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Syrien: Die "Fremdenlegion" der Rebellen

10.06.2012 | 18:18 |   (Die Presse)

Ausländische Kämpfer sollen die "Freie Syrische Armee" verstärken. Die Gefechte haben mittlerweile die Innenstadt von Damaskus erreicht. Ausländische Kämpfer hatte es auch im libyschen Bürgerkrieg im Vorjahr gegeben.

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Schon bald nach Beginn des Aufstandes in Syrien machte das Regime auch „ausländische Kräfte“ dafür verantwortlich. Mittlerweile verstärken offenbar tatsächlich Kämpfer aus dem (arabischen) Ausland die Reihen der sogenannten „Freien Syrischen Armee“: Dutzende Kuwaitis seien über die Türkei nach Syrien gelangt, um an der Seite der Aufständischen zu kämpfen, berichtete die kuwaitische Zeitung „al-Kabas“ am Sonntag unter Berufung auf Angehörige der Kämpfer. Auch Freiwillige aus Saudiarabien, Algerien und Pakistan sollen an der Seite syrischer Rebellen kämpfen.

Dem Bericht zufolge treffen Kämpfer der „Freien Syrischen Armee“ die Freiwilligen an der Grenze, händigen ihnen Waffen aus und ordnen sie den Einheiten ihrer Oppositionsarmee zu. Man rüste die ausländischen Kämpfer auch mit falschen syrischen Personalausweisen aus, die sie im Falle einer Festnahme vorlegen könnten.

Ausländische Kämpfer hatte es – auf beiden Seiten – auch im libyschen Bürgerkrieg im Vorjahr gegeben. In der späten Phase des Kampfes gegen das Gaddafi-Regime brachten sogar Ausbildner aus der katarischen Armee die zuvor oft chaotisch agierenden, zusammengewürfelten Einheiten der Rebellen auf Vordermann.

 

Opposition wählte neuen Führer

Und so wie in Libyen ist auch in Syrien die Opposition zersplittert – die militärische wie auch die politische: Diese Uneinigkeit soll nun Abdel Baset Sayda, der am Wochenende frisch gekürte Chef des Syrischen Nationalrats, eines Dachverbandes der Opposition, überwinden. Zunächst setzte er allerdings auf Durchhalteparolen: Das Assad-Regime „pfeift aus dem letzten Loch und hat in mehreren Städten die Kontrolle verloren“, erklärte der Kurde am Sonntag. Der 55-Jährige, der seit fast 20 Jahren in Schweden im Exil lebt, war zum Nachfolger des zurückgetretenen Hochschullehrers Burhan Ghalioun gewählt worden.

Der übte bei seinem Abgang noch einmal scharfe Kritik an der Haltung Russlands. Moskau müsse sich klar und eindeutig auf einen Rücktritt Assads festlegen, nur dann könne die Tür für eine politische Lösung des Konflikts geöffnet werden, sagte er. Der bisherige Chef der syrischen Opposition reagierte damit auf Äußerungen von Moskaus Außenminister Sergej Lawrow. Dieser hatte am Samstag eine internationale Syrien-Konferenz vorgeschlagen, an der auch der Iran teilnehmen soll. Gleichzeitig aber bekräftigte Lawrow, Russland werde jeden Einsatz von Gewalt durch die Staatengemeinschaft auch weiterhin blockieren.

 

Israel: „Völkermord in Syrien“

Überall im Land tobten am Wochenende heftige Kämpfe, sogar die Innenstadt von Damaskus lag unter stundenlangem Beschuss. Noch nie zuvor seit Beginn des Volksaufstands vor 16 Monaten waren die Rebellen dem Machtzentrum des Assad-Regimes so gefährlich nahe gekommen. Auf Videos aus der syrischen Hauptstadt sind ausgebrannte Busse zu sehen sowie ein innerstädtisches Kraftwerk, das offenbar durch eine Rakete beschädigt wurde.

