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Tsipras: Griechen in Euro-Zone "nicht um jeden Preis"

14.06.2012 | 20:53 |   (DiePresse.com)

Der Syriza-Chef ist optimistisch, die Mehrheit hinter sich zu haben. Dann sei am Sonntag die Angst vorbei, sagte der Chef der Radikalen Linken.

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Der Chef des Bündnisses der Radikalen Linken (Syriza), Alexis Tsipras, will den Verbleib Griechenlands in der Eurozone und der EU "nicht um jeden Preis". In einer Wahlrede vor tausenden Anhängern im Stadtzentrum Athens am Donnerstagabend warf er den EU-Staaten und den Medien vor, die Griechen einzuschüchtern und das Land kaputtzusparen. "Wir sagen Ja zur Euro-Zone, Ja zum Euro, aber nicht, wenn das Volk sich dafür beugen muss - nicht um jeden Preis."

Wenige Tage vor der Parlamentswahl am Sonntag rief Tsipras die griechische Linke dazu auf, sich hinter ihn zu stellen. Syriza werde die Wahl gewinnen und eine "Regierung aller Griechen" bilden. Eine Regierung der nationalen Einheit, in der die bisher dominanten Parteien Pasok (Sozialisten) und Neue Demokratie (Konservative) vertreten sind, schloss er erneut aus. Er werde keine Minister in seiner Regierung haben, die das "Memorandum" der EU und des IWF mitbeschlossen hätten. In diesem waren Griechenland drastische Sparauflagen gemacht worden. Werden diese nicht eingehalten, sollen dem überschuldeten Staat keine neuen Hilfskredite gegeben werden. Dann droht eine Staatspleite Griechenland.

Tsipras weiter gegen Sparauflagen

Tsipras bekräftigte seine Ablehnung der Sparauflagen. Befürchtungen, seine Haltung könne in den Finanzmärkten eine Panik auslösen und die EU-Partnern verunsichern, wies der linke Politiker von sich. Es wehe ein "neuer Wind" in Europa, dies habe die Wahl des Sozialisten Francois Hollande in Frankreich gezeigt. Überdies zeige das Beispiel Spaniens, dass es möglich sei, ohne Sparauflagen im Euro zu bleiben.

"Am Sonntag ist die Angst vorbei", sagte Tsipras. Er zeigte sich zuversichtlich, durch die Rücknahme von Sparmaßnahme eine wirtschaftliche Erholung herbeizuführen. SSyriza werde in Griechenland Reformen machen, die in den vergangenen 30 Jahren verschlafen worden sein.

VIDEO: Taspiras will "Regierung aller Griechen" bilden

Der Chef der Radikalen Linken, Alexis Tsipras / Bild: (c) rca

Der Chef der Radikalen Linken, Alexis Tsipras, gibt sich vor der Wahl am Sonntag siegessicher. Ein Verbleib Griechenlands in der Eurozone werde aber "nicht um jeden Preis" passieren.

Tsipras grenzte sich zugleich von seinem stärksten Kontrahenten Antonis Samaras ab, dem Chef der konservativen Nea Dimokratia (ND). Dieser stehe für das "Europa der Vergangenheit von (Bundeskanzlerin Angela) Merkel". Er hingegen verkörpere das "Europa der Zukunft". Bei der Wahl am Sonntag wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Syriza und den Konservativen erwartet.

Androsch: "Verkraftbare Therapie"

 Der frühere SP-Finanzminister Hannes Androsch nannte in der "ZiB2" die Worte von Tsipras eine "geschickte Argumentation". Griechenland könne die verpasste Therapie nicht tragen, eine "verkraftbare Therapie" sei notwendig. "Man wird nachlassen müssen", so Androsch, der für ein "ausgewogenes Gesamtkonzept" plädierte. Dieses würde mehrere Jahre in Anspruch nehmen, die Ursachen der Krise seien bisher nicht bekämpft worden. Ein Gesamtkonzept sei "in unserem Interesse" notwendig: "Es muss auf den Tisch, wir haben uns geholfen nicht den griechischen Banken". Die Transferunion gelte für ganz Europa. Österreich würde die Krise bis zu 11 Milliarden Euro kosten, Deutschland und Frankreich aber bis zu 200 Milliarden Euro.

