24.05.2013 11:47 Merkliste 0

Leichter Asyl in Österreich

20.06.2012 | 10:49 |   (Die Presse)

Wie eine Übersicht des EU-Statistikamts Eurostat zum Weltflüchtlingstag zeigt, bewilligt Österreich 2011 mehr Asylanträge als der EU-Durchschnitt. Vor allem Afghanen fanden hierzulande und in der EU Schutz.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien/APA/Red. Bei der Anerkennung von Asylbewerbern lag Österreich im Vorjahr über dem EU-Durchschnitt. Wie eine Übersicht des EU-Statistikamts Eurostat zum Weltflüchtlingstag am Mittwoch zeigt, erhielten 2011 hierzulande 30,8 Prozent der Antragsteller in erster Instanz einen positiven Entscheid. Im EU-Schnitt waren es nur 25,1 Prozent. Bei den endgültigen Berufungsentscheiden lag die Anerkennungsrate in Österreich bei 19,1 Prozent, im EU-Schnitt bei 19,2 Prozent.

Insgesamt erkannten die 27 EU-Länder im Vorjahr 84.100 aller 365.615 Antragsteller als schutzberechtigt an: Sie erhielten den Flüchtlings-, subsidiären Schutzstatus oder eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen. Es bedeutet ein deutliches Plus gegenüber 2010, als 75.800 Personen in der EU Asylstatus bekamen. In Österreich wurden im Vorjahr von 22.570 Antragstellern 5865 Asylbewerber anerkannt: 3805 bekamen den Flüchtlingsstatus, 2065 jenen von subsidiär Schutzberechtigten.

Der überwiegende Teil aller 84.100 Asyl-Schutzberechtigten in der EU kam 2011 aus Afghanistan: Mit 13.300 Personen bildeten sie die größte Gruppe vor den Irakern (9000) und den Somalis (8900). Auch in Österreich stellen die Afghanen mit 31,2 Prozent die größte Gruppe: Hier bekamen sie im Vorjahr auch eher Schutz als etwa in den Niederlanden (mit 1400 registrierten Afghanen) oder im viel größeren Großbritannien (1000). Vor Österreich lagen 2011 nur „EU-Riese“ Deutschland (3100) und das traditionell „flüchtlingsfreundliche“ Schweden (2700). Die zweitgrößte Gruppe in Österreich bildeten im Vorjahr Schutzberechtigte aus Russland (21,7 Prozent) vor solchen aus Syrien (8,7 Prozent).

Großbritannien, Deutschland vorn

Mehr als drei Viertel aller positiver Asylentscheide gab es in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Schweden und den Niederlanden. In absoluten Zahlen wurden die meisten Anträge in Frankreich (76765) gestellt, die wenigsten in Estland (75). Die meisten positiven Entscheide gab es in Großbritannien, die wenigsten in Estland.

„Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber jenen Menschen sehr ernst, die Folter, Tod und Verfolgung in ihrer Heimat fürchten“, sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) anlässlich des Weltflüchtlingstags.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20. Juni 2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

23 Kommentare

asyl

russen, sind das nicht eher tschetschenen?

Gast: Lupprich D
20.06.2012 16:23
3 3

Bezogen auf die Bevölkerungszahl

Hat Österreich mit Abstand die meisten positiven Asyl Antragserledigungen von allen EU Staaten.
Das spricht sich herum und lockt immer neue Schlepperbanden an.

Auf die Mehrheitsbevölkerung wir Null Rücksicht genommen.
Hauptsache, dass Österreich auch in der Asylfrage Musterschüler ist.

Von Mikl Leitner hätte ich mir zumindest ähnliche Quoten erwartet wie von ihrer Vorgängerin. Leider ist sie in Geiselhaft von NGOS und Wähler 2013

1 5

Horrorszenario

"In Österreich wurden im Vorjahr von 22.570 Antragstellern 5865 Asylbewerber anerkannt: 3805 bekamen den Flüchtlingsstatus, 2065 jenen von subsidiär Schutzberechtigten."

Wenn man die Zahlen zusammenrechnet, sind also mehr als die Hälfte der Antragssteller hier geblieben. Das kommt einem automatischen Bleiberecht schon recht nahe. Kein Wunder, dass wir ein Traumland für Schlepperbanden geworden sind. Wenn das noch ein paar Jahre so weiter geht, wird es zu einer sozialen Explosion kommen. Aber das ist unseren Politikern und Gutmenschen wurscht. Man kann ja immerhin Österreicher zusammenschießen. Dann ist das Problem auch geklärt.


Antworten Gast: pro aw
25.06.2012 12:23
0 0

Re: Horrorszenario

von 22.570 wurden etwa 1/4 anerkannt- also 5865. Davon sind 3805 anerkannte Flüchtlinge und 2065 sind subsidiär schutzberechtigt.

Also so großzügig wie du meinst, ist Österreich dann doch nicht.

Gast: ikommheutevommars
20.06.2012 12:32
1 3

bei der wahl werden

alle diese probleme vom bürger beantwortet. da wirds für einige ein blaues wunder geben.

