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Rettungsschirm: Regierungsspitze und Grüne verhandeln

01.07.2012 | 15:07 |   (DiePresse.com)

Um eine Verfassungsmehrheit im Nationalrat zu erreichen, verhandelt die Regierung mit den Grünen über die Zustimmung zum Europäischen Rettungsschirm.

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Die Regierung und die Grünen werden Montagfrüh ein letztes Mal über den Euro-Rettungsschirm ESM verhandeln. Es geht um die Zustimmung der Oppositionspartei am Mittwoch im Nationalrat, denn die Regierung braucht bei diesem Thema eine Verfassungsmehrheit. Grünen-Verhandler Werner Kogler zeigte sich am Sonntag im Gespräch zuversichtlich.

Um 7.30 Uhr trifft sich Kogler mit Finanzministerin Maria Fekter (VP). Dabei gehe es um ein Bankeninsolvenz- und -regulierungsrecht, das bis Jahresende stehen soll. Es solle einen gemeinsamen Antrag geben, was die Regierung hier schrittweise zu machen habe, damit "die Steuerzahlerhaftung bei Bankenpleiten minimiert wird", erklärte Kogler. Außerdem soll es im Nationalrat einen gemeinsamen Antrag geben über eine Bindung der Regierung, einen europäischen Konvent so rasch wie möglich mitherbeizuführen, der auch die Frage der Eurobonds behandeln und die rechtlichen wie ökonomischen Voraussetzungen schaffen solle. Bei beiden Punkten ist Kogler sehr zuversichtlich.

Danach gibt es ab 8 Uhr zum Gesamtpaket eine Runde mit Bundeskanzler Werner Faymann, Vizekanzler Michael Spindelegger, Grünen-Chefin Eva Glawischnig und Kogler. Eingeladen sind auch Fekter und SP-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder. Ein Pressestatement ist nach dem Treffen geplant. Noch vor dem Verfassungsausschuss um 11 Uhr werden Glawischnig und Kogler den Grünen Klub über die Ergebnisse informieren.

Die Grünen hatten ihre Zustimmung zum ESM ja auch von der Einführung einer Finanztransaktionssteuer abhängig gemacht. Hier ist Kogler zufrieden, beim EU-Gipfel sei das gelungen, was bis dato "maximal möglich" sei.

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38 Kommentare
 
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Ich bin enttäuscht!

Wie kann man als denkender Mensch nur einem Vertrag wie dem ESM zustimmen. Vor allem nach dem dieser am vergangenen Freitag wieder abgeändert wurde und Banken nun OHNE AUFLAGEN DIREKT AUS DEM ESM versorgt werden dürfen.
Der ESM, welcher ja kein Rettungsschirm per se ist, sondern ein juristisch und demokratisch in keinster Weise angreifbarer Apparat, soll jetzt direkt den Banken dienlich sein.

Es ist wie der Versuch einen Drogensüchtigen mit der Bereitstellung von noch mehr Drogen zu heilen. Das Verhalten der Banken war verantwortungslos und durch eine unfähige, noch veranrwortungslosere Politik dazu ermutigt.

Dass ich als Österreicher auf die Vernunft und Weitsicht der Verfassungshüter in Karlsruhe hoffen muss, sagt eigentlich alles über unsere Politik. Sorry, tiefer geht es kaum mehr.

Liebe Grüne: Lest den Vertrag durch und dann werdet ihr wissen, dass es im Gouverneursrat keiner Zustimmung aus Österreich bedarf um alle Forderungen durchzusetzen. Die einstimmige Beschlussfassung kann dort jederzeit ausgehebelt werden.

Gast: 1. Parteiloser
01.07.2012 16:54
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Staatsverrat wird abgemauschelt und der Verfassungsschutz schaut nur zu!

Dass es in die kranken Ideologien der Roten passt, dass Gelddrucken und Umverteilung die Lösungen für die Gesellschaft bringen könne, das ja deren jahrzehntelanger Irrtum. Die Ideologen sind derartig gefangen, dass der Zusammenbruch des Comecongebietes nichts an deren kranken Ideologien ändern konnte. Dass die Grünen, welche die eigene politische Existenz dem Umweltschautz zur verdanken haben sich zu naiven Kommunistem, welche an den Goldesel glauben, gewandelt hat, das ist inzwischen auch bekannt.

