Vertragsgegestands sind UND die IAEO überwacht die Atoanlagen mit Überwachungskameras.

Dabei wurde NOCH NIE die Abzweigung von Uran festgestellt.

Im Grund gibt es also gar nichts zu verhandlen bezüglich des iranischen Atomprogramms. Die IAEO handelt - wie die Mutterorganisation UNO POLITISCH MOTIVIERT.

Gast: Tjjjjjja
08.06.2012 21:16
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Bahai problematic ist wirklich eine große Herausforderung.für die iranischen Ajatolas.

Indien stellt mit rund 2,2 Millionen Mitgliedern die größte Bahai-Gemeinde der Welt. Die größte Gemeinde der westlichen Industriestaaten ist mit rund 670.000 Mitgliedern jene der Vereinigten Staaten. 2009 bekannten sich etwa 7,8 bis 8,1 Millionen Menschen zum Bahai-Glauben. Sie leben vor allem in Indien, dem Iran, in Afrika südlich der Sahara, Nord- und Südamerika.

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