 

(APA)

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47 Kommentare
 
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um diesen Preis

das Volk muss sich nicht beugen. Das Volk muss seine Steuern bezahlen. Nur darum gehts. Nicht um uns eine Freude zu machen, sondern nur um die eigenen Schulden zahlen zu können. Damit wir sie nicht bezahlen müssen, denn sonst sind wir beleidigt.

Egal wer die Wahl am Sonntag gewinnen sollte

das Land steht vor unlösbaren Problemen. Ein ein Bürgerkrieg ist nicht auszuschließen und die Demokratie könnte untergehen. Hass und Gewalt gehören mittlerweile zum Alltag und dazu kommen noch tausende Flüchtlinge aus der arabischen Welt und Afrika. Diese werden nicht mehr versorgt und brechen in Häuser ein. Jetzt streiken auch noch die Apotheker, die einen der ihren durch ein Verbrechen verloren haben. Medikamente gibt es nur mehr gegen Bares und das haben viele Griechen nicht mehr. Das Land steuert auf eine Katastrophe ungeheuren Ausmaßes zu. Kommt es am Ende wieder zu einer Militärdiktatur? Und wie werden dann EU und Finanzmärkte reagieren?

Gast: HB4242
15.06.2012 17:54
1 0

Griechen in Euro-Zone "nicht um jeden Preis" ...

Das kann ich sofort unterschreiben !


Gast: ASVG-Sklave
15.06.2012 17:40
1 0

Woher kommt das Geld?

"Doch woher er das Geld nehmen will, um den Staat wieder höhere Pensionen und Gehälter zahlen zu lassen und die neuen Steuern abzuschaffen - das sagt er nicht". Er weiß ganz genau, dass €-Zone erpressbar ist und das Geld aus der Tasche der Steuerzahler in Deutschland, Niederlande, Österreich und Finnland kommt. Wenn uns jetzt nicht zurücklehnen und die Transfer-Union ausnutzen, wann denn? schlechtesten Fall kann man noch aus der €-Zone austreten und die 375 Mrd € mit einem Schlag auf NULL setzen. Mit Alexi können die Griechen nur gewinnen. Wir mit ÖVP können nur verlieren weil der Verein unbedingt uns bis letztes Hemd für die Griechen haften will.

das ist doch so links-link!


das ist doch so links-link-link!

das ist doch so links-link-link-link!

das ist doch so links-link-link-link-link!

das ist doch...

hi, presse-leser! wer kann soll bitte fortsetzen! das ist doch genau euer niveau!

Antworten Gast: susn
15.06.2012 16:02
0 0

Re: das ist doch so links-link!

Kapitalismus, links, rechts alle das das gleiche Problem

http://www.youtube.com/watch?v=1rvPPxnITzU&feature=related

das ist doch links!


Gast: Brummer
15.06.2012 15:30
2 1

Welche Überraschung -

der rote Herr Androsch plädiert für den Kommunisten Tsipras, dem neuen Demagogen der armen Griechen, die in der Lage sind, täglich hunderte Millione Euro von ihren Konten abzuheben.......

Ob die Presse sie speichert oder nicht.

Die Postings werden auch spaeter zugaenglich sein. Ich werde spaetestens nach einem Jahr diese den Österreichern vorlegen. Ob sie noch Geld haben werden,

Wie Medien in Griechenland und nicht nur dort

bevorstehende Wahlen beeinflussen können und was sie damit bezwecken:http://www.querschuesse.de/griechenland-vor-der-wahl-mediales-europaisches-powerplay-gegen-syriza-und-den-kurswechsel/

Re: Wie Medien in Griechenland und nicht nur dort

Eurotromokratie!
Die deutschen Medien mischen sich mittlerweile direkt in den griechischen Wahlkampf ein.

http://www.ftd.de/politik/europa/:wahlempfehlung-antistatheite-sto-dimagogo-widersteht-den-demagogen/70050480.html#f1

Es lebe die Volksrepublik Griechenland!

