18.05.2013 14:02 Merkliste 0

Klug genug, um zu wählen, aber zu blöd, um abzustimmen?

08.07.2012 | 18:05 |  FRANZ SCHELLHORN (Die Presse)

Es ist bemerkenswert, wie viel Energie die Politik in die Verhinderung von Volksabstimmungen investiert. Zumindest weiß man jetzt, warum sie andernorts fehlt.

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Er wäre ja nicht Heinz Fischer, hätte er nicht zur Frage „Mehr direkte Demokratie?“ mindestens zwei Meinungen. Nach einem großzügigen Klopfer auf die eigene Schulter („Ich war derjenige, der den Antrag auf eine Volksabstimmung zu Zwentendorf eingebracht hat“) konnte sich Fischer in der „Pressestunde am Sonntag“ durchaus vorstellen, das Volk in Zukunft stärker in wichtige Entscheidungen einzubinden.

So wie sich der Bundespräsident ebenso gut vorstellen kann, dagegen zu sein. Ein Mehr an direkter Demokratie dürfe nämlich nicht zu einer Ausschaltung des Nationalrats führen. Tief besorgt zeigt sich der Bundespräsident auch darüber, dass im Zuge eines verstärkten Einsatzes von Volksabstimmungen Probleme „boulevardisiert“ werden könnten. Komplexe Sachverhalte wie der Fiskalpakt und die Installierung des permanenten Rettungsschirms ESM wären deshalb auch nichts für Volksentscheide. Weil deren Darstellung eben zu volkstümlich ausfallen könne.

Das ist interessant. Nahezu zeitgleich forderte nämlich Fischers Amtskollege Joachim Gauck die deutsche Kanzlerin Angela Merkel eindringlich auf, den Leuten die umstrittenen Maßnahmen zur Eurorettung doch einmal genau zu erklären. Damit die Wähler auch verstünden, was da auf sie zukommt. Womit Herr Gauck natürlich völlig recht hat. Hinter dem Rücken der Wähler ist eine Entscheidung von dieser Tragweite auch nicht zu machen. Zumindest nicht, wenn man verhindern will, dass die Bürger scharenweise in das Lager der erbitterten EU-Gegner überlaufen.

Eine derartige Erklärung hätten sich auch die österreichischen Bürger verdient. Und was genau soll so schwer daran sein, den Bürgern in einfachen Sätzen zu sagen, dass mit der Einführung des ESM alle Staaten für die Schulden anderer haften? Und was genau könnte eigentlich „boulevardesk“ daran sein, das Volk darüber aufzuklären, dass künftig nicht nur die Schulden von Staaten vergemeinschaftet werden, sondern auch öffentliche Hilfsgelder zur Rettung privater Banken eingesetzt werden – statt die Verluste bei deren Aktionären zu lassen, wo sie auch hingehören.

Es ist gerade die von Heinz Fischer so gefürchtete „Boulevardisierung“ komplexer Themen, die diesem Land ziemlich guttun könnte. Schon deshalb, weil eine verständliche Darstellung schwer durchschaubarer Sachverhalte nicht zwangsläufig in eine primitive Verkürzung und Verdrehung münden muss, wie nicht zuletzt die Abstimmung über den EU-Beitritt im Juni 1994 gezeigt hat.

Wie weit direkte Demokratie gehen und wie erwachsen das Volk entscheiden kann, zeigen unsere Nachbarn in der Schweiz. Anfang des Jahres votierten sie gegen die Ausweitung des bezahlten Urlaubs von vier auf sechs Wochen. Nicht, weil sie etwas gegen mehr Ferien einzuwenden hätten. Sondern weil die Eidgenossen der Ansicht sind, dass die bereits unter hohem Druck stehende Wirtschaft damit weiter geschwächt würde.

