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Spindelegger für "großes neues Europa-Szenario"

25.06.2012 | 16:50 |   (DiePresse.com)

Der Vizekanzler will in der Diskussion um einen Umbau der EU "keine Tabus". Bei substanziellen Änderung müsse es eine Volksabstimmung geben.

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VP-Vizekanzler Michael Spindelegger plädiert dafür, dass Österreich "mit der größtmöglichen Offenheit" in Diskussion über eine Reform der EU gehe. "Wer jetzt schon beginnt die Liste, was alles nicht sein darf, aufzustellen, wird schwer mit einem Ergebnis relativ rasch landen können", sagte er am Montag in Luxemburg nach Beratungen mit seinen EU-Kollegen.

Niemand rede derzeit noch von "der nächsten Kleinigkeit", welche die EU angehen müsse, "es geht schon um wesentlich mehr", sagte Spindelegger. Für ihn sei wesentlich, dass der EU-Gipfel Ende dieser Woche eine Perspektive für die Überwindung der Konstruktionsmängel der Währungsunion und eine Zukunftsperspektive der EU gebe. "Marschrichtung dabei wird sicher der Titel Fiskalunion sein, den man jetzt mit näheren Details nähren muss." Mehr Zusammenarbeit müsse aber mit Kontrolle und Sanktionen einhergehen.

"Das geht nur mit einer Vertragsänderung"

Die EU müsse, um wieder Vertrauen der Kapitalmärkte und der Bürger zu gewinnen, auch in Aussicht stellen, wie sie Schwierigkeiten auf Dauer aus dem Weg räumen könne. "Das geht nur mit einer Vertragsänderung. Das geht nur, indem ich ein großes neues Europa-Szenario entwerfe", sagte Spindelegger. Jetzt könnten dazu nur die Eckpfeiler skizziert werden, für die Umsetzung brauche es eine EU-Vertragsänderung.

Der Außenminister betonte, die Detaildiskussion und die Suche nach Kompromissen werde noch lange dauern. "Es wird sicher Tabus geben." Sollten große Veränderungen geplant werden, die hart an die Grenze einer Totaländerung der österreichischen Bundesverfassung gingen, wäre er für eine Volksanstimmung, sagte Spindelegger. Er sei für eine Volksabstimmung bei "substanziellen Änderungen", nicht aber bei "kosmetischen oder kleineren Änderungen".

Spindelegger will aber nicht von "Vereinigten Staaten Europas" oder von einem "Bundesstaat" Europa reden. "Was es wird, ist etwas sui generis", betonte er.

(Ag.)

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42 Kommentare
 
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Dieser Mann ist ein Versager, und er weiß es!

Nur so ist es zu erklären, warum er die ihm übertragene Verantwortung so schnell wie möglich loswerden will. Wer die ÖVP (einerlei ob Spindelegger oder Karas) wählt, kann den Stimmzettel auch gleich im Klo runterspülen.

Gast: hk1190
26.06.2012 14:39
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Dieselben!

Dieselben, die uns vor dem EU-Beitritt Vieles versprochen haben, dieselben, die Griechenland in den Euro-Raum aufgenommen haben, dieselben, die jetzt Montenegro ... dieselben geben jetzt vor, zu wissen, was notwendig ist!
Es gab in der "Presse" einen Artikel über die Notwendigkeit ein Dorf anständig regieren zu können, als mindeste Qualifikation. Das kann wohl keiner der europäischen "Spitzenpolitiker". Bei denen stimmt es zu Hause nicht und es klappt daher auch höheren Orts nicht.
Das furchtbare Gestammel Spindeleggers, der einerseits alles nicht so tragisch sieht, weil ja vielleicht doch keine Gesamtänderung der Verfassung ... und andererseits möchte er eine Totalreform Europas mit Finanzkontrolle. Wie soll das ohne erhebliche Eingriffe in die staatlichen Kompetenzen gehen? Ich glaube diese Politikerkaste geht davon aus, daß die Bürger bloß noch Trottel sind, die gegen sie gar nichts ausrichten kann. Das zeigt uns auch die jüngste Erhöhung der Parteienfinanzierung, für die kein einziger Grund gegeben ist.
Es ist an der Zeit, ihnen zu zeigen, daß wir ihre Faxen satt haben!

