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Assange: "Leben in Ecuador besser als hinter Gittern"

22.06.2012 | 13:54 |   (DiePresse.com)

Der Wikileaks-Gründer erklärt in einem Interview seine Flucht in die Londoner Botschaft Ecuadors.

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Der in die Botschaft Ecuadors geflüchtete Wikileaks-Gründer Julian Assange hat sich erstmals öffentlich zu seinem Asylantrag geäußert. In einem Interview mit dem australischen Rundfunk ABC sagte der 40-Jährige am Freitag, er habe mit der Aktion vor allem Aufmerksamkeit auf seinen Fall lenken wollen. Was er bei einer Ablehnung des Gesuchs mache, wollte er nicht sagen.

Assange hatte am Dienstag in der Botschaft Ecuadors in London Zuflucht gesucht und einen Antrag auf politisches Asyl gestellt, weil ihm eine Auslieferung von Großbritannien an Schweden droht. Dort werden ihm Sexualdelikte zur Last gelegt. Assange fürchtet aber, letztlich an die USA ausgeliefert und dort wegen der brisanten Enthüllungen durch seine Website Wikileaks verfolgt zu werden.

In den USA seien bereits Strafverfahren im Gange, die zu einer Auslieferung führen könnten, sagte er ABC. Um auf dieses mutmaßliche Komplott gegen ihn aufmerksam zu machen, habe er sich in die Botschaft geflüchtet.

Die Menschen Ecuadors seien "freundlich" und "großzügig", betonte der Wikileaks-Gründer. Ein Leben dort sei "viel besser als ein Leben hinter Gittern in den USA."

 

Von seiner Heimat Australien fühlt sich Assange im Stich gelassen. Die australische Regierung sei "nicht in einer einzigen Angelegenheit" - auch nicht in seinem Fall - bereit, andere Regierungen darum zu bitten, "vernünftig" zu handeln. Er habe seit seiner Festnahme im Dezember 2010 mit keinem Vertreter der australischen Botschaft gesprochen, sagte der 40-Jährige.

(Ag.)

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8 Kommentare

Der Typ ist mir so was von unsympathisch....

..... - aus meiner unbedarften Sicht her ist Schweden doch ein Land mit einer korrekten Justiz - oder?


Re: Der Typ ist mir so was von unsympathisch....

Nicht wenn einem MANN Sexualdelikte vorgeworfen werden.

1 2

Ist die Botschaft von Ecuador in Österreich vorbereitet?

Da ergeben sich ja neue, dank Assange, ungeahnte Möglichkeiten für die österreichischen Kriminellen.

Antworten Gast: 002
22.06.2012 17:09
1 2

Re: Ist die Botschaft von Ecuador in Österreich vorbereitet?

Sie haben ja wohl überhaupt keine ahnung

Gast: sadfasd
22.06.2012 16:27
2 1

"Leben in Ecuador besser als hinter Gittern"

Ja, das sehen viele Verbrecher so.

Gast: Talbot
22.06.2012 14:27
2 1

Informations und Meinungsfreiheit in Ecuador

Na da hat sich Assange das richtige Land ausgesucht.
"President Correa frequently rebukes journalists and media that criticize him and has personally taken journalists to court for allegedly defaming him."
"Under the existing code, journalists face prison sentences and crippling damages for this offense. According to Fundamedios, by October 2011 five journalists had been sentenced to prison terms for defamation since 2008, and 18 journalists, media directors, and owners of media outlets faced similar charges."
"The Correa administration has proposed to tighten regulations regarding the operation of both domestic and international NGOs in the country, including those working on human rights and the environment."
http://www.hrw.org/world-report-2012/world-report-2012-ecuador


3 1

Ecuador

Soll er nur nach Ecuador gehen. Dort habens die Auftragskiller oder Agenten sicher leichter und es fällt nicht so auf.

2 1

"Leben in Ecuador besser als hinter Gittern"

Also mit solchen Aussagen macht er sich dort sicher beliebt.

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