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Irak: Mindestens acht Tote bei Anschlag auf Pilger

16.06.2012 | 18:28 |   (DiePresse.com)

Der Anschlag durch eine Autobombe traf die schiitischen Pilger am Rückweg von einer religiösen Reise.

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Im Irak sind bei einem Anschlag mindestens acht schiitische Pilger getötet worden, die sich auf dem Rückweg von einer religiösen Feier befanden. 15 weitere Menschen seien bei der Explosion einer Autobombe auf einer Schnellstraße am Rande des Viertels Tshula in Bagdad verletzt worden, sagte ein Mitarbeiter des Innenministeriums am Samstag. Am Morgen hatten sich im Viertel Kadhimiya am Mausoleum des schiitischen Imams Musa al-Kadhim mehrere zehntausend Pilger zur Feier seines Todestags versammelt.

Die Sicherheitsvorkehrungen waren im Vorfeld der Feiern deutlich verschärft worden. Erst am Mittwoch waren bei der blutigsten Anschlagsserie seit zehn Monaten landesweit 72 Menschen getötet und mehr als 250 verletzt worden. Insgesamt erschütterten mehr als 40 Attentate mit Autobomben, Sprengsätzen und Schusswaffen Bagdad und weitere Städte des Landes. Die Anschläge, zu denen sich die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundene Extremistengruppe Islamischer Staat Irak bekannte, richteten sich vor allem gegen schiitische Pilger.

Al-Kaida und anderen sunnitischen Extremisten betrachten die Schiiten als Heretiker. In den vergangenen Jahren verübten sie zu schiitischen Festtagen immer wieder blutige Anschläge auf Pilger im Irak und anderen Ländern wie Pakistan.

Die Zwölferschiiten verehren Musa al-Kadhim als den siebenten ihrer zwölf Imame, die sie als die einzigen rechtmäßigen Nachfolger des Propheten Mohammed betrachten. Kadhim wurde im Jahr 799 unter der Herrschaft des sunnitischen Kalifen Harun al-Rashid vergiftet.

 

(APA)

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2 Kommentare

Gezieltes Attentat

Zeigt dieser Vorfall doch einmal wieder klar und deutlich, das die irakische Armee, von den sonstigen Sicherheitskräften ganz zu schweigen, nicht in der Lage ist, nach dem Abzug der US-Streitkräfte, die Sicherheit für die Bevölkerung in diesem Land zu gewährleisten.

Obwohl dies durch die "Besatzungsmacht" der US-Amerikaner, sowie derer Verbündeten, auch nicht immer gewährleistet war.

Treten doch die ethnisch-religiösen Konflikte der vereinzelten Clans, immer mehr ans Tageslicht, mit den dann erfolgten, grauenhaften Ereignis, wo in den allermeisten Fällen, unschuldige Menschen ihr Leben verlieren.

Attentate, welche auf die eine wie andere Art, weder jetzt noch in in Zukunft auszuschließen sind. Und sind die Sicherheitsvorkehrungen, noch so hoch. Eine Lücke wird es immer geben, wo eine Bombe platziert werden kann, oder auch ein Attentäter sich in die Luft sprengen tut.

überall dasselbe Szenario ...

"Al-Kaida und anderen sunnitischen Extremisten"

sprich , die Verbündeten von Saudis-rael USA und Co.