Im Gegenzug griff die syrische Armee erneut die Städte Deraa und Homs an. Amateurvideos dokumentierten Artilleriesalven auf Wohnviertel in beiden Oppositionshochburgen. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen starben in Deraa mindestens 20 Menschen, in Homs 38. Heftige Gefechte wurden auch aus der Umgebung der Hafenstadt Latakia gemeldet. Nach Zählung der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London haben seit Beginn des Konflikts damit mehr als 14.100 Menschen ihr Leben verloren.

Angesichts mehrerer Massaker, die in den vergangenen Wochen mutmaßlich von regimetreuen Milizen an Zivilisten verübt wurden, plädierte Israel am Sonntag unverhohlen für eine Militärintervention in dem arabischen Nachbarland. Vize-Ministerpräsident Shaul Mofaz von der zentristischen Kadima-Partei forderte die Staatengemeinschaft auf, genauso auf Assads Sturz hinzuarbeiten wie im vergangenen Jahr auf das Ende des Gaddafi-Regimes in Libyen. Was in Syrien geschehe, seien Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord, sagte Mofaz dem Armeehörfunk.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.06.2012)

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26 Kommentare
 
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Da läuft was Größeres, was noch nicht sichtbar ist

Denn selbstlos kommen diese Kämpfer aus den anderen arabischen Staaten nicht nach Syrien. Wer bezahlt sie? Die syrische Oposition kaum. Was ist das Ziel der Umbrüche, die offensichtlich panarabisch gesteuert sind und wer steht dahinter? Gibt es darauf Antworten?

Gast: Feuervögelchen
11.06.2012 16:56
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Ich vertraue den Russen.

Wenn die Russen wirklich eine Fallschirmjäger-Division und SPEZNAS nach Syrien senden, macht mir die "arabische Legion Etrangere" keine schlaflosen Nächte.

Aus diversen Flugverbotszonen wurde der Modus Operandi der NATO endlich durchschaut.

Mit Operationen a la Libyen, Ägypten, Irak .... ist vermutlich nun Schluss.

Jetzt beginnen die Roboterkriege, das wird auch eine Hetz, Perry Rhodan würde staunen.


Antworten Gast: lagrom47
12.06.2012 13:55
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Re: Ich vertraue den Russen.

Ja stimmt,die russischen Fallschirmjäger und Speznas haben sich auch schon damals in A-stan und Tschetschenien bewährt und den glorreichen Sieg nach Hause gebracht.

Guerrilla warfare ist nämlich genau jene Kriegsart welcher keiner beikommt,da kann man noch so viele Spezialeinheiten schicken und noch so rigoros vorgehen.
Es wird immer jemanden geben der eine IED am Straßenrand vergräbt oder mit RPG aus dem Hinterhalt angreift und sofort wieder weg ist und dagegen können sie nichts machen.

Informieren Sie sich lieber bevor Sie sich lächerlich machen.

Antworten Antworten Gast: aaaaabbbbbbbbbccccccccc
12.06.2012 15:22
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Re: Re: Ich vertraue den Russen.

Und ob es eine möglichkeit gegen Guerillas gibt: schon mal was vom "Französischen Doktrin" gehört? Allerdings ist dafür ein so grausames Vorgehen von Nöten, dass nicht einmal Russland es in Tschetschenien anwendet.

Und ja, die einzige historische Anwendung (Algerienkrieg) hatte Erfolg, die FLN war praktisch gechlagen, allerdings war der wiederstand der Franzsen gegen die Grausamkeiten zu hoch.

Antworten Antworten Antworten Gast: lagrom47
12.06.2012 15:54
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Re: Re: Re: Ich vertraue den Russen.

.....dass nicht einmal Russland es in Tschetschenien anwendet.....

Ich würde ihnen das Buch "Die Wahrheit über den Krieg in Tschetschenien" empfehlen von Anna Politkovskaja.

Sie würden sich wundern was die Russen in Tschetschenien angewendet haben und das Regime hat ihr diese Veröffentlichung mit 9mm bezahlt.

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Terror von aussen

wird in dieses Land getragen. So wie zuvor mit NATO Unterstützung in Lybien.
Die Propagandaartikel in unseren gleichgeschalteten Medien gemahnen daran, daß wir uns bereits in einem diktaturähnlichem Zustand befinden. Vasallen in den Parlamenten und in den Redaktionsstuben.

