Fischer: "Ackerl distanziert sich von Nazi-Vergleich"

12.01.2013 | 12:49 |   (DiePresse.com)

Oberösterreichs SP-Chef nannte seine Aussage, die Wehrpflicht sei eine Idee des Nationalsozialismus, in einem Telefonat mit dem Bundespräsidenten "missverständlich".

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Der oberösterreichische SPÖ-Chef Josef Ackerl bedauert seinen Vergleich der allgemeinen Wehrpflicht mit dem Nationalsozialismus. Das berichtet zumindest Bundespräsident Heinz Fischer. Ackerl habe ihn am Freitag angerufen und ihm "nachdrücklich versichert, dass es nicht seine Absicht war, einen solchen Vergleich anzustellen", sagte Fischer gegenüber "Ö1".

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Ackerl distanziere sich in vollem Umfang "von dieser Zeit und von solchen Vergleichen". Der Landesrat habe gesagt, dass er "eine Formulierung in der Hitze einer freien Rede gewählt hat, die vielleicht missverständlich war." Für Fischer, der Ackerls Vergleich öffentlich kritisiert hatte, sind dessen Aussagen in dem Telefonat "ausreichend und klarstellend".

Ackerl hatte bei einer Pro-Berufsheer-Veranstaltung in der Welser Stadthalle am Mittwochabend erklärt, die Zwangsverpflichtung sei eine Idee des Nationalsozialismus, der den Arbeitsdienst geschaffen habe. Die ÖVP übte heftige Kritik und forderte eine Klarstellung von SP-Bundeskanzler Werner Faymann.

Fischer: Keine Empfehlung für Volksbefragung

Zur Bundesheer-Volksbefragung wollte Fischer in dem Ö1-Interview keine Empfehlung abgeben. Einmal mehr machte er aber kein Hehl aus seiner persönlichen Präferenz für die Beibehaltung der Wehrpflicht: Er habe seine Meinung dazu nicht geändert. "Ich weiß, wie ich stimmen werde", betonte der Bundespräsident.

Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter zollte Fischer anschließend "großen Respekt" dafür, dass er keine Empfehlung für ein Abstimmungsverhalten abgeben wollte. Genau das kritisierte die FPÖ, Fischer lasse das Heer im Regen stehen. Die Grünen bedauerten das grundsätzliche Festhalten Fischers an der Wehrpflicht.

Wehrpflicht-Befragung
Die Regierung lässt die Bevölkerung am 20. Jänner über die Zukunft des Bundesheeres befragen. Rechtlich ist das Ergebnis nicht bindend, die Koalition hat aber versprochen, es umzusetzen. Die SPÖ tritt für ein Berufsheer und ein freiwilliges Sozialjahr ein, die ÖVP für die Beibehaltung von Wehrpflicht und Zivildienst.

(Red.)

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112 Kommentare
 
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Ackerl

Lieber Ackerl alles was Du sagst ist Gackerl

fischer und ackerl

= senilität zur potenz

Zensur pur

Ackerl ist ganz super, ein roter Edelroller!!!

Schulversager

gehen halt gerne in die Politik!

Adolf Hitler verfuegte die

Allgemeine Wehrpflicht.
Freiwillige gab es nicht sehr viele.

Re: Adolf Hitler verfuegte die

die Zusammanhänge sind unklar, wenigstens kein Schreibfehler im Text.

rücktritt

rücktritt rücktritt rücktritt--- würdens sie sonst schreien, die roten und die grünen...

Gibt´s nur mehr Trottel in der Politik?

Der ist ja überhaupt eine Nummer. Die SPÖ, für die die Wehrpflicht bisher sakrosankt war, nennt es jetzt Zwangsdienst. So unglaubwürdig wie zur Zeit war die Politik überhaupt noch nie.

Mit dem Zivildienst hat er Recht.

Nur hieß das damals Arbeitsdienst.

Volle Rehabilitation

Fuer die Deserteure der Deutschen Wehrmacht
auch in Oesterreich!

Berufspolitiker

Es tritt ja nie einer/eine zurück. Wenn man ausschließlich Politiker "gelernt" hat, käme das einem Berufsverbot gleich und ist daher menschlich verständlich. Die. Frage, die sich stellt, ist jene, wie man echte Experten mit Visionen und Charisma für diesen Beruf gewinnen kann. Hier liegt die Ursache des Übels, da Freiwillige mit o. g. Eigenschaften rar sind. Wir sehen jetzt nur die Resultate. U. U. sollte man einen Zwangsdienst für die Republik - analog Bundesheer - der Top-Manager einführen. Doch dann würden die jetzigen Spitzenpolitiker wieder an ihren eigenen Sesseln sägen.

missverständlich????

nein - er hats so gesagt und auch so gemeint!

wieso ist er noch in seinen funktionen?

...weil er ein roter ist!

wehe, ein blauer hätte das gesagt!

Re: missverständlich????

Ja, die Reih´n dicht geschlossen, das können sie einfach gut. Die lassen sich keinen wegschießen.

