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Orban im Interview: "Wir haben die Linke zertrümmert"

16.06.2012 | 14:38 |  VON MICHAEL FLEISCHHACKER UND CHRISTIAN ULTSCH (Die Presse)

Ungarns Premier Viktor Orbán hat kein Problem mit Denkmälern für den autoritären Reichsverweser Miklós Horthy, erläutert sein "neues Wirtschaftssystem" und plädiert für ein "Europa der Nationen".

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Am Höhepunkt der Eurokrise bewegt sich die EU in Richtung einer stärkeren Integration, einer Fiskal- und Bankenunion. Mitgliedstaaten werden wohl mehr Souveränitätsrechte an Brüssel abtreten. Begrüßt Ungarn diese Entwicklung?

Viktor Orbán: Diese Frage berührt Ungarn noch viele Jahre nicht. Wir haben aus der Krise der südlichen Länder eine Lehre gezogen: Der Euro-Gruppe vorschnell beizutreten, führt ins Desaster. Denn dann könnte man gezwungen sein, die Eurozone wieder zu verlassen, was einem Erdbeben gleichkommt. Ungarn wird erst zur Euro-Gruppe stoßen, wenn es dafür perfekt vorbereitet ist. Die Frage, ob sich die EU zu den „Vereinigten Staaten von Europa" entwickelt, geht nicht nur die Euroländer an.
Es gibt zwei Visionen für die Zukunft Europas: ein Europa als Imperium oder ein Europa der Nationen. Ich trete definitiv für ein Europa der Nationen ein. Der größte Vorteil des europäischen Kontinents ist, dass wir unterschiedlich sind. Deshalb müssen wir sehr vorsichtig sein, wenn wir Souveränitätsrechte abgeben. Die Schlüsselentscheidung ist, ob man der Eurozone beitritt. Eine Währungsunion ist ohne politische Union nicht möglich. Länder, die schon in der Zone sind, haben nicht allzu viele Optionen.

Wollen Sie Ungarn in die Eurozone führen?

Wir müssen tun, was im Interesse der Ungarn ist. Wir wissen noch nicht, wie die Eurozone diese Krise übersteht, und ob es besser sein wird, drinnen oder draußen zu sein. Zuletzt waren Länder außerhalb der Eurozone erfolgreicher im Kampf gegen die Finanzkrise.

Damit meinen Sie jetzt aber nicht Ungarn?

Ungarn war sehr erfolgreich im Management der Krise.

Die Zinsen, die Ungarn für seine Anleihen zahlen muss, betragen neun Prozent. Das ist nicht unbedingt ein Zeichen des Erfolgs.

Wenn man von Erfolg spricht, kommt es auf die Ziele an, die man sich gesetzt hat. Bei meinem Regierungsantritt vor zwei Jahren war Ungarn in einer schlimmeren Verfassung als Griechenland. Das erste Projekt, das der Internationale Währungsfonds (IWF) 2008 in Europa startete, diente der Rettung Ungarns. Mittlerweile ist Griechenland zusammengebrochen, Ungarn steht noch immer. Das zweite Ziel war es, die Zahl der Arbeitenden zu erhöhen. Inzwischen haben wir 3,8 Millionen Steuerzahler statt 2,6 Millionen. Ein Zuwachs von 50 Prozent. Drittens ist die Staatsverschuldung niedriger als vor zwei Jahren. Wir können nicht wie Kaiser Franz Joseph sagen, dass alles in Ordnung sei. Wir haben ernste Schwierigkeiten, aber bis jetzt sind wir sehr erfolgreich darin, uns unseren Zielen zu nähern.

2010 haben Sie groß verkündet, dass Sie keine Hilfe mehr vom IWF benötigen. Und jetzt müssen Sie sich wieder um einen 15-Milliarden-Eurokredit anstellen, weil der ungarische Staat offenbar nicht in der Lage ist, sich zu refinanzieren.

Das ist nicht der Fall. Wir sind fähig, den Staat ohne IWF-Kredite zu finanzieren. Doch die Zinsen der Anleihen sind sehr hoch. Die Frage ist nicht, ob wir den Staat finanzieren können. Die Frage ist, zu welchem Preis. Wir befinden uns immer noch im Finanzmarkt und wollen ihn auch nicht verlassen.

Welches Zinsniveau bei Anleihen kann Ungarn verkraften?

Im heurigen Budget haben wir dieses hohe Zinsniveau einberechnet, das nächste Jahr könnten wir auch noch überstehen. Aber wenn wir ein Abkommen mit dem IWF hätten, wären die Zinsen viel niedriger. Wir brauchen eigentlich gar keine Kredite, sondern ergreifen bloß Vorsichtsmaßnahmen. Ungarn hat nicht die Absicht, von IWF-Geld zu leben. Aber wegen der Probleme in Griechenland, Spanien, Italien und anderen Ländern könnten auf den Finanzmärkten Turbulenzen entstehen. Das Geld aus dem Kredit ist nicht zum Ausgeben gedacht, sondern als Polster für ein Wort-Case-Szenario.