Nach mir die

Leuchten !

Sind die nich schon vor Ort?

Cia, Mossad, Mi6, SAS, Delta Force, usw.

Wie abgründig tief menschenfeindlich muss man sein, um dies Terroristen zu unterstützen ....

...zu decken und mit modernsten Waffen und Kriegsmaterial auszurüsten .. um es dann mit der Londoner Pommes-Bude im Rücken, als Mordtaten Assads darzustellen ..... ?????

Es ist für mich UNFASSBAR !!!

Re: Wie abgründig tief menschenfeindlich muss man sein, um dies Terroristen zu unterstützen ....

Sehe ich auch so, der Abschaum hat noch nicht begriffen. In Zeiten des Internets gehen "wag the dog"-Geschichten auf Dauer nicht durch!

Antworten Antworten Gast: Bumsditrudi
11.06.2012 11:18
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Re: Re: Wie abgründig tief menschenfeindlich muss man sein, um dies Terroristen zu unterstützen ....

Sie wissen aber schon was das für das I-Net bedeutet?! Die Tage der freien Kommunikation sind so gut wie gezählt!


Re: Der Spaß hört auf .......

na hallo aber auch .... dann können wir nach dem umsturz gleich wieder eine armee senden ... die nennen wir dann wieder "freedom fighter" ... und jeder trottel hat es begriffen!

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Solange es das Regime Obama gibt

wird die Erde brennen

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Re: Solange es das Regime Obama gibt

Das sind Freudenfeuer für den Friedensnobelpreis!
Dazu braucht es natürlich ein paar Salutschüsse. die Rechnung geht an die Saudis und Khataris.

Re: Solange es das Regime Obama gibt

romney wird schlimmer!! ron paul were einzige hoffnung!

Antworten Antworten Gast: Bumsditrudi
11.06.2012 11:19
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Re: Re: Solange es das Regime Obama gibt

Wenn der alte Hunde-Misshandler Romney Präsident wird ist der Angriff auf den Iran beschlossene Sache.

nachdem die Bilderberger

jetzt offensichtlich Syrien verfrühstücken bleibt abzuwarten was sie sich Schönes für den Iran ausdenken...wieder die gleiche Masche oder etwa eine nette False Flag Operation zur Abwechslung??

Re: nachdem die Bilderberger

die bilderberger haben sich was neues einfallen lassen:

der iran betreibt "windräder", die die welt bedrohen!

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...

sei wann sagt man zu rebellen rebellen? hieß das nicht immer Terroristen?? seit wann sind die medien auf der seite des islamisten?

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Was ist, wenn die Russen jetzt auch anfangen die Syrer mit Spezialtruppen in Zivil zu unterstützen???


Re: Was ist, wenn die Russen jetzt auch anfangen die Syrer mit Spezialtruppen in Zivil zu unterstützen???

wird e schon besprochen

Gast: Snotling
10.06.2012 19:47
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Aufpassen, Teil 2

Die Masse dieser "Freiwilligen" sind lupenreine Islamisten. Und die sollen wir unterstützen ? Wohl kaum !

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Da ist offenbar eine Partisanen-Invasionsarmee aus der Türkei in Syrien eingefallen

noch dazu eine die das Kriegsrecht völlig ignoriert, sich mit falschen Pässen von irgendwelchen syrischen Zivilisten ausstatten lässt...
Wenn diese Partisanen dann fallen, heißt es, es wären Zivilisten gewesen.
Eine extrem schmutzige Aktion ist da im Gang!

Gast: Wirtschaftler
10.06.2012 19:32
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Aufpassen !

Wenn eine gewisse Grenze überschrittenwird, kann es bald dazu kommen, dass Russland eingreift. Dann wird es aber eng da unten....!

Gast: ggf
10.06.2012 19:07
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Und diese Opposition wird von unseren Medien als glaubwürdig betrachtet?

Für Propaganda machen sie alles!

Wann werden die Oppositionelle ein weiteres “Massaker” in Szene setzen?
Wie viele Lügen noch?


 
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