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Griechenland: Neue Regierung steht

20.06.2012 | 16:00 |   (DiePresse.com)

Konservative, Sozialisten und Demokratische Linke haben sich auf eine Koalition geeinigt. Antonis Samaras ist bereits als neuer Ministerpräsident vereidigt worden.

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Drei Tage nach der Parlamentswahl steht in Griechenland eine Regierung unter Führung der Konservativen. Antonis Samaras, Chef der konservativen Nea Dimokratia (ND), legte am Mittwoch vor Staatschef Karolos Papoulias seinen Amtseid ab. Zuvor hatte er sich mit der sozialistischen Pasok und der gemäßigten Demokratischen Linken (Dimar) auf eine Koalition geeinigt.

Die Zusammensetzung des Kabinetts soll spätestens Donnerstagvormittag bekanntgegeben werden. Neuer Finanzminister wird voraussichtlich der Präsident der privaten National Bank, Vassilis Rapanos. Wahrscheinlich wird es sich aus konservativen Politikern sowie Technokraten zusammensetzen, die das Vertrauen der beiden kleineren Koalitionspartner haben. Pasik und Dimar wollen die Regierung aktiv unterstützen, aber keine Parteimitglieder ins Kabinett entsenden.

"Mit Gottes Hilfe werden wir alles tun, um das Land so schnell wie möglich aus der Krise zu führen", erklärte Samaras. Pasok-Chef Evangelos Venizelos sagte, die erste große Kraftprobe werde der Regierung beim EU-Gipfeltreffen Ende Juni bevorstehen. Die Auflagen für die Milliardenhilfen müssten neu verhandelt werden.

Koalition hat bequeme Mehrheit im Parlament

Die Griechen hatten in einer weltweit mit Hochspannung verfolgten Wahl die Nea Dimokratia zur stärksten Kraft gemacht. Die radikale Linkspartei Syriza, die die Auflagen komplett kippen wollte, landete auf dem zweiten Platz. Sie will nun eine starke Opposition bilden.

Die Konservativen haben 129, die Sozialisten 33 und die Demokratische Linke 17 Sitze im 300-köpfigen Parlament. Damit haben die drei Parteien eine bequeme Mehrheit von 179 Abgeordneten.

Reformen waren ins Stocken geraten

Griechenland wird von seinen Euro-Partnern und dem IWF mit einem zweiten Hilfspaket von 130 Milliarden Euro vor dem Bankrott bewahrt. Es setzt auf einem ersten Paket im Volumen von 110 Milliarden Euro auf. Im Gegenzug muss das Land Wirtschaft, Verwaltung und Sozialsysteme reformieren und Milliarden einsparen. Wegen des Wahlkampfes waren die Reformen allerdings in den vergangenen Monaten praktisch zum Erliegen gekommen.

In der Euro-Zone wird deshalb diskutiert, ob man den Griechen beim Reformzeitplan entgegenkommen sollte. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble wies den Vorwurf zurück, die Auflagen seien zu hart. "Wir haben Griechenland nicht überfordert, und wir werden die Griechen nicht überfordern", sagte er der "Zeit". Es brauche vor allem mehr Entschlossenheit, die Maßnahmen auch zügig umzusetzen.

Unmittelbar nach der Regierungsbildung will die Troika aus EU, EZB und IWF eine Delegation nach Athen schicken, um den Stand der Reformbemühungen zu überprüfen. In EU-Kreisen hatte es geheißen, das Programm sei praktisch an allen zentralen Stellen aus dem Ruder gelaufen.

(Ag.)

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43 Kommentare
 
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???

Wäre ich kein Atheist - ich würde die Behauptung, die Regierung sei durch den Willen Gottes zustandegekommen, als Blasphemie bezeichnen.

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und da schreiben sie,

die Griechenland- unf Finanzprofis auf der Kommentarseite.

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Irgendwelche Neuigkeiten?

das alte "Karamanlis bewährte" Team wieder fest am Taschenfüllen abgesegnet durch einen greisen Popen.

Wo ist der newsgehalt außer das es keinen gibt?

Na endlich ;D

jetzt wird alles wieder gut.