Offenbar ist es nicht so leicht für Ungarn, den IWF-Kredit zu erhalten.

Das kann man sagen.

Fühlen Sie sich unfair behandelt, weil für Ungarn andere Bedingungen aufgestellt werden als etwa für Spanien?

Unfair behandelt zu werden ist Teil unseres Lebens. Aber die schlechteste Reaktion wäre es, deshalb beleidigt zu sein. In Banken gibt es zwei Korridore: einen für alle, die Geld einzahlen wollen. In der anderen Schlange stehen Leute, die kein Geld haben und welches ausleihen möchten. Wenn Sie im zweiten Korridor sind, werden Sie manchmal unfair behandelt. In der EU sind doppelte Standards nicht ungewöhnlich. Politiker müssen sich um Fairness bemühen, Bürokraten nicht. Wenn Politiker ihre Wähler oder Wirtschaftsakteure nicht fair behandeln, können sie nicht erfolgreich sein. Für Bürokraten gilt das nicht. Bürokraten wollen ihrer Macht Ausdruck verleihen.

Sprechen Sie jetzt von der EU-Kommission?

Von Generaldirektionen, Abteilungen. Das gilt sogar auch für die Bürokraten der Europäischen Zentralbank. Sie kritisiert Punkte in einzelnen Ländern, die sie anderswo nicht einmal anspricht.

Eine Umfrage hat ergeben, dass sich 80 Prozent der deutschen und österreichischen Unternehmen in Ungarn nicht fair von ihrer Regierung behandelt fühlen. Sie beschweren sich über den Mangel an Berechenbarkeit und Rechtssicherheit in Ungarn.

Ich kenne diese Meinungen, und es gibt auch Gründe dafür. Doch die Gründe liegen anderswo, als sie von österreichischen und deutschen Unternehmen angegeben werden. Denn was wir tun, ist vielleicht für manche unangenehm, aber nicht unvorhersehbar. Ich habe unsere Linie mehrmals öffentlich klar dargelegt. Anstatt zu sagen, dass sie die Linie nicht mögen, sprechen sie von Unberechenbarkeit. Als ich sagte, dass wir die Krise, die wir 2010 geerbt haben, überwinden müssen, kündigte ich Krisensteuern an, und zwar für drei Jahre. Das ist doch berechenbar. Aber ich verstehe, dass die Firmen nicht mehr zahlen wollen.

Ausländische Firmen beklagen, dass sie schlechter gestellt sind als ungarische.

Es gibt modische Arten, in Europa Kritik zu üben. Dazu gehören die Vorwürfe, unberechenbar zu sein, keine Rechtssicherheit zu bieten oder ausländische Firmen zu diskriminieren. Aber das stimmt alles nicht. Ungarische Unternehmen mussten insgesamt viel mehr Krisensteuer einzahlen als ausländische, sowohl im Banken- als auch zum Beispiel im Energiesektor. In Ungarn geht Folgendes vor sich: Wir bauen ein neues Wirtschaftssystem auf. Und manche Sektoren sind auf der Seite der Gewinner, andere verlieren. Die Verlierer beklagen sich über Unberechenbarkeit.

Wer sind die Gewinner?

Die Produktionsfirmen. Wir lernen aus den Fehlern der südlichen Länder. Sie haben sich auf Tourismus, Dienstleistungssektor und Immobilien konzentriert. Wir wollen nicht denselben Fehler machen. Ohne industrielle Produktionskapazitäten können wir nicht erfolgreich sein. Deshalb unterstützen wir alle, die Fabriken eröffnen wollen, egal ob sie aus dem Ausland kommen oder Ungarn sind. Ungarn soll ein Produktionszentrum Europas werden.

Und wer ist in Ihrem neuen Wirtschaftssystem auf der Verliererstraße?

Der Finanzsektor kann nicht so hohe Profite wie in der Vergangenheit haben, auch nicht Monopolisten in der Gas-, Wasser-, Energie- oder Abfallindustrie. In Ungarn beträgt der durchschnittliche Lohn vor Steuerabzug 700 Euro pro Monat. Nicht der Mindestlohn, sondern der Durchschnittslohn. Und die durchschnittliche Pension liegt bei 250 Euro pro Monat. Deshalb können Unternehmen, die Grundbedürfnisse zur Verfügung stellen, im neuen ungarischen Wirtschaftssystem nicht mehr so hohe Profite lukrieren. Energieproduzenten dürften einen gewissen Gewinn machen, doch Energieanbieter nur in sehr beschränktem Ausmaß.

