Tsipras will "faulem griechischen Staat" Ende bereiten

12.06.2012 | 17:28 |   (DiePresse.com)

Die radikalen Linken rechnen bei den Parlamentswahlen am Sonntag in Griechenland mit einem Sieg. Schon am Montag wollen sie das Sparprogamm aufkündigen und "Bonzen" abschaffen.

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Das Bündnis der radikalen Linken (Syriza) will am Montag nach den Wahlen in Griechenland dem "faulen griechischen Staat ein Ende bereiten" und beim Verbleib in der Eurozone einen Neustart wagen. Dies erklärte am Dienstag der Chef der griechischen Linksradikalen, Alexis Tsipras, im griechischen Fernsehen. "Wir übernehmen die Regierung und beenden am Montag das Memorandum (Sparprogramm) für ein gerechteres Griechenland", sagte Tsipras.

Die Syriza war bei den Wahlen am 6. Mai als zweitstärkste Partei hervorgegangen, dürfte sich am kommenden Sonntag bei den Neuwahlen nach Umfragen mit den Konservativen ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.

"Bonzen wird es nicht mehr geben"

Seine Regierung wolle für eine gerechte Verteilung der Lasten sorgen, unterbreitete er sein Wahlprogramm. Überbezahlte Parteiberater und "Bonzen" werde es nicht mehr geben, meinte Tsipras weiter. "Reichwerden mit staatlichem Geld ist zu Ende!", sagte er. Die Löhne der Minister würden halbiert. Für Bürger, die arbeitslos und verschuldet sind, soll es einen Schuldenschnitt geben. Die Arbeitslosigkeit und die Kriminalität sollen vehement bekämpft werden.

Woher er die Gelder für diese Wahlversprechungen nehmen wollte, sagte Tsipras nicht. In Griechenland finde "eine friedliche Revolution" statt. "Das griechische Volk wird am Sonntag Geschichte schreiben", sagte Tsipras.

(Ag.)

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22 Kommentare
Gast: 1. Parteiloser
15.06.2012 19:54
0

Der Links- Rechts Wahnsinn am Beispiel Griechenlands!

Weil in Griechenland alles so extrem ist, so eignet sich Griechenland auch immer besser zur plakativen Darstellung der Entwicklungen in Europa:

Die linken Kräfte sind im festen Glauben an einen Goldesel (in letzter Konsequenz an die EZB) und sind überzeugt, dass die laufende Mittelzufuhr zu deren Planwirtschaften auch besorgt werden kann. Die notwendigen Leistung der Gesellschaft, zur Versorgung (oder Wohlstand) der Gesellschaft, wird vollkommen ausgeblendet. Die Realität und die wirtschaftlichen Gesetze werden einfach durch die Ideologie ersetzt. Das muss Massenarmut bedeuten.

Die rechten Kräfte haben eine bessere Leistungsorientierung und wollen Leistung. Die wollen die Leistungen aber nur von "den Anderen" um an sich selber verteilen zu können. Der Raubzug an den Leistungen deren Mitmenschen ist also deren kranke Ideologie. Das Resultat für die Masse der Bürger ist am Ende kaum von den Linken zu unterscheiden.

Die politische Mitte verwendet dann beide Richtungen und fordert für sich dann je nach aktuellen Geschmack die Bürger für die eigenen Zwecke. Die politische Mitte wird heute hervorragend von der EU Kommission aber auch in Ö von der ÖVP vertreten. Das deshalb, weil die Mitte heute die Beamten sind und diese sich zu Herrschern über Europa aufgeschwungen haben. Das Resultat für die Bürger ist wieder das Gleiche!

Ideologen sollten in die Gebetshäuser, nicht aber Gesetze machen dürfen.

