Interaktive Grafik: Österreichs Bundesheer

Aufgaben, Ausrüstung und Geschichte des österreichischen Bundesheeres. Dazu Ländervergleiche, Quiz und alle Informationen zur Volksbefragung.

71 Kommentare
 
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Re: Re: Die Wehrpflicht ist völlig absurd. Österreich braucht das Berufsheer

Die Spanier mussten umstellen, da ganze Jahrgänge Großteils den Präsenzdienst verweigerten und nicht genug Rekruten einrückten. Denn in Spanien wollen die Katalanen und Basken in die Unabhängigkeit, daher sind die Menschen in diesen Regionen auch nicht bereit in einer gemeinsamen spanischen Armee zu dienen.

Re: Die Wehrpflicht ist völlig absurd. Österreich braucht das Berufsheer

Das haben Sie bestimmt in der Krone gelesen.

Re: Die Wehrpflicht ist völlig absurd. Österreich braucht das Berufsheer

nicht so schnell schießen!

Wenn ich alleine daran denke, dass Herr Darabos gegen die Eurofighter in die Schlacht zog, und wir heute weniger gut ausgerüstete Flieger haben, aber nach dem Darabos Deal doch mehr pro Stück (für eine schlechtere Ausrüstung) bezahlen müssen - und er der Öffentlichkeit dies als seinen Erfolg verkauft hat. *hüstel*

Schon alleine, wenn ich daran denke, was dieser ganze Schwachsinn der Befragung an Zeit und Geld kostet.

Außerdem kann man mit jungen Bürgern viel mehr gutes machen als es unseren politischen Kapazundern einfallen mag. Man könnte eventuell Eu-gelder für Bauern (Landschaftspflege) den Jüngeren zukommen lassen.

Warum soziale Dienste kaum gut bezahlt werden ist wohl auch ein Fehler im wirtschaftlichen Denken.

Wohin man schaut: man kriegt die Krise %(

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Vielleicht können Sie mir weiterhelfen, da Sie sich, allem Anschein nach, für das "Kreuzerl" bei der nicht bindenden Umfrage entschieden haben:

Frage b):
Auswirkung - klar

Es bleibt beim gesetzlichen Status Quo.
Sollte aber so nicht sein - ad Lohndumping für Sozialberufe, etc.

Frage a): hmmm?
Berufsheer - unklar

Wie wird der Aufbau genau aussehen - steht hier irgendetwas von Modell?
Berufsarmee bedeutet nicht automatisch nur Österreichische Profisoldaten, solange dies nicht ausdrücklich rechtlich und verbindlich festgelegt (Söldner?)

Sozialdienst - klar

Lohndumping im Sozialbreich von staatlicher Seite weiter betreiben - na, super!

Rechtliche Situation - unklar:

Woran kann ich an der Frage a):
"Sind Sie für die Einführung eines Berufsheeres und eines bezahlten freiwilligen Sozialjahres?"

ablesen, in welcher Art und Weise das betreffende Bundesverfassungsgesetz hinsichtlich:
- Abschaffen?
- auf bestimmte Zeit aussetzen?
- auf unbestimmte Zeit aussetzen?
angepasst wird.

Das sind fundamentale rechtliche Unterschiede.

Als nicht abgefragt.

SPÖVP steht für Volksverdummung.

Aber, dass macht ja nichts denn "juchu" ich darf an einer Umfrage teilnehmen

P.s. Abstimmen oder Mitbestimmen geht nur bei Wahlen und Volks-ABSTIMMUNGEN.


Re: Die Wehrpflicht ist völlig absurd. Österreich braucht das Berufsheer

1) Wie wollen sie die Aussage begründen wenn sie noch nicht einmal die Zielsetzung, geschweige denn die Umsetzungspläne kennen?

2) Im Ländervergleich ist zu ersehen, dass Finnland, Dänemark, Griechenland, Zypern und Estland ebenfalls noch die Wehrpflicht haben.

Re: Re: Die Wehrpflicht ist völlig absurd. Österreich braucht das Berufsheer

Dänemark hat aber eine "light" Version der Wehrpflicht. d.h. es werden nur Wehrpflichtige per Los eingezogen, wenn es nicht genügend Freiwillige gibt, was aber seit Einführung dieses Modells noch nie vorkam.
Zypern hat einen schwelenden Konflikt mit der Türkei und auch Griechenland fühlt sich noch von der Türkei bedroht, obwohl beide NATO-Mitglieder sind.
Estland und Finnland haben noch zu großen Respekt vor Russland und behalten daher die Wehrpflicht bei.
Jedes Land hat also seine eigenen militärischen Gründe für die Wehrpflicht, nur Österreich nicht.