Was ist für Sie eigentlich wichtiger: dass es den Ungarn besser geht oder dass sie auf ihre Nation stolz sind?

Wir sind von Geburt an stolz darauf, zur Gemeinschaft der Ungarn zu gehören. Doch im modernen Europa können Länder, die nicht erfolgreich sind, auch nicht stolz auf sich sein. Erfolg und Stolz liegen sehr nah beieinander.

Warum hat Ihre Regierung dann in den ersten zwei Jahren viel Energie mit Themen wie dem Mediengesetz oder der neuen Verfassung vergeudet, die nicht wirklich wichtig sind für das Wohlergehen der ungarischen Bevölkerung, anstatt sich auf die Wirtschaft zu konzentrieren?

Das Mediensystem in Ungarn war paralysiert, weil die Medienbehörde unter der sozialistischen Regierung ein halbes Jahr vor der Wahl funktionsunfähig wurde. Es gab keinen institutionellen Rahmen für Medien. Wir haben nicht mehr als zwei Monate unserer Energie investiert.

Aber dieses Gesetz, das Ängste vor einer Einschränkung der Pressefreiheit auslöste, hat wahnsinnig viel Staub aufgewirbelt.

Das war nicht unsere Absicht, und es ist auch weiterhin nicht unsere Absicht.

Haben Sie die Kritik nicht vorhergesehen?

Die Kritik war nutzlos und sinnlos. Aber in der Politik gibt es manchmal nutzlose und sinnlose Diskussionen.

Konnten Sie irgendeinen Aspekt der Kritik nachvollziehen?

Ich habe einige technische Details verstanden. Wir haben auch vier oder fünf Änderungswünsche akzeptiert. Die Verfassung ist wichtiger. Alle zentraleuropäischen Staaten schufen zwischen 1990 und 2000 neue Verfassungen. Die einzige Ausnahme war Ungarn. Nach dem kommunistischen Regime haben wir einfach immer nur modifiziert und modifiziert und modifiziert. Alle ungarischen Regierungen wollten nach 1990 eine neue Verfassungen verabschieden. Doch erst wir waren mit unserer Zweidrittelmehrheit in der Lage dazu.

Andere Staaten verabschieden Verfassungen im Konsens. Warum haben Sie die Opposition nicht stärker eingebunden?

Genau das haben wir getan. Im Rahmen einer nationalen Konsultation haben wir alle Ungarn gefragt. Wir errichteten eine parlamentarische Kommission zur Erarbeitung einer neuen Verfassung und alle Parteien waren eingeladen. Doch manche Oppositionsparteien haben eben abgelehnt. Was will man da tun? Eine Frau kann man auch nicht zur Hochzeit zwingen.

Österreichs bekanntester Ungarn-Experte Paul Lendvai wirft Ihrer Regierung, auch wegen der nationalistischen Aspekte in der Verfassung, vor, Ungarn in Richtung einer revisionistischen Autokratie zu führen.

Ich kenne ihn ganz gut. Vor ein paar Monaten traf ich ihn auf einer Tankstelle und fragte ihn, wie es ihm geht. Ich stimme überhaupt nicht mit ihm überein. Es gibt keinen einzigen politischen Punkt, in dem wir einer Meinung sind, außer vielleicht, dass wir beide für den Weltfrieden sind.

Würden Sie einer öffentlichen Diskussion mit ihm zustimmen?

Er hat gesagt, was er denkt. Und ich habe gesagt, was ich denke. Darüber zu diskutieren, führt nirgendwohin.

Lendvais Bücher werden übersetzt. Er beeinflusst die internationale Debatte.

Parteien sind auch auf internationaler Ebene organisiert. Ich bin Vizepräsident der Europäischen Volkspartei, alle Mitte-rechts-Parteien gehören zu dieser Familie. Das intellektuelle politische Leben ist international organisiert. Verstehen Sie mich nicht falsch: Von Lendvai und anderen geht keine Verschwörung aus. Aber es gibt eben internationale Plattformen der Linken und der Konservativen. Lendvai ist kein Freund der jetzigen ungarischen Regierung, er mag unser Wertesystem nicht und versucht dagegen international zu kämpfen. So sieht europäische Politik heute aus.

Ihr erklärtes Ziel ist es, die Linke in Ungarn zu zertrümmern...

Das ist mir gelungen.

In Umfragen liegen die Sozialisten fast wieder gleichauf mit Ihrem Fidesz.

Wir haben alle Zwischenwahlen gewonnen. In der Politik währen Siege oder Niederlagen nie ewig. Wir haben die Linke bei der letzten Wahl zertrümmert, als wir eine Zweidrittelmehrheit errangen.

In Polen ist die Linke nirgendwo, in Ungarn ist sie wieder im Kommen.

