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Helikopter für Assad? Russischer Frachter gestoppt

19.06.2012 | 14:32 |   (DiePresse.com)

Eine britische Versicherungsgesellschaft hat einem russischen Frachter die Versicherung gekündigt. Er soll Waffen für Syrien an Bord haben.

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Der russische Frachter "MV Alaed" liegt vor der Küste Schottlands und wartet auf seine Weterfahrt. Ob ihm diese so schnell gewährt wird, ist fraglich. Wie der "Telegraph" berichtete, sollen sich an Bord des Schiffes nämlich Waffen befinden, die an den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad geliefert werden sollten. Das Herzstück der Ladung soll ein Kampfhubschrauber des Typs Mi-25 sein.

Sollte die Meldung zutreffen, würde der Transport den von der Europäischen Union verhängten Sanktionen widersprechen. Diese verbieten auch Versicherungsgesellschaften Geschäfte mit dem Assad-Regime. Als Reaktion auf den Bericht strich der zuständige britische Schiffsversicherer Standard Club deshalb die Versicherung des Frachters. Bei der Reederei handelt es sich um Femco, ein russisches Unternehmen.

Hafen von Tartus als Ziel?

Laut "Telegraph" waren die Waffen in Kaliningrad an Bord gebracht worden. Der Frachter soll in der Nordsee gefahren sein, sein Ziel dürfte der Hafen von Tartus gewesen sein, in dem Russland eine Marinebasis unterhält. Dann habe die "MV Alaed" plötzlich ihren Kurs verändert und sei Richtung Schottland gesteuert. Wegen der fehlenden Papiere sehe sich das Schiff jetzt möglicherweise gezwungen, in den nächstgelegenen Hafen einzulaufen, hieß es in dem Bericht.

Die USA hatten Russland in der vergangenen Woche die Lieferung solcher Helikopter nach Syrien vorgeworfen. Moskau wies dies jedoch zurück und beschuldigte seinerseits Washington, die syrischen Rebellen mit Waffen zu versorgen.

Das britische Außenministerium zeichnete am Dienstagnachmittag ein anderes Bild und sprach von offenbar in Russland reparierten syrischen Kampfhubschraubern, die in das Land zurückgebracht werden sollte. In Syrien lässt Präsident Bashar al-Assad seit Mitte März 2011 einen Aufstand gegen seine Regierung blutig niederschlagen. Bislang wurden dabei nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mehr als 14.000 Menschen getötet.

(Ag./Red.)

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9 Kommentare
Gast: Heuchelei der Guten
19.06.2012 21:35
4 0

Wenn die Deutschen atomwaffenfähige U-Boot in Nahost verschenken dürfen

dann dürfen die Russen ihren Eisenkram wohl verkaufen!

Gast: Gartenzwerg
19.06.2012 19:59
3 0

internationaler Machtkampf

Bisher haben die Medien noch nie von einer einigermaßen einheitlichen Opposition in Syrien geschrieben. Es gibt anscheinend keine Führung dieser Opposition, der marodierenden Paramilitärs.
Somit kommt die Führung aus dem Ausland, die aber nun nicht durch Regierungen gestützt sein müssen, sondern außerparlamentarische Kräfte sind da eventuell für ihre isolierten Ziele am Werk sind. Jeder gegen jeden, wer macht das Rennen, wer übernimmt die Macht, von wen gesteuert?
Es gibt Berichte, das die Opposition nun auch modernere Waffen hat. Wer hat den nun die geliefert.
Ein internationaler Machtkampf auf dem Rücken der syrischen Bevölkerung.

Gast: User5
19.06.2012 17:04
2 0

Wo ist denn die Logic?

Pentagon kauft weitere russische Hubschrauber für die Luftstreitkräfte Afghanistans. Gleichzeitig mehren sich die kritischen Stimmen gegen Russland wegen der Waffenlieferungen an Syrien.

Propaganda und Wahrheit

Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 13. 6. 2012 (üblicherweise kein Medium, das obskure Weltverschwörungstheorien verbreitet):
"Das Massaker von Hula ist ein Wendepunkt im syrischen Konflikt. Die westliche Öffentlichkeit beschuldigt, gestützt auf die UN-Beobachter, die syrische Armee. Diese Version kann auf Grundlage von Augenzeugenberichten bezweifelt werden. Demnach wurden die Zivilisten von sunnitischen Aufständischen getötet."

Gast: H3lls-Angler
19.06.2012 16:37
0 0


Interessant,

aber wie ist das mit internationalem Seerecht?

Ein Frachter aus Russland ohne "UK" Versicherung darf nicht weiterfahren?

Muss ein Frachter versichert sein, damit er weiterfahren kann?

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Re: Interessant,

Da fragen wir am Besten bei Martin Graf nach.

Der ist ja jetzt nach der Bananenkühlschiffgeschichte
vermutlich Experte für Frachtwesen.

Das steht dann auf der nächsten Wahlliste gleich hinter RA. :D

5 0

Re: Interessant,

'Für mich ergibt die Story auch keinen Sinn.

Die Propaganda-Rhetorik ist auch ziemlich mühsam. Ein bewaffneter Aufstand würde überall auf dieser Welt blutig niedergeschlagen werden. Wie denn sonst.

Re: Interessant,

Ja natürlich, das gilt aber nicht für die AMI`s und ihre Vebündeten!