Bundesheer: Miliz wirft Darabos "Schwindel" vor

07.01.2013 | 12:31 |   (DiePresse.com)

Sollte es zu einer Abschaffung der Wehrpflicht kommen, wäre die Miliz jedenfalls "nicht mehr dabei", sagt der Präsident der Milizverbände.

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Die Bundesvereinigung der Milizverbände ist am Montag ausgerückt, um die Wehrpflicht zu verteidigen und SP-Verteidigungsminister Norbert Darabos zu attackieren. Präsident Michael Schaffer sprach unter anderem von einem "Schwindel mit dem Profi-Heer". Darabos schade mit seiner Linie die Gemeinschaft. Sollte es dennoch zu einer Abschaffung der Wehrpflicht kommen, sei die Miliz jedenfalls "nicht mehr dabei", so Schaffer.

Den Milizverbänden wurde bereits vor längerer Zeit von Darabos die Subventionen gestrichen. Sie betrachten sich daher als "geächtet".

Miliz kritisiert "Pazifisten und Wehrdienstverweiger"

"Ein Berufsheer ist immer zu teuer, immer zu klein wenn man es braucht, immer zu groß wenn man es nicht braucht", lautet der Standpunkt der Verbände. "Pazifisten und frühere Wehrdienstverweiger" in der Politik würden unseriös für die Abschaffung der Wehrpflicht werben, etwa mit Begriffen wie Zwangsdienst und gestohlene Zeit: "Das ist eine miese, schäbige Gesinnung, die hier verbreitet wird." Solche Argumente würden nur auf Eigennutz beruhen, wogegen die meisten Österreicher gerne ehrenamtlich arbeiteten. "Wer versucht, in die Gemeinschaft einen Keil zu treiben, hat in der Politik nichts verloren", sagte Schaffer.

--> Umfrage: Wehrpflicht oder Berufsheer?

Geht es nach den Verbänden, soll es in Österreich ein Bundesheer nach Milizprinzipien geben. Und dafür brauche es eben auch die Wehrpflicht: "Wir haben ja auch die Schulpflicht und niemand käme auf die Idee, wenn wir beim PISA-Test schlecht abschneiden, dass wir die Schulpflicht abschaffen." Vorstellen kann sich Schaffer, das Darabos-Modell für ein Berufsheer zu adaptieren und mit der allgemeinen Wehrpflicht zu verbinden.

Die Milizverbände fordern außerdem, dass nur noch Berufsuntaugliche als untauglich gelten. Derzeit seien auch "Promis" und Menschen "mit guten Verbindungen" oft "untauglich", kritisierte Schaffer.

--> Posten Sie Ihre Erlebnisse beim Bundesheer

Wehrpflicht-Befragung
Die Regierung lässt die Bevölkerung am 20. Jänner über die Zukunft des Bundesheeres befragen. Rechtlich ist das Ergebnis nicht bindend, die Koalition hat aber versprochen, es umzusetzen. Die SPÖ tritt für ein Berufsheer und ein freiwilliges Sozialjahr ein, die ÖVP für die Beibehaltung von Wehrpflicht und Zivildienst.

(APA)

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132 Kommentare
 
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Re: scheinheilige övp

es weiß doch jeder das ÖSTERREICH für die SPÖ schreibt.Gegenseitige Zweckgemeinschaft Fayman-Fellner

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Re: Re: scheinheilige övp

tatsache ist, dass dieser rambo selber nicht beim heer war und daher auch keinen zivildienst geleistet hat

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Re: Re: Re: scheinheilige övp

sei froh das wenigstens einer auf deinen link reagiert hat.

Es ist klar

dass klassische Kriege (im Sinne von Material- und Menschenschlachten wie im 2. WK zum Beispiel) nicht mehr zu erwarten sind.

Es is auch klar, dass sich die Bedrohungslage in den letzten Jahrzehnten sehr verändert hat.

Allerdings ist das noch kein ausreichender Grund, das MIlitär als Spielball für politische Taktiererei zu missbrauchen.

Die roten GEnossen, insb. ein gewisser Häuptling aus Wien, haben hier eine Lawine in Gang gesetzt, die sie selber nicht mehr wirklich im Griff haben bzw. nie im Griff hatten.

