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Atomgespräche mit dem Iran: "Es riecht nach Krieg"

18.06.2012 | 17:51 |   (DiePresse.com)

Die Verhandlungen in Moskau drohen zu scheitern, berichtet ein Diplomat. Beide Seiten wollen nicht auf ihre Forderungen verzichten. Nach den Gesprächen könnte dem Iran eine militärische Operation drohen.

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Die Atomgespräche mit dem Iran stehen vor dem Aus. Nach dem schleppenden Beginn der Verhandlungen unter der Leitung von der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton als Vertreterin der 5+1 Gruppe und Saeed Jalili aus dem Iran bremste ein europäischer Diplomat die Erwartungen. "Es riecht nach Krieg", sagte er am Montagnachmittag über die Stimmung bei den Verhandlungen. Der Diplomat will nicht mit seinem Namen genannt werden.

Erst am Montagmorgen waren die Verhandlungen zwischen der 5+1-Gruppe (die fünf UN-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien plus Deutschland) und dem Iran in Moskau gestartet. Dort soll mit dem Iran ein weiterer Versuch unternehmen werden, doch noch eine friedliche Lösung im Konflikt rund um die umstrittene Urananreicherung Teherans zu finden. Die Chancen dafür stehen offenbar sehr schlecht.

"Ich will den Teufel ja nicht an die Wand malen, aber glauben Sie mir, dass es noch sehr große Erwartungshaltungen im Konflikt gibt, die die jeweils andere Seite nicht bereit ist zu erfüllen. Ich habe lediglich den Eindruck, dass Moskau unentwegt Krisenfeuerwehr spielt, um einen ergebnislosen Abbruch der Gespräche um jeden Preis zu verhindern", so der Diplomat im Gespräch mit der Austria Presse Agentur.

Gegenseitige Forderungen

Der Westen will einen uneingeschränkten Zugang zu der mysteriösen Militäranlage Parchin und die Reduktion der Urananreicherung auf fünf Prozent. Der Iran dagegen will ein Ende der westlichen Wirtschaftssanktionen und eine Rücknahme des von der EU angekündigten Ölembargos. Keine Seite will jedoch den ersten Schritt machen. Die Europäische Union bleibt hartnäckig bei ihrer Sanktionspolitik. Das beschlossene Öl-Embargo werde wie geplant am 1. Juli in Kraft treten, sagte ein Sprecher von Ashton am Montag.

Ein neuerliches Scheitern würde wohl nicht nur das Ende der diplomatischen Bemühungen bedeuten, sondern auch eine Konkretisierung von militärischen Optionen. Die Regierung in Israel, die das iranische Atomprogramm als ernsthafte Bedrohung einstuft, ist gegen Verhandlungen und hat Militärschläge gegen iranische Atomanlagen wiederholt in Erwägung gezogen.

Russland verhindert Scheitern

Bereits im Mai war ein Scheitern der Verhandlungen in Bagdad nur durch Vertreter Moskaus verhindert worden. In einer Blitzaktion bot man das eigene Land für neue Verhandlungen an und wies beide Verhandlungsteams darauf hin, doch noch einmal auf Kompromiss zu schalten. Als Ashton und Jalili schon auf dem Weg zur Pressekonferenz waren, um die Gespräche für gescheitert zu erklären, soll der russische Vertreter heftig interveniert haben.

Seither wurde alles getan, um Schwung in die Verhandlungen zu bringen: Gespräche zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem iranischen Kollegen Mahmoud Ahmadinejad am Rande eines Gipfeltreffens in Peking, ein Blitzbesuch des russischen Außenministers Sergej Lawrow in Teheran und jede Menge Telefonate.

Bereits zu Beginn der Gespräche in der russischen Hauptstadt kritisierte der Iran, die EU und die 5+1-Gruppe hätten sich nicht an die Abmachungen vom letzten Treffen in Bagdad im Mai gehalten. Expertenteams hätten sich nicht wie abgemacht im Vorfeld getroffen. "Das hat den Verhandlungen in Moskau geschadet", sagte ein sichtlich erboster Jalili der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna. Nach Überlegungen die Verhandlungen vorzeitig abzubrechen, werden diese - auf Drängen der Russen - nun doch bis Mittwoch fortgeführt.

(Ag.)

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22 Kommentare

Wie kann man nur so bescheuert sein, und ausgerechnet

eine Frau als Verhandlungsleiterin bestimmen.
Da ist doch für einen islamistischen Staat geradezu eine Provokation und eine Schande, dann noch bei den Verhandlungen einzulenken.

Gast: Notruf 25
19.06.2012 15:45
0 0

No Krieg - Frieden geben !

