Forum: Ihre Erfahrungen beim Bundesheer

07.01.2013 | 09:57 |   (DiePresse.com)

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241 Kommentare
 
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Da hat wohl die erziehung versagt

Wenn ich mir die Kommentare hier lese habe ich das Gefühl ich lese das Tagebuch von Memmen!!!

Ihr habt eine Beschwerdestelle (gabs bei uns nicht), ihr habt Luxus pur - und IHR BESCHWERT EUCH weil euch jemand die Leviten liest?

Auf der Strasse und in der Gang seid ihr doch sooooooooo cool!

Und beim Heer sch..sst ihr euch ins Hemd????

Weicheier!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

gähn...

Ich habe 6 Monate Blutdruck gemessen. Effektive Arbeitszeit waren 2h pro Tag, den Rest haben wir geschlafen bzw. Karten gespielt.

Weder ich noch mein Mama?

Die Mama im Präsenzdienst:

Ist das Buberl denn schon entwöhnt und trinkt schon aus dem Flascherl?

Re: Weder ich noch mein Mama?

Mamaburli?

Na wenn ma mit 19 nu immer am Busen saugt???

Erstens:

Weder ich noch mein Mama sind gestorben, weil ich einrücken musste.
Zweitens: Im Großen und Ganzen war es eine Erfahrung, die mir nicht geschadet hat.

Re: Erstens: war es eine Erfahrung, die mir nicht geschadet hat.

Wie hat's denn die Mama geschafft, mit ihrem Knaben und seinem Ego?

"Im Laufschritt, Aarrrrrrrssssch!"

Bei uns haben Offiziere beim Nachtmarsch die ganze Kompanie gefährdet, weil sie sich in der Zeit und der Gefährlichkeit der Strecke geirrt haben. Da war es Nacht, als wir in einer Schlucht waren, hinter und vor mir haben die Kameraden "geweint und gewimmert" weil manche einfach zuviel Dioptin hatten, nichts mehr sahen und sich vor Angst fast in die Hosen schissen. Die Lösung: Die Kollegen die Nachblind waren haben sich bei den Kameraden die noch was sahen am Gürtel eingehängt. Ein Veterinärarzt der sich nach dem Marsch laut über die Gefährdung der Kollegen und die Fehleinschätzung des Hauptmanns aufregte wurde zuerst mit dem Militärgericht bedroht und dann "befördert". So funktioniert das.
Auf die Meldung eines Grundwehrdieners, ihm sei schlecht, rief der Hauptmann: "Sani, kum her und hau erm ane ind Wampn, damit Soß aufakummt!" Wie üblich gab er dann den Befehl: "Im Laufschritt, Arrrrrschhh!" Ja, das sind so die Spielchen der komplexbeladenen, frustrierten Offiziere beim Heer.

Als Akademiker beim Heer

Ich war erst nach meinem Medizinstudium beim Bundesheer. Ich muß gestehen, ich hatte selten soviel ungewollten Spaß und habe noch nie tiefer gedallene Existenzen als dort getroffen.

Der Grundwehrdienst wurde so gestaltet, daß man uns "weil wir ja was Besseres sind (nicht daß ich das meine, aber die meinten daß wir das meinen) " nochmal mehr schindet. Mir egal. Nach 4 Wochen war das Spektakel rum. Und wenn ich zur sexuellen Erregung eines Vorgesetzten beitragen konnte weil sie uns bei der ABC Übung nackt ausziehen ließen und dann mit kaltem Wasser abduschten, dann bitte sehr.

Danach war es Easy Going. Als Arzt wurde die Ausbildung in Innsbruck fortgesetzt und war dann eigentlich sehr witzig. Ich erinnere mich dunkel an manch einen versoffenen Abend in Innsbruck und moment... an den Rest relativ wenig.

Dann wurde ich in der Nähe meines Heimatortes in Niederösterreich im Krankenrevier untergebracht. Ich hatte einige Offiziere und nen General als Vorgesetzten, diealle Ärzte waren. Vom Heer selbst hatten Sie wenig Ahnung... dafür war besonders einer gnadenlos ausländerfeindlich. Bei der Visite durchzugehen und einem der jungen Rekruten, der aus einem anderen Land stammte zu begrüßen mit den Worten: Du sein krank, Du müssen sterben! Hahaha!... Ich glaube, da muß ich kein Wort mehr darüber verlieren. Also zumindestens den Beruf als Arzt hat der Kollege verfehlt.