Antworten Gast: vor dem arlberg
20.06.2012 16:16
1 0

Re: bei der wahl werden

Leider werden unsere Wünsche nicht in Erfüllung gehen, da das Volk schnell vergisst. Sonst dürfte es in Vbg. schon längst keine schwarze Diktatur mehr geben.

Schlimm ist eigentlich

Die Asyl- und Einbürgerungsindustrie macht es nur für die schwerer, die wirklich verfolgt werden.
Aber schlimmer ist, das wir uns einen ausgeprägten Nationalismus wieder in´s Land geholt haben.
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/766952/Tuerkei_18-Tote-bei-Kaempfen-zwischen-Armee-und-PKK?parentid=2644415&act=2&isanonym=null
Einfach die Kommentare durchlesen - Patriotismus und verdrängter Völkermord.

Antworten Gast: TürkAusGermany
20.06.2012 14:09
8 8

Re: Schlimm ist eigentlich


... DEIN schwachsinniger Beitrag, dass nichts mit dem Artikel zu tun hat.

Die geht es doch nur darum, Rassismus zu verbreiten.


Antworten Antworten Gast: Stolzer
22.06.2012 17:24
1 0

Re: Re: Schlimm ist eigentlich

Wau, dem habens sie´s aber gezeigt, waren ihre Brüder auch schon bei ihm ?

Re: Re: Schlimm ist eigentlich

Und per du können Sie ihresgleichen oder ihre Großmutter anreden, sie Flegel.

Re: Re: Schlimm ist eigentlich

Na schnell beleidigt und dann noch mit Rassismuskeule - gratuliere.

Gast: conny100
20.06.2012 01:02
14 8

Eh klar,genau das Gegenteil von dem was das Volk will!

Noch mehr Menschen die mit unserer Kultur nicht vereinbar sind.

Antworten Gast: fjfjfjfjfjfjfj
20.06.2012 08:29
3 11

Re: Eh klar,genau das Gegenteil von dem was das Volk will!

dafür dürfen sie leben. seien Sie froh, dass Sie hier in österreich wohnen...vor 70 jahren hätten Sie vielleicht auch flüchten müssen, dann wären Sie froh wenn Sie jemand aufnehmen würde

Re: Re: Eh klar,genau das Gegenteil von dem was das Volk will!


Re: Re: Eh klar,genau das Gegenteil von dem was das Volk will!

Ja! Vor 70 Jahre sind viele Österreicher geflüchtet, aber nachher wieder in Ihre Heimat heimgekehrt. Und diese Asylanten werden wann wieder heimgehen?

Willst du es wissen!!!
NIE, NIE, NIEWIEDER!

Und wieder mehr Menschen die mit unserer Kultur nichts gemeinsames haben. Wo bleibt in 50 Jahren unsere Kultur?

Weist Du es mein lieber.

wieso herrscht hier Kommentarsperre?


1 2

Re: wieso herrscht hier Kommentarsperre?

Ist mir auch gerade passiert. Dabei habe ich nur geschrieben, dass unsere Politiker und Gutmenschen im Fall eines sozialen Aufstandes lieber Österreicher zusammenschießen, als die Asylantenflut rechtzeitig einzudämmen. Das darf ja mittlerweile als ein undiskutables Faktum gelten.

Re: wieso herrscht hier Kommentarsperre?

Ja leider! Solltest du einen klaren und mathematischen Gedankengang haben wirst du gesperrt.

1 4

Diese Menschen können nicht Flüchten, weil

sie nicht aus ihrer Haut können.

Außerdem ein bißchen wirr, wenn man TV-Berichte ansieht, die so offensichtlich erlogen sind, was man natürlich weiß, jedoch im Hinblick auf den eigenen ("unbewussten oder nicht) Plan folgend ausgrenzt.
Zudem gibt zu bedenken, dass Euroba die Lage in diesen Ländern bzw. wie sie bald in mehreren Ländern sein werden, als Begrüssenswert empfindet.

Das nennt man Schizophränie.

Antworten Gast: Gast 0000
20.06.2012 09:19
1 0

Re: Diese Menschen können nicht Flüchten, weil

Frei nach Kreisky: "... Lernen's Rechtschreibung, Herr Kollege..."

Eigenartig

Und ich dachte, Estland sei wesentlich näher von Afghanistan als Frankreich.

Gast: strelnikov
19.06.2012 20:03
10 7

Frau Mikl-Leitner

sieht das falsch. Weshalb sollen wir Verantwortung für andere tragen? Es sind doch immer wieder dieselben "Ausreden", auf die man bei uns hereinfällt. Aber unsere Politik ist in der 'Geiselhaft' der NGO's und Kirchen. Leider.

Re: Frau Mikl-Leitner

Ganz einfach, weil wir die Genfer Konvention unterschrieben haben und weil wir auch eine besondere Verantwortung aus unserer eigenen Geschichte haben.

In der NS Zeit wollten nur wenige Länder verfolgte Juden aufnehmen und das hat vielen den Tod gebracht. Wir wollen nicht, dass sich solche Vorgänge bei anderen Flüchtlingen wiederholen.

Stellen Sie sich bloß vor, Sie müssten aus einem Kriegsgebiet flüchten und alle Länder würden sagen, was geht das uns an und warum sollen wir Verantwortung für andere tragen.