24.05.2013 01:04 Merkliste 0

Ostermayer: "Darabos ist prädestiniert für den Job"

21.01.2013 | 18:15 |  REGINA PÖLL (Die Presse)

SPÖ-Staatssekretär Josef Ostermayer will nicht neuer Verteidigungsminister werden. Die Heeresreform werde gelingen. Für die nächsten Wahlen sieht er keinen Vorteil der ÖVP.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Presse: Sind Sie noch in Schockstarre, nach dem eindeutigen Ergebnis vom Sonntag?

Josef Ostermayer: Überhaupt nicht. Das waren wir, inklusive Norbert Darabos, nie. Aber wir haben natürlich auf ein anderes Ergebnis gehofft und auch dafür gekämpft.

Warum hat es für die SPÖ nicht geklappt?

Die unter 30-Jährigen waren fast zu zwei Dritteln für eine Veränderung. Aber die Älteren sind bekanntlich mehr in diesem Land, sie waren mehrheitlich für die Wehrpflicht.

 

Die Älteren haben also bestimmt – obwohl die Sache vor allem Junge betrifft. War die Wehrpflicht so gesehen das ideale Thema, um es zum Testlauf für mehr direkte Demokratie zu machen?

Die Bevölkerung zu befragen ist kein Fehler.

 

Haben Sie den SPÖ-Schwenk in der Frage schon bereut? Die Partei war auch nicht einig, wenn man etwa an Gabi Burgstaller in Salzburg denkt.

Nein, das haben wir nicht. Rund zwei Drittel der SPÖ-Wähler waren für ein Berufsheer.

 

Minister Darabos selbst hat schon vor dem heutigen Ministerrat gesagt, dass die Reformpläne der SPÖ jetzt schwer durchzusetzen sein werden. Wie will man mit der ÖVP nach der Volksbefragung überhaupt noch zusammenkommen?

Es ist unser Ziel. Norbert Darabos hat schon Montagfrüh für den Ministerrat eine Tischvorlage (kurzfristig eingebrachtes Papier, Anm.) angekündigt. Und das Konzept der ÖVP werden wir uns genau anschauen.

 

Die ÖVP plant offenbar eine Reform des Grundwehrdienstes vom „Talentecheck“ bis zur Erste-Hilfe-Ausbildung. Gibt es etwas, was die SPÖ jedenfalls fordert – oder grundsätzlich ablehnt?

Wir müssen zuerst die Details besprechen.

 

Ist Darabos für eine Reform überhaupt noch der Richtige? Nicht zuletzt war es seine Linie, die klar abgewählt wurde.

Bei einer Volksbefragung kann es immer sein, dass die eigene Position keine Mehrheit findet. Das Ergebnis ist aber umzusetzen, alles andere wäre ein Schaden für direkte Demokratie. Darabos ist Profi genug, um das zu schaffen.

 

Würde es jemand anderer, Neuer, nicht eher schaffen, mit mehr Elan und mehr Glaubwürdigkeit – Sie zum Beispiel? Sie wurden ja schon mehrfach als Darabos-Nachfolger gehandelt.

Auch ich war nicht für die Wehrpflicht. Und mit der Umsetzung einer Reform soll es schnell gehen. Darabos ist der längstdienende Verteidigungsminister in der EU, er hat große Erfahrung. Er ist prädestiniert für den Job. Ich selbst hatte nie und habe nicht die Ambition, Verteidigungsminister zu werden.

 

In seinem Ressort schlägt Darabos jetzt wohl ein besonders rauer Wind entgegen. Da wäre nicht nur General Entacher zu nennen, der ausdrücklich für die Wehrpflicht war und ist.

Entacher wird bald in Pension gehen. Und der Verteidigungsminister hat noch eine Reihe weiterer Positionen neu ausgeschrieben. Er geht davon aus, und ich habe keinen Grund, daran zu zweifeln, dass er sowohl im Ressort als auch im Heer viel Rückhalt hat.