Dass aber eine Volkspartei, welche sich auch dem liberalen Gedanken verpflichtet fühlt, und einmal eine Partei der Österreicher war, sich auch dafür hergibt, das zeigt den ethischen Bodenaufschlag dieser Partei ganz deutlich. Diese Typen sind ja auch schon länger zur Planwirtschaft auf Basis der Beamtenherrschaft konvertiert. Mit dem Volk hat diese grausige Gruppe gar nichts am Hut, mit Österreich offensichtlich auch nicht.

Es unglaubliche, welche Aktivitäten gegen die 2. Republik gesetzt werden dürfen ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden.

Rettet ESM öst. Banken?

Jetzt soll ESM 100 Mill. € für spanische Banken bereitstellen. Für Kommunalkredit u Hypo Alpen gilt doch sicher gleiches Recht oder mit den Worten Fekters: Die (Griechen) Rettung ist ein gutes Geschäft für Ö.

25 0

Die Grünen waren 1994

absolute Gegner der EU. Sie brüllten zeter und mordio und warnten vor einem EU-Turbokapitalismus. Und heute? Heute sind sie es, die die EU verherrlichen und sie in den Himmel heben. Und nun? Her mit dem ESM, sagen sie, auch wenn sie der Form halber noch einige Knackpunkte gelöst sehen wollen. Da fragt man sich doch, ob die Herrschaften überhaupt wissen, was der ESM ist und mit welchen Folgen wir nach dessen Installation zu rechnen haben. Rot und Schwarz sind bekannt dafür, dass sie EU-hörig auch noch unser letztes Hemd nach Brüssel verscherbeln wollen und nun haben sie auch noch die grünen EU-Vasallen auf ihrer Seite. Geht's noch, Ihr Politmöchtegerne? Euch ist wohl nichts zu schade, wenn es darum geht, uns dem Zentralstaat EU zu verkaufen. Gute Nacht Österreich!

Re: Die Grünen waren 1994

Die GrünInnen sind zur Zeit das AllerletzIn in der Österreichischen Bundespolitk und in Wien.
Machtgeil, überheblich, antidemokratisch, autoritär und abgehoben.
Noch eine unwählbare Partei - aber es gibt noch! Alternativen.

Hinter vorgehaltener Hand gibt man den Euro max. noch 6 Monate...


....eine seriöse Regierung würde sich auf dieses Szenario vorbereiten.

Aber die Grünen sind ja ganz geil Regierungsluft zu schnuppern und die best. Regierung ist so blind, die Zeichen der Zeit zu erkennen.

Re: Hinter vorgehaltener Hand der Herren Stieglitz und Krugman gibt man dem Euro max. noch 6 Monate...

....ja,ja, eh schon wissen, woher der Wind weht!!!

Ich kenn nicht ihre Stammtisch-Brüder...


....wenn´s die schon wissen, sollten sie mal ihren Horizont und ihre Lese-Lektüre erweitern.

20 0

Das BZÖ kritisiert die Alternativlosigkeit der Bundesregierung zurecht!

Und die Bundesregierung verursacht mit ihrer elenden EU-Politikheuchlerei fast 50 % Nichtwähler!
Kritiker zum ESM sind deswegen auch keine schlechten Europäer!

BZÖ Podiumsdiskussion zum Euro

http://www.youtube.com/watch?v=sVesp4ZXTkw

Gast: Vogel Strauss
01.07.2012 15:48
20 0

Die Feigenblatt-Abstimmung ...

Weil die Zustimmung gibts ja eh schon. Warum nur lassen wir uns das so alles gefallen?

Re: Die Feigenblatt-Abstimmung ...

Alle Hoffnung gilt Karlsruhe, in Ö sterreich urlaubt man im Juli.

26 0

Kogler will offensichtlich selbst bald Diktator in Brüssel spielen

und dafür ist auch ihm jedes Mittelchen recht und billig !

Warum wohl ist besonders diesen 3 Parteien die direkte Demokratie ein Dorn im Auge ?!

Gast: Holzer K
01.07.2012 15:25
24 0

Die Grünen

Eine Mini Partei als Mehrheitsbeschaffer.
Was tun sie nicht alles um Macht zu lecken!

 
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