Re: Es ist klar

Ich wundere mich sehr, daß sich niemand mehr daran erinnert, wie seinerzeit die Roten auf dem Rücken des Bundesheeres Ihr Wahlsupperl gekocht haben: Der beste BK aller Zeiten hat mit dem Slogan " 6 Monate sind genug" eine Wahl gewonnen. Die Herren an der Spitze der SPÖ haben das sicher nicht vergessen und glauben, sie können diese Suppe jetzt wieder aufwärmen.

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Re: Es ist klar

Legen Sie persönlich "Ihre Hand ins Feuer" und garantieren dafür, daß klassische Kriege nicht mehr zu erwarten sind?

Ich täte dies nicht.

Re: Re: Es ist klar

Nein, das wqürde ich nie tun.

Die "Massenschlachten" sind sicherlich Vergangenheit, was einfach an der technischen Entwicklung liegt. Aber Panzer (Kampfpanzer, Schützenpanzer, etc) sind auch in heutigen Kriegen absolut sinnvoll und notwendig, daher würde ich, solange man ein Militär besitzt, stets einen passablen Stand an Kampfgerät pflegen.

Insbesondere solange die Nachbarstaaten dies ebenfalls tun...

Re: Es ist klar

na ja, nie wieder. Nach dem 1.WK war es auch unvorstellbar, dass es wieder passieren kann.

Re: Re: Es ist klar

Das ist doch Unsinn. Gerade nach dem Ersten Weltkrieg standen die Zeichen für alle erkennbar sofort wieder auf Sturm. Es war also umgekehrt: Ein Dauerhafter Friede war nach dem 1. WK eben für die meisten nicht vorstellbar. Bis auf ein paar Außenseite sind jedoch die Europäer vereint in einer Union und einem militärischen Bündnis.
Die Bedrohungen sind heute ganz andere und kommen von außerhalb Europas. Wer das noch nicht begriffen hat, ist blind, taub und kann nicht lesen.

Hallo? Du meine Güte!

Was istdie "Miliz"?
Putscht die dann, wenn man den Friseur verordnet?

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Un-Sozialjahr: Beliebig oft um wenig Geld arbeiten?

Statt ein halbes Jahr Zivildienst, soll man vielleicht sogar beliebig oft ein unsozial bezahltes Sozialjahr lang unterhalb des normalen Kollektivvertrages arbeiten?

Wozu? Damit wir uns genau wie die Griechen auch keine Autos, Eiskästen oder andere europäische Produkte kaufen können? Aber auf einem chinesischen Billigshirt kann man sicher auch gut zur Arbeit reiten. Und wie das erst schmeckt, wenn man es statt der teuren Lebensmittel essen muß - köstlich :(

Re: Un-Sozialjahr: Beliebig oft um wenig Geld arbeiten?

Parteisoldaten, Nachwuchsfunktionäre ohne Alterslimit im "Freiwillig Sozialistischen Jahr" parken zu können, ist viel guter, als Zivildienst und immer noch besser als arbeiten! Fragen sie Norbert! Den Rudi brauchen's nicht fragen, der weiß nicht was er unterschreibt!

Denkt mal nach welches Eigentor diese Diskussion für die Regierung ist


Die haben was Gutes, Vernünftiges und auch Sinnvolles in diesen Zustand hineinmafioisiert.
Das Heer war immer die Notspielwiese wenn es mal irgendwo zum Glimmen begann.
Und weil es jetzt anständig brennt wird es sinnlos geopfert.

Der Zustand des Heeres ist das Spiegelbild der Regierung.

Schaut hin und ihr könnt sehen

SPÖ/ÖVP ist nicht Regierungsfähig

Wählt Stronach/Strache

Du meine Güte!

Welchen Listenplatzhat das Frl. Straxche?
Und die jun.gfrau Stronaxch?
Sind die schon uralt genug?

(Bitte Melde-button drücken! Danke!)

Miliz wirft Darabos "Schwindel" vor

"Schwindel", ein sehr diplomatischer Ausdruck für die Politik des Herrn Darabos!