 

Würden Sie eine Regierungsumbildung vor der Wahl ausschließen? SPÖ-Unterrichtsministerin Claudia Schmied gilt ja auch als Wackelkandidatin.

Ich gehe davon aus, dass es keinerlei Veränderung geben wird. Ich würde auch keinen Sinn darin sehen, für die letzten acht Monate einen Wechsel vorzunehmen.

 

Ist die Regierung nach der Volksbefragung noch handlungsfähig? Es hakt ja auch noch bei anderen großen Themen – etwa bei Schule und Steuern.

In der Koordinierung mit dem Koalitionspartner erlebe ich mit, dass wir sehr wohl viel weiterbringen: Die Gesundheitsreform ist gelungen, als Nächstes erwarte ich eine Reform der Sportförderung. Dass es Materien gibt, zu denen es unterschiedliche Positionen gibt, ist in einer Koalition nicht unüblich.

 

Haben Sie Bürgermeister Häupl eigentlich schon Liebesgrüße geschickt, ironisch gefragt? Der hat Ihnen die Volksbefragung ja eingebrockt.

Nein, wir haben längst intern darüber diskutiert, und der Bürgermeister ist 2010 damit an die Öffentlichkeit gegangen. Wir schätzen einander und sind nicht darauf angewiesen, dass wir einander Liebesgrüße ausrichten.

 

Michael Häupl und Erwin Pröll waren aber doch wichtige Motoren für die Befragung. Ist das nicht ein Zeichen dafür, dass die Regierung von Landeshauptleuten getrieben ist – und von der „Kronen Zeitung“, obwohl selbst „Krone“-Leser mehrheitlich für die Wehrpflicht gestimmt haben?

Nein. Denn der Kanzler hat sich eine Volksbefragung schon länger gewünscht.

 

Was erwarten Sie nun für die Landtagswahlen? Die ÖVP hat jetzt Auftrieb, oder?

Das sehe ich nicht so. Eine Korrelation herzustellen zwischen den Stimmen, die am Sonntag zum Heer abgegeben wurden, und der Parteipräferenz – so einfach ist das nicht.

 

In Niederösterreich und Tirol schaut es dennoch nicht gut für die SPÖ aus. Rechnen Sie in Kärnten damit, dass Peter Kaiser Nummer eins wird?

Die Stimmung in Kärnten ist extrem gut. Ich hoffe, dass Peter Kaiser Erster und Landeshauptmann wird. Die Chancen stehen gut.

 

Und für Gabi Burgstaller nach dem Finanzskandal, bei dem es noch viele Fragezeichen gibt?

Die SPÖ arbeitet intensiv an Aufklärung und strengeren Regeln. Die Menschen schätzen es nicht, wenn stattdessen sofort nach Neuwahlen gerufen wird, wie das die ÖVP getan hat. Ich glaube, dass Burgstaller wieder sehr gute Chancen hat, Nummer eins zu werden.

 

Fünf Jahre Legislaturperiode: Stehen Sie zur Verlängerung, obwohl die Regierung beim Heer bereits nach vier Jahren dem Volk das Szepter in die Hand gegeben hat?

Ich glaube, dass die Verlängerung sinnvoll war. Und es ist sicher klug, die Periode durchzudienen. Ich gehe fix von einem Wahltermin planmäßig im Herbst aus.

 

Wie ist die Stimmung in der Regierung aktuell?

Sachlich, diskutierend, ohne negative Schwingung.

Zur Person

Josef Ostermayer (51) ist seit 2008 Staatssekretär im Kanzleramt Werner Faymanns. Als solcher ist der SPÖ-Politiker für die Regierungskoordination mit der ÖVP sowie für Medien zuständig, auch direkte Demokratie ist ein wichtiges Thema Ostermayers. Der Vertraute des Kanzlers war auch schon Kabinettschef Faymanns im Verkehrsministerium. Als solcher war er im Vorjahr als Zeuge in den parlamentarischen U-Ausschuss zur Inseratenaffäre um Faymann geladen.

