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Der ESM, Straches Rettungsschirm

07.07.2012 | 16:19 |  von Rainer Nowak und Thomas Prior (Die Presse)

Heinz-Christian Straches FPÖ hat mehrere Skandale zu verdauen und Fehler auszubügeln. Das macht aber nichts: Auf die Eurokrise ist immer Verlass. Geht es dem Euro schlecht, geht es Strache gut.

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Er würde es natürlich nie zugeben, aber der 4. Juli war ein politischer Glückstag für Heinz-Christian Strache. Da wurde mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und Grünen der milliardenschwere automatische Euro-Rettungsschirm mit dem sperrigen Titel Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) beschlossen. In Deutschland laufen prominente CDU-Politiker und anerkannte Wirtschaftswissenschaftler dagegen Sturm.

In Österreich gehört die Protestbühne dem FPÖ-Chef. Josef Bucher (BZÖ) will zwar auch hinauf - und Magna-Gründer Frank Stronach nützt den Widerstand, um in diversen Boulevardmedien auf seine politischen Pläne aufmerksam zu machen. Aber am deutlichsten wird der Wähler Strache und seine Partei dafür belohnen. Um Details kümmert sich der FPÖ-Chef nicht: Gut, er will eine Volksabstimmung über den Euro-Rettungsschirm (wie das BZÖ auch). Aber klare Antworten auf die Frage, wie die Krise rund um Griechenland und andere finanzgebeutelte EU-Staaten kurzfristig gebannt und langfristig gelöst werden könnte, gibt Strache nicht. Weil er sie nicht hat. Ihm reichen das Horrorszenario und der Umstand, dass auf (nicht vorhandene) Steuermittel in Österreich zurückgegriffen werden könnte.

Dabei sind die vergangenen Wochen und Monate alles andere als gut für Strache gelaufen. Das alte Leib- und Lieblingsthema der FPÖ, die Ausländer, zieht nicht mehr ganz so gut wie früher. In sensiblen Zeiten wie diesen scheinen platte Slogans mit einschlägigen Ressentiments nicht mehr so gut zu funktionieren. Ausgerechnet in Innsbruck, einer früheren Hochburg der Freiheitlichen, ging die FPÖ-Liste (freilich auch gegen eine Ex-FPÖ-Liste) mit den „Heimatliebe statt Marrokanerdiebe"-Plakaten unter. Laut dem erfolglosen lokalen Kandidaten war das Wortspiel in der Wiener Parteizentrale formuliert worden. Ein Rohrkrepierer. Auch in Wien scheint die freiheitliche Landespartei einigermaßen ratlos zu sein: Ausgerechnet die tot geglaubte Wiener ÖVP macht der finanzstarken Wiener FPÖ vor, wie man mit viel Fußarbeit und Klinkenputzen erfolgreich gegen das Parkpickerl und die rot-grüne Verkehrspolitik mobilisiert. Die FPÖ begann viel zu spät damit, auch die teuersten Plakate halfen nichts. Lächerliche 25.000 Unterschriften sammelte die Truppe des vermeintlichen Jungstars Johann Gudenus. Zum Vergleich: Der noch vor Kurzem verlachte ÖVP-Chef Manfred Juraczka brachte es auf 120.000 - mit einem Minibudget.

Sargnagel Graf. Und dann ist da noch Martin Graf, Dritter Nationalratspräsident und potenzieller Sargnagel für Strache, wie es in der Partei heißt. Mit seiner dubiosen Finanzberatung und Stiftungskonstruktion für eine alte Frau bescherte Graf der FPÖ wochenlang schlechte Presse. Kurz rutschte die FPÖ in Umfragen ab. Strache legte Graf den Rücktritt als Stiftungsvorstand (wenn auch nicht als Dritter Parlamentspräsident) nahe. Der nahm den Ratschlag an, obwohl er mit Strache nicht gerade ein freundschaftliches Verhältnis pflegen soll. Dass Graf die Bezeichnung „Rechtsanwalt" führte, obwohl er das nicht war, erregte auch den Boulevard. Negative Schlagzeilen in der Krone sind auch für Strache neu. Wirklich geschadet hat die Affäre Graf der FPÖ bisher noch nicht, sie liegt in Umfragen noch vor der schwächelnden ÖVP. Die Affäre ist aber noch nicht vorbei. Strache will um jeden Preis den Eindruck vermeiden, er hätte die erste Gelegenheit genutzt, sich seines internen Gegners zu entledigen. Falls, wie in der Partei zu hören ist, neue Enthüllungen drohen, könnte es für Graf aber vorbei sein. Um das dritte Lager, also den rechten Flügeln der Partei, dabei nicht allzu sehr vor den Kopf zu stoßen, soll Andreas Mölzer in einer möglichen Anti-Euro-Kampagne verstärkt zum Zug kommen.