Wann bekommen wir endlich Einsicht in die Eurofighter Nchverträge und die Berechnungsgrundlagen seiner Söldnerheer-Phantasien, um uns am 20. Jänner verantwortungsbewusst entscheiden zu können?

Re: Miliz wirft Darabos "Schwindel" vor

Wahrscheinlich nie, denn dann müsste Darabos in den Häfen.

Und Sozialisten genießen Justiz-Narrenfreiheit in Österreich.

Schweiz behält die Wehrpflicht

Schweizer Bundesrat hält an allgemeiner Wehrpflicht fest
Wenn die Armee eingesetzt werden müsse, stehe die «Existenz des Staates» an sich auf dem Spiel. Und dafür müsse «der Souverän zuständig» bleiben – also jeder einzelne Bürger. Neben ihren Rechten hätten die Bürger eben auch die Pflicht, notfalls ihren Staat zu verteidigen. Zudem befürchtet Maurer, dass eine Freiwilligenarmee die falschen Leute anziehen könnte, nämlich solche, denen die Sozialkompetenz fehle.
http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/bundesrat-haelt-an-allgemeiner-wehrpflicht-fest-1.17610129


Sehr interessante Umfrage unter betroffenen Gymnasiasten!

http://www.kleinezeitung.at/allgemein/video/multimedia.do?action=showEntry_VideoDetail&project=462&id=304166
.
Man merkt das die was ihm Hirn haben und sich ernsthaft Gedanken machen, im Gegensatz zu so manch anderem!

Re: Sehr interessante Umfrage unter betroffenen Gymnasiasten!

Was ist an den Aussagen dieser Schüler intelligent? Einige scheinen die Fragen nicht einmal verstanden zu haben, andere wieder bringen einander widersprechende Argumente.

Und "ihm Hirn" schreibt man ohne stummen H, Sie "Hirni".

Schon wieder ein Präsident!

Nach Herrn Paulus, Präsident der Offiziersgesellschaft, der sich offensichtlich in seinem Zivilberuf nicht mit Erfolg betätugt hat, diesmal ein "Präsident der Milizverbände", welcher gegen ein Berufsheer auftritt. Hat er keine anderen Sorgen? Falls dieser Herr (vermutlich ein ehemaliger Unteroffizier) im öffentlichen Diest beschäftigt ist, könnte eine Überprüfung seiner Tätigkeit nicht schaden. Denn die im öffentlichen Dienst Beschäftigten sind nach Aussagen derGewerkschaft beinahe schon überbelastet, so dass ihnen keine Zeit bleiben kann, als Präsident von "Verbänden" tätig zu sein.

Re: Schon wieder ein Präsident!

Ein typischer Untergriff eines roten Ehrabschneiders, vermutlich direkt aus der Löwelgasse.

Was hat Herr Schaffer mit dem Herrn Paulus zu tun, dass Sie letzteren zitieren?

Re: Re: Schon wieder ein Präsident!


Re: Re: Schon wieder ein Präsident!


Re: Re: Schon wieder ein Präsident!

Warum so heftig? Ich bin weder rot, noch ein Ehrabschneider. ich habe nur meine Befürchtungen fetgehalten. Ich kenne Herrn Schaffer und auch den Herrn Paulus nicht persönlich. Dasselbe gilt für die Offiziersgesellschaft und die Milizverbände. Aber vielleicht können Sie mir mitteilen was sich hinter den Titeln verbirgt. Sind das offizielle militärische Organisationen oder private Vereine so wie der Kameradschaftsbund oder die Veteranenvereine (soferne solche noch bestehen sollten)?

Re: Re: Schon wieder ein Präsident!

i stimm dem Herrn aus der Löwlstreet auch ka beochtung, hicks, weil i bi jo ne afda safn daherglafn.
Denke aber das sie in der Ecke angesiedelt sind wo es auch ganz MÄCHTIG zugeht.Leider hab ich euren Propellerheini gewählt.
Schimpf nicht auf die Club 45ger, ihr seits um nichts besser - habts nur kein Blut an den Händen.

Deswegen wähl ich den Stronach und wünsch dem HC 35 %

 
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