Gast: Anders gesehen!
14.06.2012 13:11
1

Die Diskussion um Griechenlands und Spanien ist lächerlich

Bip in Landeswährung auf 100% gerechnet, Quelle Heise.de (http://www.heise.de/tp/artikel/37/37091/1.html)

USA:
Washington D.C. 100
Mississippi 18,9
China:
Shanghai 100
Guizhou 19,9
Europa:
Deutschland 100
Griechenland 80,2

Angesichts der Abweichungen in den USA und China wären wir vollkommen verrückt wenn wir Griechenland, Italien und Spanien aus dem Euro rauswerfen, kein Mensch kommt auf die Idee Mississippi aus dem Dollar zu werfen, obwohl die Werte hier viel eher dafür sprechen würden!

Also, liebe Politiker, die klare Aufforderung, macht endlich Nägel mit Köpfen und hört auf die Hampelmänner der Banken und Wirtschaft zu sein, dann könnte aus Europa und dem Euro doch noch was werden!

Und an alle anderne, mit der Panikstimmung scheinen genau jene zu gewinnen die auch die Politiker als Hampelmänner hält!

Re: Die Diskussion um Griechenlands und Spanien ist lächerlich

die USA haben auch ein anderes system als wir.

Ende der Kleptokratie in Sicht

Das Vorgehen gegen das Volk in Griechenland ist auch ein Testballon für wesentlich weitreichendere Sanktionen in Zentraleuropa.
Über einen Wahlsieg der Syriza und einer erfolgreichen Umsetzung der Programme in Griechenland können sich alle ASVG-ler nur freuen.

Wenn gleich auch einzelne Aussagen sehr radikal klingen mögen, ist das Programm der Syriza eine Möglichkeit, der ausufernden Kleptokratie in Europa Einhalt zu gebieten.


Ach so ...

Schuldenerlass für Private - das hat doch in unserer unseligen Vergangenheit auch einer betrieben, dessen Schnapsideen tausend Jahre währen hätten sollen.

schade, dass die verblendeten griechen nicht "die presse" lesen können


liegt vielleicht daran, dass sie mit ihren sinkenden einkommen gerade mal so über die runden kommen, oft nicht mal mehr das, also löhne, gehälter pensionen so um die 500€ beziehen, aber österreichisches preisniveuau haben. da geht sich dann das obligatorische presse-abo, in dem diesen losern erklärt würde, was für nichtswürdige faulenzer sie doch alle sind, nicht mehr aus.

aber hätten sie alle "die presse". dann wüssten sie, dass der jetzige zustand die bestmögliche aller welten darstellt, änderungswünsche daher völlig unangebracht sind!


Re: schade, dass die verblendeten griechen nicht "die presse" lesen können

Wenn die Griechen in den finanziellen Heldentod marschieren wollen, dann kann ihnen sowieso niemand mehr helfen.

tststs...einfach so dem deutsch-europäischen spardiktat widersprechen, ja darf man denn das?


unglaublich, was sich diese linkslinken erlauben! stellen ihr programm dem volk vor, werben dafür und erhalten auch noch zustimmung bei wahlen, ja schicken sich an eine mehrheit zu erlangen und die regierung zu übernehmen! SCHKANDAL!

und das alles, obwohl die in den letzten jahren durchgezogene spar- und kürzungspolitik ein voller erfolg war! fünf jahre schrumpfende wirtschaft, sinkende, oder gar nicht mehr gezahlte löhne, ein zusammenbrechendes gemeinwesen, explodierende arbeitslosigkeit, bankensektor am abgrund...das schreit nach MEHR, und zwar nach mehr von der gleichen politik die eben diesen katatrophalen zustand herbeigeführt hat. daher: sparen bis zum tod, wer arbeit will, soll halt nach schweden auswandern, und die alten und kranken...pech gehabt.

und wer was anderes will ist bitte unverantwortlicher kommunist...

Gast: Gewinnmaximierung!
14.06.2012 07:56
1

So geht's und nicht anders

Konkursantrag stellen, sofortiger Zinsstop, neue Währung, Grenzenkontrollen einführen, den Euro als offizielles Zahlungsmittel verbieten, er darf auch nicht mehr ein und ausgeführt werden, neue Währung, Stabilisierung des Systems, teile des erwirtschafteten Überschusses für die Rückzahlung verwenden.

