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Griechische Wahlen in Zeiten des verlorenen Vertrauens

15.06.2012 | 18:42 |   (Die Presse)

Im Fall eines Sieges der Syriza droht das neuerliche Scheitern der Regierungsbildung in Athen. Keine der Parteien will die harten Sparverträge unverändert umsetzen.

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Athen/C.g. In der ersten Hitze des griechischen Sommers spielten die Parteien ihre letzten Karten vor den Parlamentswahlen am Sonntag aus. Alexis Tsipras und sein radikales Linksbündnis Syriza hielten ihre Wahlkampfschlussveranstaltungen auf dem „balkanischen“ Omonoia-Platz am Rand der Einwandererghettos im Athener Zentrum ab. Seine Partei war mit 16,8 Prozent der Stimmen überraschend zweite in den Wahlen vom 6. Mai geworden, nach denen keine Regierung zustande kam. Nun beansprucht Syriza den ersten Platz. Antonis Samaras, Chef der konservativen Nea Dimokratia (ND), war dann für Freitag auf dem vornehmen Syntagma-Platz vor dem Parlament angesagt. Seine Partei war bei der Wahl im Mai mit 18,9 Prozent der Stimmen auf den ersten Platz gekommen.

Die Frontstellungen sind klar: Letzte veröffentlichte Meinungsumfragen vor zwei Wochen zeigten eine Polarisierung zwischen den Konservativen und Syriza. Sie dürften beide zulegen und jeweils über 20 Prozent der Stimmen erreichen. Wer letztlich siegen wird, ist ungewiss. Den Ausschlag wird geben, ob die Bevölkerung, die mehrheitlich in der Eurozone verbleiben will, der Angstparole „Euro oder Drachme“ der ND und der internationalen Gemeinschaft Glauben schenkt und die „sichere“ Lösung ND vorzieht – oder der Argumentation von Tsipras folgt, der von „Scheindilemma“ und „Erpressung“ durch ein verrottetes, korruptes System spricht, und den Wählern als Alternative eine Lösung mit Euro, aber ohne Sparpaket verspricht.

Die Abschlussveranstaltung von Syriza war vor allem von internationalen Kamerateams stark besucht. Die Menge, klug positioniert auf engem Raum, machte sich gut im Fernsehen – mit den Massenkundgebungen in den 1980er-Jahren von Andreas Papandreou, Gründer der sozialistischen Pasok und Vorbild der heutigen griechischen Volkstribune, konnte die Kundgebung freilich nicht mithalten. Wo Tsipras das „Athener Volk“ sah, das mit seiner „massenhaften, rührenden, machtvollen Präsenz“ den Ausgang der Wahl schon vorab „entschied“, ist fraglich. Bei der Veranstaltung waren jedenfalls viele der in die Jahre gekommenen Linksintellektuellen, aber auch Aktivisten der sektiererischen Splittergruppen von Syriza zu sehen, die den Stamm der einst kleinen Vier-Prozent-Partei ausmachen.

 

Kleinere Parteien dürften verlieren

Die Griechen haben für die Wahlveranstaltungen und die Wahlslogans in diesen Wochen wenig Interesse aufgebracht. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie sich der Bedeutung der Wahlen nicht bewusst sind. Sie haben ihre eigenen – wirtschaftlichen – Sorgen, sie haben aber auch den Glauben an die Politik und vor allem an die Politiker, die sie repräsentieren, verloren, wie Umfragen bestätigen. Sollte ND-Chef Antonis Samaras tatsächlich Ministerpräsident werden, dann dürfte er das mit Popularitätswerten unter 20 Prozent tun. Er würde damit der unbeliebteste Ministerpräsident seit Menschengedenken werden – eine große Hypothek für eine stabile Regierung. Die Griechen werden den Parteien ihre Stimme also nur „borgen“, mit „gerümpfter Nase“ wählen. Erstes Ziel dabei scheint die Ermöglichung einer funktionsfähigen Regierung zu sein, das erklärt die Stimmenverluste der kleineren Parteien.