Da wird mir immer ganz hoaß wenn ich sowas lese - die beschwören ja direkt einen Krieg herauf - anstatt atomare Waffen oder Brennstäbe sollten die A Tomato Plantagen anlegen bzw. bauen - ja dann fragt jemand wo stet denn des gschrieben dass nach Krieg riecht - und da andere fahrt zuwe und sagt: Damit die Schrift erfüllt werde - und schon haben wir genau das was keiner brauchen kann. Und wenn der Mensch Licht sein möchte - soll er seinen Brennstab in der Hosen tragen und die Strahlung in den Augen tragen. Sorry.

Gast: Schmuntzes
19.06.2012 09:47
0 2

So ein ausgemachter Unsinn!

Israel ist nicht gegen Verhandlungen sondern tritt für verschärfte Embargomassnahmen gegen das Mullahregine ein. Denn nur diese Massnahmen treffen das Regime empfindlich. Meine Güte, hier wird wieder ordentlich Volksverblödung geschrieben.

Antworten Gast: Tacheles
19.06.2012 10:00
0 0

Re: So ein ausgemachter Unsinn!

Nicht Schmuntzes, sondern "Schmonzes" muss es heißen.

Antworten Antworten Gast: malakov
19.06.2012 10:41
0 0

Re: Re: So ein ausgemachter Unsinn!

Nicht "Tacheles" soll es heissen, sondern "Tachles"

Ja, wer im Glashaus sitzt....

Nie und nimmer !

Wer bitte sollte den Iran angreifen ?

Antworten Gast: Sensenmann
19.06.2012 09:58
1 0

Re: Nie und nimmer !

Es gab schon immer und es gibt auch heute noch genug Hasardeure in der Politik.

....

ich versteh wie eine 8 millionen einwohner stadt einem 50 millionen ein. verbieten atombombe zu bauen...ich hoffe die iraner bauen bzw kaufen eine atombombe damit sie sich nicht mehr unterdrücken lassen!!und ich hoff das diepresse meine nachrichten nicht mehr löschen-_-!!

Antworten Gast: werbistdu
19.06.2012 23:06
0 0

Re: ....

gehörst du zum iran. Regime?
Oder stimmt es in deinem Kopf nicht ganz?

Gast: spartacus
19.06.2012 06:46
10 2

Israel will diesen Krieg

und Amerika will die Ölressourcen im Iran. Also wird ein Angriffskrieg mit unhaltbaren Vorwürfen, wie zuvor im Irak, inszeniert.
Es ist offensichtlich, von welchen Staaten der Terror ausgeht.

2 8

Re: Israel will diesen Krieg

Und der Iran will gar keine Bombe, gell?

Gast: Das riecht schon lange danach...
18.06.2012 20:16
3 0

Der Irankonflikt als Stellvertreterkrieg für Hausgemachtes...

Und genau das ist das Problem, Europa und die USA sitzen mit hausgemachten Problemen ganz schön Tief in der Tinte ohne irgendwie eine Ausweg zu finden, den meisten ist ganz klar das die derzeitige Situation keine Zukunft hat, einen Ausweg aus dem ganzen Sumpf gibt es dennoch nicht...

Also Zettelt man einen Krieg an, um den Konflikt dazu zu verwenden, längst fällige Gesellschaftsänderungen auch durchzuziehen, hinter den Nachrichten des Krieges läßt sich schön die Gesetzte ändern ohne den großen Aufschrei der betroffenen zu fürchten, dient es doch dazu, den krieg effizient zu führen...

Die einzigen denen wirklich Schweißperlen aufsteigen wenn der Konflikt eskaliert ist China, nicht so sehr das sie hineingezogen werden, als vielmehr das die Öffnung der westlichen Gesellschaft dort an's Hausgemachte geht, China wird nicht's anderes übrig bleiben als sich in der Welt vollkommen neu zu positionieren.

Und zu dem ganzen Sumpf kommt auch noch Regionalpolitik die nach einer Umstrukturierung schreit, mit ähnlichen Problemen wie im Westen, selbst die konservativsten Staaten haben mit ihrem Konservatismus inzwischen erhebliche Probleme die nur durch ein großes Ereignis sich ändern läßt.

Ende Teil 1, Fortsetzung als Antwort...

Antworten Gast: netter gast
18.06.2012 23:17
0 1

Re: Der Irankonflikt als Stellvertreterkrieg für Hausgemachtes...

Das kennen wir doch :
Heute hört uns D.land
un morgen die ganze Welt

Wieder so fröhlich Freiheit und die beste aller Ideologien in die Welt tragen

Und wieder wird ab .. zurückgeschossen

Antworten Gast: Das riecht schon lange danach...
18.06.2012 20:41
2 0

Re: Der Irankonflikt als Stellvertreterkrieg für Hausgemachtes...

Fortsetzung Teil 2...

Das schlimmste das passieren kann, das der Krieg aus ist ehe er begonnen hat, der Krieg hat so seine Eigenart, das es immer anders kommt als gehofft wird, daher, sollten sich die Mächtigen mal wirklich hinter die Türe setzten und Nägel mit Köpfen machen, ohne ihre Berater, Wirtschaftsgiganten und Kriegsminister, sonnst braucht's bald keine Krieg mehr das endgültig alles zu Kleinholz wird.