Im Jahr 2005 wurde in St. Gallen eine Initiative zum Ausbau der Regionalspitäler mit großer Mehrheit abgelehnt. Nicht, weil die Bürger etwas gegen eine höhere Hospitaldichte gehabt hätten. Sondern weil ihnen in einfachen Worten erklärt wurde, dass ein derartiger Schritt naturgemäß zu höheren Steuern führen werde. In Niederösterreich stört man das offensichtlich überforderte Volk nicht beim Musikantenstadel, für sie entscheiden die wichtigen Fragen die politischen „Experten“ im Landtag: Heraus kommt unter anderem, dass innerhalb von zwölf Kilometern zwei nigelnagelneue Spitäler in die Landschaft gestellt werden.


Nun muss das Volk nicht über alles und jedes abstimmen. Viel erreicht wäre, wenn die Wähler bei den großen Weichenstellungen randürften. Etwa beim ESM. Oder der Frage, ob der Staat dauerhaft mehr ausgeben soll, als er einnimmt. Oder ob Staatsausgaben per Verfassungsgesetz gebremst werden sollen. Und ob das Pensionsantrittsalter mit steigender Lebenserwartung „mitwachsen“ soll oder eben nicht.

Vor Antworten auf Fragen dieser Art muss niemand Angst haben. Schlechter als die Experten in den Bänken des Nationalrats kann das angeblich so blöde Volk ja auch nicht entscheiden. Und das wäre doch schon eine ganz passable Ausgangsposition, nicht? Seite 1

 

E-Mails an: franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.07.2012)

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94 Kommentare
 
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echtest über den esm

wette es kommt ein nein heraus -dann wäre der test wohl bestanden !

Gast: MH
09.07.2012 18:55
5 0

Volksvertreter, Kundendienst oder Machthaber?

Da sich die meisten unsere regierenden Politiker nicht als Volksvertreter sehen die nichts anderes als den Willen des Volkes umzusetzen haben (Dienst am Kunden von dem sie leben) wollen sie auch keinesfalls ihre Entscheidungsmacht (die sie reichlich zu ihrem eigenen Vorteil ausüben) einem Abstimmungsergebnis unterordnen.

Gast: Wählerin
09.07.2012 18:37
0 8

Alle Macht den Medien?

Vermehrte Volksabstimmungen würden klarerweise die Macht der Medien extrem verstärken.
Die einfachste Sachverhaltensdarstellung erhielte die meisten Stimmen und die auflagenstärksten Printmedien könnten ihren ohnehin enormen Einfluss ausweiten.

(Die Schweiz immerzu als Beispiel anzuführen, halte ich für nicht zielführend- deren Abstimmungsergebnis über die Urlaubslänge ist zwar überraschend, aber ist es auch schlau?)

Re: Alle Macht den Medien?

Gestatten Sie mir - als Schweizer - eine Bemerkung: Wer die poltischen Vorgänge und insbesondere das Stimm- und Wahlverhalten der Schweizer (über längere Zeit) mitverfolgt hat, ist vom Ausgang/Ergebnis der "Urlaubsabstimmung" nicht im Geringsten überrascht worden. Für ausländische Beobachter, die vom "schweizerischen Politwesen und Politsystem" wenig Ahnung haben, sind solche Resultate hingegen (wohl verständlicherweise) eine kleinere Sensation.

Mit lieben Grüssen.

Gast: Geld istweg!
09.07.2012 18:25
3 0

Österreich ist anders- und unser Bundespräsident sowieso

Ja zum Unterschied vom Deutschen Amtskollegen Gauck, kann sich Fischer vorstellen, ein bisschen genauer zu prüfen, aber dann doch ja zusagen zum ESM, er will ja nicht den Abgeordneten zum NR im Weg stehen, denn das käme ja (Zitat Fischer) einer Ausschaltung des Parlaments gleich (wäre Fischers ureigenste Aufgabe!)und der Verfassungsgerichtshof soll ja auch noch die Möglichkeit zu prüfen haben. Bla bla bla...

Fischer kann sich auch ein bisserl mehr direkte Demokratie vorstellen, aber ja nicht bei so wichtigen Dingen wie beim ESM und beim Fiskalpakt, denn... (siehe oben)

Fischer ist untragbar und könnte sich einiges abschauen vom Gauck. Die Experten sind sowieso eindeutig gegen den ESM siehe Link zur FAZ:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/protestaufruf-der-wirtschaftsprofessoren-wir-sehen-die-bankenunion-mit-grosser-sorge-11810620.html


im mutterland der modernen demokratie, in großbritannien...