Das politische Leben dreht sich um Wettbewerb. Ich gewann die Wahl 1998 und verlor 2002. Jetzt bin ich zurück.

Ihr Zugang zur Vergangenheit löst manchmal Irritationen aus. In Ungarn werden derzeit Plätze nach Miklós Horthy, dem autoritären Reichsverweser der Zwischenkriegszeit (1920 bis 1944), benannt und Denkmäler für ihn errichtet.

Wir sollten die historischen Debatten von politischen Diskussionen trennen. Die Debatten über die Vergangenheit haben keine Relevanz für das gegenwärtige politische Leben Ungarns. Vor 70 Jahren wäre unsere Partei in Opposition gewesen. Den stärksten Bezug, den wir zur Vergangenheit haben, ist die Kleinlandwirtepartei, die in Opposition zu Horthy stand. In Mitteleuropa bestand nach dem Zweiten Weltkrieg eine der großen Missionen der Kommunisten darin, die Geschichte auszulöschen. Die jetzigen Diskussionen über die Vergangenheit sind eine Reaktion darauf.

Was denken Sie denn über die Horthy-Denkmäler?

Diese Entscheidungen obliegen ausschließlich lokalen Gemeinden.

Sie haben keine Meinung dazu? Wenn in Österreich plötzlich Denkmäler zur Verherrlichung von Engelbert Dollfuß errichtet würden, wäre das ganz sicher ein Thema für die Staatsspitze.

Wenn eine ungarische Gemeinde ein solches Denkmal errichten will, liegt das in ihrer eigenen Verantwortung. Das ist nicht der Job der Regierung.

Wenn in Ihrer Gemeinde ein Horthy-Denkmal aufgestellt werden soll und es gäbe eine Umfrage: Wären Sie dafür oder dagegen?

Ich würde die Entscheidung der Wähler respektieren. Wenn sie eine Statue für Lenin, Stalin oder Hitler errichten wollten, wäre ich definitiv dagegen.

Aber Sie haben kein Problem, wenn ein Mann wie Horthy glorifiziert wird, der 1938 Gesetze zur Diskriminierung von Juden unterschrieben hat?

Das ist eine lange, sehr komplizierte Diskussion. Und es ist nicht mein Job als Ministerpräsident, ein abschließendes Urteil zu fällen. Aber ich trete dafür ein, diese Debatte fortzusetzen.

Warum öffnen Sie überhaupt den Raum für solche Diskussionen?

Ungarn ist eine Demokratie. Es ist nicht der Wunsch des Ministerpräsidenten, Diskussionen zu eröffnen oder zu stoppen. Wenn die Leute etwas diskutieren wollen, sollen sie es diskutieren.

Und wenn jemand Denkmäler für Hitler aufstellen wollte?

Dann würde ich mich an der Diskussion beteiligen. Ich würde ein Denkmal ablehnen. Er war ein Diktator, der unser Land besetzt hat.

Aber ein Denkmal für einen inländischen Diktator ist okay?

Nein, nein, nein. Bezeichnet irgendjemand Horthy als Diktator? Ferenc Szálasi (1944-1945) war ein Diktator.

Unlängst wurden die sterblichen Überreste des ungarischen Dichters Jozsef Nyirö in einer sehr umstrittenen Aktion nach Rumänien gebracht, um dort bestattet zu werden. Er war ein Mitglied des nationalsozialistischen Pfeilkreuzler-Parlaments in der Szalasi-Ära. Und Ihr Parteifreund, Parlamentspräsident Laszlo Köver machte sich auf die Reise, um Nyirö umzubetten. Rumäniens Premier erwägt, Köver deshalb zur persona non grata zu erklären. Warum diese Provokationen?

Warum müssen Pietätsfragen mit politischen Fragen verwechselt werden? Wenn man jemanden beerdigen möchte, dann wird er beerdigt. Es ist für mich verwunderlich, dass das in Rumänien eine politische Frage ist.

Natürlich ist das ein hochsymbolischer politischer Akt, wenn Ungarns Parlamentspräsident eine solche Umbettung unterstützt.

Da widerspreche ich heftig. Vor Kurzem fand eine kleine Gedächtnisfeier für den kommunistischen Diktator Janos Kadar statt. Ich war natürlich nicht dort, aber es war ein Akt der Pietät, die Feier nicht zu untersagen. Die Argumentation bringt uns in Richtung homo sovieticus. Ich lehne jeden Diskurs ab, der das Privatleben von Menschen überpolitisieren will.

In China, das Sie um Milliardenkredite bitten, haben Sie kein Problem mit Kommunisten, die ihre Bevölkerung unterdrücken.