Gewinnt Tsipras, könnte allerdings das Gegenteil eintreten. Mit den „Sparprogramm“-Parteien ND und Pasok will er nicht koalieren. Ob sich aber mit den möglicherweise koalitionsbereiten Parteien, etwa der Demokratischen Linken (Dimar), eine Mehrheit ausgeht, ist offen. Sicherlich nicht an einer Koalition teilnehmen werden die Kommunisten, die bei den vorherigen Wahlen noch 8,5 Prozent der Stimmen erhalten haben. Möglicherweise würden die „Unabhängigen Griechen“, eine rechte Absplitterung der ND, eine Links-Regierung stützen, ohne selbst daran teilzunehmen. Das wäre allerdings eine höchst labile Kombination.

 

Sparverträge neu verhandeln

Gewinnt die Nea Dimokratia, bietet sich die schwer angeschlagene Pasok als Partner an, die bei den Wahlen im Mai lediglich auf 13,2 Prozent der Stimmen gekommen ist. Das wäre eine schmale Mehrheit für die schwierigen Entscheidungen des kommenden Herbstes – etwa die von der EU geforderten Entlassungen im öffentlichen Sektor. Möglicherweise könnte Dimar von Fotis Kouvelis für eine Beteiligung an der Regierung gewonnen werden. Die Einbeziehung der Unabhängigen Griechen hätte nach Aussage ihres Parteiführers Panos Kammenos eine Grundbedingung: Samaras müsste seine Ambitionen auf den Ministerpräsidenten-Posten aufgeben und diesen an einen Technokraten abtreten. Dazu dürfte er nur im äußersten Notfall bereit sein.

Keine der Parteien will die harten Sparverträge, die man für die hartnäckige Rezession verantwortlich macht, unverändert umsetzen. Syriza will sie ganz aussetzen, ND und Pasok zumindest betreffend Lohn- und Pensionskürzungen oder Entlassungen ändern. Auch will man Zusatzmaßnahmen zur Budgetkonsolidierung in der Höhe von 6,7 Milliarden Euro, die eigentlich diesen Sommer anstehen, auf mehrere Jahre „verteilen“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.06.2012)

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65 Kommentare
 
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Gast: Malüberlegen
17.06.2012 06:08
0 0

Nur so ein Gedanke....

...so, ich möchte jetzt mal so einen Gedanken freien Lauf lassen. Ich bin bei Gott kein Verschwörungstheoretiker, aber nach all dem was bis jetzt geschehen ist, würden mich bestimmte Dinge nicht mehr wundern. Nun meine Frage. Können wir diesen Wahlen heute in Griechenland trauen? Denkt mal nach und hört sponat auf Euer Gefühl! Für die EU darf ja nicht das geschehen was geschehen könnte. Nämlich das die "Falschen" die Wahl gewinnen. Das wäre ja fatal für "die Märkte" die mittlerweile die Politik bestimmen. Die Politik richtet sich ja nur mehr nach den Märkten und nicht nach den Menschen wie sie es sollte!
Die EU schickt ja oft ihre Wahlbeobachter in Staaten um den Ablauf der demokratischen Abläufe zu überprüfen. Wer überprüft in der EU die Wahlen, die, sowie jetzt in Griechenland, von wirtschaftlicher Wichtigkeit sind. Die Wahlen, wie man uns einzureden versucht, über das Schicksal des Euro entscheiden?
Sagt mal selbst. Würdet Ihr so eine Entscheidung dem Zufall überlassen? Hier geht es mittlerweile um so ungeheuerliche Summen Geld die auf dem Spiel stehen das ein Verlieren im Prinzip nicht akzeptierbar ist. Ich hätte mir gewunschen, das UNO-Beobachter diese Wahl überprüfen einfach weil für die EU zu viel auf dem Spiel steht.