Ähnlich mühselig muss sich Strache, der politische Teflon-Umfragensieger, mit seinen Gesinnungsbrüdern in Kärnten herumschlagen. Der Chef der Kärntner Freiheitlichen, Vizelandeshauptmann Uwe Scheuch, wurde am Freitag in der Neuauflage des sogenannten „Part of the Game"-Prozesses erneut der verbotenen Geschenkannahme schuldig gesprochen. Das Verhalten des FPK-Chefs habe das Vertrauen der Bürger in Amtsträger erschüttert, begründete die Richterin das Urteil. Scheuch soll 2009 von einem Russen Geld für die Parteikasse verlangt und ihm im Gegenzug die österreichische Staatsbürgerschaft sowie im Falle von Investitionen auch Landesförderungen versprochen haben.

Auch Scheuch war nicht immer der beste Freund Straches, aber er fädelte die Wiedervereinigung des Großteils der Haider-Stammpartei mit der Bundes-FPÖ ein. Dafür hält ihm Strache weiter die Stange. Auch das scheint dem Image des FPÖ-Chefs nicht nachhaltig zu schaden, aber es untergräbt die Konzentration auf die Kampagne gegen Euro und Rettungsschirm.

Zurück zum Schilling? Intern wurde zuletzt debattiert, wie man sich thematisch völlig freispielen könnte. Bis zur Wahl soll noch deutlicher für ein Aus des aktuellen europäischen Währungssystems Stimmung gemacht werden. Auch eine Rückkehr-zum-Schilling-Kampagne scheint möglich zu sein. Damit wäre Strache nicht allein: In Italien überlegt Silvio Berlusconi mit der Lira in den nächsten Wahlkampf zu gehen.
Strategisch könnte aber auch reichen, einfach die Europolitik zu kritisieren und auf weitere Krisengipfel mit milliardenschweren Rettungsschirm-Erweiterungen zu hoffen. Das ist bequemer und ziemlich erfolgversprechend. Geht es dem Euro schlecht, geht es Heinz-Christian Strache gut.
?

 

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275 Kommentare
 
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Antworten Gast: UKW
08.07.2012 11:08
8 0

Re: Ein Hauptproblem

Ich kenne viele Leute die würden selbst die SPÖ wählen, wenn der Faymann und seine Parteigenossen noch weit schlimmere Sachen machen würde als sie ohnehin schon machen (Stichwort: massive Verschwendung von Steuergeldern mittels Inseraten). Weil sie SPÖ-Mitglieder sind, regelmäßig Zahlungen an die Partei leisten und dafür eine Gegenleistung erwarten und in der Regel auch in Form von Gemeindewohnungen oder gut bezahlten Jobs bei Staat, Land, Gemeinde, ÖBB etc bekommen. Warum sollten diese Leute etwas anderes wählen als die SPÖ?

Ich erwähne die SPÖ deshalb explizit, weil hier die emotionale Bindung der Mitglieder besonders hoch ist. Die sind treu wie Jagdhuunde und würden niemals vom "wahren Glauben" bzw. "wahren Futtertrooog" abfallen und selbständig denken.

Bin ich jetzt ein Gegner von "Fußballmannschaften, die sich Parteien nennen", oder habe ich soeben ein Sachthema behandelt?

0 0

oder habe ich soeben ein Sachthema behandelt?

Sie schreiben die Wahrheit, schlicht und einfach. DANKE!

Re: Ein Hauptproblem

Ja eh. Nehmen wir zum Beispiel die Grünen her.
Im Grunde sind sie völlig gegen den ESM das konnte man auch Glawischnig ansehen da sie nicht wirklich ein vernünftiges Argument rüber bringen konnte was für deren Zustimmung sprechen könnte.

Es ging den Grünen rein um 2013. Eine Bewährungsprobe um zu sehen ob sie als Bundessteigbügelhalter für die SPÖ dienen können oder nicht. Um nichts anderes ging es den Grünen dabei.

