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Friede, Freiheit und Vielfalt – Europa sei Dank

29.06.2012 | 18:46 |  von Anna Gabriel (Die Presse)

Die schlechten Nachrichten über die Krise lassen die zahlreichen positiven Aspekte, die die EU-Mitgliedschaft gebracht hat, oft vergessen.

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Wien. „Die Eurokrise spitzt sich weiter zu“, tönt es seit zwei Jahren beinahe täglich aus dem Radio. Im Schatten der schlechten Nachrichten um Rettungsschirme, Schuldenvergemeinschaftung und Kontrollmechanismen haben viele vergessen, dass sie der EU auch Positives zu verdanken haben. Die Mitgliedschaft zur Staatengemeinschaft hat unser Leben und unseren Alltag verändert, sie bietet Chancen und Möglichkeiten, die es vorher nicht gegeben hat.

Besonders für junge Menschen bringt die Union zahlreiche Vorteile: Unvergleichbar höhere Mobilität genießen Studenten dank des von der EU initiierten Erasmus-Programms. Wenn eine WU-Studentin aus Wien ein Auslandssemester an der Pariser Universität Dauphine absolvieren möchte, ist das heute leicht realisierbar. Erasmus ermöglicht es Hochschülern, in einem beliebigen EU-Mitgliedstaat oder sechs weiteren teilnehmenden Ländern zu studieren. Als das Programm 1987 startete, waren es 3000 junge Menschen, die quer über den Kontinent reisten, um sich an einer anderen Uni fortzubilden. Heute sind es 250.000 jährlich.

Doch nicht nur die Uni-, auch die Arbeitswelt ist durch die EU internationaler geworden. Möchte ein Paar unterschiedlicher Herkunft – etwa aus Belgien und Rumänien – gemeinsam in einem weiteren Mitgliedstaat leben und arbeiten, gibt es dafür schon lange keine Hürden mehr: Aus der Personenfreizügigkeit, einer der vier Grundfreiheiten des gemeinsamen Binnenmarkts, leitet sich dieses Recht für jeden EU-Bürger ab. Mehr als 15 Millionen haben ihren Arbeitsplatz in einem anderen EU-Land oder verbringen dort ihre Pension.

 

Vielfalt an Produkten hat zugenommen

Auch die Warenverkehrsfreiheit bringt dem Einzelnen im Alltag Vorteile: Die Palette an Produkten des täglichen Gebrauchs ist seit dem EU-Beitritt Österreichs im Jahr 1995 stark angestiegen. So hat etwa ein Käsehändler auf dem Naschmarkt heute ein vielfältigeres Angebot zu günstigeren Preisen. Gleichzeitig hat die Einführung gemeinsamer Normen Produkte wie Nahrungs- und Arzneimittel sicherer gemacht.

Die Öffnung der internationalen Märkte hat im Dienstleistungsbereich zu entscheidenden Verbesserungen für die EU-Bürger beigetragen: Mehr Qualität zu günstigeren Preisen ist die Folge der Marktliberalisierung und des damit einhergehenden verstärkten Wettbewerbs. Besonders im Reise-, Telekommunikations- und Energiesektor hat sich das Angebot bei sinkenden Kosten stark verbessert. Auch die Roaming-Gebühren für Handytelefonierer im Ausland werden ab Juli ein weiteres Mal gesenkt. Und die EU-weite Bahnliberalisierung hat die Gründung der beliebten Westbahn von Wien nach Salzburg möglich gemacht.

Apropos Reisen: Wenn zu Ferienbeginn die erste Blechlawine Richtung Süden rollt, bleiben den Autofahrern Horrornachrichten über kilometerlange Staus an den Grenzen größtenteils erspart. Mit dem Beitritt Österreichs zur EU fielen nämlich zunächst die Zollkontrollen nach Deutschland und Italien weg; später, 1998, durch die Zugehörigkeit zum Schengener Abkommen auch die Personenkontrollen in die beiden Nachbarländer. Seit Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Slowenien im Jahr 2004 Mitglieder der EU und drei Jahre später des Schengen-Raums wurden, gibt es auch an den Grenzübergängen in die östlichen Nachbarstaaten keine Kontrollen mehr – und damit auch kaum Wartezeiten.