Ich bin Christ. Freiheit ist für mich am wichtigsten. Denn Gott hat sie uns gegeben. Ich glaube jedoch nicht, dass Ungarn das Recht hat, anderen Ländern aufzuzwingen, welches politische System und welche Werte sie haben sollen. Das würde nämlich bedeuten, dass die westlichen Länder nur Geschäfte mit sich selbst machen können.

 

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128 Kommentare
5 1

Re: linke zertrümmert

Ich kann nicht verstehen wieso man hier immer unter Verfolgungswahn leidet. Ich finde Orban auch Ok (vieles ist richtig, einiges ist falsch, was er macht) und hätte ihn trotzdem auch solch kritische Fragen gestellt. Er kann dann und konnte diese auch überzeugend mit Intelligenz rechtfertigen und widerlegen. Interessant ist dazu ein Vergleich zu Strache. Der Leichtmathrose verplappert sich und raunzt mit seinen Anhängern wie unfair alle gegenüber ihn sind.

Hut ab Herr Orban, ein Staatsmann sinds auf jeden Fall!

Orban hat gern das Wort "Demokratie" im Mund!

Bei der letzten Wahl hat seine Fidesz ca. 53% der Stimmen bekommen, hat aber fast 80% der Sitze im Parlament!
Was ist das? Ein demokratisches Wahlrecht?

Antworten Gast: Bolta
21.07.2012 20:49
0 0

Re: Orban hat gern das Wort "Demokratie" im Mund!

Mein Gott, der Typ aus dem Standard singt sein Liedchen!

Re: Orban hat gern das Wort "Demokratie" im Mund!

also am Wahlrecht trägt er keine Schuld, schließlich haben die Roten mit dem selben Systhem 2x hintereinander gewonnen und das hat Sie anscheinend nicht gestört oder?

18 4

Re: Orban hat gern das Wort "Demokratie" im Mund!

Und wie schaut das Wahlrecht in Großbritanien aus. Auch wir bräuchten ein Mehrheitwahlrecht um der SPÖVP ein Ende zu setzen, wo ausser Blockade nichts geschieht

Re: Re: Orban hat gern das Wort "Demokratie" im Mund!

SIE dürfen ja Ihre Meinung sagen, aber der Vergleich mit England .... ich sage es besser nicht .....

Antworten Gast: Wieno
17.06.2012 11:47
21 1

Re: Orban hat gern das Wort "Demokratie" im Mund!

Mit diesem Ergebnis hätte Viktor in England 98% des Parlaments gewonnen.
Die kommuniste Vorwürfe sind meisten dumm und falsch.

Antworten Gast: Wanderer.
17.06.2012 11:47
4 14

Re: Orban hat gern das Wort "Demokratie" im Mund!

Richtig. Und er finanziert sich mit Milliarden Euros aus den reichen EU-Staaten!

Milliarden Euros aus den reichen EU-Staaten!

Ein gehässiges Rumgehacke auf Orban, nur weil die Parteigenossen vom Futtertrog vertrieben wurden. Die haben doch nun wirklich ausreichend abgefasst. Hoffe, die Korruptionsprozesse werden beschleunigt fortgesetzt, dass dürfte viele verschwundene Milliarden zurück in die Staatskasse spülen.

Antworten Antworten Antworten Gast: isk
18.06.2012 00:33
0 0

Re: Milliarden Euros aus den reichen EU-Staaten!

Arebeiten für das Land soll ein Politiker - ohne Ideologiescheuklappen! Orbans Kommentar "Wir haben die Linke zertrümmert" klingt sehr nach Ideologiescheuklappen...

Antworten Antworten Gast: Orban for Hungary
17.06.2012 12:19
5 2

Re: Re: Orban hat gern das Wort "Demokratie" im Mund!

Recht hat er, mit Asylanten könnte sich Ungarn nämlich nicht finanzieren. Die müsste er mit Steuergeldern finanzieren. Das will er nicht und das macht er auch nicht.Er weiß auch nur zu gut, dass das seine Landleute auch nicht wollen und dementsprechend handelt er.

am 17. Juni 1953 vor 59 Jahren hat die Linke die Freiheitskämpfe in der DDR niedergeschlagen

man muss dankbar sein, dass Menschen wie Orban diese mörderische totalitäre linke Ideologie auf den Misthaufen der Geschichte werfen

Antworten Gast: nurbloed
17.06.2012 12:29
1 8

Re: am 17. Juni 1953 vor 59 Jahren hat die Linke die Freiheitskämpfe in der DDR niedergeschlagen

nur blöd, dass er so agiert wie sie... ideologie ist da egal, es sind die traten, die zählen

Sie wollen doch nicht das sozialistische Terrorregime

mit dem heutigen Ungarn gleichsetzen?!