Gast: 1. Parteiloser
26.06.2012 08:21
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Das tolle Projekt Europa wurde von den Totalversagern schon versemmelt!

Die EU hatte mehr als 10 Jahre Zeit etwas Gutes für Europäer zu bringen.

Die Realität ist aber:

- seit mehr als 10 Jahren fallende Realeinkommen, wenn man die Teuerungsrate des wöchentlichen Einkaufs heranzieht dann um etwa 30%!

- Staaten, welche an den Staatsausgaben langsam ersticken und ohne die EZB wahrscheinlich auch schon daran erstickt wären.

- Eine Reisefreiheit, welche nur den Wegfall der Passkontrollen als vermeintlichen Vorteil hat aber eine gewaltige Steigerungen der Kriminalitätsrate gekostet hat.

- Wegfallenden Wechselgebühren, auch nur für die Menschen mit grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr, welche also kaum genutzt werden konnte.

- Dem geringen Freiheitszuwachs stehen dann massive zusätzliche Verpflichtungen der Bürger gegenüber, also eine erhebliche Überkompensation zum Nachteil der Europäer.

- Wegbrechende reale Produktions- und Bauleistungen im Euroraum.

- Einen Förder- und Frühpensionswahnsinn, welcher mit riesigen geschützten Bereichen garniert wurde. Also eine Planwirtschaft durch die Hintertür mit den entsprechenden Auswirkungen.

- Die Armutsberichte der letzten 10 Jahren zeigen einen eindeutigen Trend, einen Trend der starken Zunahme von armen, und armutsgefährdeten, Menschen in Europa.

Diese EU scheitert seit Jahren und scheitert immer mehr. Die Auswirkungen dieses Scheitern kommt auch immer mehr ins Bewusstsein der Europäer. Neuerliche Vertragsänderungen werden diese EU (und den Euro) auch nicht mehr retten können.

Gast: wiedereingast
25.06.2012 23:24
2 0

Großartige Idee

Keine Tabus sollten den Fortschrit hemmen .
Die Lissabon EU ,die Brüssel Bürokratie und der Euro waren klare Fehlentscheidungen .
Europa ist ein Kontinent der Vielfalt der Kulturen
und diese Vielfalt der Kulturen ist der Reichtum Europas

Antworten Gast: Vogel Strauss
26.06.2012 09:42
0 0

Re: Großartige Idee

Mit der Kultur hat es sich, sobald kein Geld mehr da ist ...

Gast: radius
25.06.2012 23:04
3 0

Wir wollen Zahlen sehen, Herr Spindelegger.

Zum Beispiel, dass Österreich Haftungen von 70 Mrd. Euro (das ist 1 Billion alte Schillinge) eingeht. Das braucht Österreich nicht. Wir haben für NO-BAILOUT gestimmt, das zu ändern ist keine kosmetische Änderung, das ist Betrug Ihrerseits, Herr Spindelegger, dies so zu bezeichnen.

Wissen Sie, Sie sind vom Bürger gewählt und nicht von irgendwelchen EU-Institutionen, auch wenn es dort ein paar schöne gutbezahlte Pöstchen gibt, die man nur erobert, wenn man Österreich verkauft. Das ist Korruption, die eigene Karriere vorzuschieben.

Gast: schrittfürschritt
25.06.2012 22:36
2 0

zurück zu einem europa der unabhängigen freien demokratischen länder. frei von den casinobanken und dem eu /eurochaos. aber vorher machens noch alles kaputt.


EU Änderung

ja, ja, die Architekten der Österreichvernichtung in ihrem Element. Offensichtlich kapiert er noch immer nicht dass die grosse Mehrheit nicht hinter ihm steht. Gott, lass bitte die Wahl 2013 schneller herankommen.