Gast: Geduld bringt Rosen!
20.06.2012 21:38
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Griechenland: Samaras als neuer Premier vereidigt........

....Nau, Gott sei Dank....jetzt sind sie endlich Schuldenfrei und können von hinten neu beginnen!

*Chaos/Finanzhorror nicht nur in Griechenland (s. sogen.PIIGS Länder)...und anderen.

Die EU ist auf dem Wege zur Verschuldungsgemeinschaft - tolle Leistung od. die Wirklichkeit hat alle eingeholt.
Die Gefahren werden immer größer. "Eine Transferunion, vor der jetzt viele warnen, braucht die EU nicht mehr zu werden", sagt Prof.Bandulet/DBR: "Sie ist schon eine."
Die Menschen, die Bürger wurden jahrelang getäuscht, auch in Österreich.

Die linksextremen !

Wissen wovon sie reden,aber zuerst gibt's noch einmal Kohle aus Europa.

Die Politik hält wirklich die Bürger für ganz bescheuert, wollen uns weismachen das die Verursacher in Griechenland jetzt aufeinmal die Heilsbringer sind!


Gast: BÜRGER DER EU
20.06.2012 18:33
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Hausaufgaben

Jetzt wird die neue Regierung hoffentlich schleunigst daran gehen die Hausaufgaben zu machen:
- Reduzieurng der griechischen Verwaltung
- Reduzirung des griechischen Politapparates
- Effiziente Steuereintraibung mit Hilfe einer Europäischen Task Force zur Eintreibung einer effizienten Steuerpolitik bestehend aus österreichischen, deutschen, iederländischen und schwedischen Steuer- und Finanzpolizisten

Bevor diese neue Regierung das nicht erledigt, kann es kein Vertrauen in die Griechen geben und darf kein Cent mehr nach Griechenalnd fleißen.

Re: Hausaufgaben

Reduzierung - Verzeihung - LOL

Verwaltung?
Weiß die Politik überhaupt, wer wo sitzt und welche Aufgabe er theoretisch hätte? Eher ein. Aber die Verwaltung beschäftigt sich sowiso mit lukrativerem Nebenerwerb (siehe letzten OECD-Bericht zur Korruption in GR).

Politapparat?
Gott behüte. Jetzt sitzen gerade mal einen Tag wieder jene "Genies" am Ruder, welche überhaupt eine der Hauptursachen der Krise waren und sind. Die werden sich nach diesem Erfolg doch nicht freiwillig selbst beschneiden.

Taskforce?
Steht nicht am Spielplan des EU-Theaters. GR ist ein "selbstständiges Land", keine Einmischung von außen.

Und warum sollte man das alles überhaupt tun, so lange der Futtertrog, zugegen etwas unerwartet aber doch, wieder laufend gefüllt werden wird!? Das Aufweichen der Vorgaben wurde zudem schon vor der letzten Wahl angeboten.

Traurig aber wahr.

Da kommt keine Fraude auf

Die eh' schon bekannten Abgabenverkürzer der letzten 30 Jahre haben sich gerade wieder am von uns gefüllten Futtertrog eingetroffen und huldigen ihrem Gott Hermes! Ich hoffe auf die Standfestigkeit von Frau Merkel - unser BUKA Faymann verkauft Österreich um an der Macht zu bleiben und beim neuen franz. Präsidenten im ana... Wohnzimmer ein warmes Platzerl zu haben!

2 0

Samaras' Wahlversprechen:


- Körperschaftssteuer soll von 23 auf 15 Prozent gesenkt werden,

- die Mehrwertsteuer von 23 auf 19 Prozent,

- der Spitzensatz der Einkommenssteuer von 45 auf 32 Prozent.

- Pensionäre, Landwirte und Polizisten erhalten zusätzliches Geld.

Finanziert werden soll das alles durch riesige Kürzungen im Staatshaushalt (bei Null-Entlassungen).

Wie sagte Papandreou nach der Wahl 2009: "Das Geld ist da" (und stellte ein paar zigtausend zusätzliche Beamte ein)!


die regierungserklärung ist praktisch auch schon fertig:

"wir werden brav all das machen, was uns weisenrat, eu und andere regierungschefs vorschreiben.
wir werden allerdings nichts unternehmen, um an die unsere staatsschulden locker übersteigenden schwarzgelder ranzukommen. das sind 1. wir selbst und unsere freunde und 2. verlangt das eh niemand von uns. denn auch andernorts sind das freunde und begehrte business-partner.
und jetzt schnallt den gürtel noch viel enger, ihr blödes volk!"

