18.05.2013 10:49 Merkliste 0

Bestätigt: Syrien schießt türkischen Militärflieger ab

23.06.2012 | 11:22 |   (DiePresse.com)

Syriens Militär holte einen türkischen Aufklärer vom Himmel. Ankara kündigt "entschlossene Schritte" an. Präsident Gül: "Können nicht zur Tagesordnung übergehen."

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Nach dem Abschuss einer türkischen Militärmaschine durch Syrien berät die Führung in Ankara über Konsequenzen. Nach einem derartigen Zwischenfall könne man nicht zur Tagesordnung übergehen, sagte Präsident Abdullah Gül am Samstag. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan traf mit Spitzenmilitärs zu einer Krisensitzung zusammen und kündigte entschlossene Schritte an, sobald alle Fakten bekannt seien. Syrien bestätigte den Abschuss der F-4, die in seinen Luftraum eingedrungen sei. Türken und Syrer suchten gemeinsam nach den beiden verschwundenen Besatzungsmitgliedern.

Was immer notwendig sei, werde unternommen, so Präsident Gül. Nach syrischer Darstellung wurde die in niedriger Höhe fliegende F-4 über syrischem Gebiet abgeschossen. Gül sagte dazu, es sei angesichts der hohen Geschwindigkeit der über dem Meer fliegenden Jets normal, wenn sie vorübergehend in fremden Luftraum eindringen. Dies geschehe ohne "böse Absicht". Neben Erdogan beriet auch Außenminister Ahmed Davutoglu mit dem Generalstab und dem Geheimdienst über Konsequenzen. Nach türkischer Darstellung war die abgeschossene F-4 ein Aufklärer und kein Kampfflugzeug.

Der türkische Professor für internationale Beziehungen Ilter Buran betonte, selbst bei einer Verletzung des Luftraums sei es normalerweise üblich, den Eindringling zu jagen oder zur Landung zu zwingen, statt ihn abzuschießen.

Der Politikwissenschaftler Hüseyin Bagci sagte dem türkischen Nachrichtensender NTV, der Abschuss könne die Debatte über die Ausrufung des NATO-Bündnisfalls wiederbeleben. Nach dem Beschuss türkischen Bodens durch die syrische Armee im April, durch den mehrere Syrer und zwei Türken getötet wurden, hatte Ankara gewarnt, die Türkei könnte sich in einem solchen Fall auf Artikel 5 des NATO-Vertrags berufen. Dieser bezieht sich auf den Bündnisfall, bei dem ein Angriff auf einen NATO-Staat als Attacke auf das gesamte Bündnis angesehen wird und daher von allen Mitgliedern vergolten werden kann.

"Assad spielt mit dem Feuer"

"Assad spielt mit dem Feuer", titelte die türkische Zeitung "Hürriyet" am Samstag, die Zeitung "Vatan" kündigte an: "Sie werden den Preis bezahlen." Der stellvertretende türkische Regierungschef Bülent Arinc rief am Samstag zur Zurückhaltung auf. Es handle sich zwar um einen "bedenklichen Zwischenfall", dieser müsse jedoch zunächst vollständig aufgeklärt werden. Ein UNO-Sprecher erklärte, Generalsekretär Ban Ki Moon hoffe, dass "dieser ernste Vorfall von beiden Seiten mit Zurückhaltung auf diplomatischem Wege behandelt wird".

Das Flugzeug vom veralteten Typ F4 Phantom wurde nach syrischen Angaben nur einen Kilometer vor der Küste getroffen und stürzte rund zehn Kilometer westlich der Ortschaft Um al-Touyour ins Meer. Die Maschine war auf dem Luftwaffenstützpunkt Malatya gestartet und flog in der Nähe des engen Luftkorridors, der die Türkei mit den türkischen Truppen auf Nordzypern verbindet.

Der Zwischenfall könnte die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen beiden Staaten weiter verschlechtern. Die Türkei gehört zu den schärfsten Kritikern des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, seitdem dieser mit militärischer Gewalt gegen die Opposition in seinem Land vorgeht. Viele Syrer haben auf der Flucht vor den blutigen Auseinandersetzungen in der benachbarten Türkei Schutz gesucht. Die türkische Regierung plädierte für die Einrichtung von Schutzkorridoren in Syrien, um Flüchtlinge vor Übergriffen zu bewahren. Da dies aber den Einsatz von Soldaten erfordert hätte, nahm die türkische Regierung von solchen Überlegungen Abstand, solange der UNO-Sicherheitsrat kein Mandat dafür erteilt.

(Ag./Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

498 Kommentare
 
12 3 4 5 6 7 8 9 10 11
Gast: Wake Up !
27.06.2012 08:22
2 0

Besser Recherchieren & Nachdenken !

