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Atomgespräche: Iran stellt Ultimatum an EU

19.06.2012 | 15:55 |   (DiePresse.com)

Der Iran will die Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft abbrechen, wenn sein Recht auf ein ziviles Atomprogramm nicht anerkannt wird.

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Im Atomstreit mit dem Iran ist eine endgültige Lösung in weite Ferne gerückt. "Es wäre ein Wunder gewesen, wenn bei den Moskauer Verhandlungen etwas wirklich Brauchbares, also eine Annäherung zwischen dem Westen und dem Iran, herausgekommen wäre." Mit dieser ernüchternden Bilanz eines europäischen Diplomaten geht der Atomstreit abermals in eine weitere Runde.

Am zweiten Tag der Verhandlungen zwischen der sogenannten 5+1 Gruppe (die fünf UN-Vetomächte Russland, China, USA, Frankreich und Großbritannien und Deutschland) und dem Iran wurde sehr schnell klar, was viele im Vorfeld befürchtet hatten: Keine der beiden Seiten war bereit, von ihrem Standpunkt abzurücken.

Der Westen beharrte auf einer Reduktion der iranischen Urananreicherung auf bis zu fünf Prozent, die Ausfuhr von dem bisher höhergradig angereicherten Uran und auf mehr Kontrollen der Anlagen und eine Inspektion der Militärbasis Parchin.

Iran droht mit "Ende der Verhandlungen"

Der Iran wiederum setzte seine Verhandlungspartner unter Druck: Falls Teherans Recht auf ein ziviles Atomprogramm nicht anerkannt und die westlichen Sanktionen nicht aufgehoben werden, werde man die Gespräche abbrechen. Iranische Delegationskreise sprachen von einem Ultimatum an die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton. Eine negative Antwort der 5+1-Gruppe auf das iranische Ultimatum würde "das Ende der Verhandlungen in ihrer jetzigen Konstellation" bedeuten, hieß es. Allerdings war auch ein neues Treffen in einigen Wochen in China im Gespräch.

Schon mehrfach waren die Gespräche in Moskau kurz vor dem Abbruch gestanden. Angesichts der Tatsache, dass der Druck auf beide Seiten enorm ist, waren es einmal mehr die russischen Gastgeber, die alles daran setzten, um ein Scheitern der Gespräche zu verhindern. Nach Angaben des russischen Außenministeriums soll Dienstag Abend der weitere Verlauf der Gespräche bekanntgegeben werden. Eine Verlängerung um einen Tag ist möglich.

Westliche Regierungen befürchten, dass der Iran unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms nach Nuklearwaffen strebt. Der Iran weist die Vorwürfe zurück. Für einen Verzicht auf die Urananreicherung im eigenen Land fordert der Iran ein deutliches Entgegenkommen des Westens, etwa durch die Lieferung von Brennstäben.

(Ag.)

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6 Kommentare
0 0

Was nicht sein kann

Keiner darf aber Israel

Gast: Aliblabla
19.06.2012 12:51
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Schluss mit den Mullahs

Soll die EU auch gleich die Raketen liefern?

Wie geistesgestört ist eigentlich der Iran.

Antworten Gast: Arthur Rubinstein
19.06.2012 21:37
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Re: Schluss mit den Mullahs

der Iran sollte keine Zeit mehr vergeuden und sein Programm zur friedlichen Nutzung der Kernenergie abschliessen.
gleiches Recht für Alle
wir fürchten eher die illegale Atommacht isr als die Mullahs,diese haben diese keine Kriege geführt und wollen einfach autark sein.
es gibt auch kein auserwähltes Volk

Re: Schluss mit den Mullahs

na klar doch. seit bald 35 Jahren wird dies gefordert. und alle sind entschlossen zu diesem _Schluss. allein zählten die Mullahs 1978/79 rund 30 Millionen, so sind sie heute 75 Millionen, also doppelt so viele und sind zum Schutze ihres Hab und Gut fast 30 fach mehr entschlossen. Schluss mit den Mullahs ja, aber wie? Wer? wann? und warum? Denn falls dieser Schluss gelingen sollte, werden die Zeiten seiner Majestät Schahinschah König der Könige Ariamehr das Licht der Arier Perserkaiser der Letzte nie und nie mehr zurückkehren. Wir werden weiterhin uns weiter aus unserem eigenen Hände Tagewerk ernähren müssen. Soweit der Ami etwas für uns selbst übrig lässt. also was solls?

...

laut Atomwaffensperrvertrag darf der Iran atomenergie zur friedlichen Nutzung verwenden!
komisch, dass sie so etwas fordern müssen!?
noch eine etwas kuriose forderung... falls sie dem Westen zugestehen auf urananreicherung zu verzichten, fordern sie angereicherte Brennstäbe...
a geh ;))


Kernenergie zu friedlichen Zwecken zu entwickeln und zu nutzen, ist eines jeden Staates natürliches Recht: Dafür braucht es weder den NPT noch die IAEA!

http://ahlambauer.wordpress.com/2012/06/19/zum-unverauserlichen-recht-kernenergie-zu-friedlichen-zwecken-zu-entwickeln-und-zu-nutzen/