Antworten Gast: Metermann
08.07.2012 09:49
2 0

Re: Ein Hauptproblem

Brilliant auf den Punkt gebracht.

Antworten Gast: HTR
08.07.2012 09:12
4 25

Themaverfehlung.

In diesem ARtikel geht es nicht um den ESM sondern explizit um die FPÖ.

Re: Themaverfehlung.

Liebe Grüße in die Löwelstraße!

Re: Themaverfehlung.

Das ist richtig, und dieser Kommentar erwähnt ein Problem, das über diesen Artikel hinausgeht.

3 0

'Kommentarverfehlung' ihrerseits?

Wo steht im Kommentar von Ibisxi etwas über den ESM?

Antworten Antworten Gast: Metermann
08.07.2012 09:48
1 0

Warum versuchst du erst gar nicht, den klugen Gedanken des Posters über dir zu verstehen, bevor du selber irgend etwas schreibst?


Erst denken, dann posten!

2 0

Re: Themaverfehlung.

Offensichtlich haben Sie hier das Thema verfehlt - der ESM steht sogar in der Überschrift :-)

Die Behauptung, man habe das Thema verfehlt, wenn man nicht explizit über Parteien und Personen diskutiert, ist im Übrigen ein schönes Beispiel dafür, was ich vorhin meinte: Diskussionen über Sachthemen bzw. Kritik am eingeengten parteipolitischen Blickwinkel der Österreicher wird nicht gewünscht.

Wir streiten über Parteien und Personen - basta. Mehr können und wollen wir nicht.


Gast: Hemingway
08.07.2012 08:37
25 1

Dass wir einen solchen Saustall haben, ist SPÖVP Politikern in Symbiose mit dem Rotfunk und vielen Printmedien zu 'verdanken', die seit Jahr(zehnt)en im krimineller Weise die öst. Bevölkerung belogen, betrogen und manipuliert haben.


Wie tief ist die Medienlandschaft gesunken ...

Es geht momentan wirklich ums Eingemachte. Und auch, wenn es viele noch nicht begriffen haben, ist an diesem Punkt einfach kein Raum mehr für Befindlichkeiten.
Nichtsdestotrotz nützen genau jene, die Einfluss auf die Entwicklung hätten, diese ernste Situation als Spielplatz für parteipolitisches Geplänkel.
Die Medien hätten die Möglichkeit, die Bevölkerung sachlich zu informieren - machen sie aber nicht - sie hetzen, verschweigen und verdrehen die Tatsachen.
Es wird Einschnitte geben - für uns alle. Wie groß sie sein werden, wird vor allem davon abhängen, wie lange man dieses Pyramidenspiel und die Konkursverschleppung noch weiterführt. Um den Schaden zu begrenzen, müsste man Fehler zugeben, Rückgrat beweisen und den Menschen sagen, dass die Party vorbei ist.
Stattdessen wird krampfhaft versucht, den Point of no Return auf eine Zeit zu verschieben, die nach den nächsten Wahlen liegt, damit man den Schwarzen Peter dem Nachfolger in die Schuhe schieben kann. Alle Macht wird nach Brüssel abgeschoben, damit man sich dann nicht verantwortlich fühlen muss, wenn dieses Kartenhaus zusammenfällt. Verachtenswert!

Gast: felicitasxy
08.07.2012 08:24
24 1

ausverkauf

strache, einer der wenigen politiker, die nicht wie die rot-schwarz-grüne bagage, österreich verkauft.

Re: ausverkauf

Na, ja. Wenn ich an die zeit der schwarz/blauen bzw. der schwarz/orangenen regierung denke. Da haben's die zumindest versucht.

Antworten Gast: Hannart
08.07.2012 09:14
3 19

Und dass die FPÖ unsere Staatsbürgerschaft an Russen

verkauft, vergessen wir ganz einfach, oder?

Antworten Antworten Gast: Till aus dem Haus der Freude
08.07.2012 15:09
1 0

Kaviar statt Kebap!

Oder: Ein Unterschied um's Ganze!

Die Russen lassen zumindest den Rubel in Österreich rollen; die Neo-Österreicher, an die die Linken die Staatsbürgerschaft verschenken(!), nisten sich sofort in den Sozialtöpfen ein.


Re: Und dass die FPÖ unsere Staatsbürgerschaft an Russen

oder die Frau burgstaller... ;)
schon vergessen?