Haben den Karl Marx Hof

Grundwehrdiener beschossen?
Deshalb bin ich ich gegen Söldner.

Re: Haben den Karl Marx Hof

Den Karl-Marx-Hof haben Bundesheer und Heimwehr beschossen, also auf jeden Fall keine Söldner!

http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Marx-Hof

"Bekannt wurde der Karl-Marx-Hof während des Februaraufstands, der sich 1934 gegen den austrofaschistischen „Ständestaat“ richtete. Die aufständischen Arbeiter und der Republikanische Schutzbund verschanzten sich im Karl-Marx-Hof und gaben erst nach Artillerie-Beschuss durch das Bundesheer und die Heimwehr auf."

Re: Haben den Karl Marx Hof

Gegen Söldner bin ich auch, aber nicht gegen Berufssoldaten.
Wenn eine Armee gegen die eigene Bevölkerung vorgeht, sind die demokratischen Strukturen so weit abgeschafft, dass auf eine Befehlsverweigerung die Exekution folgt. Und wenn das eigene Leben auf dem Spiel steht, schießt jeder, egal ob Grundwehrdiener oder Berufssoldat.
Außerdem, wie wollen Sie verhindern, dass auch Grundwehrdiener mit ihren radikalen Gedankengut in die Armee kommen? Schließlich wurde Dollfuß ja demokratisch gewählt. Da kann man dann davon ausgehen, dass auch ebenso genügend Anhänger seiner Ideologie in der Armee, auch unter den Grundwehrdienern, waren.

Sie haben völlig recht

Mit Ausnahme Italiens schafft keine Berufsarmee Europas die nötigen Rekrutierungszahlen. Bei Schweden und Deutschland lässt sich wegen der Kürze der Zeit noch kein Urteil fällen. Alle anderen tricksen entweder (lassen Soldaten in niederen Positionen altern), oder verkleinern ihr Heer so lange bis es sich ausgeht (Holland)
Leicht haben es da nur jene Staaten, die im sprachgleichen Ausland rekrutieren können: England, Spanien, Frankreich. das sind dann aber tatsächlich Söldner, die keinen Bezug zu der Gesellschaft haben, für die sie in den Krieg geschickt werden. In den spanischen Streitkräften werden seit einiger Zeit ja Lateinamerikaner genommen. Warum sich just so viele Kolumbianer melden, mag sich jeder ausmalen, der eine Ahnung hat, wie gewaltttätig es dort zugeht. Wenns einmal ein Hochwasser in Spanien gibt, ist meine Empfehlung: Spanier, sperrts eure Töchter weg, wenn das Militär zu Hilfe kommt. Das sind nämlich keine nett-harmlosen Burlis wie bei uns in Ö.

Österreich würde übrigens gar keine Söldner finden, die nicht dieselbe Sprache sprechen. Wo denn auch?

Re: Sie haben völlig recht

tatsächlich ist ein Heer aus Söldnern die ursprüngliche Variante - ein Nationalheer kennst man erst seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts

Nicht ganz

Die leveé en masse ist eine Erfindung Napoleons. Also frühes 19. Jh.

Mit Ausnahme Italiens schafft keine Berufsarmee Europas die nötigen Rekrutierungszahlen

und haben Sie sich gefragt warum? einfach weil die menschen null bock auf krieg haben?

Genauer ausgedrückt

In den Jahren nach dem Ersten Weltkreig war Friede das erste aller Ziele. Niemand wollte soetwas wie den ersten Weltkrieg ein zweites mal haben. Das führte zu einer dramatischen Abrüstung. Selbst als klar wurde, dass Hitler ernst machen wird, gab es Länder die keine oder nur ganz wenige Panzer hatten. Die Schweiz war 1930 lausigst gerüstet. Als man Mitte der Dreißger draufkam, dass da Gefahr droht, hat man versucht eine schlagkräftige Armee aufzubauen. Das gelang in der Kürze der Zeit nicht. Mit Ausnahme der Luftwaffe. Eines steht fest: Die haben dort nachhaltig gelernt aus dieser demütigenden Erfahrung. Finnland ähnlich. Die hatten 1939 so gut wie keine Panzer und kaum Artillerie. Beim Angriff der Sowjetunion rettete die nur, dass Stalin kurz vorher der Roten Armee die Hälfte der Offiziere liquidiert hatte. Heute stehen die Finnen ganz anders da.
Heute leben wir in einer ähnlichen Zeit: Frieden wird als langfristig gegeben angesehen. Eine logisch-philosophisch unhaltbare Haltung.