 

Strenge Umweltstandards

Doch auch andere positive Aspekte der europäischen Staatengemeinschaft, die nicht unmittelbar im täglichen Leben von Bedeutung sind, wollen erwähnt werden: Sie betreffen etwa die ehrgeizigen Umweltstandards, die sich die EU zum Ziel gesetzt hat: Die Erhaltung der Artenvielfalt, der Luftqualität und die Reduzierung der europaweiten Abfallmengen sind nur einige Beispiele. Auch die Wasserqualität ist der EU ein Anliegen. Jedes Jahr vor den Sommermonaten wird ein Badegewässertest durchgeführt, der europäische Gewässer bezüglich Sauberkeit kontrolliert – und den Badehungrigen einen Anhaltspunkt gibt, wo sie ruhigen Gewissens ins kühle Nass springen können.

Das wichtigste Verdienst der EU aber hält ein Großteil der Bevölkerung heute für selbstverständlich: immerwährenden Frieden und Stabilität auf einem Kontinent, auf dem in der Vergangenheit viele blutige Kriege ausgetragen wurden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.06.2012)

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50 Kommentare
 
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Gast: biersauer
03.07.2012 11:31
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Die EU ist im Osten kein Friedensstifter!

http://nocheinparteibuch.wordpress.com/

Vorteile der EU .....?

Was für Vorteile hat die EU der BRD gebracht ? Nun, die Polizei wird nicht arbeitslos,seid" Bulgaren" einfallen, Raubüberfälle ,Diebstähle von Metal ( z.B:Kanaldeckel aus der Strasse), Einbrüche Taschendiebstähle in Öffentliche Verkehrsmittel ,usw., haben drastisch zugenommen , und Private Sicherheitsdienste haben Hochkonjungtur ! Seid Einführung des Euros, Aus 1000 ,-DM wurden ca. 500,-Euro aber die Ausgaben hatten sich bis 2000 verdoppelt und heute ,verdreifacht ! Der Einzigste Vorteil,man kann freier Reisen ,Aber Ganoven auch ! Und Frieden, das ist nur ein Traum,genauso wie Demokratie ! Klar doch,laut EU Diktaturen haben wir gefälligst Friede,Freude und Eierkuchen verordnet bekommen ! Und die Bildung einer Vereinigung der EU Atomgegner, wurde mal nett ausgedrückt, Untersagt ! Was für toole Vorteile der EU !

Gast: Gast 2012
02.07.2012 23:21
0 0

immerwährender Frieden?

diese kindliche Naivität ist köstlich. Wenn der ESM-Vertrag einmal umgesetzt ist wird man bald merken wie schnell der "immerwährende Frieden" in das Gegenteil umschlagen kann...

Gast: unbeteiligter
02.07.2012 16:12
0 0

Gähn , Gähn immer .....

derselbe Propagandamist aus Brüssels Presseabteilung.

das glaubt doch nich mal mehr die Mizzitant

Gast: Tourist
02.07.2012 09:01
0 0

Und alle mitsingen!

Freude scheoner Goetter Funken...!

Es braucht schon viel Dummheit um so einen Artikel in einer "Qualitätszeitung" zu schreiben

Alle EU-Vorteile die sie hier aufzähle gibt es in der Schweiz auch (ich wohne an der Grenze und brauche keinen Pass) und viele Sachen sind in der Schweiz besser als in so manchen EU-Land.
Vor Schweizer Atomkraftwerken habe ich weniger Angst als vor französischen oder tschechischen.
Wenn die Blechlawine nach Süden rollt, bleiben auch in der Schweiz Horrormeldungen erspart.
So sind wir bei der Wirtschaft. Die Schweiz baut mit 57km den längsten Tunnel der Welt und mit dabei sind Strabag und Alpine.
Krieg ist auch kein Argument mehr.
Das einzige bei dem die Schweiz nicht dabei ist, ist das EU-Banken-Retten.
Lassen sie sich etwas besseres einfallen für EU-Werbung.

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immerwährenden Frieden und Stabilität -

ein Paradies hier und jetzt dank der EUnion.