Im Staatssekretariat fiel der Jurist aus Schattendorf im Burgenland als Verhandler auf Bundesebene im Kärntner Ortstafelstreit auf, der 2011 beendet wurde. Ostermayer wurde auch schon als Nachfolger Norbert Darabos' im Verteidigungsministerium gehandelt. Er selbst sagt, er wolle den Job nicht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.01.2013)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

53 Kommentare
 
12
0 0

Der Verschwender

"Der Kanzler hat sich eine Volksbefragung gewünscht" ??
Der Kanzler hat ohne Nachdenken auf eine Flatulenz aus St Pölten reagiert und ist reingefallen!

So schaut's aus

Fini

so wie ich dien proletisch- sozialistischen Hackern um mich herum zuhöre: Die SP wird total abgewählt werden. Selbst im ÖGB redet man unter vorgehaltener Hand nicht anders (die Bosse träumen noch immer dahin). ==> Diese Partei ist Geschichte, schon heute....

audio!

wie soll ein ehemaliger Zivildiener, für eine Reform des Bundesheeres prädestiniert sein?

Als ob man der Meinung sei, der BuPräs Fischer sei schon einmal erster auf der Streif/Kitzbühel gewesen.

zuerst müsste ein europäisches Konzept auf dem Tisch liegen - wo sich darin das "neutrale" Österreich befindet. Und auch ein Konzept mit Zusammenbruch der EU.

Und was dem Darabos fehlt, ist ganz eindeutig jenes: wie kann man Zeit sinnvoll nutzen - UND ES GEHT DABEI NICHT IMMER NUR UM DIE KOHLE - UM DAS "GELD Verdienen".

So etwas muss man einem Sozialisten sagen??
(da greifst da am Kopf)


?

"Die Gesundheitsreform ist gelungen"

Habe ich da etwa was verpasst?

wie kann man

einen minister weiter schalten und walten lassen, der aus parteipolitischen propagandagründen uns vorgaukelt, dass er beim flugzeugkauf geld gespart hätte ? ich verstehe weder die övp noch die fpö, dass sie sich diesen "elfer ohne tormann" entgehen lassen !!
darabosch wechselt nun alle, die für die wehrpflicht waren aus, besetzt die posten mit berufsheerlern und behauptet damit die wehrpflichtreform durch zu führen. man kommt aus dem kopfschütteln nichtmehr heraus !!!

Josef Ostermayer hat mit feinem Spott alle Fragen

zum österreichischen Bundesheer beantwortet.!!
Ich würde jetzt nur eine Frage stellen. "Wer ist genauso prädestiniert für die Lösung der Eurokrise und der Schuldenkrise?" Denn nach Finanzminister Edlinger war kein Österreicher mehr für den Job des österreichischen Finanzministers geeignet, oder prädestiniert!!!

Ah, der Ostermayer

(unser Ansprechpartner der Lobbyisten.)

Wieso sollte Darabos auch zurücktreten?
der geniert sich ja nicht einmal

Was mir Sorgen macht, ist, wie unintelligent das alles ablauft

Re: Ah, der Ostermayer

"unintelligent"... ich gaub' wohl, sie scherzen, oder?

0 0

Der Kanzler hat eine Volksbefragung gewünscht

Ein Kanzler soll regieren und nicht reagieren,leider ticken die Uhren bei uns anders Hr.Ostermeyer!

Das Argument

dass die Älteren über die Jungen entscheiden zieht nicht, weil ja auch Frauen abstimmen durften, die weder das Eine noch das Andere wirklich betrifft!!

Heben wir es jatzt einmal mit dieser unsinnigen Floskel??