...wird tatsächlich nicht über alles und jedes eine volksabstimmung abgehalten.

und zwar deshalb, weil dass dem gedanken der repräsentativen, parlamentarischen demokratie zuwiderläuft.

aber wir sind inö, und unsere rechte hatte schon immer ein problem mit dem parlament.

zu allem und jedem oder zu dem was schell als "große weichenstellung" deklarieren möchte eine volksabstimmung abzuhalten ist nur auf den ersten blick besonders demokratisch.

wenn man darüber nachdenkt, was fischer unverzeihlicherweise getan hat, kommt man zu dem schluß, dass die kerninstitution unserer demokratischen verfassung, das parlament durch das von fpövp+grünen forcierten modell de facto beim gesetzgebungsprozess ausgeschaltet werden würde.

warum haben wohl die von ihnen immer angehimmelten briten solch einen schmafu nie auch nur in erwägung gezogen?

weil sie den wert des PARLAMENTARISMUS höher schätzen als sie und ihresgleichen.


eigentlich hat fischer genau eine meinung...



...er lehnt den plebiszitären unfug der allerorten grassiert ab und das aus guten gründen.

aber das eingestehem hieße auch, in der einleitung den auf den presse-obligatorischen "snide remark"( achtung, schell: das ist englisch!) zu verzichten und das wäre gegen die blattlinie.

also wenn fischer sich eindeutig positioniert: so tun als täte er es nicht und ihn dann doch für diese seine klar geäußerte meinung niermachen. ansosnten jammern, dass er keine klaren worte spricht, eines von den beiden narrativen muss immer durchgezogen werden.

hello frank, äh..franz, how do you gehts dir?


it is of course clear, that the sozialisten of all the parties don't want the volk voten lassen. that is because they have fear that free market ideas will triumph!

take the case of the switzerland: there they have elected for not introducing tooo bigger holidays, because this the market would not stand! bravo, this is vorbildlich!

and hopefully with your friend frank, who as you is not part of the system there will be a party that promotes to cut such wasteful nonsens like holidays, health care, pensionen, the state generallily and education (especially english, which you learn so im vorbeigehen anyway, at least in die wirtschaftsredaktion von "die presse").

so let people vote more, this would be too gooder to be true!

ps: except for forcing leistungsträger with wrong wohnsitz in der schweiz to pay their taxes in austria, to vote for this would be communistic!


"Immer wenn was Wichtiges zu entscheiden ist, ist der Fischer nicht da !"


grummelte B. Kreisky schon vor 35 Jahren. BITTE unserem Präsidenten des nordkoreanischen Freundesvereins ein Ticket in die SCHWEIZ kaufen. Vielleicht kapiert er irgendwann, das es zynisch ist Gesetze VOLKSUNVERSTÄNDLICH zu formulieren !!!

Re: "Immer wenn was Wichtiges zu entscheiden ist, ist der Fischer nicht da !"

für sie sekundären a.n.al.phab.eten ist doch jedes gesetz unverständlich.

wie hätten sie es denn gerne "volksverständlich" formuliert? als comic? als film auf dvd statt in gedruckter mit diesen vielen, vielen buchstaben?

und wieso schreiben sie eigentlich die eigene ahnugslosigkeit dem ganzen volk zu? das volk ist in seiner gesamtheit allemal klüger als sie, schon allein deshalb, weil das nicht schwer ist.


8 0

ich habe immer gegedacht, die Nationalräte kämen aus dem Volk,

aber laut BP, einem verkapten Monarchen kommunistischer Prägung, kommt das gar nicht in den Sinn. Hat wohl mit seiner Abstammung zu tun.

Anders gesagt: die sozialistische Bildungsoffensive der 70er Jahre war wohl nicht so gut, wenn der Bürger inzwischen nicht gescheiter und wissender geworden ist.

