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Athen: Euro-Zone erwägt Lockerung der Sparauflagen

13.06.2012 | 09:21 |   (DiePresse.com)

Kurz vor den Wahlen kündigten EU-Vertreter Neuverhandlungen mit Griechenland an. Brüssel will alles tun, um Athen in der Euro-Zone zu halten.

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Unabhängig vom Ausgang der Wahlen am Sonntag wollen die Euro-Staaten mit Griechenland über die Lockerung des Sparprogramms verhandeln. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf EU-Vertreter. Wenn man das Land in der Euro-Zone halten wolle, werde Nachverhandlungen nötig sein, hieß es. Und das, obwohl die Umsetzung des Sparprogramms völlig "aus der Spur" sei. Wie die Zeitung aus Kreisen der Troika erfuhr, geht dort niemand davon aus, dass die Sparauflagen der Euro-Zone erfüllt worden sind. Nach einer Regierungsbildung reisen die Vertreter von EZB, EU und IWF nach Athen. Dort werde man feststellen, dass es kaum Fortschritte gegeben habe, sagte ein Verantwortlicher.

Mittlerweile verlangen alle griechischen Parteien Neuverhandlungen der strikten Sparauflagen. Als Vorbild dient die Rettung der spanischen Banken am Wochenende. Bei den Wahlen am Sonntag unterstützt die EU die beiden bisherigen Regierungsparteien Nea Dimokratia und Pasok. Diese könnten gestärkt werden, wenn Brüsseler die Bereitschaft zu verhandeln signalisiert. 

Bei einem Wahlsieg der linken Syriza-Partei steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Griechen die Euro-Zone verlassen. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy verkündete am Dienstag: "Wir werden unser Möglichstes tun, um Griechenland in der Euro-Zone zu halten, während es seine Verpflichtungen erfüllt." Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker kündigte bereits an, über den Zeitplan verhandlen zu wollen.

(Red.)

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38 Kommentare
 
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Gast: der kommentar
13.06.2012 17:09
0 1

die angst steht den zockern ins gesicht geschrieben !

und es werden sich weiter eu-politiker finden, die geld zur verfügung stellen, welches nur der bankenrettung dient und nirgendwo bei der griechischen bevölkerung ankommt.

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Ende einer Idee

Die Idee eines gemeinsamen Europa ist zugrunde gerichtet worden. Europa ist in Geiselhaft des Herrn Tsipras und anderer Proponenten des Club Med.
Europa ist heute ein asoziales Konstrukt, in welchem unter dem verlogenen Wort der Solidarität dem fleißigen Teil der Bürger Geld gestohlen wird, um die Faulen zu subventionieren.
Es gibt kein schmerzfreies Ausstiegsszenario aus dem Euro mehr, aber jeder Aufschub der Euro-Auflösung macht die Lage noch schlimmer.

Die Fabulierer der Angst

"Unabhängig vom Ausgang der Wahlen am Sonntag wollen...."

In diesem kurzen Ausschnitt sind exakt zwei Lügen verpackt:

"Unabhängig" ist mit "wegen" und
"wollen" ist mit "müssen" zu ersetzen.

Daraus weiter ableitend sind Stellung, Wahrheitsgehalt und Zukunft der EU klar erkennbar.

...

einfach nur zum lachen, dieses Kasperltheater!
ich hoff es kommt bald zu dem reset, weil mit unserem handeln wird er nur hinausgezögert und verschlimmert, aber keinesfalls verhindert!

Gast: sowieso
13.06.2012 15:33
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wieder eine wahlkampfhilfe, damit nicht die linken gewinnen..


Macht endlich ein Ende !