Ausserdem:

Die Älteren haben ja zum großen Teil den Wehrdienst absolviert. Manche noch 9 Monate. Wäre es sosehr der 'Horror' gewesen, wie man uns weismachen wollte, hätten sie nicht dafür gestimmt. Und es gibt ja auch eine Menge gelernte Kellner und Köche, welche eingezogen werden. Warum sollen die nicht ihren Fähigkeiten gemäß eingesetzt werden? Auch habe ich die Erfahrung gemacht, daß der Fahrdienst sehr begehrt war. Egal, wen man kutschierte.

Entacher als neuer Verteidigungsminister!

Wenn die SPÖ Mut hätte würde sie Entacher nominieren. Darabos bekommt ein Burnout-Syndrom und nimmt eine Auszeit und Entacher zeigt was er kann!

So ein Depp, der Ostermayr..

Die Strategie ist ja mal wieder mehr als durchsichtig: Erst mal durchatmen, so schlimm wars nicht, der Norbert bleibt als Verteidigungsminister (weil wer denn sonst?) und in 2 Monaten ist alles vergessen.

Herr Ostermayr, Sie vergessen dabei etwas Wesentliches: Es gilt jetzt das Heer zu reformieren, dazu braucht es ein Konzept. Die VP hat angeblich sowas (ich vermute aber da nicht veröffentlicht wohl nicht ganz umsetzungsreif). Wenn Sie jetzt glauben, dass die VP jetzt ein Problem hat weil kein Konzept trotz Siegs bei der Befragung - dann täuschen Sie sich gewaltig.

Die SP wird nämlich nicht in die Position kommen diese Schwachstelle der VP nutzen zu können. Alle mediale Aufmerksamkeit wird sich auf Darabos richten. Er wird im Boulevard der "Verhinderer" der Heeresreform werden.

Aus Sicht der VP kann man für den Verbleib Darabos gar nicht dankbar genug sein. Wäre interessant ob Pröll bewusst darauf spekuliert hat. Wie viel das der VP dieses Wahljahr bringt - schwer zu sagen., aber ein bisserl was wirds schon sein.

Gespannt bin ich gerade wie lange es dauert bis man bei der SP offiziell bemerkt dass man sich gerade das eigene Grab schaufelt. Mein Tip: 48 Stunden nach der kommenden NR-Wahl. Nicht weils keiner wüsste, sondern weil die SP von der internen Struktur her genauso gut geeignet um den Willen der Parteibasis zu ignorieren wie das in der VP der Fall ist.

Re: So ein Depp, der Ostermayr..

Darabos Reformkonzept: Mehr Geld ! Wenn man keine Ahnung und keine Ideen hat und den Fachleuten kein Gehör schenkt, schreit man erst einmal nach Geld.- Dafür hätte ich in meiner Firma den Weisl bekommen, wegen totaler Unfähigkeit!

Re: Re: So ein Depp, der Ostermayr..

Wenn man weg will von den unzähligen Systemerhaltern - letztens schienen sich alle einig das Heer solle mehr sein als eine Sammelstelle von staatsdienenden Reinigungskräften und Kartoffelschälern - wird das mit dem vorhandenen Budget wohl nicht machbar sein.

Die Eigenleistungen (eben die Systemerhalter) haben ja auch Arbeit verrichtet - die in Zukunft zugekauft werden soll. Die Kosten pro Grundwehrdiener werden also steigen. Klar braucht das mehr Geld.

Aber wie gesagt - es hiess ja allenorts man wolle die Aufgaben des Heeres überdenken, Katastrophenschutz und Cyber-Security waren die meistgenannten Schlagwörter. Ein Aufbau in diese Richtung kostet wieder Geld, wobei die Kosten der Instandhaltung nicht mehr benötigten Geräts wegfällt.

Kurz: Dass man das Budget des Heeres aufstocken wird müssen war seit langem klar. Unser Heer sollte es uns aber auch wert sein - es kann viel für uns alle leisten. Sofern man es nicht kaputt spart. In dem Fall wird der Grundwehrdienst ein 6-monatiger Urlaub bei viel Bewegung an der frischen Luft.

Re: Re: Re: So ein Depp, der Ostermayr..