Was für eine Glaubensgemeinschaft!

Friede, Freude, Eierkuchen...

...nennt man solche Situationen in Deutschland. Unentwegte Propagandisten holen die ewig-alten Vorteilchen aus der Mottenkiste, mit denen sie jene Faktoren, die wirklich ans Eingemachte gehen, aus dem Blickfeld zu rücken versuchen.Wenn in einer Familie mit sechs Nachkommen vier nur die Hand aufhalten und man ihnen unbegrenzt aus der Patsche hilft, so wird für die zwei, welche ordentlich wirtschaften, langfristig nichts übrigbleiben. Das stört aber diejenigen Leute nicht, welche ihre globalen Ziele verfolgen. Das sind natürlich wieder einmal Verschwörungstehorien, versteht sich.

Gast: E.T.
30.06.2012 19:18
3 0

Friede, Freiheit, Vielfalt

Noch kennen wir das in Europa mehr oder weniger. Nur wie lange kann das gut gehen - solange die Futtertröge von Deutschland und anderen Ländern für ganz Europa bereitgestellt werden, denke ich mal.
Was passiert, wenn das Futter zu Ende geht ?
Was passiert wenn die Einwanderer aus anderen Kulturkreisen in der Überzahl sein werden und ihre eigenen Vorstellungen von Kultur, Religion und Moral, einbringen und den anderen vorschreiben werden ?
Was, wenn halb Europa arbeitslos ist ?
Wie wird es dann mit Friede, Freiheit, Vielfalt aussehen ?

3 0

"...immerwährenden Frieden und Stabilität..."

Abwarten, würd ich mal sagen.

Gast: Nils Olav
30.06.2012 15:38
13 52

Ich befürchte dass Friede,Freiheit und Vielfalt

durch die Zuwanderung von Islamischen Kulturen stark gefährdet ist,und dieses Europa bald in einen noch nie dagewesenen brodelnden Kessel verwandeln wird.

Re: Ich befürchte dass Friede,Freiheit und Vielfalt

ist der admin am tasterl haengen geblieben?

wuerde mal sehen wie sowas passieren kann!

:))

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Re: Ich befürchte dass Friede,Freiheit und Vielfalt

Hat hier ein linker Kampfposter einen Tastaturhänger das soviel ablehnende Stimmen sichtbar sind !!

Antworten Antworten Gast: Vodka mit Red Bull
30.06.2012 18:43
5 0

Re: Re: Ich befürchte dass Friede,Freiheit und Vielfalt

Wäre interessant zu wissen ob der Zensor die Macht hat die Bewrtungen zu beeinflussen.

Antworten Antworten Gast: willi555
30.06.2012 18:34
6 0

Re: Re: Ich befürchte dass Friede,Freiheit und Vielfalt

stimmt - irgendwas ist da faul,in dieser kurzen Zeit 34 negative Bewertungen,obwohl zum ganzen Thema seit gestern nur 35 Kommentare gepostet wurden.


5 0

Zufall oder Gleichschaltung?

Ist das die Antwort bzw. Reaktion auf den gestrigen ORF-Beitrag zur Umerziehung des dummen Volkes?

http://oe1.orf.at/programm/305324

Auszeichnung für ANNA GABRIEL

Der "Aufsatz" von ANNA GABRIEL spiegelt eine rührend naiv-positive Seele wider.
Damit könnte sogar eine Auszeichnung bei einer schriftlichen Schulprüfung, z.B. einer Matura (vorschlagsweise Lehrgang "Lehre mit Matura") erlangt werden.
Einer auch nur im Ansatz umfassenderen Bewertung könnte er niemals standhalten.
Aber freuen wir uns über die positive Sicht von Frau ANNA G., gönnen wir ihr die wichtige Motivation und empfehlen wir sie zur ständigen Kolumnenschreiberin in diversen Schülerzeitschriften!

Gast: TT1
30.06.2012 13:02
0 2

Gute Initiative

Und es stimmt: die Zeiten sind die besten die wir jemals hatten. Gleichzeitig: jeder ist für sich selbst gefordert, seine Erfüllung im Leben zu finden. die Möglichkeiten sind dafür zahlreich vorhanden!