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Sieht man die Lage realistisch dann...

ist das Scheitern der Euro-Rettung vorprogrammiert und die Eurozone, so wie wir sie heute kennen, bald Geschichte. Verantwortlich für dieses Scheitern ist die Politik, welche mutlos, verspätet und zum Teil auch noch falsch reagiert hat, wodurch die Bevölkerung das Vertrauen in deren Lösungskompetenz verloren hat. Diese Halbherzigkeit bei den Entscheidungen zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der EU und erreichte seinen letzten Höhepunkt im Versuch, die Probleme Spaniens als alleiniges Problem von dessen Bankensektor darzustellen, obwohl sich die Spanier in einer Depression befinden und dort Massenarbeitslosigkeit sowie Massenarmut herrschen. Wie es in Spanien weitergehen wird, kann man aus der Entwicklung in Griechenland ableiten, wo sich die Hellenen nicht einmal mehr die Medikamente leisten können. Letzten Endes werden durch den undiffernzierten, von der TROIKA auferzwungenen und damit fremdbestimmten Sparwahn nationalistische Strömungen gefördert, welche schlußendlich zu einem Auseinanderbrechen eines Vereinten Europas führen werden.

Wie es in Griechenland

nach der Wahl weitergehen könnte und wie die EU die Demokratie aushebeln will:http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/06/16/eu-will-technokraten-kabinett-kommt-papademos-nach-griechen-wahl-wieder/

Und was würde ein GR-Premier bringen,

welcher gerade mal 20% der Wählerstimmen bekommt? Und damit an 80% des Wählerwillens vorbei regieren würde?

Und das ist die "Wiege der Demokratie", welche unbedingt EURO-Währungsmitgleid bleiben soll / muss?

PS: Wobei noch niemand ernsthaft die Frage beantwortet hat, was eine Gemeinschaftswährung mit nur 17 Teilnehmern mit der EU (27 Mitglieder) oder gar Europa zu tun hat. Das doch gar nicht so wenige solche Aussagen als bare Münze nehmen, muss wohl bereits dem Umstand der stetigen Reduzierung der Allgemeinbildung zugeschrieben werden?

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paralellwelten

Na mal sehen wenn die demokratie nicht das tut was die (finanz)wirtschaft will.

Gast: charakterstarker Schweinehund
16.06.2012 16:06
3 0

Volldampf für die Freiheit!

Der Rest Europas kann nur hoffen, dass die Griechen dem Dreckssystem den Todesstoß versetzen.

Antworten Gast: Zocken mit den Steuergeldern ist doch super!
16.06.2012 16:32
2 0

Re: Volldampf für die Freiheit!

Ihr Wort in Gottes Ohr!

Ich pfeife auch auf dieses System und die ganzen Rettungsschirme für die Notbedürftigen Banken!

Viel Glück bei den Wahlen!

Gast: pour le mérite
16.06.2012 14:17
2 2

Wie oft wollen wir dieses leidige Thema eigentlich noch durchkauen?

Die EU samt Euro hat die immer schon klamen Griechen ruckzuck in den absoluten Bankrott getrieben.

Die aberwitzige Idee aus Griechen Deutsche machen zu können und damit aus einer Wüste mit ein paar Olivenbäumen ein blühendes Industrieland konnte ja nur scheitern.

Jetzt stehen sie da, die Griechen, und können wählen, wen und sooft sie nur wollen.

Griechenland wird niemals ein Deutschland werden und niemals halbwegs konkurrenzfähige Produkte herstellen!!

Die einzige Lösung, die so oder so kommen muß und auch kommen wird:

Griechenland muß schleunigst wieder eine eigene Währung einführen,
diese dann radikal abwerten und dann hackeln, so gut sies halt können und gemäß südländischer Tradition weiter "fuhrwerken"....

Dasselbe wird selbstredend auch mit den anderen PIIGS passieren, da diese Länder eine fast identische Ausgangsposition haben.

Damit geht die EU den Bach hinunter.

Doch das hätte man sich halt früher überlegen müssen....

