Die USA haben vor einem unmittelbar bevorstehenden Anschlag in der kenianischen Küstenstadt Mombasa gewarnt. Alle US-Beamten seien aufgefordert worden, die Stadt zu verlassen, hieß es am Samstag in einer Anweisung der US-Botschaft in Nairobi. Alle Vertretungen der US-Regierung in Mombasa sollen bis zum 1. Juli geschlossen bleiben.
Die kenianische Polizei nahm zwei Iraner fest, die verdächtigt werden, einer Terrorzelle anzugehören und Anschläge in Nairobi und Mombasa geplant zu haben. Einer der beiden sei bereits am Mittwoch in Nairobi festgenommen worden, der andere am Donnerstag in Mombasa. Nach Polizeiangaben aus Mombasa wurden nach der Vernehmung der Verdächtigen Chemikalien gefunden, die zur Herstellung von Sprengsätzen geeignet seien.
Die US-Botschaft warnte bereits wiederholt vor Anschlägen in Kenia, seit die kenianische Armee ihren Kampf gegen islamistische Shebab-Milizen in Somalia aufnahm. In den vergangenen Monaten gab es bereits Anschläge in Nairobi und Mombasa, die Kenia der Shebab zuschrieb. Die Gruppe bekannte sich jedoch nie zu den Anschlägen. Ende Mai waren bei einem Anschlag in Nairobi ein Mensch getötet und mehr als 30 verletzt worden. Die USA befürchten einen großangelegten Anschlag in Kenia.
(Ag.)
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