Also, ich hatte wie ihr seht, ungewollten Spass, jedes Kabarett ist ein Witz dagegen. Danke sehr! Gerne wieder ;)

Re: Als Akademiker beim Heer

Jaaaaa, die Sorte kenn ich auch.

Studieren bis zum St. Nimmerleinstag - in der Hoffnung nicht einrücken zu müssen - blablabla

Jahrzehntelang hätte man Zeit gehabt

aus dem Heer etwas Sinnvolles zu machen, stattdessen war es weder ein einsatzfähiges Heer, noch eine schlagkräftige Truppe für Katastropheneinsätze.
Die Zeit ist für uns alle sinnlos gewesen, nur die Drückeberger(z.B. Rauch, Juracka) haben das "Richtige" gemacht:
Wehrpflicht ist etwas für das gewöhnliche Stimmvieh, nicht für die Hotvolee

Re: Ihre Erfahrungen beim Bundesheer ...

ist das Thema?


''Wer sudert, wird pudert''

Wer wissen will, wie es DERZEIT beim Heer zugeht der möge sich die Presse-Galerie ''Wer sudert, wird pudert'' durchsehen - DAS und GENAU DAS zeigt das Niveau unseres Heeres. Mehr ist da nicht UND GENAU DESHALB gehört es in DIESER FORM ABGESCHAFFT. Ein für alle Mal.

''Wer sudert, wird pudert''

Wer wissen will, wie es DERZEIT beim Bundesheer ist, der sehe sich die Presse Galerie e
''Wer sudert, wird pudert'': Wenn Bundesheer-Ausbildner ausrasten ... an. DAS ist genau das Niveau unseres Heeres UND GENAU DAS gehört beendet. Ein für alle mal!

Leicht war es nicht. DANKE für diese Zeit!

Als Wiener in Burgenland, mit anderen "Mundeln" im Winter als schwerer Jäger ausgebildet.
Damals, vor 20 Jahren kapierte ich nicht wozu und warum. Heute- ich kann Feuer machen im Kamin, OHNE Grillanzünder, ich kann und putze meine teuren Schuhe mit Schuhpaste selbst, sie halten länger. Ich habe Kameradschaft und Zuversicht erlebt, wo wir nicht nur auf der Couch lagen, und habe sie zu schätzen gelernt. Ich habe gelernt meine geglaubten verwöhnten Grenzen zu erweitern, und bis heute profitiert und nicht vergessen. Ich habe meinen Dienst geleistet und bin stolz darauf. Und leider, leider erst heute! Und ich befürchte, nicht als Pessimist, rechts oder links motivierter Überlebenskünstler, sondern als einfachster Mittelständer- ich werde es erleben das dieses Land wieder die Armee braucht und hoffe sie dann noch vor zu finden. Einen alten Satz habe ich damals in Bruckneudorf gelesen, nie verstanden, erst die letzten Tage in der aktuellen Situation in die uns unsere Regierung hineinsteuert: Gott und den Soldaten betet man an in Zeiten der Not und Gefahr - Ist beides vorüber, wird beiden gleich vergolten: Gott vergessen, der Soldat gescholten !

Re: Leicht war es nicht. DANKE für diese Zeit!

Dein Posting verdient 1000e Grüne Stricherl

Re: Leicht war es nicht. DANKE für diese Zeit!

sie sollten berufssoldat werden. bei mir waren nur die drei monate grundausbildung sinnvoll, die restlichen sechs monate war tagezählen mit der beobachtung fauler und nichtsnutziger militärbeamter. eine verlorene zeit.

Re: Re: drei monate grundausbildung sinnvoll, die restlichen sechs monate war tagezählen?

Selbst in den 9 Monaten Pflicht, dauerte die GA nur 6 Wochen?


Re: Leicht war es nicht. DANKE für diese Zeit!

und dafür haben sie das Militär gebraucht?

welch erbärmliche Sicht auf die Welt und ihre Wunder - irgendwie traurig

Große Enttäuschung, viel Schikane, sonst nichts !