Antworten Antworten Antworten Gast: asfugh
08.07.2012 12:00
0 0

Re: Re: Und dass die FPÖ unsere Staatsbürgerschaft an Russen

um korrekt zu bleiben:
rotschwarzgrünorangeblaue bagage

Re: Und dass die FPÖ unsere Staatsbürgerschaft an Russen

Lassen Sie Frau Netrebko aus dem Spiel.

22 1

solange strache als einziger gegen esm auftritt ist er fuer mich der einzig waehlbare weils jetzt nicht um parteikariertheit oder stil geht sondern um die wurst.


0 0

sondern um die wurst.

Das ist tatsächlich finanztechnisch gesehen ein grundsolides Argument Strache zu wählen.
Wenn auch ein trauriges.

FPÖ im presseforum

lustig, wenn man hier die Lob Hudeleien für die FPÖ liest, die konsequent im 5 min Abstand unter verschiedenen Gast synonymem geschrieben werden liest, merkt man recht schnell, dass es sich hier zumeist um einen einzigen, seine Sache sehr ernst zu nehmenden, Poster aus den strache Reihen handeln dürfte..

was jetzt aber nichts neues ist ;)

qui Bono? wem nützt denn das was?

Re: FPÖ im presseforum

realitaetsvereeigerung ist leider auch in der politik nicht strafbar!

5 0

qui Bono? wem nützt denn das was?

Ach bitte sind Sie doch so nett und sagen uns halt wofür dieser ESM ist und vor allem was er uns kosten wird.

Wir kennen uns nämlich nicht aus und sind ach so böse FPÖ-Anhänger, die nur rechts denken und wahrscheinlich auch nur rechts abbiegen können.

Antworten Gast: Reoplikator
08.07.2012 09:51
0 6

Ja, da arbeitet sich ein F-Parteikampfoster

durch seine Accounts, um viele rote Stricherl zu vergeben. Er sollte aber beim Posten aufpassen - wenn man unter verschiedenen Namen dieselben Fehler macht, wird es peinlich. Typisch FPÖ halt.

Antworten Antworten Gast: ikmna
08.07.2012 22:45
0 0

Re: Ja, da arbeitet sich ein F-Parteikampfoster

FPK
BZÖ
FPÖ
Die Freiheitlichen in Kärnten

I kenn mi net aus

Re: FPÖ im presseforum

"Lob Hudeleien",
"5 min Abstand",
...
Sie sind ein Fall für
www.deppenleerzeichen.de

Antworten Gast: Der Wahrheitsforscher
08.07.2012 09:27
0 2

Ja, da postet wer aus dem rechts-rechten Lager unter Mulitnick.

Merkt man an den gleichartigen Rechtschreibfehlern. Ist aber nix Neues. Das hat sogar ein Pressemitarbeiter mal zugegeben: die wissen das anhand der IP längst. Die man angeblich in Harmannsdorf im Bezirk Korneuburg lokalisieren konnte. Und wir wissen ja, wer dort wohnt ...

Re: FPÖ im presseforum

Ebenfalls guten Tag! Zu diesem Thema braucht es meines Erachtens keine Kampfposter, es geht einfach um die Sache.
Ich habe noch nie FPÖ gewählt und bin diesmal trotzdem einer Meinung mit Strache. Und ich denke, vielen geht es derzeit so.
Genau dieses Verhalten, dass man Menschen wegen ihrer Meinung zu einem speziellen Thema gleich in ein politisches Eck stellt, verhindert die sachliche Diskussion und damit auch die Lösungsfindung.

3 0

Re: Re: FPÖ im presseforum

Richtig -ich versteh natuerlich dass vielen aus der sogenannten elite vor strache graust und das man in diesen kreisen einfach auf ihn herabsehen muss wie auch hier der autor - aber deswegen die zukunft der bevoelkerung dermassen undebattiert in richtung diktat unbekannter zu lenken zeugt neben perfiditaet von kindischer gegenabhaengigkeit. Sie wuerden die luftanhalten

Antworten Antworten Antworten Gast: tepm
08.07.2012 22:47
0 0

Re: Re: Re: FPÖ im presseforum

Sie wollen Klassenkampf, wenn es keine Klassen gibt? Sie Sozialromantiker und Nostalgiker!