Re: Wie oft wollen wir dieses leidige Thema eigentlich noch durchkauen?

Ich kann prinzipiell mit allen Ihren Schlußfolgerungen, mehr oder weniger, einverstanden. Ausgenommen den ersten Absatz.

Nicht die EU und der EURO haben die Griechen in den Bankrott getrieben, das wren die Griechen (u.a. in Form der griechischen Regierung) selbst. Denn Sie haben den Umstand des EURO-Hartwährungskonzepts, über mehr als 1 Jahrzehnt, nicht für Reformen sondern für den bequemen, aber nicht unendlich fortsetzbaren Weg der Schuldenanhäfung zu geringen Zinsen genutzt.

Kommt einem "gelernten Österreicher" aber sicher irgendwie bekannt vor?

Antworten Gast: pour le mérite
16.06.2012 16:51
1 0

Re: Wie oft wollen wir dieses leidige Thema eigentlich noch durchkauen?

Mehr dazu im Krone Interview mit Thilo Sarrazin.

Lesenswert.......

http://www.krone.at/Welt/Thilo_Sarrazin_Griechenland_muss_den_Euro_verlassen-Vor_Parlamentswahl-Story-324748

Makroökonomie

Niemand würde sagen, dass der Satz "die Welt ist insgesamt Wettbewerbsfähiger geworden" Sinn macht!
(Heiner Flassbeck, 10 Mythen der Krise)
http://www.amazon.de/Mythen-Krise-suhrkamp-Heiner-Flassbeck/dp/3518062204

Globalisierung heißt, wir brauchen auch eine neue Ökonomie, in der es nicht zwingend Gewinner und Verlierer geben muss.
Kooperation statt Wettbewerb.

Wer sagt Griechenland trägt die Schuld, kann genausogut weitergehen, dem Geld folgen, und sagen: Deutschland ist Schuld.
http://www.cicero.de/weltbuehne/deutschland-krise-nationale-egoisten-oder-suendenbock-europas/49737

In Wahrheit müssen wir im 21. Jahrhundert ankommen und lernen in größeren Wirtschaftlichen Zusammenhängen zu denken und das System selbst an die neuen Realitäten anpassen.
http://makedemocracycount.org

Makroökonomie

Niemand würde sagen, dass der Satz "die Welt ist insgesamt Wettbewerbsfähiger geworden" Sinn macht!
(Heiner Flassbeck, 10 Mythen der Krise)
http://www.amazon.de/Mythen-Krise-suhrkamp-Heiner-Flassbeck/dp/3518062204

Globalisierung heißt, wir brauchen auch eine neue Ökonomie, in der es nicht zwingend Gewinner und Verlierer geben muss.
Kooperation statt Wettbewerb.

Wer sagt Griechenland trägt die Schuld, kann genausogut weitergehen, dem Geld folgen, und sagen: Deutschland ist Schuld.
http://www.cicero.de/weltbuehne/deutschland-krise-nationale-egoisten-oder-suendenbock-europas/49737

In Wahrheit müssen wir im 21. Jahrhundert ankommen und lernen in größeren Wirtschaftlichen Zusammenhängen zu denken und das System selbst an die neuen Realitäten anpassen.
http://makedemocracycount.org

Keine Partei

hat ein Programm, das das Dilemma auch nur ansatzweise beenden könnte. Die ND hat Griechenland dorthin gebracht, wo es heute steht. Die Linksradikalen wissen nicht, dass sie mit einer Ablehnung der EU-Forderungen in Brüssel auf Granit beißen werden. Die Pasok ist kaum imstande, das herrschende politische Vakuum mit "gerechter Geldverteilung" zu füllen und traut sich natürlich nicht, bei Staatsposten zu sparen. Was bleibt, ist die Ungewissheit und die Sorge, dass die Demokratie in ihrem Ursprungsland sterben könnte. Zusehr ist man zerstritten und nicht bereit, diesem Land eine Ordnung zu geben, damit es wieder auf die Beine kommt. Diese Wahl wird eine Schicksalswahl werden und die EU wäre gut beraten, sich darauf vorzubereiten, dass in Griechenland das Militär die Macht übernehmen könnte. Wie es dann allerdings mit der Wiege der Demokratie weitegehen wird, das steht in den Sternen.