Antworten Antworten Antworten Gast: wennessoweitergeht
18.06.2012 00:36
0 2

Re: Sie wollen doch nicht das sozialistische Terrorregime

Wenn es so weitergeht, könnte es ein Regime werden in Ungarn... hoffen wir, dass das nicht passiert. Fest steht, dass der Orban die Gegner mit genau solcher Entschlossenheit "zertrümmern" will wie Honecker und co.

Antworten Antworten Antworten Gast: schnelle Frage
17.06.2012 13:54
0 2

Re: Sie wollen doch nicht das sozialistische Terrorregime

Was unterscheidet die zwei Terrorregime ???

Chapeau.

Der Mann gefällt mir.

Gast: münchhausen
17.06.2012 10:17
0 12

ein bild sagt mehr


Der Weg zum Besseren ist mit guten Vorsätzen gepflastert - falls gestattet ein geflügeltes englisches Wort zu paraphrasieren. Das Bild bei http://economie.hotnews.ro/stiri-finante-12447437-economia-ungariei-radiografia-unei-crize-care-guvernul-incearca-rezolve-prin-taxe-convorbirile-telefonice-produsele-fast-food-profitul-companiilor-energetice.htm
Wohin die Reise führt, ist auf dem Transparent prägnant zusammengefaßt: "Die Vergangenheit ist derer, die Gegenwart ist eure, die Zukunft unsere". An den Fahnen erkennt man wer sich die Hände reibt bei diesen Aussichten.

Wenn sie die Bildunterschrift lesen,

dann erhellt sich auch ihnen der Sinn:

Mitglieder der extremen Rechten protestieren gegen Sparmaßnahmen und neue Steuern, die von der Regierung Orban verhängt wurden.

Die sind also gegen Orban.
Rationale Menschen sind für Orban.

Antworten Antworten Gast: münchhausen
17.06.2012 18:49
0 2

Re: Wenn sie die Bildunterschrift lesen,

Vermag nicht mich zu überzeugen. Der Spruch ist ein Credo, nicht anlaßbedingt. Wenn Sie sich auch den Inhalt des Artikels zu Gemüte führen, werden Sie noch so manchen Anlaß für jene irationalen Menschen entdecken das Transparent auch künftig auszurollen.
Orbáns Halbzeitbilanz weist in diese Richtung, er setzt sein politisches Talent für eine brandgefährliche Sache ein und wird am Ende es gar nicht so gewollt haben und sich für nichts verantwortlich fühlen.

Antworten Antworten Antworten Gast: schongef
18.06.2012 00:38
0 0

Re: Re: Wenn sie die Bildunterschrift lesen,

Genau, Sie haben es erkannt: die extremen Rechten erfahren durch - na wer wohl? - einen Aufschwung. Sie haben auch für ihn gestimmt. Schon gefährlich...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Bertha
21.07.2012 20:58
0 0

Re: Re: Re: Wenn sie die Bildunterschrift lesen,

Wissen Sie es tasächlich nicht, dass die extrem rechten für Jobbik die Stimme gaben?

Lesenswert!

So sieht erwachsene Politik aus.


Gast: Markus Trullus
17.06.2012 09:29
16 1

stricherlorgie

Ujuju.. da hab ich ja eine Stricherlorgie (oder orgasmus) versäumt. Dem Orban eines auf die Rübe geben, klar ... Links linke Genossenpflicht! Dass der genauso frei gewählt wurde wie unsere hochgelobte GROKO, kümmert niemand. Wenn das die Ungarn so wollen, wird's wohl so sein. Und nachdem ich wenig Symapthien für die meines Wissens nach falsche Nivllierungstendenz (sozialistische, nicht "soziale" Gerechtigkeit!) aller Sozialisten hege, kommt Viktor nicht sooo falsch daher...

Antworten Gast: iwuenet
18.06.2012 00:39
0 0

Re: stricherlorgie

Ich will keinen Möchtegern-Diktator als Nachbar haben...

Gast: Frimmrat D
17.06.2012 09:13
22 0

Ein kluger Mann

Herr Orban.

Ein Europa der Nationen anstatt ein Europa mit Staaten, die schuften und die anderen unter dem Rettungsschirm hocken.

Antworten Gast: Knowing
17.06.2012 11:46
1 19

Re: Ein kluger Mann ????

NEIN !!! Orban ist ein ungenierter Diktator, der hier nur scheinheilig redet.

29 3

Unfair behandelt zu werden ist Teil unseres Lebens.

Die Regierung in Ungarn ist demokratisch gewählt worden und hatten eine 2 Drittel Mehrheit.
Ungarn kann so nicht behandelt werden, Herr Lendvai!

http://www.youtube.com/watch?v=658nTbXXbXE


Gast: münchhausen
16.06.2012 22:44
2 16

"Inzwischen haben wir 3,8 Millionen Steuerzahler statt 2,6 Millionen."



