[Dubai/Teheran/Reuters] Iran habe einen „massiven Cyber-Angriff“ auf seine Atomanlagen entdeckt. Dies berichtete am Donnerstag das Staatsfernsehen unter Berufung auf Geheimdienstminister Heydar Moslehi: „Auf Basis der uns zur Verfügung stehenden Informationen haben Amerika, das zionistische Regime und der MI6 (der britische Auslandsgeheimdienst; Anm.) eine Operation geplant“, wurde der Minister zitiert: „Sie versuchen noch immer, ihren Plan umzusetzen, aber wir haben Vorsichtsmaßnahmen getroffen.“
Es wäre nicht das erste Mal, dass Irans Atomprogramm zum Ziel eines Cyber-Angriffs wird: Bereits 2010 hat der Computerwurm „Stuxnet“ die Steuerungs-Computer von Uran-Zentrifugen infiziert und einige davon außer Gefecht gesetzt. Vor wenigen Wochen veröffentlichte das renommierte russische Cyber-Security-Unternehmen Kaspersky Informationen über einen „Mega-Trojaner“ namens „Flame“. Es soll sich um das komplexeste bisher aufgefundene Spionageprogramm handeln. Laut „Washington Post“ haben die USA und Israel gemeinsam die Schadsoftware programmiert.
Westliche Staaten, allen voran Israel und die USA, werfen dem Iran vor, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms Atomwaffen zu entwickeln.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 22. Juni 2012)
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