Die Argumentation stimmt schon, aber die Herangehensweise ist die falsche. Man muss sich erst im klaren sein, was man gerne hätte, also Ziele formulieren. Dann muss man schauen was das kostet und am Schluss die Variante mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis auswählen.
Nicht "ich brauch mehr Geld" rufen, dann beleidigt sein, dass es kaum etwas gibt und schlussendlich einfach nichts tun.

Re: Re: Re: So ein Depp, der Ostermayr..

Was alles ist 'Systemerhalter'? Soll das Bundesheer ein Fitnesscamp mit Vollpension und Zimmerservice sein? Es wird keinem jungen Menschen erspart sein, wenn er aus dem 'Hotel Mama' auszieht zu lernen, wie man sich selbst erhält, ernährt und auch sein Umfeld in Ordnung hält. Nur die Waffe putzen ist eigentlich für das weitere Leben nicht sehr sinnvoll. Knopf annähen, Stube fegen und auch Kartoffeln schälen kann man später ganz sicher einmal brauchen.

Volksbefragung ein SP-Erfolg?

Wenn auch nur irgendjemand meint, Darabos besäße noch auch nur einen Funken an Glaubwürdigkeit zur Umsetzng des Volkswillens, muss man Zweifel anmelden, ob es sich um einen Sehenden handelt. Und wenn es sich dabei gar um ein Regierungsmitglied handelt, fragt man sich, ob dieses nicht nur blind ist.

Da wird versucht, die SP-Pleite der Volksbefragung als Erfolg hinzustellen, in dem man Idee eines Referendums preist und die hohe Beteiligung Erfolg der SPÖ vorgaukelt. Hat der Mann noch alle?

Darabos als geeignet hinzustellen und dies damit begründen zu wollen, dass er der längst dienende Verteidigungsminister in der EU sei, ist wohl ein Hohn. Lediglich die Tatsache, dass er keinen Beruf erlernt hat und sein Brot in Parteifunktionen verdienen muss, lässt ihn mangels Alternativen am Ministersessel kleben - mit Unterstützung seiner Genossen, von denen wohl keiner die Quadratur des Kreises schaffen kann, glaubwürdig eine Heeresreform auf dem Boden der allgemeinen Wehrpflicht einzuleiten.

Jetzt fehlt nur noch, dass sogar der Bundeskanzler seinem Organwalter für Landesverteidigung Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit attestiert. Vielleicht nach einem Zuruf des für stete Heiterkeit bekannten Wiener Bürgermeisters via Krone.


1 0

Schade um jede Zeile

Da ohnehin nur gemacht wird was Brüssel will können wir uns die ganze Regierung sparen.

dieses a------

soll gefälligst selbst ausbaden, was er und sein papagei faymann und der ewig fette vom rathausplatz darabos eingebrockt haben! würde die SPÖ darabos unterstützen, würde sie ihn nicht über diese d----s---- von kabinettschef, der auch entacher und andere schikaniert, unter druck setzen lassen!
die wollen nur die entscheidung des volkes aussitzen und so tun, als sei nix passiert!