Als Hitler England angriff, waren die dort so schwach, dass sie nicht genug Gewehre für die Ausbildung hatten. Man nahm Holzatrappen. Ausreichend vorhanden waren allerdings die Schilder für die zahreichen Demos auf denen stand: NO WAR!

Null Bock auf Krieg hatte die ganze Welt auch 1939

Aber nur fast.

Österreich würde übrigens gar keine Söldner finden, die nicht dieselbe Sprache sprechen. Wo denn auch?

Aber wir haben genug Asylanten, die ohnehin früher oder später Österreicher werden.

Was ich beim Länder-Vergleich interessant finde

1) Wie wenig wir im Vergleich zu anderen kleineren "neutralen" Ländern ausgeben
2) Dass Japan eine Mikro.Streitmacht hat

Leider werden alternative Systeme oder mögliche Einsatzszenarien nicht diskutiert.
In der Schweiz wurde das getan und die haben sich für ihr System entschieden.

Das Problem ist nicht das Bundesheer sondern unsere Politiker und wir Wähler.

Unsere Politiker servieren uns eine ideologisch geprägte populistische Sicht (wobei interessanterweise die eigene Ideologie vollständig über Bord geworfen wurde) und deklarieren das als "direkte Demokratie".

Und wie Wähler nehmen das auch noch auf, anstatt sie zu Ermahnen endliche ihre Aufgabe zu übernehmen, sich mehrere Möglichkeiten zu überlegen, die dann mit uns zu diskutieren und dann eine Abstimmung zu machen.

Die Volksbefragung ist eine Frechheit sondergleichen, die wir den Politikern (besonders Häupl und Pröll) nicht durchgehen lassen dürfen.

Dass wir wenig ausgeben ist bei uns Tradition

Japan hat aber der größten Streikräfte weltweit. BIP-Prozente sind bei dieser riesigen Volkswirtschaft unvergleich sehr viel mehr an absoluten Zahlen.

Re: Dass wir wenig ausgeben ist bei uns Tradition

Was ist bei ihnen groß?

Die 1% BIP-Ausgaben: Die USA 4,7 , Russland fast 4?
Oder 270000 Mann bei einem Land mit 130Mio einwohnern. Im Verhältnis müßte Österreich nicht 30000 sondern 2500 haben.

Und warum sollte Japan die größten Streitmächte der Welt haben, wenn sie auf "Frieden" sind.

Oder verwechseln sie Japan mit China?

Ich weiß, es klingt eigenartig

Japan hat seine Selbstverteidigungsstreitkräfte mit 1% des BIP begrenzt. Das riesenhafte BIP dort hat aber zu einem riesenhaften Heer geführt. Das ist nur deshalb nicht aufgefallen, da sich Japan lange jeden Auslandseinsatz veboten hat. Im Irak wurde das dann aufgeweicht.

Japan hat mindestens die zehntstärkste Armee weltweit.

http://www.bundesheer.at/truppendienst/milint/td_milint-laenderinfo.php?id_c=95&table_id=1

Das ist die Pervertierung der direkten Demokratie!

In der Schweiz ist nach Bekanntgabe der Frage ein Zeitraum von 6-18 Monaten reserviert, um der Bevölkerung genügend Zeit zu geben, sich eine qualitative Meinung zu bilden bevor es zu einer Volksabstimmung kommt.

Bei uns ist das wie die Frage nach dem Mittagessen, nur das nicht einmal die Speisekarte fertig ist :-/

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Wieso?

Bei uns in AT bestimmen Sie als Bürger ja nicht mit.

Bei uns wird befragt nicht abgestimmt.


Re: Das ist die Pervertierung der direkten Demokratie!

Genau!

Wir müssen von den Politikern fordern, dass sie in die Küche gehen und sich die Speisekarte überlegen.

Leider kommen unsere Politiker damit durch. Die einzige Chance, die wir noch haben ist: Ihnen zu sagen, dass wir das nicht wollen und bei der nächsten Wahl jene zu wählen, die für echte direkte Demokratie und Vernunft-Entscheidungen stehen.