"Strategisch könnte aber auch reichen,.."

die frage ist: WOFÜR reichen?

denn ALLES was oben aufgezählt wird bzw was noch möglich wäre zeichnet sich durch eine gemeinsame sache aus: destruktiv.

eine destruktive partei kommt nicht (mehr) in eine regierung, selbst die övp 'derhebt' das nicht mehr.

und solange nicht 50% der ösis diesen destruktiven weg für attraktiv halten, sondern nur die loser sich von solchem begeistern lassen, gibt es halt eine fp in der opposition.

(dass destruktivität in der opposition für die politik nicht förderlich ist, ist zwar auch problematisch, aber das ist eine andere geschichte)

Re: "Strategisch könnte aber auch reichen,.."

schwarz-blau war im vergleich zu den folgeregierungen aus dem 23. jahrhundert!

immer wenn rot oder rot-schwarz dabei ist, geht es gen stillstand und vergangenheit!!

J*mmerlicher Artikel!

Die Herren Rainer Nowak und Thomas Prior wollen - so wie die GrünInnen - nur zeigen, dass sie auch "regierungstauglich" sind...

Das ist doch alles nur ein Vorgeschmack auf das, was alles noch kommen wird...

Uns steht der "schmutzigste" Wahlkampf aller Zeiten bevor...

Volksver*rschung gegen (populistischer) Volksvertretung!

und der Sieger heisst...??

Gast: Nemesis
08.07.2012 07:37
21 0

A bisserl Lohnschreiberei geht immer gell?

Die Panik muß groß sein unter den Geldgebern...

Und wieso sollte Strache eine Lösung für Greichenland anbieten? ER hat das Problem nicht verursacht - wir Österreicher wollen nur nicht zahlen für andere - weder im In- noch im Ausland.

schön zu sehen

Gehirnwäsche, Manipulation, Anpatzen,
Wahlen stehen an.

23 0

Gegenvorschläge gibt's mehrere

172 renommierte Ökonomen haben sich unter Leitung von Ifo-Chef Hans Werner Sinn in einem offenen Brief gegen die ESM-Entscheidung in Deutschland gewandt (die "Gegenbewegung", was in den Medien gern als "Streit unter Ökonomen"gehandelt wird, umfasst gerade mal 10 Hanseln).

Derselbe Hans Werner Sinn übrigens, der auch vor zwei Jahren die Tricksereien mit den TARGET-Forderungen aufgedeckt hat, die selbst heute noch kaum ein Politiker durchschaut hat.

Sinns Kernaussage: die Gläubiger, welche sich in riskante Bankgeschäfte ergehen, sollen auch selber dafür haften und für eventuelle Verluste aufkommen UND NICHT die Bürger Europas im Rahmen des ESM.

Das ist eine mehr als klare Antwort, die jedermann mit ein wenig Hausverstand versteht.

Man braucht kein Hellseher zu sein, um zu befürchten, dass der ESM bis zum Äußersten ausgereizt werden wird. Dieser Wahnsinn wird uns unser Sozialsystem, unser Pensionsystem und unseren über Generationen mühsam erworbenen Wohlstand kosten.

Für den Widerstand, der dagegen geleistet wurde, ist Strache, Bucher und Stronach volle Anerkennung auszusprechen.

5 0

Dieser Wahnsinn wird uns unser Sozialsystem, unser Pensionsystem und unseren über Generationen mühsam erworbenen Wohlstand kosten.

So ist es.

Aber nicht verzweifeln, nehmen Sie es so wie ich. Ich tröste mich damit, daß, wenn dieser Augenblick da ist, es plötzlich in den Gehirnen der verstocktesten SPÖVP-Wähler Klarheit geben wird und auch diese Menschen werden endlich der Wahrheit teilhaftig werden. Man kann in solchen Zeiten nur mehr mit Ironie über die Runden kommen, denn sonst ist es nicht zum aushalten.

Antworten Gast: Heinereiner
08.07.2012 09:16
0 3

172 "renommierte" Ökonomen

Die und renommiert? HA HA HA. Deren Artikel schaffens meistens nur in Heftl der rechts-rechten Szene. Und ausserdem sind es nur 6 Leute, die hinter dem Protest stehen, den Rest kann man vergessen.

3 0

Re: 172 renommierte Ökonomen

Der Protestaufruf in der FAZ hat gewaltige Wellen geschlagen: Merkel regte sich auf wie ein Rohrspatz und Schäuble stampfte wie das Rumpelstiltzchen. Aber wenn es Sie tröstet: vergessen kann man auch nicht "Heinereiner", denn den kennt zu Recht keiner.