1. "unbewaffnete" Phantom "wollte Radar testen": Türkei und Griechenland haben von der Bundesluftwaffe 1992 und 1994 ausser Dienst gestellte RF4E-Aufklärer erhalten. Die Aufklärer sind unbewaffnet und wurden von der Luftwaffe parallel zur DDR-Grenze geflogen. Mit einem seitlich schauenden Radar (SLAR) wurde bis zu 200 km in die DDR hineingeschaut.
Die türkische Maschine flog ebenfalls dreimal recht parallel zur syrischen Grenze, dabei jedesmal näher.
2. Die Türkei hat eingeräumt, daß die Maschine in den syrischen Luftraum eingedrungen ist. Erste Nachrichtenmeldungen lauteten 15km von einer syrischen Stadt entfernt, das ist innerhalb der 12 Meilen Zone.
3. Es wird nur angegeben, die Maschine sei über "internationalem" Luftraum abgeschossen worden. Das mag zwar richtig sein, ist aber sehr ungenau, da das Flugzeug nach dem Starten der Abwehrrakete bis zum Treffer noch ein paar Kilometer zuücklegt und dabei aus dem syrischen Luftraum herausfliegt und bei entsprechender Flugrichtung auch nach dem Treffer.

Also, liebe Presseleute, jetzt lauft mal los und findet bitte ein paar Details heraus:
- handelte es sich bei der Phantom um einen RF4E-Aufklärer ?
- falls ja, war er mit dem SLAR ausgestattet ?
- von wo wurde die Rakete gestartet ? Die Raketenstellungen sind der Nato sicherlich bekannt und die Rakete wurde auch mit höchster Wahrscheinlichkeit von inem NATO-Aufklärungssystem erfaßt. Daraus sollte sich ermitteln lassen, wo sich das Flugzeug beim Start der Rakete befand.

Gast: Ziiii
25.06.2012 19:59
3 3

türkei

Die Türkei wird sich bestimmt nicht in einen so offensichtlich vom Westen gewollten Krieg stürzen. Die Hetze wie sie westliche Medien betreiben ist verräterisch. Hier wird versucht ein Land wie die Türkei ohne Rückrat darzustellen und so den gedacht emotionalen Erdogan in die Enge zu treiben. Er wird schon wissen wann es für die Türkei von Vorteil ist und braucht hierfür kein Gedränge von außen. Wenn die osmanische Schelle kommt wird sie Spuren hinterlassen. Und das nicht nur in Syrien.

Gast: hattrix
25.06.2012 16:23
6 3

Der Iran muss wieder mal seine Schuldige Kolonie Syrien (neben dem Irak und Libanon) beschützen


Syrien hat internationales Recht gebrochen.

Der Abschuss erfolgt 13 Seemeilen von der Küste entfernt, alle Beweise sind vorhanden (Radar/Satelittenaufnahmen sowie Funk-Aufzeichnungen aus Syrien vor dem Abschuss).

Alles war geplant, zudem wusste Syrien sehr genau, dass es "ihr Nachbar" (O-Ton Funk-Aufzeichnung) war.

DIE EU und die USA haben Syrien bereits verurteilt.

Antworten Gast: kuhni
25.06.2012 16:40
6 3

Re: Der Iran muss wieder mal seine Schuldige Kolonie Syrien (neben dem Irak und Libanon) beschützen


Der iran hat echt nix zu sagen.
wünsche eine gute suche für die beiden verschollen piloten.

Gast: TürkeAusGERMANY
25.06.2012 16:15
4 4

Europäische Union (am Montag): Wir verurteilen den syrischen Angriff


Die EU hat heute (Montag) Syrien verurteilt und weitere Sanktionen verhängt.

Morgen trifft sich die NATO zu einer Sondersitzung.

Auch wichtig: Der RAT für Handeslbeziehungen arabischer & islamischer Länder hat Syrien auf das Schärfste verurteilt.

Desweiteren haben Italien, England, Spanien, Bulgarien u.a. Syrien ebenfalls verurteilt.

Alle Beweise (Rdar/Satelittenaufnahmen, Funk-Aufzeichnungen aus Syrien) sprechen gegen Syrien.
Syrien wusste sehr genau, dass es eine türkische F4 war, sie haben selsbt im Funkgespräch vor dem Abschuss gesagt. Der Abschuss erfolgt 13 Seemeilen von der Küste entfernt statt.

INTERNATIONLER LUFTRAUM.


Gast: Wicked_Willy
25.06.2012 15:49
3 3

was wäre wenn...