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und wo finden sie solche politiker in österreich?

sie haben recht, leider gibt es keine politiker oder parteien bei denen sie charakter und rückrat finden.

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zahl der vom bmi bekanntgegebenen anzahl an zivildienern 6.700!

Wo bleiben die restlichen 6.400?

Generalstabschef Entacher

Im Originalton, nachdem seine Entlassung zurückgenommen wurde (Quelle: Wikipedia, Referenz: Die Presse)

„Ein Racheakt an mir wäre sinnlos, mein Verbleib hat ein Ende. (Bis 2013, Anm.) Ich würde ihnen in dieser kurzen Zeit sonst nur die Gurke geben, das würden sie bitter bereuen.“

– General Edmund Entacher: Die Presse[13]

Spricht für sich selbst. Die "Gurke"!! Toller Typ, der Herr General, echt hip!!

Die Frage ist aber: warum kann ein Verteidigungsminister sich seinen Stabschef nicht selbst aussuchen? Weiß das jemand hier? Das gehört doch auch reformiert (neben der Wehrpflicht), wie kann denn die Landesverteidigung funktionieren, wenn die zwei nur mehr schriftlich verkehren? Was wenn ein Ernsfall eintritt? Dann schreibt der Darabos einen Brief an den Entacher? Weil letzterer immer noch böse auf ersteren ist, und deswegen das Telefon nicht abhebt, aber an seinem Sessel will er kleben bis er in Pension geht?

Dieses System funktioniert sowieso nicht so wie es jetzt ist. Jede Veränderung, vor allem die Abschaffung der Wehrpflicht - wie es jetzt zur Wahl steht - wäre eine grandiose Verbesserung. Was für eine großartige Chance für Österreich!! Schafft diese Idioten aus dem Weg!!


Re: Generalstabschef Entacher

Eine Eigenart des Österreichischen Bundesheeres. Ich glaube nicht, dass es sonst wo auf der Welt eine Armee gibt, in der die Berufssoldaten Beamte sind.
Österreich, das Land mit zwei Beamtenheeren ;)

Re: Generalstabschef Entacher

Tatsache ist, dass es sich dabei um eine Frage des Beamtenrechtes handelte. Ein Beamter hat das Recht auf eine gleichwertige Position versetzt zu werden, solange er sich nichts zu schulden kommen lässt. Zum Leidwesen des Ministers gibt es aber nur genau 1 Position der höchsten Stufe im Ministerium und die bekleidete Entacher. Daher kann er nicht versetzt und somit ersetzt werden ...

Re: Generalstabschef Entacher

Normalerweise sucht sich der Minister seinen Chef aus.
Weil Entacher ein Roter ist, gehts nicht so einfach.

Er wurde Chef, weil sein Chef ein Roter war. Alle anderen Kandidaten waren Schwarze.

Er ist einer der weniger, der der damaligen Parteilinie treu geblieben ist.

Den haben sich die Roten eingetreten, nicht weil er unfähig ist, sondern weil die Parteilinie einfach umgedreht wurde.
Gilt genauso bei der ÖVP: Deren Militärs stehen teilweise auch ich Regen, weil die alle ein Profi-Heer wollen.

Sie treffen - aber einen anderen Punkt

Natürlich ist es Offizieren meistens lieber, "operativ besser einsetzbare" Soldaten zu haben. Ob das politisch gewünscht wird, steht auf einem ganz anderen Blatt. Was glauben Sie, warum immer noch so viel alter Adel in Offizierskreisen zu finden ist? Weil man dadurch langfristig an den Schalthelbeln der Macht sitzt. Abenteuerlich mit welchen Leuten sich da ein Darabos verbündet hat (Trauttenberg). Sozialdemokratie kuschelt mit Adelsstand.

Entacher genießt deshalb größten Respekt bei der Truppe, weil er nicht aus Karrierestreben heraus sein Parteibuch hat, sondern in der Wolle gefärbter Sozialdemokrat ist und daraus keinen Hehl nacht. Im Gegenteil: Der hat die Farbe nicht gewechselt, als die Regierung plötzlich eine andere hatte. Entacher ist ein Vorbild an Aufrichtigkeit. Der hat im Weltbild eines Darabos tatsächlich nichts verloren.

Re: Sie treffen - aber einen anderen Punkt

Ich habe Hrn. Entacher beim PzStb3 in Mautern kurz getroffen und kann ihrer Beschreibung nur zustimmen.