So verpellt man seine eigenen Parteimitglieder

Ich als Sozialdemokrat, zumindest meinen Grundsätzen nach, eine sozialdemokratische Partei sind momentan eher die Grünen, kann diese SPÖ leider nicht mehr ernst nehmen. Darabos, tatsächlich prädestiniert für den Job? Vielleicht ist er aber ein Symptom einer ehemals staatstragenden Partei mit großer Tradition, die nun selber nicht mehr weiß, wofür sie gut sein soll. Feigheit, Fantasielosigkeit, Beliebigkeit, das verbinde zumindest ich persönlich mit dieser Partei, die von mir selbstverständlich auf längere Sicht nicht mehr wählbar ist. Zum Abstimmungsergebnis: Ich selbst war bei einer Wahlkommission und sah mir die Liste an. Auf dieser finden sich auch die Geburtsjahrgänge der Wähler. Leider musste ich feststellen, dass viele Junge eben nicht zur Abstimmung kamen. Da kamen ältere, teilweise sehr gebrechliche Menschen zur Abstimmung (wie auch sonst zu Wahlen), selbstverständlich auch sehr viele junge Staatsbürger, aber eben für mich unverständlicherweise zu wenige. Konklusio: Wer nicht wählen geht, darf sich nicht beschweren, dass gegen dessen Willen entschieden wird. Parteien sollten Richtlinien vorgeben und nicht Primitiv- und Propagandamedien folgen und vor allem nicht jene verpellen, die sich auch eigene Gedanken bezüglich der Politik machen und diese aufmerksam mitverfolgen. Vielleicht lernt man die nötigen Lektionen nach dieser Volksbefragung (alle Parteien). Aber da hält sich mein Optimismus leider in engen Grenzen.

Re: So verpellt man seine eigenen Parteimitglieder


die setzen darabos unter druck - es sind erbärmliche heuchler, die skrupellos die eigenen leute opfern, denen alles wurscht ist. ostermayer, faymann, häupl, diese ganze bagage lässt darabos nicht zurücktreten, sie wollen den mist, den sie gebaut haben, nicht selbst beseitigen. sie wollen so tun, als habe es keine volksbefragung gegeben, und die entscheidung des souveräns torpedieren.

Re: Re: So verprellt man seine eigenen Parteimitglieder

Ihrem Beitrag kann ich inhaltlich nur zustimmen. Darabos wurde tatsächlich in diese Situation hineingeritten und die Schuldigen Genossen versuchen sich nun geschickt aus der Affäre zu ziehen.
Allerdings hätte Darabos dennoch die Möglichkeit gehabt, sein Amt niederzulegen - der Selbstachtung wegen. Am Sonntag hätte er die Möglichkeit gehabt seinen Rücktritt zu verkünden. Diese Chance hat er leider vertan. Mitleid muss man mit diesem Verteidigungsminister nicht haben. Seine Genossen jedoch sind tatsächlich erbärmliche Gestalten. Als Sozialdemokrat kann ich leider niemandem empfehlen, diese Partei zu wählen. Das Personal in der Führungsetage ist einfach zum Kotzen.
Wie schon gesagt, sie verprellen die eigenen Parteimitglieder.

Hmmm...

Ein Wehrdienstverweigerer als Minister, der mit der Heeresführung Kleinkrieg führt ist predestiniert???? Mir scheinz, dass der Herr Ostermeyer viel Menscheinkenntnis hat...

9 2

"Der längstdienende Verteidigungsminister der EU"

Eine höfliche Umschreibung für: Europas bester Sesselkleber.

Die roten Barone,

haben immer noch nicht begriffen, was da am Sonntag passiert ist. Wahrscheinlich haben auch die uebrigen Parteien ebenso Schwierigkeiten damit. Die Menschen sind sehr wohl in der Lage eine klare Entscheidung im Zuge der direkten Demokratie zu treffen. Die Menschen wollen Loesungen und keine endlosen Machtspiele mit unbrauchbaren Politikern. Der Poltiker, als Mensch ohne Eigenschaft, sollte seit letzten Sonntag eine aussterbende Rasse sein. Das Volk will und muss in Zukunft in Eintscheidungen eingebunden werden. Gleichzeitig verlangt es nach Politiker, die fachliche in der Lage sind Themen anzusprechen und Loesungen anzubieten, die nach Entscheid umzusetzen sind. Ich denke, alle Parteien muessen diese Veraenderung verstehen, wollen sie noch eine Rolle in der Zukunft spielen. Gleichzeitig muessen auch die alten Medien erkennen, dass sie nicht mehr die Rolle von einst spielen. Und Darabos ist nur mehr eine Kultfigur, die eigentlich unter Denkmalschutz gestellt werden sollte, als Politiker ohne Eigenschaft und Verantwortung.

 
12