Wenn verhindert werden soll,dass die EU in den ständig zur Rettung zwangsverpflichteten Nordstaaten zum Hassobjekt Nr.1. avanciert muss endlich Schluss mit dem Trauerspiel gemacht werden ! Wir müssen ENDLICH z.K. nehmen,dass es nichts wird mit einer gemeinsamen Währung und dass halt GR seit Jahrzehnten von politischen Schlitzohren und Verbrchern regiert worden war. Wenn Herr Swoboda jetzt davon redet,dass GR zum x-ten Mal wieder entgegengekommen werden müsse,dann vergisst er,dass es immer noch Wahlen gibt und dass auch seine eigene Existenz davon abhängt. Wir- die ewigen Zahler und Sparpaketempfänger- haben es bald wirklich satt,uns vorsagen lassen zu müssen,dass es ohne GR nicht mehr gehen kann. WIR sehen nicht ein,dass wir mit unseren Steuern die riskanten Spekulationen der Banken.die uns selbst NULL Zuwachs gebracht hatten,ungefragt mitfinanzieren sollen. Eine gemensame Verantwortung kann man nur dann tragen,wenn deren Ursprung in einer einst gemeinsam akkordierten Zusammenarbeit liegt- nachdem die Banken keinen der Normalbürger über ihre halsbrecherischen Wetten und Zockereien der Boni wegen informiert bzw. eingebunden hatten ist es abstrus und abartig,jetzt von den Steuerzahlern deren wiederholte Rettung zu verlangen. Das wird politisch NIEMALS durchgehen. Ich kann nur hoffen,dass die Linke in GR am kommenden Sonntag gewinnen wird,damit endlich Schluss mit diesem perversen Spiel auf unseren und unserer Kinder Schultern gemacht wird.

Gast: werwillwas
13.06.2012 13:55
0 0

GRexit oder nicht


Was, wenn die Griechen austreten und die Schulden nicht zurückzahlen?

Dann gucken die Anleger in die Röhre, weil es den Steuerzahlern dann nicht mehr vermittelbar sein wird, warum sie weiter "spenden" sollen.

Re: GRexit oder nicht

Die Griechen können ihre Schulden niemals zurückzahlen Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Zuerst schenkt man Griechenland

trotz Bilanzfälschungen den Euro. Dann "übersieht" man viele Jahre lang, dass GR von Tagdieben regiert wird. GR schmiert dann regelrecht ab und man setzt das Messer (Sparen) an, zu spät. Jetzt versucht man mit allen legalen und illegalen Mitteln dem Land "zu helfen". Was ist das für ein Verein, diese EU? Sitzen dort nur mehr Stümper, die ihre Korruption verschleiern wollen? Heute so und morgen so, das ist doch keine seriöse Politik, das ist Gaunerei. Und diese Möchtegerne wollen von uns noch ernst genommen wrden? Wenn Europa ins Chaos verfallen sollte und davon sind wir nicht mehr weit entfernt, dann sollte man diese korrupten Politiker, egal wie sie heißen und woher sie kommen, zur Verantwortung ziehen und ihnen den Prozess machen. Denn sie sind schuld an diesem Desaster.

Gast: Zyni
13.06.2012 13:38
3 0

Ein Wabbler Verein

letzter Klasse, die mit unserem Geld Monopoly spielen. Weg mit den Idioten. Her mit den Staatsmännern und einer Thatcher.

War ja

nicht anders zu erwarten.
Und dt. Zeitungen melden heute das der Oberportugiese Barroso schnellstmöglichst Euro-bonds anstrebt.
Hierzu müsse ebenso schnell der Widerstand von Deutschland "GEBROCHEN" werden um dann in 1-2 Monaten Euro-Bonds aufzulegen.
(hört sich ja schon fast kriegerisch an )

War ja klar das genau das Gegenteil eintritt als das was uns versprochen wurde.
Wie war das gleich ???
No-Bail-Out, Keine gemeinsame Haftung, keine Transferunion, steigender Wohlstand und ewiger Friede.................................

Wann kommt endlich einer und beendet diese EU-Diktatur ??

Also Leute, etwas Luft ablassen!

Wenn die EU Griechenland nicht rettet, wird dieses EU-Land von der Türkei vereinnahmt! Wollen wir das?

Antworten Gast: Kaiser von Byzanz
13.06.2012 13:42
2 0

Re: Also Leute, etwas Luft ablassen!

Ja, das wollen wir. Inseln gibts auch in Kroatien.

Ich beneide die EU!

Die EU handelt wie die drei Muskitiere! Wenn einer pleite geht, gehen alle pleite!

Warum ...

.... überrascht mich das nicht?

Re: Warum ...

Ich weiß es.

Weil die Fr. BMin (hahaha, diese AbkürzungInnen finde ich besondersInnen lustig) Fekter vor zwei Tagen im ZIB2 Interview gesagt hat, keine Sparmaßnahmen = kein Geld. Als intelligenter Mensch wissen sie, das Gegenteil von dem, was uns die Politiker erzählen, ist die Wahrheit. Deshalb überrascht sie das nicht.

Höchst amüsant.....