Noch kurz zu den Offizieren: Ich würde keine Verschwörungstheorie daraus basteln. Es gibt halt die Tendenz, dass man in der gleichen Branche bleibt wie die Eltern. Bei denen ist es das Militär. Auch wenn die meisten Kinder schon wo anders sind, früher waren praktisch alle Goldfrasane Adelige, das dauert halt, bis sich das "durchmischt" hat.
Und dass sich ein Manager mit seinem Vorstandsvorsitzenden gut versteht, auch wenn er eine andere politische Einstellung hat, soll auch in anderen Organisationen vorkommen.
Es wird nur dann schlimm, wenn die oberste Riege nicht mehr für die Organisation da ist, sondern die anvertraute Organisation für andere Zwecke mißbraucht.
Dann sollte man sie feuern, Aber das würde auch Rückgrat benötigen.

Da muss ich scharf widersprechen

Der Adel bei uns schickt seine Kinder bewusst und oft ohne Rücksicht auf deren eigene Wünsche in Militär und Kirche. Weil langfristig dort die Schaltstellen der Macht vermutet werden. Das ist trockenes Kalkül.

Unser Bischof Schönborn mag ein kluger Mann sein. Die Familie Sègur mag gute Offiziere hervorbringen. Der Impetus ist immer: "Wir sind dort, wo es zentral wird, wenn es ans Eingemachte geht. Und wir haben viel Geduld".

Wenn man bedenkt, dass die SP bisher empört abgelehnt hat, den Adel wieder in alte Rechte einzusetzen. Und sei es auch nur das "von" wieder zu tragen, ergeben sich erstaunliche Schlüsse. Ein Offizier von altem Adel namens Trauttenberg arbeitet einem emporgekommenen burgenländischen sozialistischen Parteisoldaten zu.

Das mag politisch wem nützen. Aber es ist nicht ehrlich und es ist argumentativ alles andere als begründbar.

Re: Re: Generalstabschef Entacher

Ah, danke!!

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Politischer Dilettantismus - der vor unseren Augen und unter tatkräftiger Mithilfe sämtlicher Medienkanäle – die ö. Demokratie aushöhlt.

VolksBEFRAGUNG ist keine VolksABSTIMMUNG ist keine demokratische WAHL.

Egal wie diese BEFRAGUNG nun ausgeht, sollte die ö. Politik das Ergebnis dieser UMFRAGE als Legitimation verwenden, um eines der wesentlichsten Standbeine jeder Demokratie: äußere und innere Sicherheit neu zu strukturieren, ist tatsächlich nichts mehr von Demokratie übrig geblieben.

Den ö. Bürgern wird unverhohlen angedroht, dass das Ergebnis einer BEFRAGUNGEN unser aller Zukunft entscheidet und keine einzige Zeitung, niemand weist auf diesen gewaltigen SKANDAL hin!

Seit wann sind Meinungsumfragen ein Instrument zu demokratischen Mitbestimmung der Bürger?
Ihr zerstört durch Euer Suggerieren und Lügen den verbliebenen Rest an über Jahrhunderte erkämpfter Demokratie und die Medien spielen dieses grausame Spiel ohne nachzudenken mit.

Re: Politischer Dilettantismus - der vor unseren Augen und unter tatkräftiger Mithilfe sämtlicher Medienkanäle – die ö. Demokratie aushöhlt.

Tschuldigung, aber was genau ist der Punkt Ihres Kommentars? Sind Sie für oder wider Abschaffung der Wehrpflicht?

Sorry, kann man aber dem Posting nicht wirklich entnehmen.

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Außer einer Aushöhlung der Demokratie wird nichts passieren.

Möge mich ein Jurist korrigieren, aber soweit ich mich entsinne gilt für die Abschaffung der Wehrpflicht folgendes:

Da dies eine gesamtändernde Verfassungsänderung (Änderung der Grundprinzipien, Bundesverfassung) darstellt bedarf der Gesamtvorgang erhöhter Quoren:
- Präsensquorum NR: Hälfte
- Konsensquorum NR: 2 Drittel
- obligatorische Volks-Abstimmung (nicht Befragung)

Der eigentliche SKANDL ist allerdings den ö. Bürgern unverhohlen anzudrohen, dass das Ergebnis einer BEFRAGUNGEN unser aller Zukunft entscheidet und keine einzige Zeitung, niemand weist auf diesen, die Demokratie aushöhlenden, Umstand hin!