10

ackerl - kein rücktritt

mit dem rückgrat eines wurmes und der entschuldigung durch den unparteiischen bundespräsideten ist die welt der sozialisten wieder in ordnung.

Ackerl hat sich beim Genossen Fischer entschuldigt.

Das muss man schon einmal ausdrücklich anerkennen. Denn sonst schieben Typen wie der Ackerl ihr Fehlverhalten immer voll rechts "den Anderen", mit Vorliebe der FPÖ zu. Aber dies hat in diesem Zusammenhang ohnehin sein Präsident Fischer gemacht indem er sagte, er würde der FPÖ keinen Regierungsauftrag geben. Was ohnehin lächerlich ist, weil wir heuer nach der Wahl ein Rot/Grün-Schwarze Einheitspartei-Regierung bekommen, von der und ihrer Medienjustiz jede Opposition mit allen Mitteln bekämpft wird.

"weil wir heuer nach der Wahl ein Rot/Grün-Schwarze Einheitspartei-Regierung bekommen"

Dann werden die Wahlen auf der Straße wiederholt. Viel fehlt nicht mehr.

Unfassbar,..

..welche Trotteln (anderes Wort trifft die Sache einfach nicht) wir an die Schalthebel der Macht gelassen haben. Nicht einmal eine Trafik sollte man diesem Herrn anvertrauen.

sg. herr Ackerl!

Bitte erlösen Sie uns, suchen sie keine Erklärungen f. Ihre gedankliche inkontinenz sondern treten Sie einfach zurück - rasch & still!

Ackerl ruft bei Fischer an:

"Du Heinz, ich versteh die Welt nimmer, die Journalisten wollen meine Aussagen nicht richtig verstehen - obwohl ich sicher Recht habe!

Kannst mich daher bitte ein wenig erklären - im ORF meine ich - mir wollen die nichts glauben.

Du weißt ja, ohne Wehrpflicht hätten es die Nazis nicht so weit gebracht, und wir brauchen sie eigentlich ja auch, aber der Michi von Wein, äh Wien, und Norbert will sie halt nun mal abschaffen.

Also bitte lieber Heinzi, bring meine heile Welt wieder in Ordnung!
Freundschaft
Danke Dein Genosse Josef"

"Lieber Josef, da werde ich mal mit dem Redakteur des Mittagsjournals reden müssen - sonst ist ja Feuer am Dach - aber warum kannst Dich nicht selber entschuldigen?
Freundschaft
Dein Genosse Heinzi!"

Typisch

Zuerst das Maul ganz weit aufreissen, seinen Kotau rauslassen und dann im Anschluß so tun, als ob nichts gewesen wäre.
Das machen Kleinkinder, offensichtlich ist der alte Ackerl über dieses geistige Stadion nicht hinausgekommen, oder ist das das Erfordernis um bei den Sozen Karriere zu machen?
Von nix eine Ahnung haben, aber das Maul ganz weit aufreissen und mit einem "war eh nicht so gemeint" ist alles wieder in Ordnung?
Ein paar einfache Genossen finden das auch noch voll in Ordnung.....

Bei Haiders Sager über die ordentliche Beschäftigungspolitik

war es noch einfach - weg mit ihm.

Bei einem Sozen ist es schon was anderes - die sind ja immer so überrascht von den eigenen Aussagen. "Das hatt Ackerl doch nicht wissen können, dass er es so gemeint haben könnte".

Verlogene Bagage.

Re: Bei Haiders Sager über die ordentliche Beschäftigungspolitik

...und was haben sich ORF und angefütterte rote Hofberichterstattungs-Medien wochenlang aufgepudelt, als auf einer Karikatur auf der Strache FB-Seite angeblich ein Davidstern zu sehen war?

Oder die angebliche (nur durch Aussage einer Undercover-Standard-Journalistin kolportierte) Aussage Straches am WKR-Ball, dass er sich wie weiland in den 30er Jahren verfolgt fühle?

Da haben das Doppelkinn der Sozen und die Vogelnest-Frisuren der Grünen vor Empörung gebebt.

...und jetzt?
Ein bedauerlicher Irrtum, null Problemo. Zurück zum Tagesgeschehen.

Re: Bei Haiders Sager über die ordentliche Beschäftigungspolitik

Die rote Bande darf alles und die Justiz brauchen sie nicht zu fürchten.

Korea-Heinzi versucht also nicht einmal mehr ...

... Parteiunabhängigkeit zu heucheln, sondern nimmt seinen senilen Genossen offen in Schutz.

Es wäre höchste Zeit für ein Amtsenthebungsverfahren.

Ackerl höchstrangiger Politiker

Oder kennen Sie einen anderen Politiker, der sich einen Bundespräsidenten als Pressesprecher halten kann?

Re: Ackerl höchstrangiger Politiker

ws: das ist die "Spitzenmeldung am Tage". Weil er nicht genug Budget hat, (alles verzockt) greift er halt auf andere Kassen zu

 
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