Auch unsere Medien

gehören zum Filz...

22 0

"Geht es dem Euro schlecht, geht es Strache gut"

Das ist eine ziemlich verkürzte Darstellung. Ist der Text aus der Löwelstraße?

Antworten Gast: punktaus
08.07.2012 22:49
0 0

Re: "Geht es dem Euro schlecht, geht es Strache gut"

Nein zu beiden Behauptungen. Es ist einfach richtig.

Die Presse

wird zusehends zu einem billigen (sch...) Boulevardblatt.

Die werten Redakteure müssen Nachhilfeunterricht bei FAZ und NZZ nehmen, da vermutlich ihr Denkapparat nicht mehr so recht funktioniert.

Dieses zusehends massiver werdende mainstreamgerechte "Jubelverhalten" lässt jedem kritisch veranlagten Leser die Zornesröte hochsteigen.

Es sollte primär um das Bürgerwohl und nicht um irgendwelches Parteikolorit und kurzweiliger Sandkastenromantik gehen.

Unabhägige Medien sind der Objektivität und der umfassenden Berichterstattung verpflichtet.

Zum Glück ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich derlei Subjekte früher oder später selbst wegevolutionieren.


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Ich bezweifle auf das Heftigste,

dass sich FAZ und NZZ in die Reihe der von Ihnen offenbar geschätzten HC - Bewunderer einreihen lassen.

Natürlich kann man die Qualität der Presse anzweifeln. Aber diesen Zweifel an einem HC - kritischen Artikel festzumachen finde ich gelinde gesagt eigenartig.

Übrigens, was ist denn Ihrer Meinung nach ein Zeichen für den nicht funktionierenden denkapparat mit Jubelverhalten?

Wollen sie auch eine Staatsbürgerschaft vom Scheuch? Oder mit dem Graf eine Stiftung gründen?

Re: Ich bezweifle auf das Heftigste,

Lieber iB15 und edobiliyo !

Sorry, habe mich wohl nicht präzise ausgedrückt.

Bin grundsätzlich Ihrer Meinung. Mit HC habe ich nichts am Hut ... aber auch nicht mit allen anderen !

Mir geht es primär um die EU-Politik Österreichs, z.B. den EMS etc. betreffend. (Nicht vergessen, wir die Bürger, sind Österreich)

Teile die Ansichten von von Prof. Sinn, Pof. Schachtschneider, Prof. Hankel und ev. Dirk Müller.

Bzgl. der ev. Themenverfehlung sei erwähnt, das ich FAZ und NZZ bevorzuge, die Presse aus besagtem Grunde nur sporadisch besuche und wie im Beitrage erwähnt, andere Informationsinhalte erwarte als Parteienkleinkram. (DiePresse hatte früher ein objektiveres politisches Niveau. FAZ und NZZ sind vor 30J auch schon besser gewesen)

Also wie gesagt, mein Beitrag hat mit HC überhaupt nichts zu tun.

Abschließend sei noch angemerkt, dass meiner Meinung nach keine AT-Partei aus sachlich begründeten Motiven wählbar sei, zur Wahl steht bloß das kleinere Übel.

Und Jedermann mit einigermaßen eigenem politisch-ökonomischen Verstand, wird feststellen, dass viele Regierungsentscheidungen nicht gerade bewundernswerter staatstragender Natur sind.

Nichts für ungut und so long ... :)

Re: Die Presse

Wehe wenn man gegen Strache Kritik ausübt. Dann aufeinmal wird die Presse zum Boulevardblatt.

4 0

Re: Die Presse

Wegevolutionieren tut sich wohl erst ein demokratisches oesterreich wenn schluesselereignisse wie EU verrfassung und ESM von rotschwarzgruen geschlossen von debatte oder gar volksabstimmung blockiert werden.Der zweite oesterreichische Devolutionsmechanismus ist dieunfaehigkeit

5 18

durch den Nowak

wird die Presse doch noch zu meiner Lieblingszeitung!

Antworten Gast: FF7t
08.07.2012 09:47
1 0

Meine auch.

Die schreiben wenigstens die Wahrheit!

Antworten Gast: Nemesis
08.07.2012 07:38
6 1

Re: durch den Nowak

Arme Falter und Standardleser - müssen schon ins bürgerliche Fahrwasser weil ihre eigenen Blattln keiner mehr liest und die Presse hofiert sie im Hinblick auf ihre Geldgeber auch noch...

 
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