In anderen Worten:
Wir spielen nur mehr Demokratie, denn wer ein bindendes, demokratisch legitimiertes Ergebnis will der macht keine Befragung, sondern hält WAHLEN zu diesem Thema ab.

Re: Außer einer Aushöhlung der Demokratie wird nichts passieren.

Die Wehrpflicht aus der Verfassung zu streichen, ist in meinen Augen keine "Gesamtänderung der Bundesverfassung", sondern nur die Änderung einzelner Verfassungsgesetze, daher ist eine Volksabstimmung sicher nicht obligatorisch.
Aber viele Verfassungsexperten haben daraufhingewiesen, dass sehr wohl eine 2/3 Mehrheit mit mindestens 50% Anwesenden erforderlich ist.

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Natürlich haben Sie recht.

Änderungen zu "Bundes-Verfassungsgesetz Art. 9a zur umfassenden Landesverteidigung" stellen keine Gesamtänderung dar.

Dies entsprach vor einer Woche noch meinem falschen Wissensstand - Danke aber dennoch für den Hinweis.

Was allerdings diesbezüglich interessant ist:

- nach Gesetzesbeschluss (allerdings noch vor Beurkundung und Inkrafttreten)

- reicht 1/3 des NR oder des Bundesrates

für eine fakulative Volksabstimmung zum Thema.

Schade, dass nicht dieser - meiner Meinung nach - demokratiepolitisch , reifere Ansatz gewählt wurde.

Aber in Ö. schwierig, da keiner der Proponenten so recht weiß, wie denn nun die tatsächlichen Konzepte im Detail zu beiden Varianten aussehen sollen.

Geschweige denn, dass man wüsste, wie man die notwendigen gesellschaftspolitischen Veränderungen auch nur annähernd, ohne weiteres "Schuldenmachen in Milliarden € - Höhe" bewerkstelligen sollte.

Alles in allem eine bedauerlich, dilettantisch durchgeführte "Schmierentragödie".


Re: Außer einer Aushöhlung der Demokratie wird nichts passieren.

Bin da jetzt kein Experte, aber: im Prinzip steht die Wehrpflicht schon in der Verfassung („Jeder männliche österreichische Staatsbürger ist wehrpflichtig“ (Art 9a B-VG)), alles andere ist aber im Wehrgesetz geregelt. Ganz naiv würde ich annehmen daß es genügt, die Wehrpflicht im Wehrgesetz neu zu definieren, und dafür ist nur eine einfache Mehrheit im Nationalrat erforderlich.

Und eine Volksabstimmung braucht es sowieso nicht um die Verfassung zu ändern, eine 2/3 Mehrheit im NR ist dazu ausreichend - was bei der gegenwärtigen Zusammensetzung des NR als eher unwahrscheinlich gilt.

Re: Re: Außer einer Aushöhlung der Demokratie wird nichts passieren.

Da sich alle Gesetze auf der Verfassung beruhen, muss in diesem Fall auch die Verfassung geändert werden.

Griechenland

2,1% des BIP...
und wieder was zum sparen gefunden!

Re: Griechenland

Griechenland hält sich eine überproportional große Armee, weil es sich noch immer auf einen Angriff aus der Türkei vorbereitet.
Nur wird niemand in der Troika die Frechheit besitzen und sich in die Verteidigungspolitik einzumischen.

Lässt sich aber schwer was dagegen sagen

Ein Land das sich im Kriegszustand sieht von Kürzung der Militärausgaben überzeugen? Geht nicht. Das ist nachvollziehbar.

Finanzielle Krisen machen keinen Frieden. Eher das Gegenteil.

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...der Minister und sein ganzer Verein gehören eingespart.

Wozu benötigen wir ein Bundesheer, wenn wir ohnehin ein Beamtenheer haben!

Kongo

Sie heban hier den falschen Kongo markiert. Der Kongo in dem Österreichs Soldaten eingesetzt waren ist die heutige Demokratische Republik Kongo mit der Hauptstadt Kinshasa (das ehemalige Belgisch Kongo und spätere Zaire). Das von Ihnen markierte Land ist die Republik Kongo mit der Hauptstadt Brazzaville.

Aufgrund...

der Gleichbehandlung von Frau und Mann ist es ohnehin nur befremdlich, dass die Dienstpflicht von Frauen noch immer nicht Standard ist wie es sich einem funktionierenden demokratischen Rechtsstat gehört. Diese Rosinenpickerei durch gewisse Frauenverbände müssen mit rechtsstaatlichen Mittel zwingend unterbunden werden.

 
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