Grenzen dicht, Handelsbeziehungen mit Nordkorea aufnehmen, und alle sind zufrieden.

Jedenfalls alle, die dann nicht mehr dafür zahlen müssen, daß sich dort schon wieder Linke χοίρους am Trog fettfressen, weil sie ja fix davon ausgegen, daß Europa weiterhin Geld reinpumpt, komme was wolle.

Gast: nuaibis
15.06.2012 13:39
2 0

das Europäische Volk soll denken

In der ersten Republik mussten wir uns kaputt sparen. Was geschehen ist, ist kein Geheimnis.
In der zweiten Republik gab es den Marshall plan, da gab es Akademiker die für unsere Generation auf dem Bau gingen.

(Anreiz-Beitrags-Theorie vom Herzberg)
Anscheinend gibt es bei den Sparauflagen keine anreize für die Griechen. Die Gefahr die entstehen könnte kennen wir aus der ersten Republik.

Fakt ist das wir alle 2004 über die schulden von Griechenland wussten. Hat sich das Volk damals beschwert? Nein wir haben alle zugesehen wie unsere Politiker in Brüssel das Geld durch Zinsen gerochen haben. Nun hören wir auf die Leute die unser Geld verzockt haben und geben die Schuld einen der in Prinzip nur das Geld in den A... geschoben bekommen hat.
Wenn wir ehrlich sind würdet ihr einen Drogensüchtigen € 10.000,00 leihen? Leider haben wir es als Europäisches Volk getan!

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Re: das Europäische Volk soll denken

ja da hast du recht

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richtig!!!

spanien ist nicht griechenland.

und griechenland darf nicht um jeden preis im euro bleiben.

Gast: anderswo
15.06.2012 13:23
2 0

Wahlempfehlung

Das Sprachorgan der City of London, die FTD, gibt eine Wahlempfehlung

http://www.ftd.de/politik/europa/:wahlempfehlung-antistatheite-sto-dimagogo-widersteht-den-demagogen/70050480.html#f1

Oha, da ist aber schwer was am dampfen.

Re: Wahlempfehlung

Wenn das nicht ein Zeichen von Panik ist?

Gast: ausausaus
15.06.2012 12:39
4 0

"Deutschland und Frankreich aber..." Was soll hier "ABER"? Pro Kopf ist das etwa der gleiche Betrag für Deutsche, Franzosen und Österreicher


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adios, amigo !


(bitte übersetzt ihm das)

Es ist wie immer...

...man versteht denn den Grund der Krise nicht.

de jure sollten die Griechen Steuern pecken, de facto hat der Staat kein Geld.

de jure sollte sich der griechische Mittelstand am Aufbau des Landes beteiligen, de facto lebt jeder für sich selber und versucht nur die eigenen Vorteile zu lukrieren-siehe Kapitalflucht!

de jure sollten die Griechen schon seit Jahren an einem vernüftigem Einahmen-Ausgaben System arbeiten, de facto ist nichts geschehen!

Und die EU-ist ein besserer Pannenhelfer, sieht zu
und weiss nicht wie Sie den politischen Linksruck verkraften soll!

Linksradikale - so heissen vermutlich die "Guten"?


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EU und EURO nicht um jeden Preis???

Also müssen wir uns für die Griechen kaputt sparen, damit die weiter so Wirtschaften, wie meine Freundin im Shopping-Rausch?
(Sorry, Schatz ;D)

Tschüss, tschau und Habe die Ehre liebes Griechenland!!

Gast: keterum kenseo
15.06.2012 11:17
1 5

Im Stile unserer Blauen:

Tsipouro statt Tsipras ;-)

we will miss you

we will miss you

Gast: Nick
15.06.2012 11:07
2 6

Tsipras hat recht

Das Land muss endlich befreit werden. Die Griechen wissen seit Jahrtausenden dass es nicht nur um geld geht!
Ich freue mich für dir Griechen!

Tspiras hätte meine Stimme!

Antworten Gast: eine million milliarden
15.06.2012 12:52
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Re: Tsipras hat recht

yeap!

 
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