...vor 20 Jahren ein Deutscher Kampfjet durch die ADIZ (Air Defense Identification Zone) in den Luftraum der DDR eingeflogen wäre, oder umgekehrt? ... es wäre eine Luftraumverletzung gewesen, bei der jeder Pilot, egal von welcher Seite kommend, mit einem Abschuss hätte rechnen müssen. Also... worüber regt man sich auf??? Braucht der Westen erneut einen Anlass um irgendwo einzumarschieren? Was in Syrien abläuft ist ein Bürgerkrieg. Was hat der Westen sich da einzumischen? Wo war der Westen im Kongo, in Ruanda, Sierra Leone, Somalia, Sri Lanka, Chile, Tibet? Was ist mit den Kurden in der Türkei?... wo ist da der Westen? Ach ich Dummerchen. Was für blöde Vergleiche. Hätte ich selbst drauf kommen können. Da gab´s ja kein Öl. Ausserdem würde ein Einmarsch in Syrien unmittelbar nach der Fußballeuropameisterschat gut von den Problemen in der Eurozone ablenken.

Antworten Gast: Guckst du
25.06.2012 22:19
1 2

Re: was wäre wenn...

Vor 20 Jahren hat es gar keine DDR mehr gegeben :-))
Du fängst deinen Kommentar also schon mit Quatsch an.
Und, bezeichnend, beendest ihn auch so :-)))

Antworten Antworten Gast: Wake Up!
27.06.2012 00:18
1 0

Re: Re: was wäre wenn...

Oh je, ich liebe Leute ohne Hirn, die nur das Glauben, was sie glauben wollen...
Der Luftkrieg am eisernernen Vorhang endete 2:0 für den Warschauer Pakt: eine englische Maschine wurde über der DDR abgeschossen, eine Amerikanische wurde über Tscheschien in Brand geschossen und stürzte im "internationalen bayerischen Luftraum" ab. Sorry, diesen "Ausdruck" konnte ich mir wegen des Vergleichs mit dem aktuellen Vorfall jetzt nicht verkneifen :-))

Jetzt haben wir sie, die "smoking gun"...


...und jetzt los. Nach Irak und Afghanistan warten die Bürger auf Chaos und totale Islamisierung.

Re: Jetzt haben wir sie, die "smoking gun"...

Keiner möchte irgendjemanden islamisieren !
Diese Länder und ihre Menschen,verdienen es genauso wie die westlichen Länder,frei ihre Meinung zu äußern und die Wahl zu haben ! Die Zeiten wo der Westen ihnen Befehle erteilte,und ihnen sagte woran sie glauben dürfen und woran nicht,sind vorbei !


Gast: Gesichtschirurg
24.06.2012 22:26
6 3

Unbewaffnet und im internationalen Luftraum ?

Wenn das stimmt hat die syrische Luftabwehr jetzt ein Problem.


2 3

Re: Unbewaffnet und im internationalen Luftraum ?

Ob sie bewaffnet oder unbewaffnet ist, ist an sich irrelevant. Die verwendete Flak reicht aber angeblich nur 20km weit. Das wäre weniger als 12 Meilen.

Antworten Antworten Gast: hattrix
25.06.2012 16:17
3 1

Re: Re: Unbewaffnet und im internationalen Luftraum ?


Du weißt aber das Russland dort vor den Augen der Welt vor einigen Wochen seine eigene russische Abwehr installiert hat oder ???


Antworten Antworten Antworten Gast: Fttttttttttttt
25.06.2012 22:20
0 2

Re: Re: Re: Unbewaffnet und im internationalen Luftraum ?

Nein, was Sie nicht sagen! Ist ja schröcklich! Jetzt bibbert die ganze Nato :-)))

Gast: Hardliner 1
24.06.2012 21:47
4 3

Im syrischen Luftraum

Was hat ein türkischer Aufklärer (F 4) im syrischen Luftraum zu tun? Für wie blöd halten uns die Türken?

Antworten Gast: eak
25.06.2012 13:58
3 2

Re: Im syrischen Luftraum

Wer ist "uns"? Oder meinst du eher schlicht und einfach nur "dich"?!

Gast: TürkAusGermany
24.06.2012 20:28
4 9

Hillary CLINTON: " Wir verurteilen diesen Angriff auf das SCHÄRFSTE"


CLINTON:

"Der Abschuss auf die F-4 war unverschämt und ist nicht akzeptabel. Wir verurteilen die Tat auf das Schärfste."


2 5

Re: Hillary CLINTON: " Wir verurteilen diesen Angriff auf das SCHÄRFSTE"

Die USA beglücken die ganze Welt mit ihren Mordbrigaden. Die sollen den Mund halten. Syrien hat seinen Luftraum verteidigt.

