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Suu Kyi ruft zu koordinierter Hilfe für Burma auf

16.06.2012 | 15:17 |   (DiePresse.com)

Die burmesische Friedensnobelpreisträgerin hielt anlässlich der Verleihung des Preises eine Dankesrede.

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Die burmesische Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat in Oslo zu koordinierter internationaler Hilfe bei den Reformen in ihrem südostasiatischen Heimatland aufgerufen. In ihrer am Samstag mit 21-jähriger Verspätung gehaltenen Dankesrede für den ihr zugesprochenen Friedensnobelpreis 1991 sagte die burmesische Oppositionsführerin, die nahezu zwei Jahrzehnte in Haft oder unter Hausarrest verbringen musste, sie sei "vorsichtig optimistisch" hinsichtlich der demokratischen Reformen in ihrem Land, das fünfzig Jahre von einer Militärdiktatur beherrscht wurde.

Die 66-jährige Tochter des ermordeten burmesischen Unabhängigkeitshelden General Aung San hatte den Friedensnobelpreis 1991 für ihren gewaltlosen Einsatz für Demokratie und Menschenrechte erhalten, doch konnte sie ihn damals nicht persönlich entgegennehmen. Ihre Nationale Liga für Demokratie (NLD) hatte 1990 Wahlen zu einer Verfassungsgebenden Nationalversammlung mit Vierfünftelmehrheit gewonnen, doch hatte das Militär die Machtübergabe verweigert und das Wahlergebnis annulliert.

Militär dominiert weiter Parlament

Den Weg zur Legalisierung der NLD hatte der jetzige burmesische Präsident Thein Sein, der frühere Premier der Militärjunta, geebnet. Die NLD hat mit Suu Kyi an der Spitze bei Nachwahlen im April 43 von 45 vergebenen Sitzen (sieben Prozent aller Mandate) gewonnen. Parteigänger des Militärs dominieren aber weiterhin das Parlament.

Zur Bedeutung des Friedensnobelpreises während der Isolierung durch zwei Jahrzehnte Hausarrest und politischer Unterdrückung sagte Aung San Suu Kyi in Anwesenheit des norwegischen Königspaares, König Harald V. und Königin Sonja: "Der Preis hat die Aufmerksamkeit der Welt auf den Kampf für Demokratie und Menschenrechte in Burma gelenkt. Wir wurden vor dem Vergessen bewahrt."

 

Am 10. Dezember 1991 hatte die burmesische Demokratieführerin die Auszeichnung nicht selbst in Oslo in Empfang nehmen können. Sie wurde von der damaligen Militärjunta unter Hausarrest gestellt und in der norwegischen Hauptstadt von ihrem 1999 verstorbenen Ehemann, dem britischen Universitätsprofessor Michael Aris, und den beiden Söhnen Alexander und Kim vertreten. Seit den Parlamentsnachwahlen in Burma im April kann sie ungehindert als Chefin der Opposition wirken.

Wenige Tage nach den blutigen Ausschreitungen zwischen Buddhisten und Muslimen im burmesischen Teilstaat Rakhine mit inzwischen 30.000 Flüchtlingen sagte Suu Kyi zur Lage in ihrer Heimat, sie hoffe auf politische Lösungen durch Waffenstillstandsvereinbarungen. Zu generellen politischen Entwicklungen in Burma meinte sie: "Die von Präsident Thein Seins Regierung in Gang gesetzten Reformmaßnahmen können nur dauerhaft wirken, wenn alle inneren Kräfte intelligent kooperieren." Dazu gehörten das Militär, die ethnischen Gruppen, politische Parteien, die Medien, die Zivilgesellschaft, Organisationen, Wirtschaft und vor allem die Öffentlichkeit insgesamt.

 

 

 

(APA)

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3 Kommentare
Gast: strelnikov
16.06.2012 17:18
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Bettelvolk

Kaum hat der Lama seine Tasche gefüllt, kommt die nächste Bettelei auf uns zu. Wie wär's, wenn's die Frau und ihr Volk mit Arbeit versuchen würde.

Re: Bettelvolk

traurig diese denkweise

Antworten Antworten Gast: strelnikov
17.06.2012 17:48
0 0

Re: Re: Bettelvolk

Ich bin halt ein Realist und gehöre nicht zu den linksgrünen Tagträumern.

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