Das nennt man Übererfüllung des Plansolls im guten, alten sozialistischen Sprachgebrauch, denn versprochen hatte er eine Million neuer Steuerzahler in zehn Jahren. Nun ist das neue Ungarn noch nicht wieder so weit, daß man solche Meldungen ungeprüft schlucken müßte - das Wunder geschah dank Einführung der Steuer auf Mindesteinkommen.

Antworten Gast: trustbutverify
17.06.2012 14:25
0 0

Re: "Inzwischen haben wir 3,8 Millionen Steuerzahler statt 2,6 Millionen."

Nein, das nennt man eine Lüge. Nach die Daten des ungarischen Steueramtes waren 3,5 Mio Steuerzahler in 2010:

http://nav.gov.hu/data/cms201939/szja_2004_2010.xls

[linie 33, "Adót fizetők száma (fő)"]

Wenn es heute 3,8 Mio gibt, das ist ist ein Zuwachs von 8,5%, wahrscheinlich alle Leute auf ein Mindesteinkommen, wie münchhausen erwähnt hat.

Orbán lügt immer. Glauben Sie kein Wort von ihm.

Gast: Hajnalka
16.06.2012 20:58
73 12

Pressefreiheit Österreich

Wenn die Medien wie Standard, der Spegel, sich über Ungarn Sorgen machen dann kann ich nur lachen, da in Ungarn ist mehr Freiheit als in AT und DE.
In diesen Zeitschriften werden prinzipiell keine kritische Kommentare zugelassen. Das ist Meinungsfreiheit, die ich aus dem Kommunismus sehr gut kenne. Meinungsfreiheit existiert nur so lange, bis die von den linksliberalen kommt.
Aber Wien war immer schon rot, Stalin Gedenktafel ist noch zu bewundern im 12. Bezirk.
Schlimm!
Bitte lade ich Journalisten ein, die echte Geschichte Hotrhy zu studieren, dann würden sich viele solceh Staatsmänner wünschen!

Antworten Gast: ostblocker
17.06.2012 11:08
13 1

Re: Pressefreiheit Österreich

Auch Österreich muss endlich entkomunisiert werden.!

Praktisch leben wir seit dem 2ten Weltkrieg in einem Ein-Parteisystem (SPÖVP). Alles andere wird sofort gezielt und gnadenlos bekämpft(siehe z.B. Sanktionen-Zeit).

Das ist keine Demokratie!
Wenn ein flächendeckendes Parkpikerl in linkem Wien- ohne die Bürger zu befrageneingeführt wird- das ist auch typisch Sozialismus...

P.S Ein großes Lob für Viktor Orbán. Solche Staatsmänner bräuchten wir.

Antworten Antworten Gast: ppiwpp
18.06.2012 00:42
0 0

Re: Re: Pressefreiheit Österreich

Parpickerl, immer wieder Parkpickerl... lass uns keine anderen Sorgen haben.

Re: Pressefreiheit Österreich

Nicht nur die "Gedenktafel" vom Massenmörder Stalin kann man bewundern. Auch zu einer Büste vom Massenmörder Che Guevara im Donaupark, können die Linken beten.

2 41

Re: Pressefreiheit Österreich

dumm.beutel du bist! von nichts eine Ahnung du hast!

Antworten Antworten Gast: Lecter
17.06.2012 11:02
12 0

Re: Re: Pressefreiheit Österreich

Die Zensur arbeitet offenbar nur bei unbequemen Kommentaren und nicht bei untergriffigen Blödheiten wie diesen.

Re: Re: Re: Pressefreiheit Österreich

Ganz die Parteilinie, selbst wenn die Kommentare fuer den Hugo sind.

Re: Pressefreiheit Österreich

1. Sind diese Zeitungen privat, und es steht im eigenen Ermessen wann die Grenze zur Pietätlosigkeit überschritten worden ist.
2. Gebe ich Ihnen bezüglich der Gedenktafel recht. Wenn, dann sollte sie als Mahnmal dienen.
3. Ich würde mir keinen Staatsmann wünschen der gegen eine (mehrere) bestimmte Volksgruppe nicht nur hetzt sondern auch noch diverse spezielle Gesetze erlässt und bsw. auch einen speziellen Numerus Clausus für jüdische Studenten einführt und in den Juden ein Gefahr für die magyarische Kultur sieht. Klingt doch sehr ähnlich wie beim Schicklgruber mit dem Unterschied, dass Horty es zumindest versucht hat bei dem Massenmord nicht mitzuspielen.

Aber an dem Größenwahnsinn hat sich bei vielen Ungarn seit Trianon nichts geändert. Es sind oftmals die anderen Schuld, denn als Ungarn sind sie ja unfehlbar. Gott sei Dank ist es nicht die Mehrheit, sondern nur es sind nur die die am lautesten Schreien können. Die Gastfreundschaft die mir 2 Jahre lang entgegengebracht wurde in diesem Land sucht ihresgleichen.