Persönliche Meinung, der Krieg löst keine Probleme, er schafft unzählig neue, die Rechnung geht nie und nimmer auf und obendrein, die Welt ist schon viel zu klein geworden für solche Kindereien!

Re: Der Irankonflikt als Stellvertreterkrieg für Hausgemachtes...

eiskalte Logik ??? Die Millionen Todesopfer sind wohl nicht der Rede wert ... ????

Satanische Denkweise .... ekelhaft !!!

Antworten Antworten Gast: Das riecht schon lange danach...
18.06.2012 20:47
2 0

Re: Re: Der Irankonflikt als Stellvertreterkrieg für Hausgemachtes...

Es handelt sich um eine Situationsanalyse, und dabei bitte nicht vergessen, das die derzeitigen Probleme nicht ohne Blutvergießen sind, nur wir lesen kaum, kaum eine Nachricht über verschüttete Bergwerke in den Kinder erstickt sind, kaum eine Nachrichtig wenn Mensch wegen ihrer Religion, Raße oder Herkunft kaltblütig ermordet wird, kaum ein Wort darüber das 1% der Bevölkerung in den USA hinter Gefängnis Sitz, sowohl absolut als auch relativ, weit vor China! Oder reden wir über Griechische Eltern die in ihrer Not die Kinder in Kinderdörfern abgeben, oder das Urherberrecht, das detto schon viel gekostet hat, auch darüber wird selten was geschrieben, allerhöchsten wenn der Braten schon zum Himmel stinkt, wagt es eine Zeitung, zu schreiben, leider!

Der Vorwurf der Kaltschnäuzigkeit ist also absolut nur relativ vom Standort aus betrachtet gültig, des weiteren es gibt einen 2. Teil als Fortsetzung, also den erst lesen bitte! (Sofern die Presse.com diesen freischaltet, ohne dieser Freischaltung ist das halt nur eine halbe Sache!)

Sommer 1939

Unter ähnliches Inszenierung fanden in Europa des 20. Jahrhunderts zwei WK statt. Sowohl vor dem I. wie auch dem Ausbruch des II. WK gab es Bündnisse, die alles auf die Einsatzfläche "Krieg" setzten. Die Politiker des Kontinents haben nichts dazu gelernt. Sie wähnen sich diesmal auf der siegreichen Alliierten-Seite.

Antworten Gast: Das riecht schon lange danach...
18.06.2012 21:49
0 7

Re: Sommer 1939

Stimmt nicht, in jenem Sommer 1939 rechnete niemand mit einem Krieg im Gegenteil, die Analysen sind eher von einer längere Friedensperiode ausgegangen, der Krieg kam wie der Blitz vom heiteren Himmel, für jene die diesen Sommer bewußt erlebten blieb er das mystische Ereignis ihres Lebens, ich habe die Erzählungen meiner Großeltern noch immer im Kopf, wie friedlich alles war, viel friedlicher als viele Sommer davor, dazu eine Aufbruchstimmung...

Von den Verbrechen die liefen, da durfte nichts an die Öffentlichkeit kommen, jedes Gerücht wurde im Keim erstickt, im Nachhinein betrachtet sagten meine Großeltern, es war die Vorbereitung zum Krieg, man wollte den Mensch noch einmal einen wirklich friedlichen sorglosen Sommer bieten, die Perfektheit der Perversion! - Von dieser Perfiedheit hat sich ja auch England, Frankreich, Rußland anstecken lassen, detto das gleiche Bild auf den Strassen wie in Wien und Berlin.

Der Herbst, die Menschen hatten andere sorgen, Schulbeginn, beginn der Erntezeit, der Krieg rückte in weite ferne, der lieft irgendwo, für den einzelnen noch unspürbar!

Antworten Antworten Gast: noch einer
18.06.2012 23:24
3 0

Re: Re: Sommer 1939

"Krieg rückte in weite ferne, der lieft irgendwo, für den einzelnen noch unspürbar"

Das ist jetzt in Österreich auch noch so .
Aber bald wirds wieder einen Maier mehr geben

Gast: b754
18.06.2012 18:15
19 4

es riecht nach krieg weil israel den krieg will


Oha!

Da werden im Friedenspalast in Den Haag wohl gerade die Einladungsschreiben an die Betreiber eines Angriffkrieges aufgesetzt... (Art. 2 der Charta der Vereinten Nationen)

Lubanga wird sich freuen, wenn er endlich Gesellschaft bekommt. Und ich möchte wetten, die Herrschaften kennen sich bereits.

Re: Oha!

welch Überraschung - da wird sich der $ freuen und die Leute werden schhön von der kriminellen Bankenmafia abgelenkt...und Soetoro kann sich neben seinem Friedensnobelpreis auch noch die Krone als größter Kriegsherr aufsetzen!