Gast: TT1
30.06.2012 13:02
0 1

Gute Initiative

Und es stimmt: die Zeiten sind die besten die wir jemals hatten. Gleichzeitig: jeder ist für sich selbst gefordert, seine Erfüllung im Leben zu finden. die Möglichkeiten sind dafür zahlreich vorhanden!

Gast: Demokratius
30.06.2012 12:58
8 0

immerwährenden Frieden und Stabilität auf einem Kontinent, auf dem in der Vergangenheit viele blutige Kriege ausgetragen wurden

Die Bomben fallen jetzt auf die Menschen der Länder außerhalb Europas. Europäische Waffen töten meist außerhalb der Union - eine Ähnlichkeit mit den USA.

France, Germany, Italy, Sweden and Britain are among the top 10 largest arms suppliers. Between 1994 and 2001 the EU exported nearly $10bn of arms to developing countries - approximately one-third of all deliveries to such countries. Strong government support for some large deals has enabled many EU countries to compete in a market dominated by the US.

EU enlargement in 2004 has increased the scope and number of companies producing and exporting military and dual-use equipment, with more than 400 companies in 23 out of the 25 EU countries producing small arms and light weapons, in total slightly fewer than in the US. Enlargement means opportunities and dangers for European arms control.
http://mondediplo.com/2006/06/11armscontrol

Geld an NATO = Entwicklungshilfe: so friedliebend ist Europa.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/758727/Afghanistan_Oesterreich-spendiert-Nato-18-Millionen

Wir können stolz sein auf unser "friedliches" und von den globalen Finanzmärkten "freies" Europa.

Die Menschen wissen, warum sie dem unehrlichen politischen Konstrukt mißtrauen.

Das sind schon die Auswirkungen des Transparenzgesetzes!

Ja - morgen tritt das neue Transparenzgesetz in Kraft. Da kann Faymann und seine Inseratoren nicht mehr Steuergeld in Form von Inseraten an ihm wolgesonnene Redaktionen verteilen.

Jetzt schreibt man halt für andere Geldgeber, leider hat Frau Gabriel vergessen diesen zu nennen oder zumindest "bezahlte Anzeige" dazu zu schreiben.

Das sind schon die Auswirkungen des Transparenzgesetzes!

Ja - morgen tritt das neue Transparenzgesetz in Kraft. Da kann Faymann und seine Inseratoren nicht mehr Steuergeld in Form von Inseraten an ihm wolgesonnene Redaktionen verteilen.

Jetzt schreibt man halt für andere Geldgeber, leider hat Frau Gabriel vergessen diesen zu nennen oder zumindest "bezahlte Anzeige" dazu zu schreiben.

Das sind schon die Auswirkungen des Transparenzgesetzes!

Ja - morgen tritt das neue Transparenzgesetz in Kraft. Da kann Faymann und seine Inseratoren nicht mehr Steuergeld in Form von Inseraten an ihm wolgesonnene Redaktionen verteilen.

Jetzt schreibt man halt für andere Geldgeber, leider hat Frau Gabriel vergessen diesen zu nennen oder zumindest "bezahlte Anzeige" dazu zu schreiben.

Gast: Nordlicht
30.06.2012 12:41
7 1

Friede, Freiheit und Vielfalt – Europa sei Dank

Mit wieviel Gled aus Brüssel ist Frau Gabriel eingeseift worden um solchen Unsinn zuschreiben. Und was mich am meisten beeindruckt, "Die Presse" als eine der großen Zeitungen druckt so etwas auch noch. Hat die Chefetage bei der Presse auch etwas vom "duftenden Öl" aus Brüssel anbekommen um sich so anzubiedern?

Re: Friede, Freiheit und Vielfalt – Europa sei Dank

was ist das "duftende Öl"?
will auch glücklich sein!

Was ist mit der Presseredaktion los?

Alle total glücklich!
Alle total zufrieden!

Früher nannte man das einen "Gmiatlichen" durchziehen.

Ich denke die haben einen Gutteil der Presserfoerderun_g in bewußtseins erweiternde Dro_gen investiert...

 
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