MFG

0 0

Re: Re: Pressefreiheit Österreich

Orban ist groß. Die Ungarn sind großartig, 1848 - 1956. 2011. Wie kann man Ihre Größe einstufen?

Gast: HB4242
16.06.2012 20:37
10 55

Orban im Interview: "Wir haben die Linke zertrümmert" ....

na und was habt ihr jetzt davon ???

Geht es Ungarn jetzt so blendend, boomt die Wirtschaft, etc.

Mit so billigen Parolen wird von den Politikern versucht, dass Wahlvolk zu verblöden ! (und das nicht nur in Ungarn ....)

die sanktionen gegen ungarn sind nicht rechtens!!!

griechenland bekommt milliarden euros geschenkt (denn ganz ehrlich, diese "kredite" sehen wir nie wieder) dafür, dass sie uns betrogen und hintergangen haben, aber auf orban wird hingehaut!

die greichen sind das "opfer" der "banken und spekulanten" (copyright: faymann) aber orban ist der böse rechtsradikale diktator, der sein land in die diktatur und in den ruin getrieben hat.
Einfach nur lächerlich diese heuchlerische argumentation von den EU bonzen!

Österreich ist auch keine demokratie mehr, in österreich können nämlich eine hand von hochbezahlten kasperl, die nur das machen was ihenen die regierung vorplappert einfach so festlegen, dass das gesamte volk von einer sekunde auf die andere mit zweistelligen milliarden summen, nun für ein anderes, fauleres land, das nach allen anerkannten kriterien völlig pleite ist, geradestehen darf!!

Wir sollten uns daher nicht so dumm aufspielen,und damit aufhören auf ungarn hinzuhauen!

Außerdem sei gesagt, dass die mediale hetze gegen ungarn, und die hetze der politiker von rat, eu parlament und der nicht demokratisch legitimierten kommission auch einer demokratie unwürdig waren!!!

ungarn wurde teilweise von den EU heuchlern auch an dne rand des bankrotts getrieben, indem man in ohnehin schon sehr schwierigen wirtschaftlichen zeiten die die FIDEZ von den unfähigen sozilisten großteils geerbt hat noch sanktionen und förderungsstreichungen durchgeführt hat!!!!

Gast: Feldstein
16.06.2012 20:26
42 10

Linkes Verbotsgesetz! JETZT!


0 0

Re: Linkes Verbotsgesetz! JETZT!

Was soll ein linkes Verbotsgesetz sein - wenn Sie unter "links" "unehrlich" meinen, dann wollen Sie also ein unehrliches Verbotsgesetz.
Aber wahrscheinlich meinten Sie, ein Verbot aller Linken - also eine rechte Diktatur.

Gast: b754
16.06.2012 20:25
6 39

große worte einen großen narzissten


Gast: Grünfeld
16.06.2012 20:10
47 8

Wo...

... bleibt unser österreichischer v. Orban? Orban dringend gesucht!
Der Antikommunismus war NICHT der größte Fehler des 20. Jahrhunderts!

Gast: De miassn jo,de wern scho
16.06.2012 19:30
11 17

Die Politik

ist kein Fronleichnams Umzug. Es gibt keinen Mittelweg, der existiert nur in den Träumen von völlig realitätsfremden Gutmenschen.

Gast: Hardiwa
16.06.2012 19:04
4 28

Wer Links oder Rechts braucht, hat bereits verloren.

In der gemeinsamen Mitte befindet sich der Pfad. Das lehrt uns doch bereits die Kirche.

Der Orban ist um keine Spur besser als die linken Idioten vor ihm. In 5 Jahren wird es um ihn auch einige UNtersuchungen wegen Korruption geben.


Gast: Faktenfreund
16.06.2012 18:56
9 48

Tatsache: Er ist ein Diktator und Europa hilft Ungarn mit vielen Milliarden Euro !!!


Re: Tatsache: Er ist ein Diktator und Europa hilft Ungarn mit vielen Milliarden Euro !!!

ev hat er ja eine soz diktatur abgeloest und deshalb diese stimmen bekommen?!!


Re: Re: Tatsache: Er ist ein Diktator und Europa hilft Ungarn mit vielen Milliarden Euro !!!

daher sinken die umfragewerte für fidesz monatlich um ein paar prozent…

siehe http://www.pesterlloyd.net/html/1224umfrage.html

Antworten Gast: odin C.
16.06.2012 19:07
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Re: Tatsache: Er ist ein Diktator und Europa hilft Ungarn mit vielen Milliarden Euro !!!

Sehr richtig!