Bereits am Abend des 1. Einrücktages (1969) in Pinkafeld, wurden unsere Spinte vom Ausbildner nach vorne gekippt, sodaß die gesamte Ausrüstung am Zimmerboden lag.
Oder wenn ein Hauptmann anläßlich einer Nachtübung um 1Uhr nachts am Kasernenhof schreit:
"Vater und Mutter werdet ihr vergessen, aber mich werdet ihr nicht vergessen", so kann man sich nur vorkommen in einen Haufen Narren geraten zu sein.

Daher stimme ich gegen die Wehrpflicht - ich könnte noch weitere Vorkommnisse berichten, was aber ohnehin sinnlos ist.

Wehrpflicht - nein, danke !
Stimmt für ein Berufsheer um wenigstens euren Kindern solche Zustände und Entgleisungen zu ersparen.
Mit einem solchen Heer kann man ohnehin nichts verteidigen.
Wenn unsere große Anzahl an Generälen nur ganz wenig Diensterfüllung bewiesen hätte, wären solche Zustände nie aufgetreten.


Re: Große Enttäuschung, viel Schikane, sonst nichts !

Hast du das nicht bereits deiner Mutter erzählt, die ihre 'Hände über den Kopf zusammen geschlagen hat?

Belass es dabei!

Das Bundesheer war für mich kein Spasz!

Es war sicher oft sehr wenig lustig.

Aber Ausbildung hat nicht den Sinn, nur Kasperltheater zu sein. Ausbildung ist manchmal "zaach" und manchmal auch anstrengend.

Ohne Fleisz kein Preis!
Jede Anstrengung hat einen Nutzen!

Ich fand meinen Grundwehrdienst damals als GWD sehr schwer - Trennung von Daheim und Freunden, zeitweise sehr schwere Basisausbildung, sehr kalte vbK im Perweiser Wald...

Aber ich habe auch Menschen aus allen Schichten und allen möglichen Regionen kennengelernt. Man lernt sich kennen, man muß zusammenarbeiten etc.

Ich persönlich hab viel von meiner GWD-Zeit profitiert - ich hab mich sogar einmal für 3 Wochen als Miliz-Zugsführer freiwillig gemeldet, weil im September auf der Uni nichts los war. So hab ich gutes Geld verdient.

Die Ausbildung gehört verbessert, das Personal besser überwacht (Lehrer haben auch QIBB), Struktur der Waffengattungen und des Heeres überdacht - aber streichen würd ich die Wehrpflicht nicht. Ich würd sie sogar auf Frauen ausdehnen.

Die Jungen sollen einmal im Leben was für die Gesellschaft tun - und nicht nur auf's Geld schauen.

Re: Die Jungen sollen einmal im Leben was für die Gesellschaft tun - und nicht nur auf's Geld schauen.

Sie meinen, "de Jungen" werden am Leih-Arbeitsmarkt unter €uronen begraben?

Ferngesteuert

Nach dem Wehrdienst habe ich monatelang gebraucht um das Gefühl des ferngesteuerten Befehlsempfängers abzulegen. Meine Psyche war einigermaßen lädiert obwohl der Umgang mit den Rekruten
meiner Erinnerung nach nie beleidigend oder abwertend war, abgesehen von den routinemäßigen Stupiditäten.

Re: Ferngesteuert

Du hast dich selbst gequält - es gibt einen psychosozialen Notruf - rund um die Uhr.

3. Garde

ich bin im juli 2012 in der dritten garde kompanie eingerueckt. einzufinden hatte man sich in der MTK von wo es nach horn zur grundausbildung ging. schon in den ersten std in der mtk wurde mir bewusst wo ich hier gelandet bin u was fuer menschen ueber gut u boese entscheiden werden.

in horn wurde alles noch schlimmer...6 std stupides exerzieren am tag mit dem beigeschmack dieser halbmenschen...auch genannt UNTEROFFIZIERE. nebenbei bemerkte man auch die planlosigkeit dieser leute was sich darin zeigte dass wir 4 mal eine vollzaehligkeitskontrolle unserer ausruestung hatten, weil der zugskommandant etwas auf seiner liste uebersehen hatte od was weiss ich....es wird mit einem ja nicht gesprochen...dumpfes ausfuehren der befehle ist die devise. die einzellerhafte natur der ausbildner zeigte sich auch in aussagen wie "ich zerficke sie oidaa" od wie mir kameraden berichteten "ich fick sie zurueck u treibe sie ab". jeder der fuer die wehrpflicht ist schwelgt meiner meinung nach in nostalgie.

Re: 3. Garde

Autoritätsproblem????

 
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