Erwirtschafteter Überschuß, geht dank des Tourismus leicht, Teile davon werden für Internationale Käufe benötigt, wie Medikamente, etc, alles was sonnst noch Importiert wird, mit einer sehr hohen Steuer belegen.

Sehr einfach geht aber nicht, da die Politik mit der Wirtschaft schon derart Korrupt ist, das diese hier sicher nicht ja sagt, wo kämen wir hin wenn die Griechen für ein Kilo Brot nicht mehr 2.- Euro Lizenzgebühren zahlen müßten, der Lebensmittelhandel ist derjenige der an dem ganzen Desaster am meisten verdiente, dazu zählen auch no na net, Österreichsche Firmen.

Ober nicht das jetzt diese Firmen die Rechnung begleichen, die dürfen den Gewinn behalten, da muß schon das Volk herhalten, damit die Arme Lebensmittelmafia nur ja nicht verhungern muß, wäre doch eine nie dagewesene Nationale Tragödie!

Das was hier geschieht in Europa ist, das sich einige Banken und Konzerne krumm und deppert verdient, mit Griechenland und dem sich nicht wehren könnenden europäschen Volk, und die Politiker hoffen das das Volk deppert genug ist, das sie das Spiel nur ja nicht durchschauen!

Was alle Linken wollen

Regieren und Macht ausüben mit den Mitteln der Anderen.

Gast: mir reichts
14.06.2012 06:42
2

xxx

was will syriza?

siesta und party, bezahlt von uns.

wählt sie nur, das totale chaos ist vorprogrammiert.

Politik-Rettungsschirme

Alexis Tsipras verkündet sein - zugegebener Maßen - radikales aber umso hoffnungsvolleres Programm.
Hoffnungsvoll für die Massen der Bürger/Innen seines Landes, und furchterregend für die Granden in Brüssel und Bonzen in Griechenland.

Tsirpas wird daher diese Wahl gewinnen und eine erfolgreiche Umsetzung seines Programmes wird in Kopie den südlichen Kontinent schneller umgestalten, als politische Rettungsschirme von Brüssel gespannt werden können!

träume weiter

aber bitte nicht auf unsere Kosten

Antworten Gast: Senf-Geber
13.06.2012 21:53
0

Re: träume weiter

und Sie träumen auf Kosten der "ausgebeuteten kleinen Staaten" ???

Jedes Pramidenspiel findet ein Ende ....
und das neoliberale Finanztheater!

Gast: Asozialist
12.06.2012 19:00
1

-.-

Die Griechen wissen nicht was gut führ sie ist.
Man sollte in griechenland die anarch... oh, ich meinte demokratie abschaffen und sie durch eine friedliche rechte aristokratie ersetzen.
Wenn das nicht gemacht wird schicken wir am besten deutsche und österreicher in das kargland das vor den linksextremen griechenland war und die beleben das ödland wieder und dann sollte man deutschland österreich und neu-griechenland zu einem einzigen staat umwandeln in dem eine friedliche blaue aristokratie herrscht.

Seltsam daß da vorher niemand draufgekommen ist :-D

Letztendlich wird GR bankrotterweise aus der EU ausscheiden, und die netten EU/E(F)SM/IWF- wasauchimmer- Mrd. werden auch futsch sein.
Dann werden wieder ein paar Banken die Hand aufhalten und das Spiel geht von vorne los.
Aber ich muß jetzt erstmal eine Menschenkette ums Parlament bilden, den Beelzebub austreiben ;-)

Gast: daswars
12.06.2012 18:13
5

Absichten

ja ja, der Weg zur Hoelle ist mit guten Vorsaetzen gepflastert. - sagt man.