Irgendwas kriegt der BP da nicht zusammen.

Gast: Alles ist Möglich
09.07.2012 13:46
6 0

Er wäre ja nicht Heinz Fischer, hätte er nicht zur Frage „Mehr direkte Demokratie?“ mindestens zwei Meinungen.

Vielleicht hat er zwei Parteibücher?

Gast: Held der Arbeit
09.07.2012 13:45
2 0

eigentlich

wäre es ja der job der gewählten politiker, komplexe sachverhalte einfach und für den bürger verständlich darzustellen. aber glaubt denn wirklich irgendwer, dass unsere derzeitigen politiker intellektuell überhaupt in der lage sind, komplexe themen auch nur ansatzweise selbst zu verstehen (die kleine laura, der grinsekanzler, spindi, die zaster-mikl und wie sie nicht alle heissen)? wie sollen sie das dann den bürgern erklären? österreich ist eben nicht die schweiz, leider.

Gast: LegendIn
09.07.2012 13:37
12 0

Was habt íhr denn erwartet, als ihr einen Altkommunisten zum BP gewählt habt?

Kim Jong Heinz stellt sich als lupenreiner Demokrat natürlich gegen das Volk.

Die Roten wissen ganz genau dass sie mittlerweile nicht mal mehr die Pensionisten hinter sich haben.

Nur die ÖVP weiß das nicht und hilft seit 2008 nach Kräften, altmarxistische Beschlüsse durchs Parlament zu boxen.

Und jetzt kommt die große Angst vor dem Volk, es könnte viele der Fehlentwicklungen wieder rückgängig machen.

Und damit im Endeffekt den ganzen österreichischen Filz aus Kammern, Parteien, Bonzen, Gerontokraten, Pfründlern, seit 70 Jahren roten Hauptstädten, usw. usw. in Frage stellen.

Da wirft sich der honeckeroide Systemerhalter in die Schlacht gegen das eigene Volk.

Was für ein Unterschied zu Joachim Gauck!

Armes Österreich!


Wie können wir auch nur so undankbar sein?!

Ich kann mir gut vorstellen wie die Sekretäre in der Kanzlei des UHBP die Postings lesen und die Welt nicht mehr verstehen.
Wie kann es sein, daß unser gütiger Reservekaiser, der doch nur das Beste für die SPÖ, pardon, für das Volk will, so mißverstanden wird? Sind wir schlicht und einfach dumm? Sind wir undankbar? Können wir der Weisheit des geliebten Führers nicht folgen?
Wetten, daß die Mächtigen alles unternehmen werden, daß es nie zu Volksabstimmungen kommen wird?

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Ist dieser Bundespräsident

noch tragbar? Nach seiner Einschätzung wäre z.B. die Schweiz ein großer Boulevard. Geht's noch? Nein, es geht nicht mehr. Bei ihm ist anscheinend die Angst zu Gast und er zittert vor dem Volk und versucht, diese Bevölkerung als "zu dumm" hinzustellen. So geht's nun nicht, Herr Fischer. Ein Bundespräsident, der sein Volk herabwürdigt, hat nicht das Recht noch länger im Amt zu bleiben. Er hat sich in diesem Interview eine Blöße gegeben, nicht das Volk.

also wenn

ich mir unsere lieben Mitbürger so anschaue - z. B. gut zu beobachten in den einschlägigen Sendungen, die auf bestimmten Sendern laufen - ja dann komme ich zu dem Ergebnis - es ist besser weniger direkte Demokratie zu haben.

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Gut

dass wir den HBP als Maß aller Dinge haben!
Versteht´s er, verstehen es auch die Bürger, versteht´s er nicht, soll man auch nicht abstimmen, denn wie soll sich UHBP (und alle anderen BürgerInnen) denn dann entscheiden können?

