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Visa-Befreiung für Ukraine: "Wäre falsch, das zu tun"

03.07.2012 | 12:07 |   (DiePresse.com)

Der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses im EU-Parlament, Elmar Brok, stemmt sich gegen eine Visa-Befreiung der Ukraine. Stattdessen fordert er klare Verpflichtungen des Landes und die Einhaltung von Gesetzen.

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Innerhalb der EU-Kommission und seitens des Europaparlaments gibt es Widerstände gegen Visa-Erleichterungen für die Ukraine. Der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses im EU-Parlament, Elmar Brok, rief am Dienstag die EU-Kommission auf, kein solches Abkommen zu unterzeichnen. "Es wäre falsch, das zu tun", so Brok.

Die EU-Politik gegenüber der Ukraine sollte konsistent und standhaft sein und klare Verpflichtungen des Landes im Hinblick auf demokratische Werte und Einhaltung der Gesetze einfordern. Derzeit gebe es "ernsthafte Bedenken" in diesen Bereichen, wobei Brok von einer selektiven Justiz und politischen Verfolgungen sprach, ohne die Causa um die inhaftierte ukrainische Oppositionsführerin Julia Timoschenko namentlich zu erwähnen.

Jedenfalls gehe es darum, bis nach den Wahlen im Herbst in der Ukraine zu warten. "Außerdem erwarten wir zuerst den Bericht der EU-Parlamentsbeobachter für die Ukraine, Pat Cox und Aleksander Kwasniewksi", sagte der deutsche EVP-Abgeordnete.

"Keine Geschenke an Janukowitsch"

In der Kommission wollte Innenkommissarin Cecilia Malmström ein Visa-Abkommen mit der Ukraine erreichen, doch haben sich nach Angaben von Diplomaten zuletzt andere Kommissare gegen dieses Vorhaben quergelegt. Malmström wollte offenbar in einem schriftlichen Umlaufverfahren ohne Debatte die Sache über die Bühne bringen. Es sollten jetzt keine Geschenke an den ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch gemacht werden, ohne nicht im Gegenzug Zusicherungen zur Verbesserungen der Rechtsstaatlichkeit zu erhalten.

Timoschenko war im Oktober 2011 in einem international kritisierten Verfahren wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Straflager verurteilt worden. Der Fall überschattete auch die Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine. Ihre Tochter Jewgenija Timoschenko setzt sich unermüdlich für die Freilassung ihrer Mutter ein. Sie drängt, den Druck auf den ukrainischen Präsidenten Janukowitsch aufrechtzuerhalten und zeigte sich optimistisch, dass Janukowitsch der Forderung der Regierungschefs Spaniens und Italiens entgegenkommen wird, die um ein Treffen mit Timoschenko ersuchten.

(APA)

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7 Kommentare
Gast: strelnikov
21.07.2012 17:53
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Malmström - Unwort des Jahres

Damit wir noch mehr Asylanten hier haben. Die würden doch nur kommen, um hier zu bleiben. Die Malmström sollte man einmal vom Dr. Haller begutachten lassen. Irgendein Sanatorium in der EU wird schon noch ein Bett in der Geschlossenen frei haben.

Gast: almöhi
03.07.2012 13:44
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na ja,

kein Wunder, er ist halt ein Christlicher und kein grosser Denker.

Gast: Badewannenstöpsel
03.07.2012 13:24
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Was für scheinheilige Typen

Visafreiheit für Ukrainer ist kein Geschenk an Janukowitsch, sondern erleichtert das Leben und den kulturellen Austausch der einfachen Leute. Denn die müssen die Gebühren zahlen und ihre Lebenszeit opfern, um ein Visa zu bekommen.

EU Bürger dürfen umgekehrt außerdem schon länger ohne Visa in die Ukraine reisen.

Das jetzt mit dem politischen System der Ukraine zu Verknüpfen ist eine Nebelkerze. Da steckt was Anderes dahinter.

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Re: Was für scheinheilige Typen

Wie wollen sich die von Ihnen genannten einfachen Leute den Flug und das Hotel leisten, wenn sie sich nicht mal ein Visa leisten können?

Antworten Antworten Gast: Badewannenstöpsel
03.07.2012 16:20
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Re: Re: Was für scheinheilige Typen

Man kann auch mit wenig Geld weit kommen. Es gibt Bus, Bahn, Mitfahrgelegenheiten, Zeltplätze, Couchsurfing...

Aber um ein Visum zu bekommen braucht man eben doch wieder mehr Geld und spontan geht gar nichts. Ich empfehle mal einen Blick auf die Seite der deutschen Botschaft in Kiew. Das Verfahren und die Anforderungen zur Visaerteilung sind einfach asozial. Und es gibt bei all den Schikanen auch keine Garantie, dass ein Visum erteilt wird.

Re: Re: Re: Was für scheinheilige Typen

Asozial ist die EU in Brüssel, das sie Ländern wie Bulgarien und Rumänien Tür und Tor geöffnet haben, die Sozialhilfe dermaßen reduzieren, nur um ihre Mafiosis los zu werden ! Asozial ist, anderen Bürgern alle Last aufzubürden , und verlangen, das sie auf vieles wofür sie gearbeitet haben zu verzichten ! Asozial ist, selbst in Sauss und Braus zu Leben ,und andere die Zeche zahlen , und selbst aber nicht verzichten wollen ! Asozial ist, wenn "Blinde" Taxi fahren und "Bein-amputierte" auf dem Bau arbeitengehen,aber schwer-behinderten Rente Kassieren, obwohl sie ja wohl okey sind ! Wer also ist asozial ?

Antworten Antworten Gast: der busfahrer
03.07.2012 15:01
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Re: Re: Was für scheinheilige Typen

es geht überhaupt nicht ums "leisten können", sondern dass man es den bürgern unmöglich macht, spontan verwandte im ausland zu besuchen. zurzeit gibts über ein monat wartezeit für einen termin am konsulat. dann dauert es nochmals eine woche bis die genehmigung zugestellt ist. schnell einmal eine aktion einer fluglinie zu buchen, um seine tochter ( z.b.meine freundin) zu besuchen ist unmöglich.
die amtswege auf beiden seiten (man braucht ja eine "einladung" aus aut) sind zeitraubend und verursachen auch bei uns sinnlose administration...und somit kosten.