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Ägypten: Ex-Präsident Mubarak liegt im Koma

20.06.2012 | 09:51 |   (DiePresse.com)

Nach einem Herzinfarkt hatten ägyptische Medien den ehemaligen Präsidenten bereits für klinisch tot erklärt. Der Militärrat dementiert. Die Ärzte kämpfen um das Leben des 84-Jährigen. Ein Stellungnahme wird erwartet.

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Ägyptens Ex-Präsident Hosni Mubarak liegt nach einem Herzinfarkt im Koma und wird künstlich am Leben gehalten. Der zu lebenslanger Haft verurteilte 84-Jährige sei in einem Militärkrankenhaus im Kairoer Stadtteil Maadi an lebenserhaltende Geräte angeschlossen worden, berichteten unabhängige Medien des Landes unter Berufung auf Ärzte. Seine Ehefrau und eine Schwiegertochter trafen noch in der Nacht im dem Krankenhaus ein.

Mubarak wurde in der Nacht auf Mittwoch bereits für klinisch tot erklärt. Der 84-Jährige habe zwar das Bewusstsein verloren und werde künstlich beatmet, sei aber nicht klinisch tot, erklärte hingegen ein Vertreter des ägyptischen Militärs. General Said Abbas vom regierenden Militärrat sagte, jegliches Gerede über einen klinischen Tod sei "Unsinn". Eine andere Person aus Sicherheitskreisen erklärte: "Es ist zu früh, zu sagen, dass er klinisch tot ist." Auch Ärzte in Kairo sagten nach den Meldungen der amtlichen Agentur Mena über den klinischen Tod Mubaraks: "Mubarak ist nicht klinisch tot. Die Ärzte versuchen, ihn wieder aufzuwecken."

Herzstillstand nach Hirnschlag

Aus der Gefängnisklinik hatte es zunächst geheißen, der Mubarak habe einen Hirnschlag erlitten. Später hieß es dann, sein Herz sei nach der Verlegung in das Militärkrankenhaus stehengeblieben. Der Krankenwagen, der den früheren Präsidenten in die Militärklinik brachte, wurde von einem großen Polizeiaufgebot begleitet.

 Die politische Karriere des Hosni Mubarak

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Bereits vor zehn Tagen hatte Mubarak im Gefängnis offenbar zweimal einen Herzstillstand erlitten. Die Ärzte hätten beide Male Defibrillatoren einsetzen müssen, um ihn ins Leben zurückzuholen, hieß es damals aus Medizinerkreisen. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen litt Mubarak auch unter schweren Depressionen, Atemnot und Bluthochdruck. Seine Familie hatte eine Verlegung aus dem Gefängnis ins Krankenhaus gefordert, was von den Behörden aber abgelehnt wurde.

Erhält der Ex-Machthaber ein Militärbegräbnis?

Der Ex-Präsident war Anfang Juni wegen seiner Mitschuld am Tod von Demonstranten während der Massenproteste, die im Februar 2011 schließlich zu seinem Sturz führten, zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nach der Urteilsverkündung war er in die Gefängnisklinik verlegt worden. Schon damals hatte er eine Art Nervenzusammenbruch erlitten.

Im Laufe des Tages solle im Staatsfernsehen eine Stellungnahme zum Zustand des ehemaligen Machthabers abgegeben werden. Schon jetzt streitet Ägypten aber um das Begräbnis Mubaraks: Zwischen Juristen, Aktivisten und Militärs wird diskutiert, ob Mubarak ein einfaches Begräbnis oder ein Militärbegräbnis erhalten soll.

Mubarak: Vom Offizier aus der Provinz zum ''Pharao''

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(Ag.)

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8 Kommentare
Gast: gerd778
21.06.2012 02:35
0 0

Kriegslügen

@from another point of view

Sieh dir mal die Doku. Srebrenica-A town betrayed an.

Gemacht von einem Muslimischen Bosnier.

Gast: gutioma
20.06.2012 15:16
1 0

muserak

Da bundesheinzi liegt auch im koma im geistigen koma

Machtverlust größte Strafe für Mubarak!

Krankheit durch Machtverlust! Ein "diktatorisches Phänomen", das Despoten unter die Erde bringt, soferne es nicht irgendwann vorher die politischen Gegner (Gaddafi und Co.) getan haben. Das Schlimme und für mich so ungerechte an der Sache scheint nur, dass Despoten im Stile eines Gaddafi oder Mubarak eigentlich nie die Konsequenzen für ihre Gräueltaten tragen müssen. Können sie sich nicht mehr halten, werden sie halt krank oder um die Ecke gebracht, was natürlich das Aufarbeiten der Vergangenheit umso schwerer macht. So gesehen kann ich nur hoffen, dass der Machtverlust an sich so tiefgreifend und erschütternd ist, dass gerade dieser der Grund für die Krankheit der Machthaber verantwortlich gemacht werden kann und das wäre dann ja vielleicht auch eine Form der Strafe.....

number4 - ein Hausmeister?


Gast: tc_t
20.06.2012 07:53
5 0

no auch kein problem

sie stopfen ihn halt aus und sperren ihn dann ein

Schicksalsregie

Das unergründbare Schicksal spielt Regie. Bringt Gnade für die EINEN und Bitternis den ANDEREN.

Gast: from another point of view
20.06.2012 07:20
0 1

"Präsidenten" und kranke Welt

Weltweit können sogenannte "Präsidenten" mit ihrem Volk machen, was sie wollen. Vermögensentzug bis Mord und Völkermord. Dann entweder krank und Koma oder mit Milliarden ins Exil. Vor den Augen der UNO, EU, etc. Warum gibts hier keinen Straf- und Sanktionskatalog? Mit klaren Punkten, die exekutiert werden. Oder ist die "Hohe" Politik so weit mit diesen Leuten verhabert, für alle Fälle?!
Es ist eine historische Schande, was in Srebrenica mit Billigung der UNO geschah, und diese Verbrechen werden sich wiederholen bzw sind schon real. Die "First Ladies" werden weiterhin auf der Titelseite von Vogue, etc, sein. Eine kranke Welt!!!

Gast: Henker45
20.06.2012 06:36
0 1

Der Galgen hätte diesem Diktator gebührt

Hat er Glück, wenn er verreckt.

Im Fadenkreuz der Terroristen