Gast: Gast: Leser
09.07.2012 12:44
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Einfache Erklärungen

Einfache und allgemein verständliche Erklärungen für ESM und Fiskalpakt hören wir ja fast täglich von Strache (FPÖ) und Bucher (BZÖ), allerdings mit kritisch-polemischem Unterton. Eigentlich müssten diese Parteien ja einen massiven Zulauf verzeichenen; das ist aber nicht der Fall. Also müssen SPÖVPGrüne kaum fürchten, durch ihre Aktionen wesentliche Wähleranteile zu verlieren. Warum sollte sie also anders agieren?

das die

spö und die grünen vor direkter demokratie angst haben ist verständlich !

diese beiden "gutmenschen" parteien hätten ja auch am meisten zu verlieren, vor allem wäre der "gesichtsverlust" bei diesen 2 parteinen am grössten, weil sie ja auch mit abstand die schwachsinn igsten ideen haben !

bin überzeugt davon, dass die bevölkerung sinnvollere entscheidungen trifft wie solche politiker wie: hoschek, darabosch, fayman, glawischnig, pilz, prammer, fischer, cap,...

z.B.: die schw ach sinn sänderung der bundeshymne wäre nicht zustande gekommen wenn man die bevölkerung gefragt hätte.


Re: das die

wie beruhigend, dass wir ja noch die lichtgestalten der demokratie aus övp, fpö und bzö haben.

Re: das die

ob die Bundeshymne geändert wurde oder nicht ist ziemlich wurst. Letztlicher Initiator: Frau Rauch-Kallat von den Schwarzen. Zählen Sie nicht nur Rote und Grüne auf.

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Re: Re: das die

Das ist nicht "wurst". Alle Umfragen haben gezeigt, daß um die 70% der letztlich dann überfahrenen Bürger gegen eine Änderung sind - http://derstandard.at/1310511274506/Umfrage-70-Prozent-gegen-Aenderung-der-Hymne?seite=2

Ob das jetzt rot-grüne Gesinnungstäter oder schwarze Emanzen, die sich noch mal wichtig machen wollten, oder feige Mitläufer (die allseits beliebte Frauenfeind-Keule!) sind, man wird sich '13 in der Wahlzelle an all die Zumutungen erinnern...

Re: Re: Re: das die

Über die Priorität dieses Merkmals in der Wahlzelle kann man rätseln.
Ob ich durch mein Wurstigkeitsgefühl zu einem feigen Mitläufer wurde, weiß ich auch nicht.
Neben meinem Sohn habe ich auch zwei Töchter; auch unsere Vorfahren hatten Töchter; daß Töchter nicht selbst auch "groß" waren, lediglich ihre Brüder, daran kann ich nicht glauben. Auch nicht, daß bisher nur Brüder dem Vaterland in Chören Treue geschworen hatten. Die Änderung folgt daher meinem Bewußtsein; was mich allenfalls stört, daß diesem Thema soviel Zeit zugeordnet wurde; als ob es nicht Wichtigeres, Dringenderes zu regeln gegeben hätte.

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Re: Re: Re: Re: das die

Man hat hier gelangweilten Krampfemanzen nachgegeben. Den "Söhnen" folgt doch schon in der nächsten Zeile: "Volk, begnadet für das Schöne" - da sind die Damen wohl zweifellos dabei. Es handelt sich um Mißachtung dichterischer Freiheit einerseits - andererseits muß man nur schlichten pc-Gemütern jedes Detail im Bild zwanghaft "gendergerecht" ausgestalten; und sei es im Nachhinein und, siehe: "Volk...", ohne Not.

Wenn jetzt nicht mehr nur die "Brüder" Treue schwören, dauert es ja sicher nicht mehr lang bis auch die jungen Damen ihren Treueschwur beim Heer ablegen; oder wenigstens Zivildienst leisten. Die Damen werden da ja noch arg diskriminiert.

Wann kommt die Europahymne dran?
"Brüder aus Elysium"!

Elende Spiegelfechterei auf Steuerzahlerkosten...

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Re: Re: Re: das die

ich vermute eher, dass die R-K von ihrem Ehemann ablenken wollte, aber das hat doch nicht so funktioniert.

Oder hat es doch funktioniert?

 
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