...jeder der nur ein Minimum an Halbwissen über Wirtschaft hat, hat festgestellt, dass man einen Staat wie Griechenland mit diesen Auflagen umbringt bzw. zu Tode "spart"; nur die PolitikerInnen haben es nicht gewusst; Schlussfolgerung: sie verfügen nicht einmal über ein Minimum an Halbwissen. Aber das wiederum weiß jeder dessen IQ über der Imbezillitätsgrenze liegt.....

Griechenland

hat sich zu Tode konsumiert, nicht zu Tode gespart.


Gast: Die Ente Lippens
13.06.2012 11:57
4 0

Unglaublich. Alle drei Monate werden Zusagen wieder veraendert. Die EU gibt das schlechteste Beispiel ab, das denkbar ist.

Und all das nur, weil inkompetente Politiker halb Europa in den Euro hineintheatert haben. Und etwas Funktionierendes gegen eine dilettantische Veranstaltung eingetauscht haben.

Gast: Gast 8
13.06.2012 11:39
1 0

Das war abzusehen

EU Verträge werden nicht eingehalten, denken wir an Schengen, wer schützt die Außengrenze? Wohin schicken wir die Illegalen zurück? Nur wenn es auf den Wähler geht, also leicht durchzusetzten ist, kein Problem.
Ich hoffe die Wähler werden es Ihnen danken.

Gast: abccc
13.06.2012 11:22
2 0

P.S.S

Wems nicht klar sein sollte, hier gehts um EU innerpolitische Machtkämpfe auf unser aller Kosten: Eu Kommission und Parlament wurden beim Schnegen-Notfallplan übergangen, jetzt haben sie eben Druck auf Junker & Co ausgeübt, um den Innenministern zu zeigen wer das Sagen hat.

athen spart nicht!!!!

es gab noch keinen einzigen budgetueberschuss, nur neue/hoehere verschuldung!!

Gast: abccc
13.06.2012 11:15
6 0

Seit der Entstehung der 2. Republik

war es nie so notwendig, dass unsere Politiker die letzten paar reste Rückgrat zusammenkratzen, wenns sein muss alle gleichzeitig, und klarstellen: "Entweder Griechenland oder Österreich in der Eurozone"

egal wie teuer uns ein Einzelaustritt Österreichs kommt, ein finanziell auf kosten der Rest-Eu amoklaufendes Griechenland wird uns nicht kosten, sondern in den Untergang treiben.

Prostitution - das ist das Einzige, was mir dazu einfällt.


Re: Prostitution - das ist das Einzige, was mir dazu einfällt.

stimmt, - 'ich würde alles, ALLES, tun'. Devoter gehts nimmer.

Gast: 1. Parteiloser
13.06.2012 11:00
5 0

Nicht existierendes Sparen soll nun gelockert werden?

In den letzten 3 Jahren sind ja die Staatsausgaben trotz der Sparpakete weiter gestiegen. Die Staatsausgaben sind bei irren 50% des BIP gelandet. In Griechenland wurde also gar nicht gespart!

Auch von den vereinbarten Milliardenerlösen durch die Privatisierungen des riesigen geschützten Bereiches in Griechenland ist kaum was realisiert worden. Ging wahrscheinlich auch nicht wirklich, weil ja auch diese Bereiche mit Schulden übervoll sind und zur Existenz staatliche Zuwendungen brauchen. Sanierungsbemühen sind kaum erfolgt oder waren nicht erfolgreich.

Erfolgreich waren nur die Bemühungen zum "einnahmenseitigen Sparen", welche die Abgabenquote auf gute 39,9% gehoben hat. Dass dieses Abkassieren zu einem erheblichen Wirtschaftseinbruch führen musste, das war vorher absehbar. Den Menschen aus den Unternehmen der Realwirtschaft bleibt doch kaum mehr was (Reeder ausgenommen!).

Wenn nun die, nicht erfüllten Sparauflagen, gelockert werden, dann werden die EU Planwirtschafter wohl wieder versuchen die Konjunktur mit Staatsausgaben zu heben. Das bedeutet aber wieder unnötige, weil volkswirtschaftlich kaum nutzbare, Investitionen und natürlich auch Korruption wie schon immer.

Es kann aber auch bedeuten, dass das einnahmenseitige Sparen gelockert wird, was eine Reduktion der Zwangsabgaben bedeuten würde. Das Defizit würde noch weiter steigen, a bissl mehr Leistung der Realwirtschaft dazukommen.

 
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