Ich will ihm diese ja gar nicht mal absprechen. Aber wenn man bedenkt, dass er so etliche faule Eier vom schuldbeladenen PASOK sich einverleibt hat, kann ich mir eher vorstellen, dass die Bonzen einfach Andere sein werden. Schichtwechsel sozusagen.

Ein Schuldenschnitt fuer Privatleute? Er kann doch nicht fremdes Geld ausgeben, um einigen das Leben zu erleichtern. Da faenge er ja gut an.
Er will den Kreditvertrag kuendigen? - Da beraubt er sofort alle Europaeer um die Rueckzahlungen der Milliardenkredite.

Man muss ja bedenken, dass GR jetzt den Steuerzahlern der anderen Laender schuldet, die fuer die Darlehen garantieren.

Das Sparprogramm will er beenden?? Aber Griechenland hat doch bisher nur bei den Arbeitnehmern und den Pensionisten gespart. Andere Sparprogramme, wie Ausmerzen der Korruption, Verfolgen der Steuerflucht, Vermindern des Wasserkopfes von 1.000.000 oeffentl. Bediensteten, ueberhaupt eine Neuorganisation des verrotteten Staates, ist doch noch nichtmal ansatzweise angefangen worden.

Alle diese Reformen, die nichts kosten, aber Milliarden bringen - Keiner redet von denen.


Antworten Gast: ESM-ein begriff den mann fürchten wird
12.06.2012 19:09
2

Re: Absichten

In Österreich gibt es kein Privatkonkurs?
Ah,doch....
Korruption?
Ah,Grasser,Strasser,Telekom doch...
Beamte?

In bösen, bösen Griechenland 7% der Bevölkerung

In Österreich 11%,in BRD 19%,in Schweden 20%,in Finnland 22%.........

Könnte sein daß die Verleumdungen nur durch "gute Beziehungen"auf ein anderes Land niedergingen?


Antworten Antworten Gast: daswars
12.06.2012 22:42
2

Re: Re: Absichten

Na ja, sagen wir so: in Griechenland ist es nun mal jetzt besonders aktuell.

Wuesste z. B. nicht, dass Oesterr. 1000.000 oeffentl. Bedienstet haette, auch konnte Grasser trotz jahrelangen Untersuchungen 0 nachgewiesen werden. In GR waere er laengst vergessen wegen des bewussten Gesetzes zum Schutz der Minister.

Gegen Privatkonkurse hat keiner was, aber dass es sich einige zu Lasten der Allgemeinheit "richten" koennen, sehr wohl. Sonst wuerde ich mir gleich einen schoenen grossen Kredit aufnehmen - das Geld sonstwo lassen- und dann in Konkurs gehen.

Und soweit ich den vielen serioesen Diskussionen entnehmen kann, wird die Neuorganisation des voellig korrupten Staates als vordringlich angesehen.

Vor allem aber bezahlt Oesterr. puenktlich seine Zinsen und Schulden aus eigener Tasche.

Österreich bezahlt puenktlich seine Schulden aus eigener

... selten so gelacht! Sie meinen wohl aus fremder Tasche. Schauen Sie sich mal die Steigerung der österr. Schuldenaufnahme an.

Re: Re: Re: Absichten

na was glauben sie zu welchen lasten ein konkurs geht?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: daswars
13.06.2012 21:01
0

Re: Re: Re: Re: Absichten

Die Frage ist in diesem Fall doch, dass Privatkonkurse immer haeufiger vorkommen, aber normalerweise auf Antrag des Verschuldeten.

Wenn aber Herr Tsipras verschuldeten Haushalten etwas Gutes tun will und ihnen von sich aus einen Haircut verpasst, ist die Situation eine voellig Andere. Wer prueft dann in diesen Faellen die Objektivitaet und die Notwendigkeit? Warum werden dem Einen Schulden erlassen und dem Anderen nicht? Und der, der den Guertel eng geschnallt und bezahlt hat ist wieder der Bl..de?

Die Gerichte kommen jetzt schon nicht mit dem Richten nach.

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