Re: die regierungserklärung ist praktisch auch schon fertig:

Pasok = SPO!

Gast: Altemanze
20.06.2012 17:09
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Aha. ..UND ?


Gast: ösi klaus
20.06.2012 17:08
5 0

Was für in primitives Land!

Die Regierung wird von Bischöfen angelobt!
Und das im 21. Jahrhundert als EU Mitgliedsland!

Der Fisch stinkt bekanntlich...

Es geht schon los

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/
Griechenland will 31 Milliarden - 1 Milliarde war vorgesehen.....

Antworten Gast: Go to hell
20.06.2012 17:06
2 0

Re: Es geht schon los

Verantwortungslos,naiv und deppert wie bisher werden sie es ihnen geben. Diese Finanzminister hauen ungeprüft und hemmungslos das Geld ihrer Steuerzahler weiterhin in das Griechische Fass ohne Boden rein. So schnell diese Regierung gestanden ist, so schnell wird sie nach der Milliarden Spritze wieder umfallen. Bis zur nächsten Transfusion und so weiter und so weiter. Das perfekte Perpetum mobile.

Gast: Wirtschaftler
20.06.2012 16:42
3 1

Husch-Wusch, und schon wieder das Gleiche

Kaum waren die komischen Wahlen vorbei, gab es eine Regierung nach der Gutlaune der Bankenmafia. Die Griechen legten ein Wahlergebnis vor, das sich schön anschauen läßt. Aber hinter den Kulissen brodelt es gewaltig. Nach Telefonaten mit Geschäftspartnern in Griechenland sagten mir diese, dass es überall komische Vorgänge gegeben hat. So wurden in den Bezirken ganz andere Wahlergebnisse ausgezählt, als dann offiziell verlautbart. Wahlurnen seien ausgetauscht worden und Stimmzettel von Nichtwählern als offizielle Wahlstimmen hergenommen worden. Wenn das aber stimmt, können die Fälscher bald nur mehr Zuflucht im Meer nehmen.......
Im Volk brodelt es, aber diese Meldungen kommen zu uns nicht durch ( Zensur!).

Antworten Gast: Beim Zeus
20.06.2012 17:08
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Re: Husch-Wusch, und schon wieder das Gleiche

Erinnert so an unsere 66% zum EU-Beitritt.

"Griechenland: Neue Regierung steht..."

...am Abgrund!

Versiegt der Geldhahn trotzdem?

Deutschland muss aktuell im Vergleich zum Beginn dieses Monats um 40 % mehr Zinsen bezahlen. Es wird damit gerechnet, dass sich die Zinsen gegenüber dem Tiefstand verdoppeln. Der Rückgang der Zinsen bei Spanien und Italien dürften auf Interventionen der EZB mit Steuergeld zurückzuführen sein.

Der Markt schätzt, dass Deutschland die Last der maroden Staaten nicht schultern kann und man kann sich ausrechnen, dass auch das Zugpferd der Eurozone sein Triple-A-Rating verliert, wenn es weitere Belastungen eingeht.

Führen nationale Interessen zu einen Auseinanderbrechen der Eurozone?
http://www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/465283_goodbye_euro.html

http://regionaut.meinbezirk.at/schoenkirchen-reyersdorf/wirtschaft/goodbye-euro-d201491.html

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Wozu Griechenland sich verpflichtet hat

http://bit.ly/KkAaMM

Ich sag mal für jeden deutlich:

Spaetestens in 5 Jahren wird es eine Mittelmeerunion geben. Portugal, Spanien, Italien, Griechenland und die Türkei werden sie gründen. Die Balkanlaender werden sich überwiegend für diese Union entscheiden. Mitteleuropaer und Nordlaender können ruhig ihren Weg gehen!

Ich bin ja sooo erleichtert ...

... ich hatte schon Angst, dass ich nichts mehr zahlen muss.

 
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