Antworten Gast: Hardliner 1
24.06.2012 22:07
5 4

Re: Hillary CLINTON: " Wir verurteilen diesen Angriff auf das SCHÄRFSTE"

Die "Drohnen-Kriegerin" sollte sich Gedanken über diverse Schandtaten ihres eigenen Militärs Gedanken machen statt das Selbstverteidigungsrecht der Syrer zu kritisieren. Die Türkei wollte wohl mal testen, ob die syrische Luftabwehr auf dem Posten ist. Nun hat sie die Antwort.

Gast: TürkAusGermany
24.06.2012 20:18
5 9

F-4 wurde im internationalem Luftraum getroffen


DIE Beweise sind vorhanden, die gesamte EU und NATO sowie die USA wissen über alles bescheid.

Zudem war die Phantom lediglich ein Überwachunsgflugzeug OHNE Bewaffnung, dass 13 Meilen vor der Küste getroffen wurde.

INTERNATIONALES RECHT gebrochen.

So sind nun mal die Gesetze.

1 0

Re: F-4 wurde im internationalem Luftraum getroffen

Mit einer F-4 flieg ich doch nicht auf Überwachung. Das sind maximal noch Schulungs- und Testflugzeuge.

Mit diesem Kommentar können sie wieder kommen wenn eine Black Bird abgeschossen wird.

Antworten Antworten Gast: Preuße1951
25.06.2012 22:38
1 1

Re: Re: F-4 wurde im internationalem Luftraum getroffen

Ihr seid doch echt lauter Klugschwätzer ohne Ahnung!
Warum sollten die Türken mit einer Phantom F-4 II nicht Überwachungsflüge durchführen?
Die Bundeswehr zum Beispiel sichert mit F-4 Phantom-Jägern des Jagdgeschwaders 21 "Richthofen" im Auftrag der Nato den Luftraum Estlands, Lettlands und Litauens.

http://www.baltische-rundschau.eu/2012/01/09/luftwaffe-sichert-den-luftraum-uber-baltikum/

Antworten Antworten Gast: Preuße1951
25.06.2012 14:02
2 0

Re: Re: F-4 wurde im internationalem Luftraum getroffen

Dann kennen Sie aber aber die McDonnell Douglas F-4 Phantom II nicht!

"Von Piloten scherzhaft „Rhino“, „Double Ugly“, „Eisenschwein“, „Ölofen“, „Luftverteidigungsdiesel“ oder „Luftwaffendiesel“ genannt, erfreut sie sich immer noch immenser Beliebtheit bei diesem Personenkreis als einer der – trotz seines hohen Dienstalters – sichersten Militärjets aller Zeiten (weniger als 1,3 Zwischenfälle pro 10.000 Flugstunden)".

Antworten Antworten Antworten Gast: TürkAusGermany
25.06.2012 17:38
3 3

Re: Re: Re: F-4 wurde im internationalem Luftraum getroffen


Die F - 4 war UNBEWAFFNET.

ein EINZIGER jet OHNE bewaffnung.

die f4 ist für übungsaufgaben bestimmt. sonst nix.

hätte die türkei tatsächlich syrien angreifen wollen, dann sicher mit seinen modernen jets MIT schweren raketen.

und nicht alleine, sondern mit mehreren maschinen.

FAZIT: Syrien hat OHNE VORWARNUNG auf eine unbewaffnete alte f4 geschossen, und zwar 13 seemeilen von der küste entfernt, im INTERNATIONALE LUFTRAUM.


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Preuße1951
25.06.2012 22:27
1 0

Re: Re: Re: Re: F-4 wurde im internationalem Luftraum getroffen

Ja, da Ganze ist sehr merkwürdig.

Ich habe schon alle möglichen Szenarien durchgespielt.

Unter anderem auch, dass syrische Oppositionellen den Jet abgeschossen haben. Als Provokation sozusagen, um die Nato zum Eingreifen zu nötigen.

Ist nur so ein Gedankenspiel.
Aber möglich wäre auch das.
Weil was sollte es denn wirklich für einen Sinn machen für die Führung in Syrien, die Lage noch mehr eskalieren zu lassen, was ihr ja selber schadet.

Gast: TürkAusGermany
24.06.2012 20:01
4 11

F-4 wurde im internationalem Luftraum getroffen


Alle Beweise dafür sind vorhanden.

Die EU und die NATO sowie weitere Staaten wissen darüber bereits bescheid.

Wer nicht mal die Wahrheit akzeptieren kann, der ist nicht mehr ganz bei Verstand. Wirklich schade.

Eh wurscht, die WELT wird morgen und Dienstag über diese TATSACHEN eine Sitzung abhalten.

 
12 3 4 5 6 7 8 9 10 11