1 1

Re: Keine Partei

Thilo Sarrazin: "Griechenland muss den Euro verlassen"

http://www.krone.at/Welt/Thilo_Sarrazin_Griechenland_muss_den_Euro_verlassen-Vor_Parlamentswahl-Story-324748

Antworten Gast: ESM
16.06.2012 12:28
5 0

Re: Keine Partei

Die ND hat Griechenland dorthin gebracht wo es ist, weil sie der Handlanger der Deutchen,Franzosen u. s.w.war.Gegen Bestechungsgelder wurden und werden Waffen gekauft dei die deutschen Arbeitsplätze sichern.Mann errinert sich:60 Eurofighter mit Option auf 90 Stück? Mann errinert sich auf Olympische Spiele?Keine griechische Firma hat irgendwelche Aufträge bekommen.

Planung,Asführung deutsche Firma,
Stahlkonstruktion Österreich,
Montage italienische Firma,
Entwurf Brücke Spanien,
Elektronik-Siemens,
Eröffnungsprogramm Frankreich,
Feuerwehrautos Österreich......

Für all dies musste das griechische Volk Kredite aufnehmen um den faulen Deutschen und & ihre Arbeitsplätze zu bezahlen. Es sollte 4 Milliarden kosten hatte 22 Milliarden Milliarden gekostet.

Statt den Griechen die Füße zu küssen für die tollen Auträge,werden sie mit Dreck beworfen und gezwungen für genau diese Kredite 40% Zinsen zu zahlen,damit auch die Banken ihre Arbeitsplätze finannzieren können.

Wie konnte es sein daß alle Aufträge nach D fließen? Wie immer Bestechung durch die D-Firmen.Der Hauptverantwortlicher ist nach D geflüchtet und wird durch die D-Behörden geschützt."

Dem Ansuchen auf Auslieferung nach Griechenland wird nicht stattgegeben"

Aber an all dem ist natürlich die alleinerziehende Mutter von 3 Kindern schuld!!

Re: Re: Keine Partei

Planung,Asführung deutsche Firma,
Stahlkonstruktion Österreich,
Montage italienische Firma,
Entwurf Brücke Spanien,
Elektronik-Siemens,
Eröffnungsprogramm Frankreich,
Feuerwehrautos Österreich......

Bitte um eine Liste, welche griechischen Firmen für solche Aufträge (und zu welchen Preisen) überhaupt Angebote zur Leistungserbringung abgegeben haben?

Und schon sind sie bei dem Punkt, dass auch ein Marshall-Plan dort nichts bringt. Denn die griechischen Industrie wurde nicht zerstört, und muss nun (mit fremder Hilfe) wieder aufgebaut werden. Wie soll man etwas wieder(!) aufbauen, was nicht existiert und nicht existiert hat, sondern erst neu geschaffen werden muss?

Re: Re: Keine Partei

die entscheidung über einen rauswurf griechenlands ist seit einiger zeit gefallen, man braucht sie in den nächsten jahrennicht mehr, sie sind pleite und können bei eben diesen deutschen, franzosen, italienern und österreichern nichts mehr kaufen. aber diese geschichten erzählen uns die damen und herren in brüssel sicher nicht.