Antworten Gast: he true logician
25.06.2012 22:04
0 0

Re: EU Änderung

du wirst enttaeuscht werden 2012 :-))

Jean-Claude Juncker: „Wenn es ernst wird, muss man lügen.“


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ESM

Und was ist mit dem ESM, der uns Milliarden kosten wird. Wir, die wir selber gerade so über die Runden kommen dank aufgeblähtem Privilegienschlaraffenland?! Der wird einfach so durchgewunken. Wetten, dass die Hälfte der Abgeordneten gar nicht weiß wofür sie da stimmt!!

Gast: Grieg, Liszt & Händel
25.06.2012 19:52
7 0

Dem Schwandronör

ist nichts zu schwör.....

P.S: Wer nicht einmal den eigenen Stall unter Kontrolle hat, braucht es gar erst in der weiten großen Welt versuchen.

Gast: jnp1
25.06.2012 19:32
4 0

kosmetischen oder kleineren Änderungen

Jaja, ESM ist kosmetisch oder doch vielleicht kosmisch oder komisch oder ....mehr

Gast: C.d.G.
25.06.2012 19:18
5 0

Spindel.......wer?


Der Wähler wählt.


Antworten Gast: Yep!
25.06.2012 22:05
0 2

Re: Der Wähler wählt.

Den Bundesstaat Europa!

Gast: Mai
25.06.2012 19:15
3 0

Keine Tabus

"...der größtmöglichen Offenheit" in Diskussion über eine Reform der EU gehe."

Dann muss die EU als solche inkl. Euro bzw. die Teilnahme Österreichs an denselben aber cuh zur Diskussion gestellt werden dürfen.

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Ich lass mich nicht mehr anlügen, einmal beim EU-Beitritt hat genügt!


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Re: Ich lass mich nicht mehr anlügen, einmal beim EU-Beitritt hat genügt!

sskM, denn ich glaubte damals schon nichts, und sehe mich heute mehr denn je darin bestätigt, gar nicht zur Schlachtbank gegegangen zu sein ;-)

Zu offensichtlich unlogisch waren all die Versprechen welche mit einem Werbeaufwand betrieben wurden, gegen den selbst Faygmann mit seinem teurem Medienrummel schwach dasteht.
Der dachte sich wahrscheinlich, was die können und dürfen, kann und darf er ebenso ungestraft tun ?

Antworten Gast: L.M.
25.06.2012 22:06
0 2

Re: Ich lass mich nicht mehr anlügen, einmal beim EU-Beitritt hat genügt!

Du bist aber nicht die Mehrheit.

Gast: HelleOlga
25.06.2012 19:08
6 0

Spindi Langstrumpf: Ich mach' mir die Welt, wie sie mir gefällt ....

Ich hab' ein Haus (voller Sau-Bauern),
ein kunterbuntes Haus
ein Äffchen (Karl) und ein Pferd (Fekter),
die schauen dort zum Fenster raus.
Ich hab' ein Haus,
ein Äffchen und ein Pferd,
und Jeder, der uns mag (oder auch nicht),
kriegt unser 1 x 1 gelehrt.

2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Ich mach' mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ....

Antworten Gast: KlareCarlson
25.06.2012 22:07
0 1

Re: Spindi Langstrumpf: Ich mach' mir die Welt, wie sie mir gefällt ....

Du bist wohl ein bisschen in der Kindheit hängen geblieben. Im Denken, im Schreiben usw.

Gast: E igentlich U nnötig
25.06.2012 19:03
13 0

Der hat noch gar nicht geschnallt

dass die Menschen von der EU nichts mehr hören und sehen wollen und ihnen das ganze Affentheater schon beim Hals heraus hängt. Und tschüss.

Ein Visionär ...

der mit unseren Milliarden die Welt umbaut, aha, na spannend *g*laubs eh'.

Net schon wieder ein neues Szenario, bitte!

Wir haben die alten noch längst nicht verdaut und sind nix drauf heiß, dann schon wieder zur Kasse gebeten zu werden !

15 0

Liebe Politiker !!

Haltet Euch lieber an Verträge wie:
* Maastricht
* Lissabon (Hilfspakete sind Vertragsbruch)
* ESM & Eurobonds (sind Vertragsbruch und
Bruch der österreichischen Verfassung sowie
Steuergeldveruntreuung)

 
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