Re: Re: Keine Partei

@Gast: ESM: Mit vielem, nicht mit allem, was Sie schreiben bin ich auf Ihrer Linie. Das Volk leidet ungemein. Dass sowohl Deutschland als auch andere Länder daran nicht ganz unschuldig sind, ist klar. Aber wie geht es weiter und was wird nun auf uns zukommen? Der ESM, den ich genau so verurteile wie Sie, macht die Sache nicht besser. Ich kenne das Video sehr gut, das Sie hier eingestellt haben, siehe Ihr Blog weiter unten, und es ist der Wahrheitsbericht. Anderen Berichten zufolge wieß ich aber auch, dass das griechische Militär allen ernstens darüber nachdenkt, einzugreifen. Es könnte also ein heißer Sommer in Griechenland werden, egal wer an die Macht kommt. Draufzahler in jeder Hinsicht wird die Bevölkerung sein.

Re: Re: Re: Draufzahler in jeder Hinsicht wird die Bevölkerung sein.

Traurig aber war. Aber so ist es praktisch immer, wenn Politik entgleist.

Und noch trauriger ist eigentlich die nachfolgende Frage. Nämlich muss nur die Bevölkerung in GR, ESP, etc. draufzahlen, oder soll / wird es die gesamte EURO-Zonenbevölkerung mit in den Abgrund reißen?

Keine wirkliche Hilfe, aber auf See - nach Schiffbruch - gilt: es ist erlaubt und akzeptiert, jemand nicht zu retten, wenn man dadurch sein eigens Leben in Gefahr bringen würde. Also beide sterben (könnten), und nicht nur einer.

Gast: Hans M..
16.06.2012 11:19
1 0

Blöde Frage

Was ist wenn Tsipras die Wahlen eigentlich nicht gewinnt ? Flutet London dann seine Banken trotzdem oder ist dieser Tsipras nur recht willkommen?
Sollte Tsipras nicht gewinnen sind die Bankster und ihre Handlanger die Politiker aber angefressen dann müssen sie eine neue Ausrede suchen wie man die Banken fluten kann.

Re: Blöde Frage

stimmt, das kapital das für griechenland gepant war, wurde in der zwischenzeit schon spanien versprochen, ergo wenn der schlimme linke nicht gewinnt, hat brüssel ein problem.

Gast: anderswo
16.06.2012 11:12
3 0

Neue Erkenntnis?


http://www.rp-online.de/politik/eu/griechen-koennen-im-notfall-selber-euro-drucken-1.2873345

Es ist ja fast zum Lachen.

Wenn das für jedes Land im ClubMed gilt, na bravo.

Unter diesen Umständen auch noch den ESM einzurichten, ist absolut grenzwertig.

Re: Neue Erkenntnis?

Die Griechen-Teuros erkennt man am Y vor der Seriennummer...

Re: Neue Erkenntnis?

Das ist doch ein Beleg dafür, dass die EZB hilflos ist und der Euro seine angebliche Stabilität nur auf dem Papier hat. Dadurch wird von einem Land, in diesem Fall Griechenland, der Euro zu einer Weichwährung degradiert und massiv an Wert verlieren. Die Folgen könnten dramatisch werden und die Geberländer mitreißen. Also, Europa braucht den Euro nicht.

Antworten Antworten Gast: ESM
16.06.2012 12:07
0 0

Re: Re: Neue Erkenntnis?

Die Erklärung warum ein Land vernichtet wurde,die anderern gerade dabei sind vernichtet zu werden.Die untermittelmäßigen Politiker sollen in die Knie gehen von Angst schlottern und alles was mann ihnen an den Tisch schleudert schnellstens unterschreiben.Auch dieses,was die Europa ins mittelalter inclusive Inkvisition,wurde schon schrittweise-Internet Überwachung-fingerprint-Kameras vorbereitet,versetzten wird.
http://bueso.de/node/5727


Antworten Antworten Gast: anderswo
16.06.2012 12:00
0 0

Re: Re: Neue Erkenntnis?


Das ganze könnte sich auch noch als Kriminal - Fall entpuppen.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/06/15/bloomberg-klagt-gegen-die-ezb-was-hat-mario-draghi-zu-verbergen/#comment-11853

Bei alledem, cui bono?

Ich denke, der € ist wohl dem $ als Leitwährung in die Quere gekommen.

 
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